Eure qualvollsten Klassenlektüren?

Ja unser Lehrer meine man muss ja auch nicht alles verstehen von dem Buch :thinking:

Ich zähle mal meine qualvollen Lektüren auf.
(- Bitterschokolade. Heh, damals in der sechsten. Super awkwardes Buch)

  • Andorra
  • Antigone
  • Iphigenie auf Tauris
  • Tauben im Gras
  • Mario und der Zauberer
  • Woyzeck (Das Buch an sich ging eigentlich, der Unterricht war nur schrecklich)

Mehr fällt mir gerade nicht ein, habe aber wohl noch das ein oder andere vergessen.

Weil es jetzt schon öfters vorkam, ich persönlich finde Woyzeck total klasse. Da sind so viele witzige Szenen drin, wie Woyzeck den Hauptmann rasiert, wie er von dem ulkigen Arzt untersucht wird, der Dialog zwischen Hauptmann und Arzt. Ich kann das einfach nicht zulassen, dass Woyzeck als Qual bezeichnet wird, aber okay, wenn ihr meint…

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Antigone und Iphigenie musste ich auch lesen, kann mich aber an gar nicht mehr erinnern.

Belanglose Sagen-Kacke. Super öde.

Andorra haben wir auch mal lesen müssen und später dann als Theaterstück gesehen. Das war so schlecht, dass am Ende alle gepennt haben inklusive der Lehrer

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Schlechte Erinnerungen hab ich an Schullektüre eigentlich keine, aber ich muss auch zugeben von uns wurde nie Faust oder ähnliches verlangt, hauptsächlich waren es Jugendbücher die von Pubertät, sexueller Aufklärung und Mobbing handelten.
In der 8. Klasse war die einzige Ausnahme von Dürrenmatt “Der Besuch der alten Dame”. Wikipedia hab ich dafür nicht verwendet, meine Klassenkameraden schon, was dazu führte dass ich in der Nachbesprechung zwar den Inhalt kannte, aber von der Interpretationen des Textes keine Ahnung hatte, während alle anderen Klugscheißer Antworten gaben…

Die Physiker! Das war auch so ein… Ding. :ugly:


@TheGermMan das ist genial, wenn selbst der Lehrer pennt!

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Heh, Theaterstücke. Wir haben Antigone als Theaterstück gesehen. Meine Kumpels und ich haben uns fast bepisst vor lachen, weil das so schlecht war. Natürlich durften wir nicht lachen, und sollten leise sein, deshalb saßen wir die ganze Vorstellung lang da und haben versucht unser Lachen zu unterdrücken.

Es war aber wirklich so schlecht. Alles. Bühnenbild, Technik, Schauspieler. Alles

echt so schlimm? Mein Bruder musste es auch lesen und hat es gehasst, ich fand den „Besuch der alten Dame“ eigentlich sehr entspannt zu lesen.

Im Krebsgang
Belangloser, viel zu lang gezogener Rotz ohne jegliche Spannung. Hab danach auch kein anderes Buch von Grass angefasst.

Antigone
Hab das in einem Rutsch durchgelesen (hat ja nur irgendwie 20 Seiten oder so) und habe davon genau nichts behalten. Hauptsache auf jeder Seite 10 neue griechische Namen, die sich niemand merken kann.

Tonio Kröger
Auch so ein Buch, wo einfach nichts passiert, völlig belanglos.

Am besten waren aber echt diese Lektürekontrollen. Die Physiker, dass ich wirklich gut fand, habe ich in der Vorbereitung sogar mehrmals gelesen und dann wird gefragt, was die zum Mittag essen :rolling_eyes:

Gelesen habe ich aber alle Bücher, außer Kabale und Liebe, weil ich mir das nie gekauft hatte und irgendwie auch ohne es zu haben durchgekommen bin.

@Kazegoroshi In Englisch haben wir leider gar nichts anspruchsvolles gelesen (gut war auch Grundkurs), aber da ich mich letztens durch die kostenfreien englischen Klassiker auf Amazon gewühlt habe, hätte ich da sicherlich meinen Spaß gehabt.

Wo es hier auch um Verfilmungen geht, unsere Deutschlehrerin war echt super und wir haben uns in der 10. Klasse Titus Andronicus angeschaut. Gott, war der Film verstörend und die Vorlage dürfte auch zur Inspiration von George RR Martin gedient haben (Undead Catelyn Stark und Frey Pie)

Biggis No. 1 von Volkmar Röhrig

Was hab ich gekotzt. Ich weiß nicht mehr, wie genau dieses Buch Klassenlektüre werden konnte. Eine Mitschülerin hatte auf jeden Fall ihre Finger im Spiel. Ich glaube, es wurde sogar zwischen verschiedenen Büchern abgestimmt. Und das kam dabei raus:

Jedes andere Buch hab ich damals lieber gelesen, meist auch „vorgelesen“ (also freiwillig weiter gelesen, als es die Lehrerin uns aufgegeben hat). Schimmelreiter, Irrungen, Wirrungen (zäh), Der gute Mensch von Sezuan, Der Richter und sein Henker, Das Parfüm (mochte ich ganz gerne), und weitere, die ich vergessen hab. Aber „Biggi“ - ich war gedanklich am Dauerreiern. :weary:

Das „heftige“ Zeug (Kafka, Faust etc.) ist uns in der Realschule erspart geblieben - wahrscheinlich waren die Lehrer einhellig der Meinung, wir wären zu doof für das Zeug. :smiley:

Ne kommt hin. Bei mir kommen Grade auch laufend neue Erinnerungen

Klingt doch noch relativ verträglich. Immerhin keine so große Schnulze wie Bitterschokolade.

KK-Thread in Buchform^^

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Wenn Lynch Faust verfilmt werde ich es mir auf jeden Fall anschauen

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OK, nicht das ich jetzt falsche Hoffnungen geweckt habe. (Wahrscheinlich etwas bemüht, aber nicht von ungefähr). Aber um das mit den Worten von Lynch selbst schmackhaft zu machen: „Der eine Künstler, bei dem ich wirklich das Gefühl habe, er könnte mein Bruder sein […] ist Franz Kafka. Auf den stehe ich wirklich sehr. Einige Sachen zählen zum absolut Aufregendsten, was ich überhaupt gelesen habe“, so Lynch

Hatte nach “Die Verwandlung” keine so tollen Erinnerungen an den Autor (kann aber auch an dem Zwang und der Note gelegen haben;) ) [übrigens ist “Die Verwandlung” eins der unvollendeten Projekte von Lynch, der das in den 80ern verfilmen wollte]

Über Zufall (wahrscheinlich langweile), dann “In der Strafkolonie” in die Hände bekommen und nach dem lesen gedacht, entweder war das künstlerisch oder Kafka ist einfach ein gestörter Spinner (ähnlich was man nach Eraserhead als Erstlingschauwerk denken würde). Da wusste ich, davon musste ich mehr lesen. Danach dann die Kurzgeschichten gelesen, die schon wie der Namen sagt kurz und leicht zu lesen waren. Wenn man also mit Kurzgeschichten etwas anfangen kann, würde ich damit auch starten. Es seien hier “Ein Hungerkünstler” und “Der Bau” genannt.
Auch die Romane sind alle nicht lang und oftmalls unvollendet. Eins der besten Romane ist “Das Schloss”. Aber am meisten beeindruckte mich persönlich “Der Process”, weil es einerseits so kryptisch und doch irgendwie beängstigend war, so dass es wohl eins der besten gelesenen Bücher bisher war.

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Es war totale Grütze. :smile:

Ich werfe nie Bücher weg. Selbst die, die ich nicht mag oder nicht gelesen hab (die verschenke ich wenn dann). Aber das ist im Müll gelandet. ^^

Oh Gott, irgendwas in der Richtung haben wir auch in der 7. oder so gelesen. Ging um Mobbing und um (versuchten) Suizid.