19. Legislaturperiode - Regierung: CDU/CSU/SPD

Es geht nicht um reiche Schnösel, aber wer 50-100€ im Monat über hat, wird später nicht von der Grundsicherung leben. Und man bekommt nicht weniger Rente vom Staat, wenn man privat zusätzlich vorsorgt, so funktioniert das System nicht. Deine Rente berechnet sich nach deinen Beiträgen und ein paar anderen Punkten, aber nicht deinem Einkommen zum Zeitpunkt der Rente.

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Leute die heute Grundsicherung bekommen, hätten wohl kaum privat vorsorgen können.
Rente wird meines Wissen unabhängig von deinem Wohlstand zum Renteneintritt bezahlt. weswegen sie so oder so die gleiche Rente bekommen würden.
Im Prinzip ist die Beitragszahlung ins Rentensystem nichts anderes als Altersvorsorge. Die auch funktionieren würde, wenn Schröder nicht gekommen wäre.

ich glaube du solltest dir wirklich anschauen, wie unser rentensystem funktioniert, bevor du hier weiter unsinn erzählst. Diese 100 Mrd wären bei mehr privater forsorge bei gleichem staatlichen system trotzdem nötig, da das nichts mit der grundsicherung zu tun hat, sondern damit, dass irgendwie die staatlichen rentensätze ausgezahlt werden müssen. Die werden durch private vorsorge aber nicht magisch weniger (wäre ja auch ziemlich lächerlich, da du ja trotzdem den gleichen anteil ins staatliche rentensystem einzahlst) solange also nicht der rentenschlüssel drastisch verändert wird, ändert die private vorsorge in der hinsicht überhaupt nichts.

Mir ist klar wie das Rentensystem funktioniert, danke! Dass viele Menschen nicht in der Lage sind oder sein werden von der Rente zu leben, macht aber immer wieder neue Rentenpakete notwendig, siehe Mütterrente, Rente mit 63 usw. Das kostet den Staat Milliarden.

Das sagst du so, als wüsstest du, wie jedes Leben sich entwickelt. Einige Menschen, die heute am Abgrund stehen und von Grundsicherung leben haben einmal in ihrem Leben gut verdient. Wenn sie einen Teil davon in die private Vorsorge, statt in Koks und Nutten investiert hätten ständen sie vielleicht nicht vor dem Problem. Und nein, damit möchte ich nicht sagen, dass jeder dazu in der Lage wäre.

Gerade die Generation der Leute hier im Forum wird wahrscheinlich im Alter nicht von der staatlichen Rente leben können. Eine private Vorsorge ist nahezu unerlässlich.

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Vielleicht hat der am Abgrund stehende Mensch ja auch an der Börse investiert und dann die A-Karte gezogen, als 2008 Auto und Waschmaschine kaputt gegangen sind.

Es geht nicht zwingend darum keine 50€ zurücklegen zu können, das Problem ist eher das Risiko kurzfristig keine 50€ mehr zu haben.

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Scheinbar nicht, so wie du argumentierst.

Jo die werden auch einen ETF monatlich bezahlen, weil es diesen Steuerfreibetrag gibt :smiley:

Ich glaube halt das man an anderen Stellen viel sinnvoller bei der Rente ansetzen könnte, als ein Freibetrag für Aktienpakete. Um dein Beispiel aufzugreifen, könnte man doch anstelle des Freibetrags einen Bonus für Hausfrauen/männer in den Rentenschlüssel einbauen…

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ohweia, das tut ja richtig weh. ein großteil der betroffenen von altersarmut und zu geringen rentensätzen war nachweislich langfristig im niedriglohnsektor beschäftigt oder ein teil ihres Lebens arbeitssuchend, u.a. durch den völligen zusammenbruch der Ostwirtschaft unter kohl. deine aussagen sind einfach so fern ab von der realität, dass ihr euch nicht wundern braucht mit eurer heiligsprechung der privaten vorsorge als realitätsfern und reichenfreundlich abgestempelt zu werden.

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Wow, dann sag mir doch mal wie du auf die Idee kommst, dass ein jetzt eingeführter Steuerfreibetrag auf Aktien den Menschen helfen soll, die jetzt in Rente sind?

Es geht hier doch um die zukünftigen Rentnergenerationen. Dich und mich und viele andere hier im Forum. Statt alles für den Konsum auszugeben, macht es vielleicht Sinn mal ein bisschen privat zur Seite zu schaffen, da alleine schon die Demographie dafür sorgen wird, dass die Umverteilung von jung auf alt in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr so gut funktionieren wird. Ein staatlicher Anreiz ist hier doch absolut hilfreich.

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und dann stirbt man mit 58 oder mit 46 oder wasweissich und freut sich, dass man so toll für die rente vorgesorgt hat. :grin:

Das Aktienpaket kann man wenigstens vererben. Die Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung sind unter Umständen futsch :wink:

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meine erben kriegen nix. ich verbrauche alles, was ich hab, für mich und meine lieben hier und jetzt, nicht im jenseits.
die sollen sich selbst was aufbauen, wenn sie bock drauf haben.

Deswegen ist eine Stärkung der Rentenkasse sinnvoller, als eine Begünstigung von Besserverdienern. Es gibt jetzt schon einen Freibetrag von ca. 800€ und das die Erträge aus diesem Aktienpaket später Steuerfrei sein sollen, zeigt doch schon in welche Richtung es geht.

Nur wie soll diese Stärkung der Rentenkasse aussehen?
Man hört oft die Forderung, dass Selbstständige, Beamte usw. mit einzahlen sollen. Damit würden wahrscheinlich viele Gutverdiener in die Rente eintreten.

Ein grundlegendes Problem der gesetzlichen Rentenversicherung ist meiner Meinung nach, dass die Rente zu stark mit den Renteneinzahlungen ansteigt. Man kann in unserer Gesellschaft eine starke Korrelation von Einkommen und Lebenserwartung feststellen.
Dadurch erhalten Personen, die ihr Leben lang gut verdient haben, einen sehr hohen Gesamtbetrag aus der Rentenversicherung ausgezahlt. (lange Auszahlungszeit + hohe Rente) Dabei handelt es sich allerdings meist auch um Personen, die privat eh schon gut vorgesorgt haben.

Geringverdiener dagegen erhalten oft nicht einmal ihren Einzahlungsbetrag zurück aufgrund der geringeren Lebenserwartung.

Meiner Meinung nach, muss es vorher eine Abschwächung des Äquivalenzprinzips in der Rentenversicherung geben, sonst haben Geringverdiener zumindest langfristig gesehen nichts von so einer Regelung.

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Das klappt aber nur wenn diese Vorsorge auch sicher ist.

Es kann eben einfach nicht sein dass man zb per Aktien für die Rente spart, dann mal kurz auf harz 4 fällt, eben wieder mal das Beispiel weil man 2007 arbeitlsos geworden ist und 2009 nicht wirklcih ein Jahr wahr um gut jobs zu finden.
Dann geht es nach den 2 Jahren auf Harz 4 zu, aber man kriegt nix da man ja noch aktien hat.

das man da gezwungen wird, teils mit hohen Zusatzkosten (das verkaufen kostet ja auch was,) seine altersvorsorge zu verbrennen, obwohl man einfach nur keinen job findet schon 20 Jahre in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, ist da einfach echt ne frechheit

Das sind dann die Großeltern wo der Teppich am Treppenabgang mysteriöserweise immer besonders rutschig ist wenn sie vorbeikommen :wink:

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Genau das ist der Grund, warum es dafür eine staatliche Subventionierung geben sollte. Im Gegenzug müssen die erworbenen Aktien von der Person explizit für die Altersvorsorge vorgehalten werden. Die Vorsorge sollte dann gesetzlich vor Hartz 4 geschützt sein, wie ähnliche private Vorsorgeformen fürs Alter.

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Es gibt schon einen Freibetrag der sollte ausreichen.

Die angesprochenen Ursachen für altersarmut werden auch in Zukunft der signifikante Faktor bleiben und diese Menschen können eben nichts zur Seite legen. Es bleibt dabei: diese Subvention löst kein Problem, sie ist ein reines Geschenk für gut verdienende

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Das ergibt doch in deiner Logik keinen Sinn, da du ja meinst, dass der Staat dadurch entlastet werden soll. Wann er einspringt, ob bei Hartz oder erst später bei der Rente, macht doch keinen Unterschied.

interessanter beitrag zur praxiskultur des deutschen ärztewesens und wo die DDR schon deutlich weiter war.

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