Almost Daily #312 Kryptowährungen - mit Daniel Neis, Etienne & Simon (Tales from the Krypto)

Ne, ich meinte nicht dich. Ich mein z.B. die Leute auf Twitter, die einander Tipps geben, warum jetzt dann doch Kryptowährung Y besser als Kryptowährung X ist. Gerne wird dann eine Grafik geteilt, auf der Kryptowährungen verglichen werden, es wird sich dafür bedankt und alle sind totalen Hypes. Wenn ich mir dann die Grafik anschaue und auf der Dinge genannt werden, die meiner Meinung nach zumindest merkwürdig bis falsch sind, niemand aber das anspricht [klar, ich kann mich auch vertun], gleichzeitig aber total sebstbewusst Aussagen über Kryptowährungen getroffen werden, dann geht das für mich schwer zusammen. Mag auch am Medium Twitter liegen, aber mir scheint halt, dass viele wenige Ahnung haben, aber viel selbstbewusst darüber reden. Das geht ja auch mit dem Bitcoin Almost-Daily einher. Super viel drüber geredet und kein einziges Mal richtig erklärt, wie Bitcoin im Ansatz funktioniert. Einiges war so merkwürdig veranschaulicht, dass ich mich frage, ob Bitcoin überhaupt grundsätzlich verstanden wurde. Und - meine Vermutung - Leute schauen dann diese Videos und glauben, sie wüssten Bescheid.

Das revolutionäre schein mir zu sein, dass man überhaupt prinzipiell online ein Zahlungssystem hat, das (unter gewissen Annahmen) funktioniert (man z.B. kein Geld doppelt ausgeben kann) und zwar ohne, dass zentrale Institutionen dafür sorgen tragen müssen. Theoretisch hat das z.B. für Leute in Ländern Vorteile, die kein Bankkonto eröffnen dürfen (z.B. wegen fehlender Frauenrechte). Die bräuchten nur ein internetfähiges Gerät, um am Zahlungsverkehr teilnehmen zu können. Blöd, dass Bitcoin nicht (mehr) so, sonden als Spekulationsobjekt genutzt wird. Aber ich maße mir auch nicht an zu sagen, dass Bitocin als Währungssystem besser oder schlechter als irgendwie ein durch Zentralbanken reguliertes System ist, weil ich überhaupt keinen wirtschaftswissenschaftlichen Hintergrund habe.

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