Und was hat das mit Meinungsfreiheit zu tun?
Nein… auf die offline Welt übertragen würde dies bedeuten: jeder darf ein Buch veröffentlichen und schreiben was er möchte.
Wenn ich jedoch in die Redaktion der Bohnen gehe, dürfen mich diese raus werfen, wenn ich dort einen Roman vorlese
Genau darum gehts doch beim Uploadfilter? Du darfst nichts mehr Hochladen auf das jemand anderes ein Copyright hat
Das war ein Beispiel welche Auswirkung Artikel 12 bei RBTV und andere Seiten haben kann.
Wenn du eine eigene Seite hast wahrscheinlich nicht wenn du nicht eins der Kriterien erfüllst um Artikel 13 folge leisten zu müssen.
Es gibt aber auf jeden Fall Plattformen/Webseiten auf denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt wird.
z.B. einen Blick auf 9Gag und du siehst mehr als genügend Dinge die von Nutzern nicht veröffentlicht werden dürften.
Oder mal einen Blick auf YouTube.
Nehmen wir jemanden der Nachrichten auf YouTube macht und dafür Stockfootage kauft/nutzt. Er bräuchte für jedes Bild eine Schriftliche Einverständnis Erklärung was ihn in seiner Berichterstattung/Meinungsfreiheit einschränken würde.
Auf meiner Seite bin und war ich sowieso immer für Urheberrechtsverstöße haftbar. Ich muss künftig „nur“ auch Haftung für Inhalte die nicht von mir stammen übernehmen.
Das beendet in keiner Weise die Meinungsfreiheit
Beendet nicht schränkt sie aber ein.
Nein das schränkt die Meinungsfreiheit nicht ein! Ich kann nach wie vor sagen was ich möchte ohne Inhaftierung durch den politischen Gegner fürchten zu müssen!
Die Meinungsfreiheit war nie dafür da, dass gewinnorientierte Unternehmen meine Meinung veröffentlichen müssen!
Es sind auch keine Uploadfilter sondern technische Mittel zur Inhaltserkennung. Euphemismen können wir in Deutschland.
Wir brauchen gar nicht die Inhaltskennung! Wenn die Bohnen möchten können sie auch einfach alle postings mit Bezug zur AFD oder zur Linken löschen. Ist nämlich ihr Forum hier, und sie müssen sich gegebenenfalls dafür rechtfertigen. Guess what, auch die Bohnen haben Meinungsfreiheit. Wenn die Bohnen hier nur noch Kochrezepte möchten, schränken sie in keinerlei deine Meinungsfreiheit und es wäre keine Zensur
Richtig. Aber wenn die EU nur noch Kochrezepte im Netz sehen will und von den Bohnen verlangt das wie auch immer zu gewährleisten, schränkt sie die Meinungsfreiheit ein.
Kannst aufhören.
Er stellt eine Frage und wenn man Antwortet.
Hört man nur ein Nein das stimmt nicht.
Dann braucht man nicht zu Fragen.
Na sorry … aber wenn du auf 1+1 = ? Mit drei antwortest, dann muss ich dir einfach sagen: nein stimmt nicht.
Man kann vieles an Artikel 11 und 13 kritisieren, vorallem, dass es quasi Artikel 11 in Deutschland und Spanien schon gibt und das Leistungsschutzrecht dort total wirkungslos ist. Oder man kann kritisieren, dass bei artikel 13 nicht nur mit Kanonen sondern sogar mit Atomwaffen auf Spatzen geschossen wird, aber es ist keine Einschränkung des Meinungsrechtes
ich glaub um den auszuhalten brauch ich alkohol… viel alkohol…
Ja ich hätte auch lieber eine andere Quelle gehabt 
Ähm ja, das klingt jetzt für mich aber nicht wie Zensur sondern sollte eigentlich normal sein - wenn dir etwas nicht gehört, darfst du es nicht verwenden.
Und wenn die EU eine solche Richtlinie erlassen hätte, könnte man von Zensur sprechen. Hat sie aber nicht.
Ich finde er geht an das Thema von allen YouTubern (oder den Meisten) am sachlichsten an.
Das Gesicht solltet ihr von GameTwo kennen und er arbeitet auch für das ÖR. Ich sehe es jedenfalls so, wie im Video und befürchte keine großen Änderungen oder das Ende der Welt und falls doch, denke ich wie schon gestern erwähnt nicht, dass dieser Artikel lange überlebensfähig ist, da wahrscheinlich sehr viele Menschen gegen protestieren würden, wenn sie ihren Sozialen Medien beraubt werden. Das Thema Zensur wird auch im Video angeschnitten.
Die Meinungsfreiheit wird hier nicht direkt beschränkt, aber indirekt. Wenn nämlich Plattformen, etc. auf denen Meinungen/Diskussionen etc. statt finden schließen, weil sie die technischen Anforderungen des “Uploadfilters” nicht stemmen können.
Noch nicht.
Ich gebe dir recht, dass es je nachdem ein Problem sein könnte. Wird man sehen, aber per se mit Zensur zu schreien (nicht jetzt direkt von dir) finde ich eher naja. Weil es gibt nicht per se DEN Uploadfilter, ist ja ne Seitenentscheidung, wie sie die Anforderungen umsetzen. Und ich glaube, man kann auch Meinungen ohne fremdes Material ausdrücken.
Ja, für manchen Nachrichten-Channel wird das ein Problem ein Problem sein, aber da wird sich auch eine Lösung finden lassen bzw. muss ja.
Aber gerade das Beispiel 9Gag, das hier schon als Beispiel kam, finde ich eher unpassend? Klar, es schränkt massiv die Meme-Kultur ein, was schade ist, aber vllt wird sich das auch irgendwie entwickeln. Wird man sehen. Nur ist 9Gag jetzt auch nicht die krasse Meinungsseite, die unfassbar wichtig zu retten ist 
Ich glaube nicht, dass durch Artikel 13 das internet zerstört wird. Dennoch sind einige Punkte sehr bemerkenswert und beunruhigend:
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Ursprünglicher Zeitpunkt: Artikel 13 sollte eigentlich im letzten Sommer verabschiedet werden und zwar während der WM. Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass dieser Zeitpunkt zufällig gewählt wurde. Bis Artikel 13 den Rechtsausschuss passierte und erste Proteste laut wurden gab es keinerlei Berichterstattung. Eine derartige Änderung der europäischen Rechtslage kann doch nicht einfach so an der Bevölkerung vorbei entschieden werden! Ich studiere Jura mit Schwerpunkt geistiges Eigentum und selbst ich hätte von Artikel 13 nichts mitbekommen, wenn es nicht Thema meiner Seminararbeit gewesen wäre.
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Reformbedürtigkeit: Das europäische Urheberrecht ist auf dem Stand von 2001. In dem Jahr wurde die letzte erhebliche Änderung am Urheberrecht vorgenommen. Dh. dass das Urheberrecht nicht auf Dinge wie das Internet ausgelegt ist. Es wurde 17 Jahre lang nichts in verändert, nur um jetzt mit dem Vorschlaghammer durchzuprügeln.
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Entscheidungsträger: Wenn man sich mal auf der Webseite des Herrn Voss oder dessen Twitteraccount ansieht, dann bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder mangelt es an grundliegenden Kenntnissen des Internets oder diese sind zwar vorhanden, werden aber hinter den Interessen von Lobbygruppen zurückgestellt. Voss sagt: “Es wird nirgendwo von Filtern geredet”. Stimmt, im Gesetzestext steht nicht Filter drinnen. Wenn Internetplattformen wie Facebook und YouTube jetzt aber nicht mehr im Rahmen der Störerhaftung erst eingreifen müssen, wenn sie auf eine Rechtsverletzung hingewiesen werden, sondern unmittelbar für die Inhalte haften, dann bleibt keine andere Möglichkeit als der Einsatz eines Filteralgorithmuses. Ich weiß nicht, was schlimmer ist.
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Qui bono- Wer profitiert?: Im Zweifel nur die großen Verwertungsgesellschaften wie Warner, Universal und die GEMA. Kleinere rechteinhaber werden Probleme haben. Sie können versuchen, mit YT einen Lizenzvertrag abzuschließen, doch für die wird es im Zweifel einfacher zu sein die Inhalte in den Filteralgorithmus einzupflegen und komplett zu Blocken (siehe Rechtsstreit Google News vs. Verlage). Der “arme, kreative Urheber” wird also kaum profitieren, sondern die großen Fische.
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Fehleranfälligkeit: Das bisher am besten entwickelte Filtersystem ist das Contend-ID-System von YouTube, welches YT bisher auf freiwilliger Basis in Absprache mit den Rechteinhabern wie der GEMA verwendet. Bisher sind über 6 Mio. Dollar in dessen Entwicklung geflossen, eine Summe die sich kleiner Plattformen wie zum Beispiel RBTV nicht leisten könnten. Trotzdem ist der Alogrithmus fehleranfällig und blockt teilweise auch Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen.
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Adressatenkreis: Wer ist eigentlich betroffen? Zunächst die Plattformen wie YouTube. Dann YouTuber wie Gronkh, aber eben auch RBTV, die nochmehr darauf achten müssen Lizenzen zu organisieren. Aber eben auch Nutzer wie wir. Wenn HBO zB. von Facebook die Blockade aller Game of Thrones-Inhalte verlangt, dann werden die Folgen Bild für Bild in den Algorithmus gespeichert. Wenn ich als kleiner unbedeutender Nutzer meine Meinung zu Wetter mit einem “Winter is coming”-Gif darstellen möchte, dann ist dies im Rahmen der Meinungsfreiheit (die auch für die Darstellung in Bild, Ton und Schrift gilt btw.) erlaubt. Der Algorithmus erkennt das aber nicht als Meinungsäußerung, sondern als Urheberechtsverletzung, obwohl ja laut Voss das Zitatrecht und die Parodiefreiheit bestehen bleiben soll. Wenn die Filter aber streng eingestellt sind, und das werden sie um Rechtsstreite zu vermeiden, dann muss ich als Nutzer nach einer Blockade nachweisen, dass es sich nicht um eine Verletzung handelt. Das dauert. Bisher musste dir eine Verletzung nachgewiesen werden. Nennt sich Beweislastumkehr und ist im Rahmen der Grundrechtsabwägung geistiges Eigentum vs Meinungsfreiheit sehr kritisch.