Rocket Beans Community

Eure "Unpopular Opinions" / Kontroversen Meinungen


#21476

Ich hab mich jetzt ernsthaft durchs gesamte Video gequält. Da ist ja wirklich kein einziger guter Gag dabei, das ist traurig und faszinierend zugleich. Und ich sitze hier und frage mich, warum es die Comedians und speziell auch die Comedy, die ich mag, in Deutschland nicht wirklich schaffen, große Hallen zu füllen. Das Video wirft zwar viele Fragen auf, erklärt aber zeitgleich auch so einiges.
Alter Schwede.


#21477

Meine Theorie damals war, dass er durch seine ständigen Pausen und das penetrante Warten auf Applaus das Publikum einfach zwingt zu reagieren. :smiley:
Wobei ich zugegebenermaßen bei dem “Ich dachte sie wurde gekidnappt, dabei war sie nur in Fürth” kurz schmunzeln musste. Ich bin schwach. Und das ist eigentlich nur ein weiterer Beweis, dass es echt nicht schwer ist mich zu belustigen… und trotzdem schafft er es (bis auf die eine Ausnahme) nicht.


#21478

Klingt nach einer Möglichkeit, aber dafür klatschen mir die Leute doch entschieden zu oft. Ich glaube, es bleibt für mich vorerst ein Mysterium. Vielleicht weil er sich selber so abfeiert? Hm.
Der in-Fürth-Gag hat mich ehrlich gesagt auch gekriegt. Der war zwar schlecht, aber auf akzeptable Weise, also irgendwie gut-schlecht. Der Rest war Quatsch.


#21479

Nein, der hat einfach ohne Gefangene zu machen einen WItz nach dem andere durchgeballert, das war das Konzept.


#21480

Ich persönlich würde gerne mal ein Skript von Mario Barth lesen, mit dem er seinen Text lernt. Mich interessiert, ob da wirklich so Sachen drinstehen wie “Kennste, kennste, Olle, weeste (Hau dir dreimal ins Gesicht)”.


#21481

Ich hatte ja mal ne kurze Phase wo ich Bülent Ceylan lustig fand (ich weiß…). Den hatte ich dann auch sogar mal live (so zur Zeit wo es grad mit ihm los ging mit ersten Fernsehauftritten) gesehen. Als mir dann bei späteren Aufzeichnungen aufgefallen ist, dass er an den SELBEN Stellen über seinen eigenen Witz lacht und dann irgendwie auch immer sagt “jetz lach ich schon über meinen eigenen Scheiß”… da hab ich echt gestaunt, wie viel manche Leute teilweise einstudieren.

Es ist eh immer komisch, wenn man bei nem Comedian den gleichen Witz über verschiedene Shows verteilt mehrere Male hört. Aber dass manche sogar diese scheinbar spontanen Momente einstudieren… das finde ich schon echt ziemlich traurig.

edit: Was ich sagen wollte, es würde mich nicht wundern.


#21482

AirBnB ist ein absolut grausiges konzept und jeder, der diesen service nutzt, macht sich der Zerstörung von städtischem Zusammenleben und natürlicher Stadtumgebungen schuldig.


#21483

Wenn man es nicht professionell betreibt warum?


#21484

was meinst du mit professionell? das problem sind ja nicht diejenigen, die untervermieten, sondern die masse an denjenigen, die eigentliche wohungen in ferienwohnungen umwandeln und diese dort dann anbieten.

und genau diese sind nunmal durch AirBnB am boomen.


#21485

Meinte diejenigen diebihre Wohnungen nur dann anbieten wenn sie selbst gerade zb auf Urlaub sind oder Geld brauchen.

Wohnungen dafür kaufen um sie so weiter zu vermieten sehe ich auch als falsch an.


#21486

Joar. Hier ist aber nicht AirBnb und das Konzept schuld sondern der Staat und fehlende Regulation.

Airbnb ist ein super Service. Nutze ich sehr gerne, auch wenn mir bewusst ist, dass einige das Konzept missbrauchen. Ist nichtsdestotrotz nicht Schuld der Nutzer, in meinen Augen.


#21487

Das klingt jetzt aber schon etwas differenzierter als „jeder“.

Ich glaube, dass ich weder durch das mieten des Hinterhauses einer Familie in Voiteur (falls es wer googlen möchte) die Wohnsituation in einem 2.000 Einwohner-Dorf massiv verändert habe, noch das mein Untervermieten meines Zimmers in Kopenhagen 1 x im Monat (wenn ich bei meiner Freundin war) irgendwas geändert hat.

Für so etwas ist Airbnb einfach perfekt.

Das was du beschreibst ist natürlich trotzdem ein absolutes Problem, wenn Eigentümer durch sowas auf einmal ein vielfaches des normalen Mietpreises verlangen können und überhaupt kein Interesse mehr an einer normalen Miete haben.

Da müsste mal ein gescheites Gesetz gegen her (kA wie wirksam das da bei euch in Berlin ist).


#21488

Hab ich noch nie genutzt und habs auch nicht vor.
Allein bei dem Gedanken, dass ich in ner privaten Wohnung penne, von jemandem, den ich nicht kenne, gruselt es mich.


#21489

nö, das konzept befördert genau dieses asoziale verhalten. es gibt übrigens auch so etwas wie selbstregulierung.

dazu kann der staat eben nicht sinnvoll nachvollziehen, wann eine zwischenvermietung oder eben doch eine totalumwandlung stattfindet. es gibt zwar diverse meldeverfahren inzwischen mit teils drastischen strafen für die ermieter, in der masse, kann der staat die nutzung aber nunmal nicht kontrollieren.

überhaupt nicht, weil keiner das gescheit kontrollieren kann.


#21490

Es begünstigt es. Das Konzept ist deswegen aber nicht gleich schlecht. Es gibt sooo viele Konzepte die im Grunde nach gut sind, von anderen aber ausgenutzt werden.

Ehm doch? Das Finanzamt kann dir das am Ende des Steuerjahres sogar sehr genau sagen :smiley:

Doch kann er. Will er aktuell anscheinend nur nicht. Da müsste man einfach ein Gesetz erlassen, welches die Nutzung von normalen Wohnraum als Ferienwohnung verbieten würde. Zack. Jeder der es dann macht und erwischt wird bekommt so dermaßen aufn Deckel, dass es sich keiner mehr traut. Easy.


#21491

gibt es, in diversen städten, europaweit, z.b. in berlin. keins davon funktioniert. es ist nämlich nicht so einfach wie du dir das vorstellst, das ganze zu kontrollieren.


#21492

Ist wie bei der Mietpreisbremse. Es müsste eben auch nicht nur so getan werden als ob es einen interessiert.

Wenn das Interesse seitens des Staates da wäre, würde man sowas auch kontrollieren können. Ansonsten könnte man die Hälfte des StGB streichen mit der Begründung “Kann man nicht kontrollieren”.

Errichtung von zentrale Meldestellen, spezielle Dienststellen die solche Plattformen überprüfen, etc.

Man hat in der Rechtsgeschichte schon schwierigere Sachen gelöst als die lumpige Vermietung von Wohnungen in Berlin.


#21493

gibt es alles und nichts funktioniert, weil nämlich mietwohnungen privatgrund sind und deswegen besondere hindernisse bezüglich unangekündigter kontrollen etc. existieren.

der staat hat aber nunmal auch andere aufgaben um die er sich kümmern muss? es ist lächerlich zu erwarten, dass jede assoziale ausnutzung der gsellschaft vom staat verhindert wird. da müssen unternehmen wie AirBnB eben genauso mitarbeiten, wenn sie ihr “tolle” konzept weiter benutzen wollen.

das ist nämlich das entscheidende problem an AirBnB: sie nehmen den missbrauch billigend in kauf, weil es ihnen selber geld bringt und sie quasi nichts zu befürchten haben. ist ja nur ne vermittlungsplattform. sie tun nichts, um das ganze zu verhinder und deswegen ist es ein drecksladen.


#21494

Ach als Mann sehe ich das nicht so kritisch.

Klar, wer natürlich im Porsche vorfährt und die tausend Euro Uhr am Arm hat, würde man wohl nicht bei jemand im Gästezimmer pennen wollen und am nächsten morgen fehlt der Schlüssel, aber so jemand übernachtet dann auch nicht bei den Air BnBs wo dann steht “ihr habt ein Extra zimmer und ich wohne in der Wohnung auch”

Aber klar, ne 1,55m hübsche Frau, muss da wohl leider etwas vorsichtiger sein


#21495

Muss man ja nicht mal vor Ort überprüfen. Wenn die Wohnung XY als Privatwohnung angemietet ist, gewerblich aber über das ganze Jahr vermietet wird (was man über die Plattformen sofort sieht) ist der Gedanke nahe, dass dort jemand einfach Geld machen will.

Gleiche Art Argument wie “Kann man nicht kontrollieren” und “in Afrika hungern die Kinder”. Inhaltslos und schlichtweg irrelevant.

Dann sehen wir das halt anders. Der Staat ist in der Pflicht sowas zu unterbinden. Es geht um die sozialen und gesellschaftlichen Interessen.

Ein Unternehmen wie AirBnb hat nur ein Ziel: Gewinn. Das ist auch völlig in Ordnung. Man kann als Staat nicht die Hände hochreissen und sagen “Sorry ey. Uns ist das als Regierung eines riesigen Landes zu aufwändig. Macht ihr das mal bitte und mindert so freiwillig euren Umsatz!”

Ich kann deinen Frust als Berliner (warst du doch oder?) wirklich verstehen, aber hier sehe ich die Schuld nicht in der Wirtschaft.