Was haben denn die Kinder damit zu tun? Die Kinder werden doch ohnehin den neuen Freund irgendwann kennen lernen, ob du das nun bist oder wer anders. Und Kindern stellt man den neuen Partner doch eh erst vor, wenn man schon ein paar Monate die Beziehung geführt hat und man bereits weiß, dass es was langfristiges ist. Also in der aktuellen Entscheidung bei dir und ihr sollte das doch eigentlich gar kein Aspekt sein, finde ich.
Und hattest du eigentlich vorher so gar keine Gefühle zu ihr? Hört sich für mich immer so komisch an, wenn jemand plötzlich eine Beziehung mit einem alten Bekannten eingeht. Kommt ja oft vor, aber ich würde vermuten, dass in den wenigsten Fällen man sich vorher nicht auch schon gut fand. Gerade als Single hat man da doch Gedankenspiele und fragt sich was wäre wenn, auch wenn man das nicht ernst nimmt und niemals was versuchen würde.
Zunächst mal: Niemand von uns hat einen konkreten Einblick in deine Situation. Aber nach dem, was ich gelesen habe, würde der Random Dude aus dem Internetz folgendes sagen: So lange es sich nicht richtig anfühlt, ihr deine Gefühle zu offenbaren, ist es auch noch nicht so weit. Gerade bei dem, was du schreibst, könnte es schnell ein wenig empfindlich werden, wenn ihre Beziehung, an der ja auch immerhin Kinder hängen, in die Brüche gegangen ist, kann es sein, dass da gerade einfach noch ein ganz anderer Streifen vor ihren Augen läuft, wenn du die magischen drei Worte sprichst und ihr gegenüber ein größeres Interesse als „nur“ Freundschaft bekundest.
Aber - und da habe ich vielleicht eine Unpopular Opinion - wenn du ein guter Freund bist, dich als vertrauenswürdig erweist, als jemand, mit dem sie gerne Zeit verbringt, ist das ein super Anfang, auf dem man super aufbauen kann. Wenn sie sich in deiner Gegenwart wohlfühlt und gerne mit dir Zeit verbringt, dann tu genau das.
Danke für eure lieben Worte und dass ihr eure Erfahrungen und Gedanken mit mir teilt
Ich mag dieses Forum wirklich sehr. Bei all dem Quatsch, den man hier so fabrizieren und lesen kann, gibt es eben auch Threads, wo die Leute hier einfach nett, freundlich und hilfsbereit sind und das Herz am rechten Fleck haben. Einige dieser Threads sind einfach sehr wohltuend…
Ich kenne sie seit knapp 17 Jahren als die Freundin/Frau von xy. Ich habe bisher nur platonische Gefühle für sie gehabt.
Natürlich war sie damals schon genauso toll, wie heute. Aber ich habe mich halt für meinen Kumpel gefreut.
So geht es mir aber mit allen Partnerinnen meiner Freunde - die sind dann einfach Dudettes. Da verliere ich nicht einen Gedanken in eine andere Richtung. Das ist alles rein platonisch. Und ich habe zu allen ein gutes Verhältnis, wo man sich zum Beispiel auch mal auf einen Kaffee trifft, wenn die Jungs eben nicht Daheim sind.
Wenn man sich in jemanden verliebt, den man schon lange kennt und mit dem man schon lange befreundet ist, hat das eigentlich schon was zu bedeuten. Weil man verliebt sich ja in jemanden, den man gut kennt.
Und es wäre auch nicht so ungewöhnlich, wenn sie sich in jemanden verliebt, der ihr bei ihrer Trennung zur Seite gestanden hat. Weil das ist eine Phase, wo das unglaublich viel wert ist und wo man sieht, auf wen man sich verlassen kann und auf wen nicht.
Ich denke schon, dass offen zu kommunizieren wichtig ist, sonst gibt es leicht Missverständnisse und Fehlinterpretationen von Signalen und dann wird es richtig kompliziert.
Das heißt ja auch nicht, dass man direkt wieder eine Beziehung eingehen muss. Man kann auch erstmal schauen, was sich weiter entwickelt. Aber halt im Austausch darüber, was sich entwickelt.
Hm, also ohne mich jetzt auf den konkreten Fall zu beziehen, aber das sehe ich etwas anders und vorsichtiger. Kann natürlich etwas bedeuten, kann aber auch einfach ein (aus Ermangelung besserer Worte) „umgeleitetes und neu interpretiertes Gefühl von großer Vertrautheit sein“, eben durch die Nähe, die lange Zeit des kennens und nicht zuletzt auch Gewohnheit.
Hinter dem sich Verlieben in langen und engen Freundschaften steckt nicht unbedingt automatisch mehr Gewicht, ich würd sogar vorsichtig sagen, viel eher können sich diese Gefühle auch durch diese gemeinsame Zeit, durch alles, was man schon durchgemacht hat und man eben überzeugt ist, wie sehr man sich schon kennt, auch sehr leicht selbst erzählt werden und quasi einem (bewussten oder unbewussten) „Wunschdenken“ entspringen.
Um jetzt eine ganz persönliche Anekdote auszugraben, vor ein paar Jahren war ich in einer ähnlichen Situation, als meine beste Freundin und ich, wir auch kennen uns schon seit Ewigkeiten und haben schon richtig viel gemeinsam durchlebt, uns plötzlich in einer Liebelei wiedergefunden haben - wir waren davon regelrecht berauscht, als wären wir Teenager, ich wusstegarnicht mehr, dass ich mich noch so arg verknallen kann und dann noch in eine Freundin, die ich schon so lange kenne.
Aber ich würde nicht sagen, dass dieses gemeinsame Abenteuer, so intensiv es auch war, mehr Gewicht hatte und rückblickend hättte diese Beziehung, unabhängig von vielen Hürden in dieser kurzen Zeit, dann auch nicht länger gehalten,als sie es tat - und wir sind, nach einem gefühlt ewigen, sehr fordernden hin und her, zu dem Schluss gekommen, wir lassen das doch wieder sein, weil wir gemerkt haben wir waren wohl beide in einer ähnlichen (vulnerablen?) Situation und da war diese Nähe sicher angenehm und convenient und mittlerweile sind wir wieder einfach nur beste Freunde.
Also genauso, wie man das Verlangen, das Begehren nach Liebe auf eine Person aus der ferne projizieren kann, kann man genauso eine sehr, sehr nahe und Vertraute Person mit dieser Sehnsucht aufladen.
Ich würde gerade bei guten Bekanntschaften schon sehr vorsichtig sein und diese Gefühle bei mir selbst durchaus auch immer gut untersuchen und mich selbst befragen.
Und es hat sich gar nichts an der Beziehung zwischen euch geändert? Und eure späteren Partner waren auch fein damit, dass ihr euch weiterhin allein trefft?
„Ich treffe mich gleich mit meiner besten Freundin“
„Ach die, mit der du eine ‚intensive‘ Zeit hattest, total verknallt in sie warst und mit der du geschlafen hast?“
„Ja, genau die“
„Ach, schön, ja dann viel Spaß und bis später!“
Stelle ich mir schwierig vor Sowas kann eine Freundschaft ja auch gern mal zerstören. Und wenn es für die Betroffenen noch okay ist, sehen es die späteren Partner dann vielleicht nicht mehr so locker. Und dann muss man sich vielleicht entscheiden, ob man die Freundschaft weiterführen möchte oder die Beziehung.
Du wärst okay damit, dass deine Freundin ihre alten Partner noch weiterhin trifft, ihn als ihren besten Freund bezeichnet?
Man muss sich ja nicht hassen und kann auch weiterhin irgendwie befreundet sein. Aber „beste Freundin“ heiß für mich, dass man sich regelmäßig und oft, auch auch mal allein, trifft, intimere Probleme bespricht, engen Kontakt hat usw. Ich hätte damit glaube ich schon ein Problem, wenn ich wüsste, dass sie sich mal sehr intensiv geliebt haben und eine Beziehung hatten. Auch wenn man es sicherlich nicht generalisieren kann.
Ich dachte halt im Vergleich mit dem Kennenlernen im Online-Dating, wo man sich (zumindest habe ich es so mitbekommen) auch schnell verknallen kann, zum Teil nach ein paar Wochen nach dem Kennenlernen. Da frage ich mich, in was verliebt man sich da? Ja nicht wirklich in den Menschen, weil den kennt man nicht.
Ich war bis jetzt ausschließlich mit Männern zusammen, mit denen ich vorher (und ja, auch nachher) befreundet war und ich habe das immer als gut empfunden, weil man sich halt schon kannte und wusste, man ist auf einer Wellenlänge. Da kam die Liebesbeziehung dann halt noch zu einer schon soliden Basis dazu.
Und ich finde es auch nicht schlimm, wenn man dann merkt, es passt doch nicht in der Hinsicht. Das kann ja mit jedem Menschen passieren.
„Wenn du einem Hund aber immer Leine gibst – mach hier Pipi, mach da Pipi , schnüffel mal hier am Arsch, schnüffel mal da am Arsch – und er wiederkommt und du ihn belohnst, und du sagst: ‚Feini!‘ […]. Dann kommt er gerne zu dir. Und so ist es auch mit Frauen, Digger .“
Ich war noch nicht in der Situation. Auch einfach weil es unüblich ist, dass man jemanden, mit dem man mal eine Beziehung geführt hat, als seinen besten Freund bezeichnet. Aber ich hätte definitiv ein Problem damit, wenn meine Freundin ihren Ex noch regelmäßig und oft trifft. Und kann mir nicht vorstellen, dass ich damit allein wäre
Ich möchte da gar nicht in die eine oder andere Richtung für- bzw. wider sprechen…
…ich denk schon, dass es einen grundlegenden Unterschied gibt, ob man sich in eine frische Bekanntschaft oder eine langjährige (vielleicht „beste“) Freundschaft verliebt.
Bei ersterem kann man sich doch eigentlich nur in ein dem eigenen Geist entsprungenes Idealbild verknallen, das man der frisch kennengelernten Person leicht überstülpen kann… …man hat ja vielleicht noch nichts von ihr erfahren, das dieses Ideal zerschlagen könnte…
…während man beim Verlieben in den/die beste Freund/in doch den Menschen in all seinen Facetten bereits kennt.
Wenn man sich dann („trotzdem“, meistens, haha) verliebt, hat das doch schon eine andere Qualität als das Erstgenannte.
Wenn nicht eine andere Qualität, dann zumindest eine tiefere Ebene.