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Bye-bye UK. Der Brexit ist da


#790

Ganz im Gegenteil. Es gibt schon Firmen aus GB, die sich neue Firmensitze in anderen EU Ländern beschaffen.


#791

Muss man ja nur machen, wenn man absehen kann, dass es zu nem anderen Ergebnis führt.

Die Umsetzbarkeit müsste man sich dann halt überlegen. Aber mit Hilfe des Internets sollte es eigentlich gar nicht so schwer sein immer einen Überblick zu haben was die Mehrheit aktuell will.


#792

Neuwahlen führen doch nur zu einem anderen Ergebnis, wenn sich die Haltung der Bevölkerung geändert hat. Und wenn sich die Haltung der Bevölkerung geändert hat, ist die demokratischste Lösung, dem aktuellen Willen der Bevölkerung nach zu Handeln.

Es gehört zu einer Demokratie, dass es regelmäßig Wahlen gibt und alle paar Jahre neu gewählt werden kann um vergangen Entscheidungen zu revidieren.

Die Regierung und das Parlament haben sich in eine komplette Sackgasse manövriert, es deutet alles auf einen Hard Brexit hin, eine Lösung die sicher die wenigsten damals beabsichtigt haben.

Das Referendum ist 2,5 Jahre her, die Bevölkerung ist viel besser informiert. Wieso zur Hölle soll es demokratisch sein, stur an einer alten auf Lügen und Manipulation (Cambridge Analytica) basierenden Abstimmung fest zu halten, bei einer Entscheidung mit so weitreichenden Kosequenzen.


#793

Eben. Der Brexit ist gerade im vollen Vollzug. Fehlt nicht mehr viel und ich denke dieses Jahr wirds noch kommen.

Dann muss die britische Bevölkerung halt erstmal 5 jahre ihre Entscheidung ausbaden. Es funktioniert nicht heute hüh und morgen hopp zu sagen. Das sind alles erwachsene Menschen gewesen. Hätten sich halt informieren müssen.

Eine Entscheidung wie der Brexit ist eben etwas was man nicht von heut auf morgen umsetzen kann. Es war klar dass das länger dauert. Der Prozess ist im Gange. Da wurde Arbeit und Zeit investiert.

Jetzt einfach neu zu wählen, weil alle gemerkt haben wie blöd sie waren, ist in meinen Augen absolut undemokratisch. Dann hätte man nicht wählen brauchen, denn es ist faktisch klar dass ein Brexit negativ ist.


#794

Und ich werde unglaublich viel Arbeit deswegen bekommen :beanfeels:


#795

Ja, mal sehen. Ich glaube sie müssen jetzt erst mal realisieren, das es keine neuen Angebote von der EU gibt.


#796

Klassensprecherwahlgemecker also.

Es steht 14 zu 16, und dann schreit einer “ja wenn der gewinnt, dann will ich doch für den anderen stimmen.”
So funktioniert das nicht.

Eine Entscheidung beinflusst ja automatisch die Leute.

Sobald das Wahlergebnis zu “homoehe ja/nein” bekannt ist, hat dies ja einen Einfluss auf alle die sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Die welche dagegen sind, und nicht abgestimmt haben, würden jetzt gerne doch abstimmen und viele die dafür waren, würden bei einer erneueten Wahl nicht mehr hingehen weil sie denken “jo, Mehrheit ist dafür brauche ich nicht mehr 10km zum Wahllokal fahren”


#797

Und wer entscheidet, wann der Punkt erreicht ist, dass die Mehrheit umgeschlagen ist? Normale Menschen sind einfach viel zu wankelmütig, damit so ein System funktionieren würde, weshalb wir in einer repräsentativen Demokratie leben.


#798

Verstehe zwar nicht, was Cambridge Analytics damit zu tun hat, sonst hast du recht.


#799

Ich verstehe deine Logik schon, aber ist halt auch nicht gut, wenn es der Wirtschaft deswegen schlecht geht und die Zahl der Arbeitslosigkeit in der EU steigt.


#800

Äh, wenn eine Entscheidung richtige dämliche Folgen hat für ein Land, ein Volk und ein Kontinent - dann sollte man es ggf. nochmal überdenken. Besonders wenn man nun seit zwei Jahren rumeiiert und kein Plan hat.

Tja, witzigerweise werden wohl nicht nur die britischen Bürger es ausbaden.


#801

Ja schön, ist eben so, jede politische Entscheidung tut irgendwas, wo es für die einen gut, für die anderen schlecht ist.

Und falls das Pfund zusammenkracht (was ich bezweifele) gibt’s eben günstigen Urlaub und durch ein günstiges Pfund könnten Englische Firmen auch mehr exportieren

@jararaca
Das rumgeeire kommt daheir das die englische Regierung den Großteil dieser 2 Jahre mit dem Kopf im juristischen Sand verbracht hat und gehofft hat das ganze irgendwie im Hinterzimmer unter den Teppich kehren zu können.
Quasi die Kündigung der Wohnung schon in der Hand gehabt und einfach bis Tag X gewartet bis man irgendwas macht.


#802

Sehe ich gar nicht so. Klar beide Seiten werden kurzfristig leiden (die eine Seite mehr als die andere), aber in der Situation in der alle Beteiligten die Sache hinmanövriert haben, sehe ich das langfristig als einzigen vernünftigen Weg. Und man muss es langfristig betrachten.


#803

Dafür gibt es ein abschreckendes Beispiel und Länder, die mit einem Austritt aus der EU liebäugeln, wissen was ihnen blühen wird. Dazu kommt, dass die EU nicht mehr haufenweise Ausnahmeregelungen für GB braucht, wo sich jedes andere Mitglied zurecht fragt, warum ausgerechnet GB so viele Sonderregelungen zugestanden bekommt. Ich denke, dass der Brexit die EU im Endeffekt eher stärken als schwächen wird.


#804

Es geht doch auch nicht nur um das Rumgeiere. Wenn nun ein harter Brexit kommt, dann hat man kein Plan B und kein Plan C, denn man in diesem Fall ggf. haben sollte.

Hier stehen doch auch nochmal ein paar Punkte, was passieren würde. Und was ist? Hat man auf Gutglück gehofft? Ein Wunder?


#805

Dann brauch man aber nicht abstimmen lassen.

Das ist meine Aussage.


#806

Das ist doch wie bei Trump. Die Mehrheit stimmt ab und dann sehen sie was sie angerichtet haben. Genau wie beim Brexit. Im Übrigen haben die Bürger in Großstädten gegen den Brexit gestimmt. Auf dem Land sehr wohl dafür.


#807

Warum wäre es undemokratisch neu zu wählen? Das erste Referendum war nie verbindlich. GB kann auch ohne zweites Referendum jeder Zeit von Brexit zurücktreten (ob es dafür eine Mehrheit gäbe, ist eine andere Sache).
Außerdem kann man argumentieren, dass das Volk ja einen geregelten Brexit wollte, wie ihn die meisten Pro-Brexit Politiker versprochen haben. Dieser Weg ist nun gescheitert und es bleibt nur noch No-Deal oder Remain. Da jetzt nochmal abzustimmen, halte ich nicht für undemokratisch.


#808

Soweit ich mich erinnern kann wurde der Brexit vor allem von alten Leuten entschieden.


#809

Das Beispiel macht aus meiner Sicht absolut keinen Sinn. Wieso hat er für B gewählt wenn er B nicht haben wollte? Es wählt jeder das was er will, das Ergebnis hat da keinen Einfluss drauf, es hat höchstens einen Einfluss auf Leute die nicht gewählt haben weil sie dachten A gewinnt sowieso oder auf Leute, die die Auswirkungen ihrer Entscheidungen sehen und merken, dass ihre Wahl falsch war.

Das zweifle ich stark an. Siehe oben.

Das zweifle ich auch stark an. Wenn es so ein Thema ist wo abgestimmt wurde und man feststellt, scheiße das geht so nicht und es wirklich am kippen ist, glaub ich kaum, dass jemand nicht zu einer Neuwahl hingeht. Man geht nur nicht wählen wenn man keine Meinung hat oder denkt das Ergebnis wäre klar. Wäre aber in dem Fall der Neuwahl weil die Stimmung gibt nicht so.
Außerdem, wenn es solche Abstimmungen sehr häufig gibt, müssen sowieso Wege geschaffen werden, dass keiner 10km zum nächsten Wahllokal fahren muss um eine Stimme abzugeben.

Ich stelle mir das so vor, dass es wie ein Thread hier im Forum der nur Umfragen hätte ohne TImeout. Jeder kann abstimmen, jeder kann seine Entscheidung ändern und man kann jederzeit das Ergebnis einsehen. Es gibt also z.B. eine Umfrage “A oder B?” und 80% wählen “A”, also wird A verfolgt. Nun kann man aber weiterhin seine Stimme ändern und weitere können ihre Stimme hinzufügen. Eventuell sinken die 80% so langsam. Irgendwann ist A bei unter 50%. Dies müsste dann einen “Alarm” erzeugen, der dann zu Neuwahlen führt.