Oh, habe auch „Fake Likes“ als nicht existierende Likes gelesen, das hätte man bei Tinder zB überprüfen können, wenn man bezahlt. Angrist meinte wohl aber Likes von Fake Accounts, was schwerer zu überprüfen ist. „Antwortet nicht“ ist irgendwie ein unzureichendes Kriterium.
@PaulPaulsenRB Auf OkCupid habe ich ab und zu mit Ausländerinnen gematcht, die gerne nach Deutschland kommen wollten und entsprechend ihren Ort geändert haben. Bei Tinder habe ich eher Werbung für Webcamshows bekommen und Scamanfragen, die wohl nur meine Handynummer wollten.
Wenn das eigene Profil neu ist dauert es fast 24 Stunden bis die Likes beim swipen auftauchen. Danach kommt es öfters vor, das diese Profile direkt beim starten der App angezeigt werden. Denke mal sie hoffen darauf, dass man Geld bezahlt wenn die ganzen Likes nicht direkt beim swipen auftauchen.
Gerade bei Tinder und Bumble kann man viele Muster erkennen. Hatte das hier schonmal leicht aufgelistet.
Mach ich doch auch nicht, aber das fake profile und bots eher Bilder nutzen, in denen der körper den „klassischen Schönheitsidealen“ im Westen entspricht, dürfte doch nicht ungelogen sein oder?
Es ging ja gerade um Algorithmen, die die Apps möglicherweise zur Userbindung verwenden. Solche Algorithmen werden eigentlich immer auf Massen trainiert, nicht so sehr auf jedes Individuum, weil das einfach zu aufwendig wäre und sich nicht lohnen würde. Deshalb muss bei sowas wie Werbung verallgemeinert werden.
Dein zitierter Kommentar bezog sich auf das theoretische Verhalten von Frauen in einer App und deren verallgemeinerung. Und nur darum ging es mir. Denn ich wüsste jetzt nicht wie ein idealisierter Mann aussieht, damit sich Frauen so Verhalten, wie es theoretisch vermutet wurde.
Daher sehe ich das wie Tori
Macht es überhaupt Sinn über sowas Theorien aufzustellen wenn man 1. Den Algorythmus nicht kennt
2. Kein Psychonalytiker ist
Denn wir kommen bei diesen Apps immer wieder zum selben Schluss
Sie arbeiten gegen dich, sie wollen nicht das man einen Partner findet, sondern nutzen Suchtmechanismen und gamification um User solange wie möglich an sich zu binden und sie lassen Menschen vielleicht auch noch frustrierter und mit geringerem Selbstbewusstsein zurück. Was sollte man denn darüber hinaus über diese Apps noch wissen ?
Ich denke das Hauptproblem bei Dating-Apps, sind die Menschen selbst. Die Mechanismen dieser Apps sind lediglich Werkzeuge, die nur funktionieren weil das Klientel so handelt - nicht die App gibt etwas vor, sondern die Leute zeigen der App durch ihr Verhalten wie die App am erfolgreichsten funktioniert. Stellen wir uns vor, die User einer solchen App wären tolerant, nicht oberflächlich, respektvoll, niveauvoll, kommunikativ, ehrlich, einfühlsam (alle User, so wie die meisten Menschen von sich halt denken, sie sind gut und werden positiv betrachtet): der Umgang im allgemeinen wäre dann innerhalb der App sehr freundlich und respektvoll, fast schon familiär (so wie hier bei RBTV), Likes wären eine redundante Währung. Die Apps müssten sich umstellen, um die User zu halten. Die Realität sieht aber meistens anders aus (und dies ist nicht die Schuld der Apps, die ihre Strategie und Mechanismen lediglich an den Konsens anpasst): die Leute sind selten wirklich ehrlich, überbordende Egomanien werden angekratzt, ein „Korb“ beschwört Hass, keiner gibt sich mehr Mühe ein gehaltvolles Gespräch zu führen (weil viele Kerle tatsächlich eigentlich nur eins im Kopf haben), man be- und verurteilt andere nur nach Fotos (viele antworten schon gar nicht, wenn es kein Profilbild gibt), Drohungen, Dick-Pics, Block-Listen. Ich glaube wir Menschen halten uns im allgemeinen immer für besser als der nächst Beste, deshalb funktionieren Dating-Apps einfach nicht so wie sie eigentlich funktionieren sollten. Es geht mehr um Anerkennung, Aufmerksamkeit, Likes (Dinge für´s Ego). Oder ums stumpfe bumsen. Mit Dating hat das nicht mehr viel zu tun. Irgendwann ist jede Dating-App überlaufen, unausbalanciert (viel mehr Kerle als Frauen). Ich bin der Meinung, wer wirklich jemanden kennenlernen will und es ernst meint, sollte um Dating-Apps eher einen großen Bogen machen - oder sich darauf einstellen enttäuscht zu werden und zu sehen, wie hässlich/respektlos die Menschen miteinander umgehen können. Das mag jetzt alles verallgemeinert sein, aber mir ist schon bewusst dass es da auch wenige Ausnahmen gibt. Ich würde jedenfalls kein Geld ausgeben für´s ignoriert werden, Likes, Oberflächlichkeit, Nacktbilder, Hasskommentare. Vielleicht täusche ich mich auch und bei all den Premium-Dating-Apps, die teuer sind und Geld kosten, befindet man sich in einem Habitat aus respektvollem Umgang und authentischen/toleranten/ehrlichen Leuten. Vielleicht bezahlt man und man bekommt die Champions League oder bezahlt nicht und kriegt dann eben RTL2 am Nachmittag, aber irgendwas sagt mir, dass ist das Wunschdenken nach Logik und dem Guten im Menschen^^
Nein, weil man inzwischen ja weiß, dass die Apps genau so programmiert sind die Leute zu halten, also kann man das nicht dem normalen User vorwerfen, der einfach nur einen Partner/in sucht
PS: Absätze würden diese Wall of Text von dir weit lesbarer machen
Ja, mittlerweile ist das Normalität. In den Anfängen waren Dating-Apps/Seiten vielleicht wirklich mehr einfach das wofür der Begriff steht. Aber auch da wurde unterwandert, verwässert, eine Plattform gefunden und „zweckentfremdet“. Heute geht es um Daten und Geldmache. Und daran wurden auch Dating-Apps angepasst. Die User haben die Türe aufgestoßen durch ihr Verhalten und Plattformen die Verhaltensweisen analysiert, angepasst, um möglichst effizient und erfolgreich zu sein. Vieles hat da mit Dating eigentlich nichts mehr zu tun. 9GAG war auch mal einfach nur ne Spaß-Seite, jetzt wird sie zugemüllt mit Belanglosigkeiten, instrumentalisiert und mit Dingen die da nichts zu suchen haben. TikTok selbst ist nicht das Problem, es ist nur ein Werkzeug. Das Problem sind die User.
Unternehmen und Firmen stellen nur das zur Verfügung was funktioniert. Und es funktioniert nur durch das Verhalten der User. Würden alle nur ehrliches und respektvolles dating betreiben, gebe es keine Fake-Profile, Likes, Block-Listen, Dick-Pics ect… Echtgeld-Bezahlung in Games gibt es nur, weil es User gibt die das nutzen.
Natürlich gibt es auch vernünftige Leute auf Dating-Apps. Die sind die Leidtragenden. Und ich bleibe dabei: nicht die Apps sind das Problem, sondern die User die durch ihr Verhalten vorgeben was funktioniert.
Naja, das ist wie zu sagen, nicht die Drogen sind das Problem sondern die Konsumenten.
Da wird mit Absicht eine Notlage ausgenutzt in dem sinne das Leute eben einen Partner suchen, teils eben sicher auch darunter leiden keinen partner zu haben und das wird strategisch durch die Gestaltung mancher Apps ausgenutzt.
Drogen sind eine ernstzunehmende Sucht, die man - wie ich finde - nicht damit vergleichen kann auf der Suche nach einem Partner zu sein. Man ist ja nicht „süchtig“ danach auf Dating-Apps unterwegs zu sein. Wonach man allerdings süchtig sein kann, sind Likes und Aufmerksamkeit. Ja, das wissen die Apps, genau das forcieren sie. Deshalb meinte ich auch, dass die Dating-Apps heute eigentlich nicht mehr der Definition einer Dating-App entsprechen (mehr einem Basar der Egomanien). Die Apps passen sich also lediglich an die sozialen Gewohnheiten der Nutzer an, um erfolgreich zu sein. Das Nutzerverhalten gibt vor was gemacht werden muss, um möglichst erfolgreich zu sein und Geld zu machen oder Daten zu sammeln. Wie mit allen Dingen ist es der Endverbraucher, der bestimmt was funktioniert und was nicht. TikTok wird bestimmt durch das Nutzerverhalten: den Leuten ist langweilig, sie wollen Aufmerksamkeit, kreieren substanzlose Inhalte. Die App gibt ihnen diese Möglichkeit. Wären die Menschen vernünftiger, weniger auf Likes, Aufmerksamkeit und Bestätigung aus, wäre ihnen Qualität statt Quantität lieber, würde TikTok in der jetzigen Form nicht existent sein. Die Leute selbst erschaffen diese medialen modernen Monster, die sie eigentlich nicht wollen. Alles was Aufmerksamkeit und Geld bringt, wird gemacht, egal wie dumm es sein mag. Den Apps, Spiele-Entwicklern, Firmen und Unternehmen die schwarzen Peter zuzuschieben und zu meinen die wären das Übel, ist dann nicht ganz richtig (auch wenn sie ein Teil dieser Maschinerie sind).
Mich stören einfach diese Verallgemeinerungen bezüglich der Erfahrungen, die Frauen angeblich so auf Datingapps machen und wie sie sich dort verhalten. Man kann genauso gut sagen, dass der Algorithmus in beide Richtungen so funktioniert und einem immer die „attraktiven“ Exemplare des anderen Geschlechts zeigt, um den Nutzer zu binden. Sich vermeintlich bessere Optionen offen zu halten, ist nämlich definitiv kein allein frauenspezifisches Verhalten.