Ich habe sehr starke Höhenangst und Angst vor Orten, die ich nicht eigenständig verlassen kann. Habe dann mal 1 und 1 zusammengezählt.
Also mein Spaß am USA Urlaub ist dadurch, dass ich hingeflogen und nicht mit Schiff hingefahren bin, deutlich gestiegen.
Ja, aber ich habe kein Verlangen die USA zu besuchen. Das war so ein Kindheitstraum und jetzt denke ich mir so, dann lieber an die Nordsee.
Ich halte Prinzipien generell für Selbstbetrug. Es gibt immer den einen Punkt, an dem die Prinzipientreue bricht. Die Last oder sogar Qual muss nur groß genug sein.
Heißt nicht, dass ich keine Prinzipien habe. Ich bin mir nur bewusst, dass es für alle einen Hebel gibt, um mich zum Bruch zu bewegen.
sad_titanic_passengers_noises
Hatte ich schon mal genau für so was, hat mir aber keine Befriedigung gegeben ![]()
Dann vielleicht Stufe zwei: Gesicht ausdrucken und aufkleben? ![]()
Warum Selbstbetrug?
Ich seh es als ne Richtschnur für das eigene Handeln. Die mir hilft in meinen Entscheidungen konsistent zu bleiben. Die ist natürlich keine unverrückbare Naturkonstante, sondern kann und muss immer wieder hinterfragt und verändert werden. Aber dadurch betrüge ich mich ja nicht selber.
Und ich denke so ziemlich jeder Handlungs-Grundsatz/Wert/Moral etc. kann unter die richtigen Umständen bzw. genug Druck gebrochen werden. Das heißt doch aber nicht, dass ich außerhalb solcher Extremsituationen nicht versuchen kann nach für mich wichtigen Handlungs-Grundsätzen zu leben.
Ich seh nicht, an welchem Punkt ich mich selber betrüge ![]()
Gibt es sicher einiges, was mir spontan einfällt, weil aktuell, mehr Fleisch essen
Eher sad Queen Mary 2 noises. Sie macht noch immer ihre Transatlantikfahrten.
Flugreisen haben nämlich Oceanliner so gut wie ausgerottet.
Ich würde gerne eine Kreuzfahrt machen. Ich habe da irgendwie eine romantisierte Sichtweise darauf und ich mag irgendwie große Schiffe. ![]()
Genau das meine ich mit Selbstbetrug. Prinzipien sind veränderbare Leitsätze, die ihren Wert eben genau dann verändern, wenn wir etwas an ihnen ändern oder sie brechen. Damit verlieren sie ihren Wert oder sind von vornherein gewissermaßen wertlos.
Es steht nicht zur Debatte, dass sie durchaus eine wertgebende und leitende Eigenschaft sein können. Das stelle ich nicht in Abrede. Das ist wie die Frage nach der Moral.
Aber nur, wenn man in 0% oder 100% denkt.
![]()
Aber nur weil sich Prinzipien verändern können und keine festgeschriebenen Dogmen sind, sind sie doch nicht wertlos.
Das ist mir ein bisschen zu engstirnig betrachtet.
Diese Beweglichkeit ist vielleicht sogar ein Vorteil gegenüber „heiligen“ und „dogmatischen“ Texten, allein unsere Ethik und Moralbegriffe müssen wir immer wieder aufs Neue überprüfen, betrachten und nachjustieren.
Nicht nach Lust und Laune, so meine ich das nicht - aber eben bewusst mit den Begriffen umgehen.
Dem kann ich mich nicht anschließen. Für mich bleibt dieses Prinzip (
) nichts als eine große Lüge. Der Mensch der sich auf ein Podest stellt und als etwas besseres sieht, besser als die Natur.
Es ist die Verleugnung der Natur. Das menschliche Streben danach „mehr“ zu sein.
Ich weiß ja, wie emotional manche bei solchen Diskussionen werden, daher der Hinweis auf die Art der Diskussion. Es ist nur ein Gedankenspiel, ein schelmischer Einwurf meinerseits, der bewusst einen konträren Standpunkt einnimmt.
Weil ich das Prinzip habe keine Fahrstühle und Rolltreppen zu nutzen,um mich im Alltag ein bisschen fit zu halten, will ich mich doch nicht von Tieren abheben.
Und ja, ich mach da an Umzugstagen ne Ausnahme, aber das macht das Prinzip nun auch nicht wertlos.
Ich mag die Ironie dahinter, dass du aus Prinzip Prinzipien als Lüge festlegst ![]()
Doch, der Gedanke selbst ist schon wider der Natur, aufgrund des Kontextes in dem er entsteht. Die gesamten Umstände sind bereits zutiefst geprägt durch ein Streben nach mehr.
Die Existenz der Rolltreppe gilt es hierbei zu hinterfragen.
Man kann sich doch als Mensch mit dem eigenen Handeln auseinandersetzen, sich Prinzipien auferlegen und sich gleichzeitig nicht über die Natur erheben. Das muss meiner Ansicht nach ja nicht im Widerspruch stehen.
Es geht ja sowieso nicht um besser oder schlechter als die Natur, aber ich würde wahrscheinlich trotzdem sagen, gerade weil wir unsere Umwelt so sehr beeinflussen können, sind wir als Menschen dazu aufgefordert uns mit unserem eigenen Handeln (auch) auf einer anderen Ebene als der Natur, ich nenn sie jetzt mal Kultur(wo der Mensch eingreift entsteht Kultur oder so ähnlich), auseinanderzusetzen und zu befragen.
Klar sind wir Natur, Tiere, aber uns nur auf unsere Triebe und Instikte runterzubrechen, halte ich für schwierig, vielleicht sogar für gefährlich (allein deshalb weil wir unsere Triebe kongnitiv einordnen und betrachten können und ihnen eben nicht (nur) ausgeliefert sind).