Das aktuelle Tagesgeschehen

Habe gestern ein mulmiges Gefühl bekommen, weil ich bei meinem London-Besuch vor über einem Jahr auch am Borough Market war und mein Hostel da hatte. Man hat halt einen Bezug dazu.

Auf der anderen Seite wird da jetzt wohl gerade die sicherste Zeit sein hinzureisen. Terrorstufe ist hoch, da wird viel Polizei präsent sein und es wird Razzien ohne Ende geben.

Mag hart klingen, aber dich könnte es genauso hier erwischen, wenn du nicht nach London gehst.

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Kann mir wer erklären, wieso so kurz nach dem Anschlag 12 Personen wurden? Wenn die diese kurze Zeit brauchen um Hinweise zu finden, dann müssen die Personen doch schon unter Verdacht stehen. Wenn sie es sind, wie konnte dann so ein Anschlag passieren?

Naja, vermutlich haben sie die Attentäter identifiziert und dann erstmal direkt das gesamte Umfeld abgeklopft.

War bei Manchester ja nicht anders. Die meisten waren nach 1-2 Tagen wieder frei, weil es dann doch kein NEtzwerk war.

Kann nicht auch genau das Gegenteil der Fall sein? Polizisten können sowas nicht verhindern. Nach dem Manchester Vorfall wurde die Terrorwarnstufe aufs Maximum hochgesetzt, vor einigen Tagen wurde sie dann wieder herabgesetzt und jetzt das.
Ich kann mir vorstellen, dass der Anschlag gestern eine Reaktion auf den Manchester Vorfall war. Die Islamisten bekommen doch auch Wind von weiteren Razzien und Festnahmen und können sich bald ertappt fühlen. Als Reaktion dann lieber nochmal eine schnelle Tat, das gleicht einer Guerilla Taktik.

Ich finde Manchester setzt gerade das richtige Zeichen gegen den Terror und die Angst die damit verbreitet werden soll. Ein Konzert unter dem Motto “OneLoveManchester”

Livestream: beim rbb zu finden.

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Auch auf YouTube. Schon stark von Ariana, 2 Wochen nach dem Anschlag und auch nach den Vorfällen gestern wieder auf der Bühne zu stehen und das mit 23!

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http://www.br.de/nachrichten/oberpfalz/inhalt/arnschwang-asylbewerberunterkunft-tote-kind-afghane-100.html

Ich war übrigens den Tag über bei einem Elfmeterschießeinturnier aber wie ich sehe wäre meine Anwesenheit hier im Forum durchaus von Nöten gewesen, sag ich einfach mal so arrogant wie ich bin.

Zum erstem möchte ich auf etwas Bezug nehmen, was mich wirklich extrem nervt mittlerweile und zwar diese Aussage: “Als Rechter/Flüchtlingsgegner/… darf man nicht mehr seine Meinung sagen.”. Denn das ist schlicht falsch. Jedem ist es frei gestellt zu sagen was er will, solang es nicht den rechtlichen Rahmen überschreitet. Allerdings ist, wenn die Aussage öffentlich getätigt wurde, ebenso jedem frei gestellte solche Aussagen zu kritisieren oder zu widersprechen, so laut und intensiv wie man will. Das ist keine Beschränkung der Meinungsfreiheit, ganz im Gegenteil, das ist gelebte Meinungsfreiheit.
Und wenn sich Firmen weigern, mit Personen bestimmter politischer Meinung zu interagieren, dann ist das zwar meiner Meinung nach moralisch falsch aber ihr gutes Recht im Sinne der freien Wirtschaft. Streng genommen kann zum Beispiel ein Restaurant jeden Kunden ablehnen und muss das nicht mal begründen, denn sie haben das Hausrecht. Selbiges gilt für Hotels, Konferenzzentren oder öffentlich zugängliche Örtlichkeiten. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man nicht widersprechen darf, nicht, dass jeder Zuhören muss und genauso heißt es nicht, dass ich jemanden das Megaphon reichen muss, selbst wenn ich es nicht will.
Vielleicht mag mein persönlicher Eindruck täuschen aber ich habe die Aussage, dass man dieses oder jenes nicht mehr sagen dürfte und die Meinungsfreiheit in Gefahr wäre, bisher nur von politisch rechts einzuordnenden Menschen gehört. Und ich meine zu erkennen, was damit versucht wird.
Man inszeniert sich selber und seine Meinung als unterdrückt und prangert es an, wenn man kritisiert wird, als Beschränkung der Meinungsfreiheit. Damit sorgt man wiederum dafür, dass Kritik weniger geäußert wird, weil man Angst davor hat, dass eines der wichtigsten liberalen Werte nicht zu achten. Wo durch sich die ursprüngliche, scheinbar unterdrückte Meinung besser verbreiten kann. In der Hinsicht ähneln die Rechten sehr Linksradikalen, bestimmten Gruppen des Islams oder übertriebene Verfechter von political correctness wie zum Beispiel die BlackLivesMatter Bewegung, wenn auch deren Argumentation leicht anders ist.

Zum zweitem möchte ich mich zum Thema Schießbefehl nochmal äußern, weil ich es traurig finde, dass keiner mal die offensichtlichste Frage dazu gestellt hat. Wenn der Gebrauch von Schusswaffen das letzte Mittel ist was zum Einsatz kommen soll, wie muss die Situation dann aussehen? Wenn wir uns das Mal an der Grenze vorstellen, dann kann dieser Fall eigentlich nur eintreten, wenn es für die Grenzposten keine Möglichkeit mehr gibt, die illegalen Grenzübertreter anderweitig zu stoppen, durch klassischen Festnehmen zum Beispiel.
Heißt sie müssten entweder von den Wachen so weit entfernt sein, dass sie uneinholbar sind/sich leicht verstecken können oder aber sie besitzen selber Schusswaffen, die sie gegen die Wachen einsetzen könnten. Im letzteren Fall wäre der Gebrauch von Schusswaffen aber so oder so legal, aus diversen Gründen, sofern man das Protokoll verfolgt (Warnschuss ect.).
Im erstem Fall müsste der Beamte aber erkennen, ob es sich überhaupt um einen (bewussten/gewollten) illegalen Grenzübertritt handelt, aus einer Entfernung, die groß genug ist um eben “normales” Eingreifen zu verhindern, womit die Beurteilung äußerst schwierig werden könnte. Und hier ist zu bedenken, dass die Entscheidung rechtlich absolut eindeutig sein muss, sonst wäre es Totschlag oder mindesten unberechtigter Gebrach der Dienstwaffe.
Das mag in der DDR (mal als bekanntestes Beispiel für eine derartige Regelung) einfacher gewesen sein, weil einerseits eine klare Ideologie hinter der Grenzsicherung stand und andererseits, weil es eine Grenze gab im Sinne von riesigen Grenzzäunen und teilweise Minenfeldern. Doch wöllten wird das wirklich heute ähnlich Umsetzen? Abseits der moralischen Frage, würde es sehr teuer werden. Die innerdeutsche Grenze hat die DDR bei Errichtung 1,822 Milliarden DDR-Mark gekostet. Heute müsste man an den Preis sicher noch einen Null dran hängen. Dazu kommen laufende Kosten für die Soldaten (40.000 waren es in der DDR) und Sanierung. Die Rechnung für eine europaweite Grenze will ich erst gar nicht anfangen.
Außerdem muss man, wenn man von einer Entfernung redet, die eine Verhaftung unmöglich macht, immer damit rechnen, dass der Schusswaffengebrauch tödlich endet, selbst, wenn man versucht nicht-tödlich zu treffen. Damit gibt man einerseits die Macht aber auch die Verantwortung über Menschenleben in die Hand eines einzelnen Menschen, etwas was ich persönlich absolut ablehne und ich ebenfalls für schwer mit dem Grundgesetz vereinbar halte.

Und zu guter Letzt muss ich als Grüner einfach fragen, warum nach Ansicht einiger hier die Link-Grünen Menschen “schuld” seien, vereinfacht ausgedrückt. Abseits davon, dass weder die Grünen noch Die Linke in den letzten Jahren bundespolitisch an der Macht waren, sind es doch gerade diese beiden Parteien, die mehr Geld und mehr Möglichkeiten in der Asylpolitik fordern. Es scheint auch bei vielen (nicht zwingend hier im Forum) das von AfD und CDU verbreitete Bild vorhanden zu sein, dass die Grünen eine ungeregelte Einwanderung wollen, was schlicht falsch ist.
Und dieses “Gegensteuern”, so nenne ich es jetzt mal, vieler Linken bei Terroranschlägen, mag zwar nicht gerade konstruktiv sein, ist aber eine meiner Meinung nach absolut nachvollziehbare Reaktion auf die viele offen fremdenfeindlichen Bekundungen, hauptsächlich im Internet. Klar gibt es auch teilweise berechtigte Kritik darunter, die geht aber leider oftmals unter in der Masse von offen rassistischen oder islamfeindlichen Äußerungen. Des wegen ist auch die Reaktion der eher linken Menschen an eben diese Masse gerichtet, was leider zu oft die sachlichen Kommentare einschließt.
Ich verstehe, wenn einen das zurecht ärgert. Nur sind erstaunlich oft diese Menschen jene, die ebenso die andere politische Seite verallgemeinern. Und ich spreche ich ganz direkt @anon39622057 und @Schlaesen an. Die lauten politisch Linken sind nicht die Masse der politisch Linken. Das gilt genauso für andere Bereiche wie Feminismus oder meinetwegen Konservative. Leider tendieren wir (als Gesellschaft) dazu nur den lauten Gehör zu schenken. Ein allgemeines und sehr nerviges Problem.
Abseits davon würde ich gerne mal wissen, was euer persönlicher Wunsch ist, eure Absicht, wenn ihre den aktuellen Umgang mit der “Flüchtlingskrise” kritisiert. Wollt ihr mehr Sicherheit? Wenn ja in welchem Sinne genau? Weniger Anschläge, weniger Tote an sich, weniger Verbrechen an sich? Was genau ist das Ziel auf das ihr Hinarbeiten wollt? Denn nur mal eine mögliche Antwort zu kommentieren, wenn ihr weniger Tote wollt, warum fordert ihr dann nicht mit der gleichen Lautstärke, wie ihr sie bei der “Flüchtlingskrise” habt oder gar lauter, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf allen Autobahnen von 120 oder gar 100?
Ich meine die Zahl der Toten ist weitaus höher als alles was durch Flüchtlinge oder Islamismus verursacht wurde. Die Mittel diese Toten zu verhindern sind bekannt, klar definiert und erwiesener Maßen wirksam sowie günstig und leicht umzusetzen. Alle Maßnahmen die ich bisher gegen die Kriminalität von Flüchtlingen oder Islamisten gelesen habe sind unkonkret, nicht sicher wirksam, teuer und dazu sehr wahrscheinlich schwierig umzusetzen.
Damit will ich die Taten keinesfalls relativieren. Es geht mir eher darum euch aufzuzeigen, wie viel Zeit und Kraft ihr für etwas “verschwendet”, dessen Lösung extrem kompliziert ist und eventuell keinerlei signifikante Auswirkung hätte. Ich könnte jetzt hier die Floskel anbringen “Das ist genau das was die Terroristen wollen” aber das möchte ich auch mal kurz in Frage stellen. Immerhin sind das Menschen, die sich selbst in die Luft sprengen. Sind die rational genug, um soweit bei ihren Taten zu denken? Halte ich zumindest für fragwürdig.
Worauf ich hinaus will: wir können rational genug sein, wenn wir wollen, uns nicht davon beirren lassen und sachlich analysieren, was die Ursachen sind, die die aktuellen Problem hervorrufen. Wir können, wenn wir wollen, unsere Entscheidungen nicht von Hass und Wut abhängig machen lassen. Wir können, wenn wir wollen, trotz unterschiedlichster Ansichten, trotz noch so vielen Idioten in einer Gruppe, jedem Menschen unvoreingenommen begegnen.
Ja, das ist anstrengend und es fällt leichter politische Grabenkämpfe zu führen ohne jeglichen inhaltlichen Mehrwert oder Konstruktivität. Und klar kommt man sich klein und unbedeutend vor, wenn man hier in einem Forum so engagiert diskutiert und sich trotzdem scheinbar nichts ändert. Aber ganz ehrlich, so sehr mich die meisten Diskussionen frustrieren, so glücklich bin ich wenn ich irgendjemanden dazu gebracht habe anständig zu argumentieren und sei es nur durch das Verwenden von Quellenangaben.

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@Lassic

Eines stört mich sehr, der Verglekch von Autounfällen zu Terroranschlägen,
Ein Unfall ist letztendlich immer noch ein Unfall, natürlich könnte man da such die Todesopfer reduzieren und ich wäre auch dafür,
Aber so wie du es aufgeführt hast klingt es eher nach:
“Lass uns die Unfallopfer reduzieren damit sich die Terroropfer relativieren”

Das wars auch schon, dass man einen so langen Text dazu schreiben muss warum man möglichst auf keine Menschen schießen sollte ist traurig genug.

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Schön, dass du wieder da bist :+1:

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Das will ich damit nicht gesagt haben. Es ging mir bei dem Vergleich eher um die Diskrepanz zwischen der Aufmerksamkeit für Terror und Flüchtlingskriminalität und Aufmerksamkeit für so banale Dinge wie Autounfälle. Klar erste sind Verbrechen wie Körperverletzung oder gar Mord und zweiteres maximal fahrlässige Tötung. Dennoch lenken wir unsere Aufmerksamkeit (oder wird gelenkt) auf das Problem was weniger direktes Leid verursacht. Vielleicht weil Autounfälle zu alltäglich und nicht spektakulär sind, eventuell weil wir da kein Feindbild bestätigen können. So oder so richten wir lieber unseren Blick auf die, ich nenne es mal makaber, aufregenderen Sachen. Und hier stellt sich mir die Frage: Warum?
Vielleicht mal ein anderer Vergleich um deutlicher zu machen was ich meine. Die Vogelgrippe und die Schweingrippe haben in Deutschland zusammen glaube ich nicht mal 100 Menschen getötet. Und trotzdem waren beide in den Medien unglaublich präsent, zum teil auch zurecht. Aber vergleicht man das mit den 500-1000 Toten durch die normal Grippe, ist das einfach lächerlich und vollkommen irrational, dem nicht mindestens die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.

http://derstandard.at/2000058746264/Nachbarn-brechen-Beziehungen-zu-Katar-ab

Das finde ich ja mal ziemlich … interessant.

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Schurkenstaaten kappen die Beziehungen zu einem Schurkenstaat :nun:

Ja, das ist wirklich „interessant“ :smile:

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Ich musste sehr lachen als ich das vorhin aufm Klo in der “Zeitung” gelesen habe. Die Staaten da unten sind doch alle nicht besser, ganz besonders die Saudis.

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Sind ja nur Neidisch, weil sie sich keine WM leisten können :joy:

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Dieser Absatz sollte auf jeder Webseite irgendwo eingeblendet werden, damit jeder im Internet immer wieder daran erinnert wird, was Meinungsfreiheit denn bedeutet.

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Die Gesellschaft/die Menschen akzeptieren manche Todesarten, Unfälle oder Verbrechen eher als andere - und einige bekommen eben besonders viel Aufmerksamkeit. Das ist am Ende des Tages auch nachvollziehbar.

Wenn bei einem Flugzeugabsturz 200 Menschen ums Leben kommen, bekommt das mehr Aufmerksamkeit als die Tausenden Opfer von Autounfällen in der gleichen Woche. Weil es ein “spektakuläres” singuläres Event ist und die Angst der Menschen vorm Fliegen da mitspielt.

Die Ermordung eines unschuldigen Kindes wird mehr Betroffenheit auslösen als der Mord einem Drogenabhängigen im Milieu.

Usw. Usw.

Das kann man alles nicht vollkommen rational strikt nach Anzahl der Opfer vergleichen. So ticken Menschen nicht.

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Das ist alles klar, trotzdem sollte eine aufgeklärte Gesellschaft oder man selbst sich nicht von irrationalen Ängsten leiten lassen.

Dass diese Ängste da sind ist vollkommen menschlich und ok, nur muss man sich eben bewusst macht, dass diese nicht rational begründet sind, denn sonst beeinflussen sie einen in der Art wie man lebt.

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Ich bin mal gespannt was Saudi Arabien mit den Waffen von den USA machen wird… nur zur Verteidigung oder doch im nahen Osten Angriffskriege führen.

Vllt. wollen die ein „Groß-Saudi Arabien“ errichten und den Jemen und Katar vernichten.
Die Mittel würden sie dann haben…

Das wäre natürlich nicht ganz so geill… :confused:

“Irrationale Ängste” würde ich das nicht nennen.

Manche Dinge (wie Terroranschläge) bekommen mehr Gewicht und Relevanz zu als andere, die genauso viele Opfer fordern.

Und das ist nachvollziehbar und wird auch in Zukunft so bleiben.