Diskussionskultur bei brisanten Themen

Bei Bremen find ich es halt merkwürdig, dass die Polizei mit dem psychisch kranken Mohamed erst redet und es wirkt so als würde sich die Situation beruhigen bis einer der Polizisten auf Mohamed zugeht und Pfefferspray nutzt.

Was dachte er was passiert? Pfefferspray sorgt für Überreizung und löst unfassbaren Stress aus gerade in dieser Situation versteh ich nicht warum er das tut.

Ich kann verstehen, dass man auf einen Mann schießt der mit einem Messer auf einen Kollegen zuläuft aber dennoch glaube ich, dass es gar nicht dazu hätte kommen müssen.

Ein Mensch wurde getötet und das hätte meiner Meinung nach verhindert werden müssen.

Ganz einfach, wurde auch oft schon beschrieben. Durch Überreizung der Augen, Schleimhäute der Griff dahin, Messer fallen lassen und/oder zu Boden gehen.

Eine Antwort hast du dann aber auch nicht. Also eine realistische.

Es gab vor einigen Jahren mal einen Bericht, bei welchem Journalisten bzw. Zivilisten sich den Aufgaben der Polizei stellten.
Ich finde den Artikel leider nirgendwo mehr. Und auf Google habe ich schon alle möglichen Wortverdrehungen ausprobiert. Vielleicht findet einer von euch diesen noch.

Soweit ich mich noch erinnere, war dieser ziemlich gut geschrieben gewesen.

Ich hätte mir gewünscht man hätte weiter mit mohamed geredet, zur Waffe greifen hätte man später immer noch.

Für mich ist das aber kein logisches Verhalten wenn man sich die Aufnahmen anschaut. Wie gesagt ich kritisieren nicht, dass sich die Polizei verteidigt hat. Ich kritisieren, dass sie den Angriff gestartet haben anstatt sich mehr Zeit zu nehmen.

https://twitter.com/justice4mohamed/status/1275158706720780289?s=20

Hier ist die Aufnahme die ich meine.
Zu Beginn des Videos merkt die Polizei erst, dass er ein Messer in der Hand hat. Dann dauert es 1 Minute und 9 Sekunden bis die Polizei ihn angreift.

Vielleicht würde die Situation nach fünf Minuten anders aussehen oder nach zwei Stunden ich weiß es nicht aber Mohamed ist jetzt und für immer tot.

Wie viel Zeit sich die Polizei genommen hat, kann man anhand des Videos nicht sehen. Waren es schon 15 Minuten, 10 Minuten oder doch nur zwei Minuten?

Wie lange wartet man in der Situation? Eine Stunde? Der Mann war eine Gefahr für sich, für die Beamten und auch Zivilisten.

Die Polizei hat es mit Reden bzw. Ansage versucht. Dann folgt das mildere Mittel mit dem Pfeffer Spray. Bräuchte man wohl eine Statistik, wie oft der Einsatz von Pfeffer Spray erfolgreich ist. Jeder Fall ist unterschiedlich.

Dann bleibt es weiter bei der Frage, was dann nach einer Stunde passiert, das Pfefferspray nicht funktioniert und der Mann los stürmt.

Im Video hört man wie die Polizei jetzt erst merkt, dass Mohamed ein Messer in der Hand hat. Ab da hat es eine Minute und 9 Sekunden gedauert bis sie angegriffen haben.

Wie gesagt ich weiß nicht ob es geholfen hätte aber Pfeferspray und Schüsse hätten danach immer noch fallen können. Jetzt ist Mohamed zu 100% tot.

Ich bin einfach der Meinung man hätte sich mehr Zeit lassen sollen.

Will mich mit dir aber auch nicht streiten. Wenn du der Meinung bist alles ist tip top gelaufen, dann ist das ja gut. Ich bin es nicht und viele andere Menschen auch nicht.

Man sieht aber auch, dass er davor auch auf die Polizisten zu geht. Welchen Radius gestattet man ihm? Lässt man ihn frei auf der Straße umher laufen und hält immer Abstand? Du steckst halt auch nicht drin, was die Person macht.

Mir ging es in erster Linie um die Hollywood-Argumente, die einfach nicht helfen.

Die Polizistin sehe ich auch nicht als Rassistin, sonder muss auch mit dem tödlichen Schusswaffeneinsatz leben. Was ich die Tage so gelesen hab, ist hat die Taktik kein Fehler wie in der USA zuletzt viele Fälle. Das ist halt mein Standpunkt.

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Von mir aus ja. Wenn es leben rettet sollen die von mir aus den gazen Tag um ihn herumstehen. Alles besser als ihn nach Einer minute und neun Sekunden anzugreifen.

Wie gesagt es ist ja auch vollkommen wenn wir nicht einer Meinung sind. An dem Tod von Mohamed ändert es leider nichts mehr.

Mir ging es nicht nur um drumherum stehen. Sondern auch auf Beamten zugeht oder einfach den Ort verlässt und den Fußweg lang geht. :wink:

Ja, ist traurig. Wie oben gesagt, sehe ich hier keinen Fehler wie zuletzt in den USA. Situation sollte gelöst werden im Sinne der Eigensicherung. Bei einem anderen Fall hätte das Pfefferspray seine Wirkung ggf. gezeigt. Hier leider nicht.

Was soll denn jetzt der Smiley? Ein fucking Mensch ist getötet worden. Ich rede von den dingen die Passiert sind und wie gesagt eine höhere Eskalationsstufe ist auch noch nach 2 Stunden reden und anstarren möglich. Pfefferspray kann zu jeder Zeit noch eingesetzt werden aber zurücknehmen kann man es niemals. Man hat sich hier bewusst entschieden nach einer Minute und neun Sekunden zu sagen ok das bringt hier alles nix wir greifen ihn an.
Und das kritisiere ich. Wir drehen uns hier im Kreis ich versteh auch nicht was du jetzt von mir hören willst.

Bei einem anderen Fall hätte vielleicht auch längeres Reden Wirkung gezeigt aber es wurde nicht mal versucht. Das kritisiere ich und für mich gibt es da auch nichts zu erklären oder zu argumentieren.

Zum zehnten mal es ist vollkommen ok, dass du das anders siehst aber bitte lass bei solchen Themen Spitzen durch irgendwelche Smileys.

Der Smiley war, weil du meinen Beitrag anscheinend nicht richtig gedeutet hast. Du hast nur geschrieben, dass man ihn gern stundenlang im Kreis haben hätte können. Mir ging es aber nun mal um einen anderen Punkt. :man_shrugging:

„Dinge die Passiert sind“, dass ist doch immer das Problem. Man muss eben auch weiterdenken. Was könnte denn passieren? Wie handelt die Person? Was ist wenn sie nicht stehen bleibt. Daher sind dje Fragen meiner Meinung nach sehr gerechtfertigt.

Von daher, ja auch von mir ist das der letzte Beitrag.

Und wie schon zich mal gesagt hätte man dann immer noch Pfefferspray und Schusswaffen einsetzen können.

Aber ja schönen Tag dir noch.

In Ordnung, die Kolumne, nicht der Artikel, mein Fehler.

Also die Aussage von Saskia Esken die mir zur Verfügung steht, ist folgende:

„Auch in Deutschland gebe es latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte, der durch Maßnahmen der Inneren Führung erkannt und bekämpft werden“

So, diese Aussage gepaart mit der taz Kolumne suggeriert, dass die Polizei das Feindbild ist, denn Rassisten, Schläger und Menschen, die auf die Mülldeponie gehören sind ja sicherlich keine Freunde.

Mit diesem Bild im Kopf, gepaart mit Alkohol und eventuell Drogen, dem Frust des Corona Lockdowns der letzten Monate, da verwundert es wenig wenn es bei einer Bagatelle, wie einer Personenkontrolle zu dem kommt, was in Stuttgart passiert ist.

Wer da keinen Kausalzusammenhang sieht, will ihn nicht sehen.

Nebenbei, das Wort „Verwüstung“ ist keine Erfindung von mir, auch die Zeitung der Tagesspiegel, der SWR und RP-Online verwenden ihn.

Schau die Tagesschau, die informiert recht gut.

Alt ist weder die Aussage von Frau Esken, noch die taz Kolumne, ansonsten siehe weiter oben was ich schrieb.

Was habe ich mit dem „framing von rechts“ zu tun?

Meines Wissenstandes nach wurden die Täter als Menschen aus der Party und Event Szene beschrieben, ich habe kein Wort zu der Einwanderungspolitik verloren, du projizierst einfach zu viel auf mich.

Das war nicht auf dich bezogen sorry.

Das ist halt genau das was ich meinte auf der einen Seite ist alles ein großes ganzes mit verschiedenen Puzzleteilen welche zwangsläufig zu Gewalt gegen Polizei führt. Leute die sich von der Polizei unfair behandelt fühlen sind von Medien und Politik indoktriniert Aber Verbindungen zu rechte Netzwerken in der Polizei, Bundeswehr oder dem Verfassungsschutz sind alles Einzelfälle und nichts mit irgendwas zu tun.

Aber hab auch keine Lust mehr zu diskutieren. Einig werden wir uns ja sowieso nicht.

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dann hast du dich offenbar nicht hinreichend informiert.
hier ein paar möglichkeiten für dich, deinn wissensstand diesbezüglich zu erweitern:

hast du kolumne in der taz eigentlich ganz gelesen?
bist du bereit, eskens aussage und/oder die kolumne in der taz im gesamtkontext zu sehen, als ganzes? also differenziert?

aber gehen wir mal spasseshalber davon aus, dass du sie gelesen hast und dass folgende behauptung ebenfalls wahr ist

dann bleibt immer noch deine schlussfolgerung aufgrund einer zumindest unabsichtlich unvollständigen informationslage hinsichtlich der aussage saskia eskens und die schlichten unbewiesenen unterstellungen:

das ist einfach eine einseitige unbewiesene behauptung deinerseits und geht komplett an deiner eigens gelegten messlatte eines konstruktiven, differenzierten, nicht pauschalisierenden, ohne die gegenseite als „verblendete idioten“ hinstellende diskussionskultur vorbei.

wie du auch hier noch einmal eindrucksvolll unter beweis stellst:

du legst die messlatte und reisst sie im selben atemzug wieder ein.
du kannst ja meinetwegen gerne anderer meinung sein als ich oder sonstwer, aber wenn du dich an deine eigenen vorgaben und standards nicht halten willst, dann sind deine ausführungen einfach nur polemischer quatsch.

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Kein Problem, hatte ich vielleicht nur falsch interpretiert.

Sieh es mal so, die NPD oder sonst wer hetzt in Reden gegen Flüchtlinge, die Folge, Idioten fühlen sich bestätigt und werfen Brandsätze auf Flüchtlingsunterkünfte.

Saskia Esken, die sich selber zur Antifa zählt, unterstellt der Polizei in der Gesamtheit latenten Rassismus, die taz veröffentlicht eine Kolumne (Ja lieber Threepwood ich habe es mir gemerkt :slight_smile: ) die gegen die Polizei hetzt und Idioten greifen Polizisten an und zerstören eine Innenstadt.

Und nein, jeder der von der Polizei falsch behandelt aufgrund von Rassismus oder aus sonst einem Grund hat das Recht darauf, das dies auch geahndet wird, wie ich schon mehrfach sagte, gibt es sicherlich auch Idioten bei der Polizei. Die rechten Netzwerke wie z.B. Nordkreuz sind jedoch in meinen Augen Einzelfälle und keine große gesamte Verschwörung, ebenso wie die Ausschreitungen in Stuttgart ein Einzelfall war.

Wir müssen uns ja auch nicht zwangsweise einig werden, das ist ja das Schöne in der Demokratie, verschiedene Meinungen und Ansichten und trotzdem respektvoll und höflich bleiben.

diese simplifizierten kausalzusammenhänge sind ebenfalls weder differenziert noch konstruktiv im sinne der diskussionskultur.
das sind unbeweisbare behauptungen.
weder brennen jedes mal flüchtlingsunterkünfte, wenn nazis hetzreden schwingen, noch kannst du seriös einen kausalzusammenhang zwischen den vorkommnissen in stuttgart zur taz-kolumne oder saskia esken herstellen.
und die aussage saskia eskens pauschalisierst du ebenfalls wieder.

warum gelten eigentlich deine eigenen ansprüche nicht für dich?

Dir ist hoffentlich klar, dass dies eine Reaktion auf die Trumpsche Verallgemeinerung der Antifa war…
Vielleicht kannst du ja mal erklären, wie du die Antifa definierst?

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nein eben genau nicht. sie hat festgestellt, dass es in Teilen des polizeiapperats latenten rassismus gibt. die verallgemeinerung kam von der politischen gegeseite, inkompetenten polizeigewerkschaftern wie wendt sowie der presse.

es gibt sehr viel platz zwischen „einzelfälle“ und „großer verschwörung“. die welt ist nicht schwarz und weiß.

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