Afghanistan- Die letzen Tage

genau das haben etliche Soldaten, die mal dort stationiert waren, im Reddit geschrieben (siehe Kommentare):

ACHTUNG! Ist zwar SFL (safe for life) clip, dennoch verstörend (am besten gleich zu den Kommentaren springen)

Beispiel Zitat:

I hate to say it but I agree. I was there from 2009-2010 and all of us first timers instantly realized the ANA and ANP wouldn’t put up a fight, sometimes they didn’t even when we were there with them and could easily overpower whatever was going on. […]

Man darf dabei nicht vergessen das in den letzten Wochen unterstützungstruppen von jetzt auf gleich abgezogen wurden. Ohne die nachfolgenden lokale Registrierungsabteilungen zu informieren. Dadurch hatte das ANA kein Geld, Munition und sogar Essen. Das sorgt dafür das die Soldaten kein bock mehr hatten oder sich einfach zerstreut hatten. Das begünstigte den Durchmarsch und da die Taliban den netten Besatzer spielten konnte das zerstörte Vertrauen dort genutzt werden. Sie verteilen Amnestien an Regierung und Soldaten Truppen. Alles um als der gute dazustehen. Mal sehen wir lange das anhält und jeder der da den Westen unterstützt hat gejagt und „verurteilen“ wird.

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Danke für den Link.

Mir ist was kurioses Aufgefallen. Im ersten Video bei 31:08 da sieht bei einem der Kopf total eingefügt aus. Der wirkt irgendwie zu groß. Oder bilde ich mir das nur ein? Es wirkt total seltsam.
Nur warum sollte man da einen Kopf einfügen über eine andere Person.

Bild aufklappen

Die ganzen Soldaten sind halt, wie man sieht, nutzlos, wenn keine zusätzliche Infrastruktur geschaffen wird. Ist ja nicht so, als gäbe es nicht die Kapazitäten, um so ein Projekt zu bewerkstelligen.

Interessanter Thread. Die Taliban haben das seit der Abmachung mit den USA vorbereitet und jegliche Afghanischen Befehlshaber/Bürgermeister usw. bestochen, damit sie kampflos aufgeben.

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komplett illusorisch,

diese Frauen wären in der Gesellschaft geächtet und verfolgt worden, von Ihren Familien verstoßen worden großteils plus keine Akzeptanz bei den anderen männlichen Soldaten.

Auch von weiter oben in der afghanischen Politik, Armeeführung und co hätte man dafür keine positiven Worte gehabt.

Wie diese Frauen dann im Land hätten operieren sollen, ist nochmal ein Thema.

Das ist einfach extrem illusorisch.

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Wenn man sowas dann immer noch mit liest.
Ich frage mich, wie völlig unfähig kann man eigentlich sein?

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Ach Laschet… Wie soll denn die „Hilfe vor Ort“ aussehen? Will man die Soldaten direkt wieder dorthin zurückschicken? :eddyclown:

Was ein unfassbares Arschloch :face_with_symbols_over_mouth:

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Zum einen das. Zum anderen Frage ich mich wie sinnvoll es von „Medien“ wie der Bild und Co. ist, quasi einen Liveticker zu machen wo genau die nicht sonderlich geschützten Flugzeuge gerade sind oder wann sie dort ankommen. Das ist für die Taliban ja wie ein Ablaufplan wann sie wo sein müssen, wenn sie Schaden, in welcher Form auch immer anrichten wollen :thinking:

Stelle mir das etwa so vor:

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Ein Land das doppelt so groß ist wie Deutschland, plus extrem gebirgig, und zu 80% weder STrom noch fliessend Wasser hat, noch dazu die Taliban die wenn sie wollen Bauarbeiten auf ewig verzögern können, das war einfach quasi chancenlos.

Als Deutschland 45 kaputt wr, gab es zumindest die ganzen gut ausgebildeten Handwerker zum teil noch und es konnte alles wieder aufgebaut werden.
Plus die Leute konnten lesen, schreiben und rechnen.

Man könnte alle Hoch, Straßen und Tiefbauer Deutschlands und Frankreichs nach Afghanistan schicken und wäre selbst nur mit den wichtigsten STraßen ausserhalb der ringroad, auf Jahrzehnte beschäftigt, von Wasser und STrom un der nötigen Infrastruktur dahinter (ist ja nicht getan, Stromkabel und Wasserrohre in den Boden zu legen) gar nicht zu reden.

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mit einer wesentlich geringeren Bevölkerungsdichte selbst im damaligen Vergleich. Du musst nicht das ganze Gebirge zupflastern. Es reicht dort, wo die Leute auch leben.

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trotzdem sind es eben riesige strecken in schlimmstmöglichen Gebieten für Bautätigkeiten.

Plus die ganzen Rohstoffe, Gerätschaften da hin kriegen etc etc.

Das ist eben quasi der US New Deal, nur unter Beschuss, einfach extrem unrealistisch

Aus Kölner Stadtanzeiger, von einem Interview

Die deutschen Behörden lehnen bislang Visaanträge von Ortskräften ab, die vor 2013 für die Bundeswehr oder die Polizei in Afghanistan gearbeitet haben. Sie gehören offenbar zu dieser Gruppe. Sind Sie enttäuscht?

Ich bin sehr enttäuscht. Ich habe sehr gerne für die deutsche Polizei gearbeitet und versuche seit Langem, eine Genehmigung für die Ausreise zu bekommen. Aber geklappt hat es noch nie. Immer wieder haben sie mir gesagt: Du bist nicht berechtigt. Ich habe zwar immer noch Hoffnung, aber nicht mehr viel. Ich habe sechs Jahre für die Deutschen gearbeitet, und es hat sich niemand jemals über meine Arbeit beklagt. Warum bekomme ich keine Genehmigung auszureisen? Warum?

Ernsthaft? Alle die VOR 2013 gearbeitet haben haben/hatten kein anspruch auf ein Visum? :eddyclown: ohne worte.

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Die Turkish Air A400 hat nun Afghanischen Luftraum betreten und Offiziell Kabul als Ziel.

Screenshot 2021-08-16 171650

Nein, nicht unrealistisch. Wenn sich die USA den Marshallplan leisten konnten, der weit mehr Kapazitäten verlangt hat (immerhin war das ein Programm für halb Europa!), dann muss das in Afghanistan mit mehr Zeit und besserer Technologie sogar noch besser gehen. Die Taliban würden wesentlich weniger Zulauf kriegn, wenn die Bevölkerung sieht „oh, die wollen uns ja wirklich helfen“.

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der Marshallplan wurde aber nicht so aktiv bekämpft.

Klar gab es viele deutsche die Nazis und co versteckt oder unterstützt haben wieder ins Zivilleben reinzukommen, aber das dauernd es Attentate auf US Soldaten, sowie Deutsche die mit den Alliierten zusammenarbeiten gab, war eben nicht der Fall.

fakt ist eben auch, die Leute haben sehr schnell den Fortschritt gesehen, aber das lag eben daran, dass zumindest eine Grundinfrastruktur schon da war auf die aufgebaut werden konnte.

Radio, Fernseher, Gefriertruhen und Kühlschränke funktionieren eben besser, wenn es bereits ein Stromnetz gibt

Genauso waren die Straßen in Deutschland teils zwar schlecht . aber sie waren vorhanden.
Klar hier und dort war im Krieg eine Brücke zerstört worden, aber wir waren auch damals schon ein dichtbesiedeltes Land, es gab immer noch zimmerleute und co und diemeisten brücken waren schnell behelfsmässig wieder repariert.

Angesehen von der Machbarkeit, dieses Geld und diesen Aufwand kannst du vielleicht für ein Europa das gegen die Sovjets steht aufwenden und rechtfertigen, aber nicht für ein Afghanistan.

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Der Artikel hier scheint interessant zu sein, ist aber leider hinter einer Paywall.




In den USA sind die Republikaner wohl schon fleißig dabei, sich schnell die Verantwortung von den Händen zu waschen:




Das macht mich einfach nur traurig. Wenn selbst den kooperativen und engagierten Menschen möglichst viele Hindernisse in den Weg gelegt werden, damit sie bloß nicht aus Versehen was von unserem Wohlstand abbekommen… :beansad:

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