Ich verstehe deinen Beitrag nicht, hast du nicht beschrieben was ich auch gesagt habe? Außer das mit dem Quatsch 
alle die meinen, das mit den aktien sei ne gute idee, sollten mal nach chile schauen. das system krankt schon allein daran, dass ein großteil der bevölkerung nicht die kompetenz besitz, gewinnbringend mit aktien zu agieren. Einem noch größeren anteil fehlen dazu die finanziellen möglichkeiten sich entsprechend kompetente beratung leisten zu können. am ende führt das ganze also nur dazu, dass massenweise geld verbrannt wird, nicht, um die allgemeine altersvorsorge zu verbessern.
Beispiel:
Sagen wir mal es gibt 60 Million Einkommenssteuerzahler. Jetzt wird der Freibetrag um 500 Euro im Jahr erhhöht. Sprich es werden 60 Mio * 500 Euro = 30 Millarden Euro von dem versteuernden Einkommen abgezogen. Je nach Grenzsteuersatz entspricht das dann einer Steuererleichterung die 500 Euro. Da davon auszugehen ist, dass es viel mehr “Armee” als “Reiche” gibt, ist die totale Summe der Entlastung bei den Armen um ein vielfaches Höher als bei den Reichen. Auch wenn der Reiche natürlich absolut mehr Geld spart(500 mal spitzensteuersatz).
Jetzt verstehe ich es. Du schaust aus der Gesamtperspektive und ich habe aus der Einzelperspektive argumentiert. Ein Reicher wird bei jeder Steuererleichterung mehr profitieren als ein Armer, wenn es um die absolute Steuerlast geht. Deswegen war meine Aussage kein quatsch, du hast die Begriffe Armer und Reicher als Gruppen interpretiert, weshalb du es anders siehst.
Dein Beispiel ist schwer auszurechnen, da man hier die genauen Verteilungen wissen müsste. Ein Armer könnte hier minimal 40€ sparen und ein Reicher maximal 225€. Kann schon sein, dass dann die Gruppe der Armen mehr profitiert.
Es ist nicht so wahnsinnig schwierig gewinnbringend mit Aktien zu agieren. Einfach in ein zwei Indexfonds und ja nicht zu genau ansehen. Es sind ja gerade die Leute die meinen schlauer zu sein als der Durchschnitt, die sich mit Aktien und Spekulationsobjekten um viel Geld bringen. Das Grundproblem ist doch nachwievor, dass eine Umlagefinanzierung der Altervorsorge ohne Kapitalaufbau in Probleme rennt, wenn sich die Demographie verändert. Außerdem wage ich zu behaupten das Chile vielleicht nicht gerade ein angemessenes Vergleichsland ist für Deutschland. Wenn man was über die bösen “neoliberalen” Politiken in Chile sagen will, sollte man das Land fairerweise mit ähnlich Ländern in Südamerika vergleichen. Das Ergebnis mag dann aber vielen nicht schmecken.
ja und du meinst, dass die massen, die sich von konzepten wie der riester rente, lebensversicherungen oder bausparverträgen übers ohr haben hauen lassen, jetzt auf einmal im aktienmarkt die fähigkeit besitzen, zwischen verantwortungsvollen, stabilen und hochrisikoinvestments zu unterscheiden? ganz zu schweigen davon, dass indexfonds immer eine finanzielle einstiegshürde haben, die viele nicht gehen können oder wollen.
es geht nicht um den vergleich, es geht darum, dass die altersvorsorge in chile nicht stabil ist, weil sie hochgradig von den launen des marktes abhängig ist.
Naja wenn du von total sprichst meinst du das aber. Wenn du das jetzt aber mal auf die Lebenswirklichkeit beziehst, solltest du diese Entlastung auch relativ auf dein Einkommen beziehen. 40 Euro mehr auf wenig, können für die effektive Lebensverbesserung deutlich mehr bringen als die 225 dem 6stelligem Einkommensverdiener. Das Steuerungsmittel Freibetrag oder Progressionsgrenzenverschieben abzulehenen, weil es “Reiche” gibt die absolut gesenehen mehr davon haben, ist mehr als kurzsichtig und lädt dazu ein Neidmotive zu unterstellen. Ich glaub es gibt wenig Instrumente mit denen die Politik effektiv und verwaltungsunaufwendig Geld an den Bürger zurückgeben kann wie die verschiebung von Freibeträgen und Progression. Es ist natürlich nur teuer, weil es alle betrifft, und man kann sich nicht damit rühmen irgend einer Interessengruppe geholfen zu haben. Wär ja mal Politik für alle.
Ja aber es macht eben auch einen Unterschied, ob du ein Land bist, das wie Chile stark von dem Weltrohstoffmarkt abhängig ist mit all den Risiken für die eigenen Währungskurse, oder ob du eine Industrienation bist, die in einem der größten Währungszonen der Welt integriert ist. Das Grundproblem der Chilen ist doch, dass Sie bei dem Thema Altersvorsorge, kaum Gestaltungsspielraum haben.
Ich habe nichts anderes gesagt, wir meinen das Gleiche. Und total gesehen war bezogen auf die Steuerlast der Einzelperson in Euro und nicht Prozent. Deswegen bin ich ja für 50% Besteuerung der Renten weil es allen hilft anstelle eines Freibetrags der nur Leuten hilft die Kapital für Aktienpakete haben.
die aktienbasierte altersvorsorge der chilenen ist doch eben genau unabhängig von der eigenen industrie, weil sie international angelegt ist. das war doch gerade eins der verkaufsargumente, dass man die altersvorsorge damit unabhängiger von den nationalen wirtschaftsschwankungen macht. dass man sie dadurch in eine abhängigkeit zu prozessen bringt, auf die die chilenische regierung keinerlei einfluss hat und damit jegliche hebel in krisenzeiten aus der hand gib, hat man dabei dann aber einfach mal unter den tisch fallen lassen.
Klar wird und wurde mit Riester, etc viel Schabernack getrieben. Nur die Frage ist doch, was sind den die Alternativen für die Individuelle Altersvorsorge. Prinzipiell gibt es doch nur 2 Möglichkeiten, entweder du wirst am Immobilienmarkt aktiv oder am Kapitalmarkt. Ersteres ist ja nicht gerade mit weniger Risiken für den „einfachen“ Bürger verbunden. Was den Kapitalmarkt ja attraktiv macht, ist das du gerade nicht auf einmal ein „Kaufpreis“ mit Kredit stemmen musst. Nachteil sind natürlich das man vernünftigerweise nur einen langen Anlagezeitraum benutzt.Bei dem ganzen Problemfeld gibt es ja leider keine eierlegende Wollmilchsau. Nichts kann da den Bürger vor Risiken bewahren und auch eine Verstärkung der staatliche Rentensysteme nicht, weil die ja auch enormen Verschiebungen unterworfen ist und sein wird.
Als Einstieg in das Aktien Geschäft kann ich das Buch: Geldanlagen - Einfache Strategien für Ihre Finanzplanung von Thomas Hammer empfehlen. Herausgegeben wurde es von der deutschen Verbraucherzentrale.
Das ist so geschrieben, dass man nicht unbedingt ein Abitur braucht um die Grundlagen zu des Aktienhandels zu verstehen. Hat mir auf jedenfall weiter geholfen ^^.
mmn wäre die beste kombination eine staatlich-halb-staatliche rente, d.h garantierte feste rente, wie wir sie ja jetzt auch haben (höhe der sätze müsste man nochmal genauer anschauen) kombiniert mit verschiedenen staatlich kontrollierten anlagemöglichkeiten. das würde den missbrauch privater anbieter unmöglich machen, man kann aus verschiedenen modellen wählen und man hat auch nicht das kompetenzproblem.
Auch zu empfehlen ist das Buch „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“ von Gerd Kommer und der Finanzwesir von Albert Warnecke.
Merz hat absolut Recht. Will der typische Deutsche mit der „German Angst“ eben nicht verstehen. Einen Neuwagen zu kaufen, der nach wenigen Jahren bereits 50% an Wert verloren hat, ist vollkommen in Ordnung. Auch das man nach fünf Jahren knapp 10% auf seinem Festgeldkonto verliert wird hingenommen (realer Wert nach Inflation).
Aber wehe die Aktien schwanken mal um 10-20%. Dann bricht die große Panik aus.
Der deutsche Fragt sich eben, was denn gewesen wäre, wenn er 2008 mit 65, wenn ein theorethischer Rentenfond auszalungsfähig gewesen wäre, gemacht hätte, da da die Kurse eben sehr tief waren.
Und der Deutsche ist Faul was Politik angeht. Wir gehen zwar alle 8 oder mehr Stunden am Tag arbeiten aber ihr wisst was ich meine.
Hätte, wäre, wenn.
Deshalb habe ich ETFs, wo man von solchen Kriterien nicht beeinflusst wird.
wieso nicht?
Du bist 65, es ist 2008 , dein Portfolio ist um 35% im Wert gefallen, was machst du?
Halten.
Du brauchst Geld, die Rente ist null, (wenn wir mal sagen das sowas wie 2008 auch in 20 jahre passieren könnte)