Corona Virus COVID-19 - II

Gibt es eigentlich auch Regelungen für Singles bezüglich Dating und Sex? Würde mich mal interessieren, wie die Behörden das als Text formuliert haben. :joy: Ich stelle mir allein lustig vor, wie ein Team nun Woche von Woche die Lockerungen beschreibt von Konfirmation, Spaßbädern und was weiß ich. :smile:

Danke Corona, ich dachte 2020 wird es endlich was mit der Liebe. :smile:

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Das ist nicht korrekt. In der Regel dürfte eine solche Aktivität als Veranstaltung oder Versammlung unter §11 der Verordnung fallen. Lediglich Zusammenkünfte und Ansammlungen sind im privaten Bereich erlaubt, was den von dir beschriebenen Fall aber nicht abdecken dürfte.

Strohmann…

Während dem Lockdown im April waren eine Vielzahl an verschiedenen Maßnahmen aktiv. Das war richtig so, weil man nicht wusste, was eigentlich wie riskant ist.

Jetzt werden seit einen Monat nach und nach die Einschränkungen gelockert. Trotzdem sinken die Fallzahlen immernoch und die Reprodukttionszahl bleibt weiter unter 1.

Das zeigt doch, dass viele der Maßnahmen garkeinen nennenswerten Effekt hatten.

Niemand hier fordert, einfach alles wieder auzuheben. Man sollte die Einschränkungen nur einfach auf die Bereiche beschränken, die wirklich problematisch sind (Konzerte, Clubs, Partys, Gottesdienste, Fleischfabriken, Krankenhäuser und Pflegeheime, …)

Ja und diese Regel mit den zwei Haushalten gilt in NRW nur für den öffentlichen Raum, nicht für den privaten Raum. Immer noch.

Also ab wann so ein Treffen als Versammlung zählt, wird nicht definiert, aber durch ein wenig googlen hab ich herausgefunden, dass z.B. in Essen die Polizei private Treffen erst ab 10 Personen auflöst. Also wird das so der Richtwert sein, wodurch 6 Leute im privaten Raum gegen keine Regel verstoßen sollte.

Bodo Ramelow, Ministerpräsident von Thüringen, plant genau dies.

Du meinst jeder Bereich in dem nicht zusammenlebende Menschen sich so nahe kommen, dass eine aerosol Infektion möglich ist?

Worauf denn? Ja, viele Menschen zeigen wenig Eigenverantwortung. Aber das ist in meinen Augen a) eh subjektiv und b) auch jedem selbst überlassen. Hatte ja bereits schon mal geschrieben gehabt, jeder kann selbst entscheiden ob er bereit ist nen Extra-Schritt zu gehen, ist aber nichts was von jedem verlangt werden sollte.

Das Virus auszuhungern, ist (ohne Impfung) nicht mehr möglich. Es wird immer Übertragungen geben.

Ich halte nichts davon, in Absoluten zu denken. Es geht darum, dass Risiko auf ein vertretbates Level zu minimieren. Dieses vertetbare Risiko ist bei so geringen Fallzahle wie aktuell in Deutschland, erreicht, wenn man mit R unter 1 bleibt, was aktuell, trotz aller Lockerungen, immer noch der Fall ist.

Und exakt wegen solchen Aussagen und solches denken ist die Welt so beschissen wie sie ist.

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Das mit den zwei haushalten, bezieht sich nur auf den öffentlichen Raum, zum Xten mal.

Sprich nein, da scheisst niemand auf irgendwelche Regeln, solange man aufpasst und sich gesittet verhält, kann man sich locker privat treffen.

Wenn sich 5 Freundinnen im Garten treffen, wie von dir beschrieben, ist das völlig ok juristisch.

Wir haben uns auch letzt zu 5 auf der terasse eines Kumpels zum Kaffee getroffen (mit Abstand), nachdem wir uns fast 3Wochen nicht gesehen hatten und ja wir haben auch paar fotos/videos gemacht, einfach für die Leute die weiter weg wohnen und die man gerade nicht treffen kann um zu zeigen das wir an sie denken (wobei wir es denen dann direkt geschickt haben, nicht irgendwo öffentlich geteilt)

meh. diesen schluss würde ich so nicht gehen. aktuell dürfte einfach zum tragen kommen, dass es kaum noch dunkelzifferinfizierte gibt und so die kleineren übertragungswege wie eben direkte übertragung durch zu geringe abstände, so nicht mehr zum tragen kommen.

und das ist halt der denkfehler. wenn man es in einer solchen situation wie aktuell nicht mal schafft, so etwas minimales wie ein bisschen abstand einzuhalten, dann zeigt das schon sehr deutlich, warum das konzept der eigenverantwortung nicht funktionieren kann.

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Wie bitte kommst du zu dem Schluss?

weil ansonsten die laxe handhabung der maßnahmen seit ostern ein viel stärkeres ansteigen der infektionszahlen zur folge gehabt hätte.

Ich sag’s mal so. Ich sehe die Situation nicht als so schlimm an, wie sie von manchen dargestellt wird. Deswegen seh ich’s auch nicht als so schlimm an, wenn sich hier und da paar Leute nicht an den Abstand halten. Vor allem privat.
Ich gehe auch nicht davon aus, dass die Zahlen großartig steigen werden, wenn man weiter lockert. Damit mein ich nicht alle Maßnahmen direkt abschaffen, sondern zum bsp. öffentliche Treffen mit mehreren erlauben, Abstandsregel in der eigenen Gruppe aussetzen e.t.c.

Ende April und Anfang Mai, als die ersten Lockerungen kamen, haben auch viele ne Schnappatmung bekommen und prognostiziert, dass 2 Wochen später das Virus wieder toben wird und die Zahlen uns unermessliche steigen. Das Gegenteil ist passiert.
Ich denke, dass solange Großveranstaltungen und Massentourismus vermieden werden und man zumindest in den öffentlichen Verkehrsmitteln auf Abstand und Hygiene achtet, die Zahlen kontrollierbar bleiben, sodass man in anderen Bereichen die Abstands und Zusammenkunftsregeln ohne große Probleme lockern kann.

Mit einer Person aus einem anderen Haushalt treffen und tun was man will darf man ja glaube ich inzwischen in allen Bundesländern wieder. Also das passt schon. Schwierig wirds dann nun beim anonymen Gruppensex :stuck_out_tongue:

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Hast recht. Das war blöd ausgedrückt.

Die Maßnahmen waren zusätzlich auch deshalb wichtig, um die Reproduktionszahl deutlich unter 1 zu drücken, damit die Neuinfektionen wieder runter gehen.

Jetzt ist die Situation aber einigermaßen unter Kontrolle und die Zahl der Neuinfektionen ist auch gering.

Einige Maßnahmen waren im Rückblick nie nötig (welche genau wird man erst später wissen), aber vor allen sind viele jetzt nicht mehr nötig.

Ich find ja die Hammer and Dance Strategie ziemlich überzeugend. Und wenn man sich die Zahlen anschaut, hat Deutschland das insgesamt ziemlich gut gemacht und auch aktuell funktioniert es noch überraschend gut.

Wichtig ist nur, dass man bereit ist, Lockerungen wieder zurück zu nehmen, sollten die Fallzahlen wieder hoch gehen. Solange das getan wird, find ichs voll ok, jetzt mal ein bisschen mit den Lockerungen zu experimentieren und zu schauen wie weit man gehen kann.

Du widerlegst also @Marcey747 Aussagen, dass die Maßnahmen keinen nennenswerten Effekt haben, mit einer Behauptung, die zum gleichem Eindruck kommen? Das ist jetzt nicht sonderlich überzeugend.

Klar, aber ich frage mich bei solchen Aussagen, wie Freundschaft für dich aussieht. Nur, weil man selbst oder die Freunde, oder beide Partein wegziehen (lässt sich manchmal nicht vermeiden), kündigt man doch nicht einfach die Freundschaft (hast du so nicht gesagt, kommt bei mir aber so an). Genauso wenig wie man sich dann easy “neue Freunde sucht, die näher zu einem wohnen”. Das liest sich echt nicht so nett; als seien Freunde locker austauschbar.

Freundschaft ist für mich dann deutlich mehr als Ortsbezogenheit.

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Und vielleicht ist der saisonale Effekt doch deutlich größer als gedacht. Vielleicht waren die Maßnahmen Winter und Frühling nötig und sind es jetzt nicht mehr.

Das würde leider bedeuten, dass es im Herbst wieder deutlich stärkere Einschränkungen geben müssen wird…

Ich glaub ich muss an meiner Ausdrucksweise schrauben, wenn’s so einfach missverstanden werden kann ^^
Ich meinte eher, dass ich mir zusätzlich Freunde suchen würde, die in der Nähe wohnen. Ich würde niemanden ersetzen oder austauschen, ich würd mich einfach nach weiteren Kontakten umsehen.
Von meinen alten Schulfreunden wohnt kaum einer mehr in meiner Stadt und wir treffen uns auch nur 1-2 Mal im Jahr. Trotzdem sinds weiterhin paar meiner besten Freunde.
Jedoch hab ich zusätzlich mit Vereins- und Arbeitskollegen auch starke Freundschaften geknüpft und diese sehe ich i.d.R. mehrmals pro Woche.
Eigl. wollte ich dir nur zustimmen, dass ich es nicht ertragen würde nur solche „Fernfreundschaften“ zu haben. :smiley:

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Aber würdest du nicht sagen, das man sich mehr und mehr doch auseinanderlebt?

Wenn ich denke, gute Freunde die ans andere ende der Republik gezogen sind, klar sieht man sie noch 3-5 mal im Jahr, wenn die hier bei Verwandschaft sind oder man mal einen Beusch dort macht. aber man merkt eben, wie es auseinandergeht, man ist nicht mehr so eng wie früher.
Früher half man sich eben gegenseitig, bei Problemen, heute macht das eben jemand anderes am neuen Wohnort und man sieht sich eher nur noch bei seltenen Treffen/Besuchen.

Und ist ja auch klar, wenn jemand 500km weit weg zieht, wird er ja automatisch auch nach und nach am neuen Wohnort neue Freunde finden.

Und klar versucht man den Kontakt zu halten, aber 500km sind eben 500km und etwas anderes als der Kumpel der 10km weiter wohnt und wo man alles weiß was bei dem abgeht.

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