Hast du dazu eine Quelle? In dem Bereich gibt es doch ziemlich große Diskrepanzen. Robert Harting ist gerade jemand, der in den Jahren immer dagegen wettert und halt sagt, dass man nur im Profifußball das große Geld macht. Dem würde ich auch zu stimmen. Als Olympia-Sieger, Gold-Gewinner und Persönlichkeit hat man es sicherlich noch mal einfacher und kam durch Werbe-Deals und Sponsoren den ein oder anderen Euro bekommen. Aber generell gilt das mit Sicherheit nicht für jeden Spitzensportler und Randsportart. Also gilt hier halt auch das Leistungsprinzip und Erfolge. Holt man sich nicht die Siegprämien oder steht im Fokus, dann wird man sich damit auch nicht sein Lebensunterhalt verdienen können. Nicht umsonst sind auch viele Sportler in der Sportfördergruppe der Bundeswehr oder sind die bei Zoll oder der Polizei.
Natürlich polarisiert ein Harting auch, aber Unrecht hat er nicht:
[quote]SPORT1: Sie haben jüngst den DOSB wegen der verhältnismäßig geringen Prämien für deutsche Olympiasieger gerügt. Fühlen Sie ihre Leistung in Deutschland generell nicht genügend gewürdigt?
Harting: Durch Sportfördergruppen wird es den Top-Athleten in Deutschland ermöglicht, sich voll auf den Sport zu konzentrieren und trotzdem ein Gehalt zu beziehen, von dem sie leben können. Während der Zeit als Aktiver ist das eine willkommene Unterstützung - mehr nicht! Diese Förderung hört nämlich nach der Karriere auf und dann stehen die meisten ohne Ausbildung und Plan für die Zukunft da: Weil der Sport ein alltägliches Berufsleben von acht bis zehn Stunden erfordert - fänden Sie da noch Platz, ordentlich zu arbeiten?
SPORT1: Nein, wahrscheinlich nicht. Was kritisieren Sie im Detail?
Harting: Ich habe auch nicht die Prämien, sondern die gesamtwirtschaftliche Struktur, in der sich mindestens viele Leichtathleten, aber auch Aktive anderer Disziplinen befinden, kritisiert. Während der Olympischen Spiele hat Deutschland einen erheblichen Nachteil, weil andere Länder ihre Sportler mit dem Vier- oder sogar Fünffachen fördern. Es geht um die internationale Konkurrenzfähigkeit. Warum kann man in Deutschland nur als Fußballer richtig Geld verdienen?
SPORT1: Bringt das Prestige eines Olympiasieges finanziell denn gar nichts?
Harting: Mit einer Goldmedaille für Deutschland ? egal in welcher Disziplin ? rühmt sich dann jeder gerne, die Nation, die Politiker und die Verbandsoberen. Nur der, der Gold geholt hat, denkt darüber nach, ob er nicht doch Fußballer hätte werden sollen. Da gibt es meiner Meinung nach Verbesserungsmöglichkeiten, die auf sportpolitischer und medialer Ebene stattfinden müssten. Und zwar dringend!
http://www.sport1.de/de/olympia/olympia_sommer/artikel_590823.html[/quote]
Hier auch nochmal ein Link zur Förderung und allem in Allgemeinen: Millionen für den Fußball - Wie gerecht ist Sportförderung?
Kein Wunder, dass eben einige deutsche Hockey-Spieler am Anfang des Jahres für ein paar Wochen in der indischen Liga spielen, wo es richtig viel Geld gibt. Ansonsten bist du mit dem Spitzensport und parallel Job/Studium doch total am Limit.
Auch viel Licht und Schatte, wie in der jüngsten Vergangenheit Russland und Kenia zeigen oder damals der Heredia-Fall aus den USA. Der Doping-Markt und das System ist groß. Und nicht zu vergessen, wie streng auch die Kontrollen sein können, trotzdem werden nach Großereignissen immer wieder Sünder gefunden, Medaillen weggenommen und Athleten gesperrt. Im Profifußball wird das Thema Doping auch eher stiefmütterlich behandelt.
Ich kenne mich im E-Sport nicht auf. Aber wenn so eine Szene wächst, immer populärer wird und man damit richtig Geld macht - dann wird man auch irgendwann anfangen mit Doping-Kontrollsystemen oder auch gegen Wettbetrüger vorgehen.