Allgemeiner Thread zu Diskriminierung (Rassismus, Sexismus etc.)

Dein Konzept ist vielleicht nicht ganz bis zum Schluss gedacht, weil du hier buddhistische Psychologie etwas einfach über’s Knie brichst und dadurch dein Einstieg in das Thema Rassismus etwas merkwürdig wirkt.

Die Lehre ist ja nicht, ich fang mit meiner Empathie bei der Ameise an und weite sie dann auf, sondern ich fang bei mir selber an, breite dann meine Empathie auf meine Mitmenschen aus und gehe dann bis zur Ameise.
So wie du argumentierst bekommt man den Eindruck, du stellst die Relevanz der Stärkung der Empathie für deine Mitmenschen gleich mit der Relevanz der Tiere bzw. anderer Lebenwesen. Was von Beginn an etwas misanthropisch wirkt, was ich dir nicht unterstellen will.

Und dein Konzept von dem notwendigen Spezisismus, wenn das eigene Leben bedroht ist, geht auch nicht auf, weil Rassisten im Normalfall als Argumentation der Berechtigung ihre Bedrohung durch Menschen anderer Herkunft und ihre Verdrängung benutzen. Sorry, aber mit der Logik würdest du Genozide legitimieren.
Also vielleicht nicht einfach Menschrecht und Tierrecht gleichstellen.

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Zusammenfassung

Weil es das nicht gibt.
Was sollen den „natürliche Richtlinien“ sein? Richtlinien sind vorschreibende Regeln. Die Natur hat das nicht.

Nein. Gesetze sind dafür gemacht, dass unser Zusammenleben geregelt ist. Die meisten Gesetze die wir haben regeln sehr alltägliche Dinge, wo ganz normale Leute mit Empathie in einen Konflikt kommen können.
Schlag mal ein Gesetzbuch auf, und schau nach, wie viele der Gesetze die du findest einfach Sachen sind, welche Menschen mit Empathie einfach so intrinsisch, instinktiv so halten würden. So funktionieren Gesetze nicht.

Stimmt nicht.
Das ist etwas, was man lernen muss. Lass ein Kind in einem Umfeld aufwachsen, in dem Mord und Todschlag normal ist, und das Kind lernt, dass dies ein Weg zur Konfliktlösung ist. Lehre das Kind, dass man besser kooperiert anstatt gegeneinander, dann wird das Kind auch so aufwachsen.
Menschen haben das Potential zu extrem aggressivem und antagonistischen Verhalten, sowie zu starker Kooperation, und die Idee, dass man „einfach weiss“ ob etwas „richtig oder falsch“ ist entspricht einfach nicht der Realität.
Wenn dem so wäre hätten wir nicht unzählige Kulturen mit unzähligen Wertvorstellungen in der Geschichte der Menschheit gehabt.

Also…
Ich kann nur von der Schweiz reden, weiss nicht wie es in Deutschland ist, aber die gleichen oder ähnliche Gesetze, welche hier den Umgang mit Haustieren reguliert, regulieren auch wie Tiere zur Zucht oder für Fleischverarbeitung und so gehalten werden…
Ich weiss nicht, was für Beispiele du hier konkret ansprichst. Oder willst du sagen, dass du es interessant findest, dass wir in der Schweiz/Deutschland Gesetze haben, welche sich für guten und humanen Umgang mit Haustieren einsetzen, während IN ANDEREN Ländern solche Gesetze missachtet werden?
Nun… aus dem gleichen Grund wie wir in unseren Ländern Gesetze zur Gleichstellung der Frauen haben können, und andere Länder Frauen nicht mal Auto fahren lassen. Wir können von hier aus leider nicht DEREN Gesetze kontrollieren.

Nein, tut sie nicht!
Es herrscht eine NOTWENDIGKEIT für den MENSCHEN… aber für die Mikroorganismen herrscht die NOTWENDIGKEIT die Sterelisation NICHT durchzuführen.
Das ist der springende Punkt. Du schaust es von der Seite des Menschen an, und siehst eine Notwendigkeit für den Menschen, und darum ist es ok, dass all diese Mikroorganismen sterben.
Und ich stimme dir zu. Der Unterschied ist nur, dass ich verstehe, dass diese Privilegienstellung die du dem Menschen hier gibst halt Speziesismus ist… was du vorher von dir gewisen hast.

Das ist eine andere Frage. Eine die mir (im Moment) egal ist. Denn mein Punkt war einfach: Auch DU der vorhin abgewehrt hat, dass du Spezifist bist, bist es. Denn du gibst dem Menschen Präferenz über andere Spezien. Ja, du tust es dann, wenn du es „als nötig“ anschaust (was ein so vager, schwammiger Begriff ist, dass ich diese Linie überall ziehen kann…). Und jetzt? Es ist trotzdem Spezienismus.

There we go!

Nein. Das ist EIN Beispiel, welches Tagtäglich vorkommt.
Und oft nicht für Lebenswichtiges Zeugs. Wenn du zum Arzt gehst um eine wüste, aber ungefährliche Wunde am Kopf zu vernähen, dann wird die Nadel, der Faden und deine Haut auch sterilisiert. Kein „Ausnahmezustand“.
Wenn du Seife brauchst um deine Haut zu waschen tötest du Viecher die darauf leben. Ich kenne dich nicht, und weiss nicht wie sehr du riechst (:wink: ), aber für die meisten Leute ist das KEIN „Ausnahmezustand“. Wenn du einen Salad wäschst, dann spülst du regelmässig Sachen den Abfluss runter. Das könntest du verhindern, könntest jedes Blättchen umdrehen um sicher zu gehen, dass nirgends mehr eine Mücke hockt… WENN dir denn deren Leben so wichtig wäre.
Nie eine Mücke zerschlagen, wenn sie dich sticht. Keine Strassen oder Häuse bauen, denn was du da in der Erde alles killst ist reiner Massenmord! Und wir könnten ja in Höhlen leben!
Sorry, ich glaube du hast mein Beispiel mit dem Arzt und der Sterilisation misverstanden. Ich habe nicht von einem „Sonderfall“ geredet. Das war EIN Beispiel aus einem Arzt-Alltag (NICHT Sonderfall) aber du darfst gerne morgen von Morgen früh bis Abend späht ein bisschen bewusst drauf achten, und mitzählen, an wievielen Alltäglichen Aktivitäten du teilnimmst, welche Milliarden Tierchen und Lebewesen das Leben gekostet hat… ohne dass es „unbedingt“ nötig gewesen wäre.
Ich kann dir garantieren, deine Linie dafür, was unbedingt „nötig“ ist um den Tod eines dieser Tierchen zu entschulden wird sich MASSIV verschieben :wink:

Wenn das wörtlich gemeint ist, dann hast du jetzt gerade Grenze verschoben von praktisch „Lebewesen“ zu „Lebewesen mit einem Herz“… was für mich dann nach einer sehr künstlichen Grenze aussiehst.
Falls du das nicht wörtlich gemeint hast, sondern metaphorisch: OHHH DOCH! Du tötest in deinem Alltag ganz, ganz, ganz Viel, das nicht „unbedingt nötig“ wäre! Das ist nunmal so, kann ich dir ziemlich sicher garantieren.

Sorry, aber das ist nunmal Schwarz/Weiss.
Denn das ist eine saubere Dichotomy:

  1. Ich bin ein Speziesist.
  2. Ich bin kein Speziesist.

Zwei Aussagen, welche nicht beide gleichzeitig wahr sein können, aber eine davon muss wahr sein. Das ist eine Dichotomie. Und in deinem Fall trifft 1) zu. Wie bei uns allen. Dass du den Qualifikator „Im Notfall“ anhängst ist egal! Das zeigt bereits, dass du einer bist, denn du legst TROTZDEM den Wert deiner Spezies zuerst!
Aber wie auch schon gesagt: Was du als „Notfall“ siehst wird sich verändern, wenn du dich im Alltag mal selber etwas mehr beobachtest UND einfach mal nachlesen gehst, wo überall Tierchen leben und kreuchen… glaube mir, deine „Notfall“-Definition wird sich extrem verschieben müssen.

Ah, interessant.
Hier noch ein besseres Beispiel:
Ein Ding macht etwas mit einem anderen Ding.
Habe ich gerade Rassismus, Sexismus, Speziesimus oder Paartanz beschrieben? :wink:
Wenn du etwas vage genug definierst, dann kannst du alles in den gleichen Topf werfen.

Aber hey, etwas interessantes hier:
Du sagst, dass du halt im „Notfall“ ein Speziesist bist…
Nun… bist du im Notfall auch ein Rassist? Also, wenn du zwei Babies in Not siehst, das eine Schwarz, das andere Weiss… rettest du dann per Default erstmal das Weisse, weil es halt deiner Ethnie entspricht…?
Denn du hast selber gesagt, dass du im Notfall ein Speziesist bist. Und du scheinst Rassismus und Speziesismus gleichzusetzen. Also, wenn du konsequent wärest, dann würdest du in einem Notfall einer Person deiner eigenen Ethnie den Vorteil geben. Richtig?
Oder willst du mir jetzt sagen, dass es halt doch einen Unterschied zwischen Rassismus und Speziesismus gibt, dass man nicht das was du zum einen sagst auf das andere übertragen kann?
Denn wenn ja: Gratuliere! Das ist genau meine Haltung!

Nee, sorry! Wäre immer noch Rassismus! Auch wenn du deine Ethnie nur „im Notfall“ über andere Ethnien stellen würdest… das wäre IMMER noch Rassismus!
Himmel, das wäre eine der extremsten Formen des Rassismus!

Krankenschwester: „Wir haben zwei Patienten im Spital, beide brauchen ein Spendeherz! Wir haben nur ein Spendeherz! Was machen wir?“
Arzt: „Nun, einer der Patienten ist Weiss, der andere Schwarz. Da ich und mein Team aber alle Weiss sind, und das ein Notfall ist wo wir nur eine Person retten können retten wir halt den weissen Patienten.“

Wenn du denkst, dass wäre nicht rassistisch, weil es halt nur „im Notfall“ rauskommt… nun, sorry, ich weiss nicht was ich dazu sagen könnte! Aber ehrlich, ich denke nichtmal, dass das deine Meinung ist. Es ist halt nur so, dass das die logische Konsequenz ist, wenn du versuchst zu argumentieren, dass Rassismus und Speziesismus so nahe beeinander sind, UND zu argumentieren versuchst, dass Speziesismus im Notfall zu verteidigen ist…

Erstmal: Wir sprechen von einem Wert, weil du das Thema des Speziesismus ursprünglich aufgegriffen hast. Und da geht es nunmal ums Konzept, dass man Individuen einer Spezies mehr Wert zuschreibt als den Individuen einer anderen Spezies.
Und ich messe den Wert eines Fötus am Wert den er für sein Umfeld hat. Ein Fötus selber hat noch keine eigene Wahrnehmung oder Erinnerungen oder was auch immer. Aber es hat (wenn sich die Eltern über die Schwangerschaft im klaren sind und diese auch wollen) für sie den Wert eines zukünftigen Kindes. Und ich weiss, wie wertvoll diese Voraussicht auf ein neues Kind für die Beteiligten sein kann.
Darum hat es Wert.

Was für ein „Interpretationskurs“?
Ich bin nicht hier, um deine Texte zu interpretieren!
Soll ich anfangen Dinge in deine Texte zu interpretieren? Soll ich anfangen zu raten, was du VIELLEICHT sagen wolltest? Ich verstehe, dass ein Grossteil deines Textes so geschrieben ist, dass Leute interpretieren MÜSSEN, damit sie Hand und Fuss haben, aber eine bessere Idee wäre, wenn du einfach das schreibst was du meinst. Anstatt dich darüber zu beschweren, dass Leute deine Texte „interpretieren“ sollen.

Gemessen WORAN?
Jetzt hast du den Geist weggenommen, aber den Rest meiner Frage ignoriert! Ich wollte wissen, WIE DU KOMPLEXITÄT MISST!
Der Stich gegen deinen „Geist“-Zusatz war nur da, damit du meiner Frage nicht ausweichen kannst, und jetzt hast du genau das gemacht…

Ist das das einzige was du kannst?
Immer wenn du in einer Sackgasse bist mit deiner Argumentation muss es daran liegen, dass dich die Leute nicht verstehen WOLLEN…

Sorry, aber es gibt solche Absolute.
Und es IST ein absolut, dass deine Interpretation dieses Spruches genau das ist: Eine Interpretation, und NICHT das, was das Zitat tatsächlich direkt aussagt.
Daran gibt es nichts zu rütteln.
Manchmal liegen Leute einfach falsch.
Wenn jemand sagt, der Himmel sei grün, dann liegt diese Person ABSOLUT falsch.
Wenn jemand sagt, die Erde sei flach, dann ist das ABSOLUT falsch.
Und wenn jemand ein kurzes Zitat über Schlachtfelder und Schlachthäuser nimmt, und dann erklärt, dass die Hauptaussage dieses Zitates sei, das wir Leben zu wenig achten, dann ist das ABSOLUT falsch.

Doch, kann ich! Weil ich lesen kann!
Der Autor des Zitates mag deine Interpretation teilen oder nicht. Der Autor mag sich genau das überlegt haben…
Aber DAS ZITAT SELBER sagt das nicht aus. Das ist einfaches LESEN und grundlegendes TEXTVERSTÄNDNISS.

Oh mein Gott, diese alte Leier wieder… :face_with_raised_eyebrow:
Googles doch einfach… oder?

Nein. Ich weiss, dass es das bedeuten KÖNNTE!
Und es KÖNNTE noch ne ganze Menge anderes bedeuten.
Und das sage ich ja in meinem Kommentar: Das Problem ist nicht, dass dein Text so vage war, dass ich mir NICHTS darunter vorstellen könnte, dein Text ist so vage, dass ich mir alles mögliche darunter Vorstellen könnte,

Übrigens liebe ich die Tatsache, dass du in deiner „Erklärung“ dieses Abschnittes wieder vage, undefinierte Ausdrücke um dich wirfst…

oder

Hast du wirklich das Gefühl, was du hier schreibst ist klar definiert und konkret…?

Das ist sehr gut möglich.
Und ich habe erklärt, warum dem so ist.

Oder hey:
Meine Innere Seele hat nach aussen geblickt, aber konnte nicht dein Inneres erkennen, wodurch mein Geist und dein Geist in Asynchronie gerieten…

Ich hoffe, das war klar genug :wink:

Vielen dank.

Ok…
Also, was ich hier verstehe ist, dass es eine innere und eine äussere Welt geben muss. Wir leben nur „in der äusseren Welt“. Die Welt ist per Definition aber eh ausserhalb von mir… also, ist die innere Welt eine Metaphor für… unsere Psyche und unseren… „Geist“? In denen sollten wir also auch leben können, denn sonst gäbe es keinen Grund zu betonen, dass wir nur in der „äusseren“ Welt leben?
Und wir kümmern uns mehr darum, wie wir äusserlich aussehen, anstatt wie unsere Psyche und unser „Geist“ und unser „Charakter“ ist?
Ich kann hier primär von mir sprechen, aber mir ist es herzlich egal wie ich nach Aussen aussehe. Kann dir jeder bestätigen, der mich kennt. Und meine Freunde um mich herum laufen jetzt auch nicht wie Topmodels rum… aber auch wenn würde ich jetzt nicht behaupten, dass Leute welche primär darauf achten, wie sie rumlaufen psychisch und mental NICHT gesund sind, und das geistig ungesunde Leute sehr darauf achten, wie sie nach aussen hin aussehen. In meiner Erfahrung lassen sich Leute welche psychisch am abgeben sind sich nach aussen recht gehen… also sehe ich diese Trennung „man kümmert sich wie es nach aussen aussieht, aber nicht wie es innen ist“ irgendwie nicht.
Aber ich bin hier nicht sicher, ob es das ist, was du meinst. Die „innere Welt“ ist klar eine Metapher für etwas, also evt die „äussere Welt“ auch? Und unser aussehen in dieser äusseren Welt bezieht sich dann auf was?

Meine Güte, siehst du wie völlig absurd das wird?!
Kannst du nicht einfach sagen, was du meinst, in NICHT esotherischer, blumiger Sprache?

Was ist „Empathie die zum Gest und nicht zum Körper gehören“?
Das man mit Leuten mitgefühlt hat, welche zwar toll aussehen, aber geistig Probleme haben? Machen wir das nicht schon?

Willst du hier einfach sagen, je mehr Soldaten ihre Feinde auf dem Schlachtfeld als Menschen, als Individuen wahrnehmen, desto schwieriger finden sie es, diese abzuknallen?
Denn… ja. Klar.
Dass wir dadurch „Schlachtfelder auflösen können“ ist immer noch nicht wirklich wahr, da ein grosser Teil der Abstumpfung gegenüber des Feindes AUF DEM SCHLACHTFELD passiert, oft damit sich Soldaten vor der unangenehmen Realität schützen können, dass sie jetzt andere Leute abknallen müssen…

Ok.
Also, wenn wir Tiere mehr personifizieren, dann ist es schwieriger für uns, sie zu verarbeiten und zu essen.
Ok…

Also, dieses ganze Blumige Gerede über äussere Welt und Innere Welt und Geist und so…
lässt sich runterbrechen auf:

Je mehr wir Tiere personifizieren, desto schwieriger finden wir es sie zu schlachten und zu essen.

Ok. Ja. Das… ist ohne Zweifel so.
Bin ziemlich sicher, dass ich das weiter oben auch schon geschrieben habe, zumindest sowas ähnliches.

Echt…?
Dann muss ich was verpasst haben, denn so blumig die Sprache auch ist die du hier brauchst, inhaltlich scheint wirklich nicht viel mehr gesagt sein, als ein Punkt den ich weiter oben schonmal gemacht habe… einfach mit weniger Worten.
Aber hey, vermutlich habe ich etwas verpasst, denn die Innere Welt und äussere Welt, und Geist und Empathie die zum Geist und nicht Körper gehört… all das macht noch immer keinen Sinn. Ich verstehe was all diese Worte im einzelnen Bedeutet, aber so zusammen gesetzt klingt es einfach wie Esotherik-Poesie…

Ok. Ich bin jetzt durch deinen ganzen Kommentar gegangen und habe versucht, irgendwie Sinn daraus zu machen. Alles was ihr oberhalb dieses Abschnittes findet ist genau das: Eine Detailierte Auseinandersetzung mit ThinkFits Antwort zu mir…
Da die aber extrem lang ist habe ich hier nochmals „kurz“ zusammengefasst, worauf der Kommentar rausläuft. Ein interessanter Teil ist dieses Zitat, dass ich am Schluss lesen musste:

Du scheinst zu denken, dass seien zwei inkompatible Aussagen… und ich glaube, das zeigt warum ich so Mühe habe dich zu verstehen.
Du scheinst zu denken, je mehr mögliche Interpretationsoptionen ein Text hat, desto EINFACHER sei es, zu verstehen was die Person sagt.

Aber in Wirklichkeit: Wenn sich jemand so vage ausdrückt, dass ich mir 10 Dinge darunter vorstellen kann, dann weiss ich trotzdem NICHT, was die Person sagen will!

Aber sorry, ich denke ich habe hier wirklich gezeigt, dass ich auf alles eingehen wollte, das du gesagt hast.
Und dadurch entstehen leider Löcher in deiner Position.

Die Idee, dass du nur im „Notfall“ Kreaturen tötest und Speziesist bist ist absolut falsch. Vielleicht weisst du wirklich nicht, wo überall Krabbelviecher und so leben, aber wenn du wirklich denkst, dass du nur „im Notfall“ tötest… sorry, da liegst du falsch. Das Operations-Beispiel war nur ein Konkretes Beispiel, das du dann als „Notfall“ angesehen hast, wenn in der Realität ein ähnlicher Massenmord passiert, wenn du dich nur in der Dusche abseifst… kaum ein „Notfall“.

Das gleiche mit der Idee, dass es nicht Speziesismus ist, wenn es nur im Notfall zutrifft… das ist immer noch Speziesismus.

Und die Idee, dass du Speziesismus mit Rassismus gleichsetzen kannst, aber behaupten kannst, dass es in Ordnung ist Speziesist zu sein, in einem Notfall… ohne zu realisieren, dass dies auch ein OK-Zeichen wäre, rassistisch zu handeln in einem Notfall.

Das finde ich fast das gefärhlichste: Deine Idee, dass wir, wenn wir uns nur in Notfällen „über andere stellen“ kein Rassismus haben würden. Du scheinst das nicht bedacht zu haben, aber du verteidigst hier effektiv die Idee, dass Diskriminierung gegenüber anderer Ethnien im Notfall zu verteidigen sei, und NICHT Rassismus wäre. Und DAS ist eine gefährliche Einstellung, welche leider ziemlich klar aus deinem oben geschrieben resultiert, auch wenn es dir nicht aufgefallen ist.

Ich halte deine ganze Position für nicht durchdacht. Und wenn du sie versuchst zu verteidigen, dann endest du in unnötig blumiger Sprache, dessen vage Meinung man dann selber zusammenstückeln muss.

Wenn du eine Detailierte Antwort zu allem willst, was du mir geschrieben hast… nun, viel Spass beim lesen. Ich bin hier fürs Erste mal wieder draussen…

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Danke!
Genau mein Punkt!
Die Idee, dass man diese Art Präferenz für die eigene Ethnie verteidigen kann, solange es „im Notfall“ passiert ist extrem gefährlich und leider etwas, was völlig als logische Konsequenz seiner Argumentation hervorgeht.

-Die gleichen Aspekte welche gegen Rassismus gelten, gelten auch gegen Speziesismus.
-Speziesismus ist aber akzeptabel, wenn man in einer Situation ist, wo das Wohlergehen eines Individuums der eigenen Spezies im Konflikt mit einem Individuum einer anderen Spezies steht.
-Demnach: Rassismus ist akzeptabel, wenn man in einer Situation ist, wo das Wohlergehen eines Individuums der eigenen Ethnie im Konflikt mit einem Individuum einer anderen Ethnie steht.

Musst nicht mal zum Genozid gehen. Mein Beispiel war: EIN Spendeorgan in einem Spital, aber ZWEI Patienten (einer Schwarz, einer Weiss), welche es beide brauchen könnten. Die Angestellten im Spital sind alle Weiss. Also ist es legitim, dem weissen Patienten den Vorrang zu geben, da dies ein Notfall ist, und in dem Fall diese Art Präferenzgebung zu rechtfertigen sei.
:woman_shrugging:

Ich bin mir fast 100% sicher, dass das NICHT ThinkFits eigentliche Einstellung ist, aber seine Gleichsetzung des Speziesismus mit Rassismus, und seine Verteidigung des Speziesismus „im Notfall, zum Selbstschutz der eigenen Spezies“ läuft so ziemlich darauf hinaus.

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Jetzt würfelst du aber alles zusammen. Wo breche ich denn buddhistische Psychologie übers Knie? Ich hatte lediglich ein Sprichwort genannt, dass man auch im Buddhismus verwendet. Dein „übers Knie brechen“ war lediglich eine stark vereinfachte Erklärung, da Truchsess mit Worten wie innen und außen nichts anfangen kann. Da muss ich gar nicht in den Buddhismus abbiegen.

Normalerweise ist es absolut kein Geheimnis, dass die Menschen von heute immer mehr im Außen, statt im Innen leben und somit sich selbst, ihre Gefühle, Gedanken und daraus resultierenden Handlungen immer weniger wegen bunter Ablenkung im Außen hinterfragen. Allein dass man das erklären muss ist einfach nur traurig. Überall hängen die Leute nur noch am Handy und bekommen immer weniger von ihrer Umwelt mit. Und wenn man dann davon spricht, dass die Leute nur noch im Außen leben und kaum noch in sich gehen können, dann darf man das natürlich den Leuten von außen erklären und das wird dann im Bestfall sowieso als was auch immer abgestempelt. Esoterischer Firlefanz, buddhistische Psychologie, such dir was aus.

Von welcher Lehre sprichst du? Ich selber habe meine Kommentare hier an keiner fixen Lehre orientiert. Wobei die Darstellung, dass man erst Empathie für Mitmenschen stärkt und dann zu den Tieren geht auch eine wunderbare Sache ist.

[quote=„anon41483, post:2975, topic:45200“]
So wie du argumentierst bekommt man den Eindruck, du stellst die Relevanz der Stärkung der Empathie für deine Mitmenschen gleich mit der Relevanz der Tiere bzw. anderer Lebenwesen. [/quote]

Genau das meine ich. Ich unterscheide nicht in Spezies, Rasse oder sonstigen Schubladen. Empathie bekommt von mir jeder. Egal ob Mensch oder Tier.

Damit würdest du auch falsch liegen. Allerdings will ich ehrlich sein und eingestehen, dass ich im Laufe meines Lebens genug Erfahrungen mit unterschiedlichsten Menschen hatte und mir oft aufgefallen ist, dass viele Menschen sehr materialistisch und selbstbezogen denken. Das empfinde ich als ziemlich abstoßend, da es der unter anderem Materialismus ist, der uns vieles erschwert. Auch das selbstbezogene Denken und Handeln in unserer Ellenbogengesellschaft lässt mich beim modernen Menschen, der eigentlich ein „Rudeltier“ ist, gelinde gesagt die Braue heben. Solche Dinge nehme ich bei Tieren nicht so verstärkt wahr. Da fällt mir ein chinesisches Sprichwort ein, dass ihr sicher auch total klasse findet. :stuck_out_tongue:

Wer die Menschen kennenlernt, liebt die Tiere.

Man darf aber auch nicht vergessen, dass Rassisten gerne Brot essen. Von daher wäre ich beim nächsten Toast sehr vorsichtig. Erst recht, wenn er zu braun wird.

Das mache ich nicht. Ich stelle allerdings Lebewesen gleich und behaupte, dass alle das selbe Recht zu leben haben, so lange sie niemanden anderen gefährden.

Wie kommt es, dass du mich direkt in deinem Text ansprichst und im selben Atemzug alle Mitleser ansprichst? Versuchst du hier anderen etwas zu beweisen oder was willst du mit deiner Art und Weise erreichen? Sprichst du mit mir? Dann frage ich mich, wen du mit „ihr“ meinst. Oder Sprichst du mit anderen Forenmitgliedern, die das ganze eventuell verfolgen? Dann frage ich mich, warum du mich direkt ansprichst, wenn du doch eigentlich eine Mitteilung an andere Forenmitglieder hast.

Ich glaube wir lassen das hier lieber. Du „musst“ hier gar nichts lesen. Du tust so, als würdest du mir antworten, richtest diese Antwort dann aber an andere und schreibst dann von „müssen“ obwohl du das ganze freiwillig liest und eigentlich nur zwischen den Zeilen erwähnen möchtest, wie daneben dir mein Standpunkt vorkommt und deswegen nicht mehr lesen willst, sondern musst. Wie ekelhaft ist das denn bitte? Ich habe kein Problem mit schwierigen Diskussionen aber deine Art und Weise ist einfach super unangenehm. Nenne mir einen Grund warum ich deine Fragen weiterhin mit Respekt beantworten soll, wenn du mir nicht einmal ein Mindestmaß an Respekt entgegenbringst. Wir wissen beide, dass wir mal wieder unterschiedliche Standpunkte vertreten und den anderen nicht überzeugen können. Das ist auch völlig legitim. Wir tauschen uns eben aus. Aber wenn du mir jetzt so kommst, sehe ich keinen Grund mehr, mich mit dir auszutauschen. Schade um deinen ganzen Text. Aber den tue ich mir zu dieser Uhrzeit nach deinem „netten“ Verhalten sicher nicht mehr an. Bereits deine ersten Zeilen haben mir gezeigt, dass du nicht wirklich diskutieren, sondern eher kämpfen oder vorführen möchtest. Da bin ich raus.

Weil ich den Teil erst anders geschrieben habe, dann korriegiert habe, und nicht alle Stellen richtig korrigiert habe. Kleiner Fehler in einem massiv langen Text… der natürlich DAS Element ist, auf das du zu antworten hast.
Macht sinn.

Meine Güte…
Immer noch an dem einen, kleinen Fehler aufgehängt…

Ja. Im Sinne von: „Was muss ich da sehen?“.
Ist eine Ausdrucksweise im Deutschen… Heisst nicht zwangsläufig „Ich WURDE GEZWUNGEN das zu sehen“ sondern mehr „das war etwas, was ich lieber nicht gesehen hätte“.
Ehrlich, für jemand der mit so blumigen Erklärungen um sich wirft ist es faszinierend was für normale, alltägliche deutsche Formulierungen du offenbar noch nie gesehen hast…

Da stimme ich dir zu. War wohl eine Verschwendung. Den ganzen Text tust du dir um diese Zeit nicht mehr an, aber dich an zwei kurzen Formulierungen aufzuregen, dafür hattest du nochmals die Musse.

Ich bin auf jeden einzelnen deiner Punkte eingegangen. Ich habe versucht alles, was du schreibst ernst zu nehmen. Und ich habe dir sachlich zu erklären versucht, wo die Probleme sind. Das zeugt für dich aber anscheinend nicht von „Respekt“. Was wäre für dich „respektvoll“? Wenn ich dich wie ein Kind behandle und hinter jedem Satz schreibe: „Ah, natürlich, verstehe ich, guter Punkt“, wenn ich dich weder verstehe, noch deine Punkte gut finde?

Ich versuchte dich respektvoll zu behandeln dadurch, dass ich dich nicht bullshitten muss und dir ehrlich und direkt sagen kann, wo ich die Probleme mit deinem Standpunkt sehe.
Den „Respekt“ den du offenbar willst, wo ich so tue als halte ich deine Argument für völlig legitim und toll und was auch immer du gerne hören willst, weil ich dich für ein Kind halte das gehätschelt werden will kann und will ich dir nicht geben.
Nimm meine, in den meisten Belangen, sachliche Kritik und versuch sie zu verstehen, oder fühl dich angepöbelt und gemein und unfair behandelt und lass es sein. Ist mir ehrlich gesagt beides egal, an der Validität meiner Punkte tut dies keinen Abbruch.

Ein letzter Punkt will ich aber doch noch ansprechen, der halt doch noch einen unterschied herauszeigt:

Ich gehe nicht davon aus, dass du mich nicht „überzeugen kannst“. Mit einem guten Argument oder einer schlüssigen Darstellung deines Standpunktes könntest du mich überzeugen. Haben andere in diesem Forum auch schon gemacht.
Aber du „weisst“ offenbar schon, dass ich DICH auf jeden Fall nicht überzeugen kann… und ich denke, das ist vermutlich der beste Grund für uns beide diese Diskussion sein zu lassen. Mit diesem Wissen ist es wohl wirklich so, dass ich hier gegen eine Wand rede.

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wer kennt sie nicht, die radikalen Veganer Sprichwörter aus grauer Vorzeit :kappa:

ich kenn ein anderes:
„glaub nicht jedes Sprichwort das im Internet verbreitet wird“ - Albert Einstein

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Ganz ganz widerlich.

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Ja gut, aber wie man da halt schön sieht, gewisse Vorurteile haben schon ihren Grund…
Ich meine, der arme Deutsche ist fleissig am arbeiten, während der dunkelhäutige mit Migrationshintergrund nur faul rumhockt und andere Leute anpöbelt.

Oh, wart mal…

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Krankenschwester als Berufsbezeichnung ist sprachlich betrachtet neutral. Also ja, es kann auch eine männliche Krankenschwester geben.

Generell ist das aber ein schwaches Beispiel, da solche einzelnen Wörter einen Sonderfall darstellen, bei dem ein Wort, das explizit ein Geschlecht beschreibt, Teil des Wortes ist. Das ist kaum vergleichbar mit einzelnen Silben oder dem Anhängen von “Innen” und daher ergibt es in solchen Einzelfällen auch Sinn, eine neutrale Form einzuführen. Zumal die neutrale Form dann ja Krankenpfleger ist, was wieder für beide Geschlechter genutzt werden kann.

schon mal den Begriff „Krankenpfleger“ gehört?

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Ja.

PS: Vllt. sollte man mehr als ein Satz lesen, bevor man antwortet.

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wer sagt dir, dass das passiert ist? Dein Argument ist nur sprachwissenschaftliche Sülze. Ein Wort kann nie “neutral” sein

Was soll passiert sein? Kannst du deine Sülze bitte präzisieren?

Du behauptest, dass Wörter “neutral” sind, was einfach nicht stimmt, denn entweder ist es grammatisch und (muss wie wahrscheinlich alle wissen nicht immer ident sein) biologisch maskulin, feminin oder neutrum. Mithilfe verschiedener Gendertechniken (Binnen-I, *, _, etc.) lässt sich das oft biologisch angehängte Geschlecht durch das jeweilig andere erweitern. Das macht das Wort aber nicht “neutral”. Ein Wort wie “Lehrperson” ist geschlechtlich nicht näher definiert. Die Definition “neutral” ist hier jedoch nicht zutreffend, weil neutral bedeuten würde, dass es weder “männlich” noch “weiblich” ist. Das ist jedoch nicht der Fall. Es macht einen Unterschied ob etwas nicht existent oder nicht definiert ist!

Und trotzdem wurde der Begriff offizielle Geändert (Anfang der 2000er), eben u.a. weil Männer keine Schwestern sind. Wäre nicht nötig gewesen, wäre er rein neutral.

der Begriff “Krankenschwester” stammt halt noch aus der Zeit als v.a Klosterschwestern mit der Krankenpflege beauftragt waren. Da das sowie die Geschlechtsexklusivität nicht mehr gegeben ist, macht es mMn nur Sinn den Begriff zu ändern

Der maskuline Genus kann als neutrale Beschreibung des Sexus benutzt werden…

Ich habe auch nichts anderes gesagt.

sagt wer?

Hat dein Deutschlehrer gesagt, als du nicht aufgepasst hast. :roll_eyes:
Das ist eig. sprachliche Allgemeinbildung.