Eure "Unpopular Opinions" / Kontroversen Meinungen

Solche Argumente hattest du in deinem Beispiel aber auch nicht :point_up:

Mein Beispiel oben war ja auch nur ein erster beiläufiger Satz, aus dem sich eine Diskussion zu der Meinung entspinnen kann, und kein ganzes Gespräch.
Aber eben an diesem Satz hakt’s ja. Wie dann hier im Thread ja demonstriert wurde, sind viele an dieser Stelle schon nicht mehr bereit, sich auf das Gespräch überhaupt einzulassen. Oder bilden sich tatsächlich ein, man sei selbst zu einer Diskussion gar nicht bereit. (Ironischer Kontrast.) Ich bin allerdings noch niemandem begegnet - das mag gut und gerne reiner Zufall sein - der nicht bereit ist, seine Ansichten zu diskutieren.

Warum sollte ich, der - wie du weißt - zu den “Mimosen” gehört, denn an einem Austausch mit jemandem, in dem Fall dir, interessiert sein, wenn du komplett entgegengesetzt zu meiner Diskussionskultur “diskutieren” möchtest? Auch ich sehe es nicht wirklich als Diskussionsgrundlage, wenn jemand daher kommt und sagt: “XY find’ ich scheiße!”, aber du erwartest von anderen etwas, was du offenbar selbst nicht bereit bist, zu geben. Wir “Mimosen” sollen uns deiner Beleidigungs-Diskussion anpassen, aber du kommst uns kein Schritt entgegen. Da wird’s dann halt schwierig mit dem Gespräch.

Und ganz allgemein gehalten: Warum sollte ich überhaupt mit jemandem diskutieren wollen, der eine Sache, die ich vielleicht gut finde, scheiße findet? Darf er ja gerne, ich muss ihn ja nich von irgendwas überzeugen.

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Machst Du nicht dasselbe und erwartest, dass wir Leute mit rauhem Umgangston uns den Mimosen anpassen, oder kommst Du uns entgegen, indem Du von vornerein nicht an dem Austausch interessiert bist?
ps.: Selbstverständlich komme ich euch entgegen, das hab ich gerade drei Posts früher ausgeführt.

Hm, teils teils… kommt für mich komplett auf den Kontext und auch den Ton an… aber klar, je nach Einstellung / Tonart meines Gegenübers hab ich dann da tatsächlich kein Interesse dran.

Ich seh den deutlichen Unterschied aber darin, dass ich aus einer Position komme, die das Gegenüber nicht von vorneherein beleidigt… und für mich und offenbar auch einige andere hier, ist eine Beleidigung nun mal ein sehr schwieriger Einstieg in eine Diskussion, der dann dazu führt, dass man deutlich weniger Lust hat, das Gespräch zu führen.

Ja, das versteh ich. Rein intellektuell, die Ansicht ist mir natürlich völlig fern.
Meine ursprüngliche Beschwerde ging ja auch nicht über die Diskussionsunlust, sondern das oft ausgelebte Bedürfnis, mitzuteilen, dass die eigene beleidigungsfreie/sonnenscheinige Kultur ja soviel besser wäre. Bei schlechten positiven Menschen, die ich kenne (Menschen, die nicht so vernünftig und produktiv sind, wie Du.), kommt einfach häufig eine gewisse Arroganz bezüglich bestimmter Eigenschaften durch. Die tun dann so, als wäre ihre Persönlichkeitsstruktur jetzt objektiver ethischer Imperativ, weil ihnen gefällt’s und die meisten sind so und damit is es nach göttlichem Gesetz ohne Bedarf einer Begründung besser.
“Sieh doch mal nicht alles immer so negativ”, als könne man sich das aussuchen, als würd mich ihre ständige gute Laune nich auch nerven. “Das muss man aber nich so harsch sagen”, man muss es ja auch nich so harsch interpretieren, wenn’s nicht so gemeint ist. “Das ist ja wohl völlig selbstverständlich, dass man das nicht machen kann”, ich kenn genug Leute, wo das selbstverständlich geht. Und so weiter, sowas is mir halt früher weniger begegnet. Ich hab, was manche hier wohl vergessen, auch gleich erwähnt, dass die Äußerung solcher Ansichten auch deren gutes Recht is, ich find’s nur dämlich, jemandem so zu kommen, ihm dann aber den Mund verbieten zu wollen.

Natürlich find ich’s spannender, wenn Leute nicht der Diskussionsunlust verfallen, und man mit denen mal richtig mit Ergebnis streiten kann. Aber die Leute, die sich vom Tonfall vergraulen lassen, haben sich’s halt auch nicht ausgesucht, also mach ich da keinen Vorwurf, ich find’s nur schade.

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Was man in einer Demokratie und nix anderes ist die Mehrheitsmeinung ja, immer tut. Man redet argumentativ miteinander und versucht die anderen von der eigenen Meinung zu überzeugen. Schafft man dies nicht, muss man dies eben akzeptieren.
Und ja, als jemand der in einer Partei ist, lebe ich genau nach diesem Kredo.

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Das kann ich alles komplett nachvollziehen und bin da durchaus auch deiner Meinung - bis auf eine kleine Ausnahme :wink:

Da kommt’s halt, meiner Meinung nach, viel auf die Persönlichkeit des Gegenübers an. Ich z.B. neige dazu, harsche Sachen auf mich zu beziehen - und reagiere dann natürlich empfindlicher und würde vermutlich auch sowas sagen wie „Das geht aber auch weniger harsch.“

Bei allem anderen gebe ich dir allerdings, wie gesagt, durchaus Recht. Eine andere Meinung heißt auf keinen Fall, dass die andere Meinung weniger wert ist oder dass die eine Meinung besser ist als die andere.

Im übrigen kleiner Zusatz, ich bin auch ein sehr direkter Mensch, sprich ich kann sehr gut meine Klappe aufreißen und jemanden sagen er sei ein Arschloch etc, doch hat das nichts in einer wirklichen Diskussion zu suchen, meiner Meinung nach.

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Hm, ja, das find ich auch rein aus Höflichkeitsgründen und hier im Forum, wo ich zu niemandem persönlichen Bezug habe, sprech ich auch nochmal deutlich milder als mit meinen Freunden. Das is mehr sonne Sache, wo ich manchmal vor Leuten sitz, die ich seit Jahren kenn und denk: „Sag ma, was geht ab, bei unserer Beziehung erwarte ich, dass Du weißt, wie ich das mein.“

Das is für mich halt schwer nachvollziehbar, weil Beleidigungen in bestimmten Regionen (Nordmecklenburg, Nordengland, Finnland) und sozialen Schichten in ihrer Stärke und Bedeutung ziemlich entwertet sind. Dadurch verkommt „wieviel ist okay“ mit Leuten aus anderer Sozialisierung immer zu einem ziemlichen Ratespiel.
Das umgeht man dann im höflichen/öffentlichen Kontext, indem man sie einfach komplett weglässt, aber wenn ich auf meinem eigenen Sofa sitz mit jemandem, der da weißgott nich zum ersten Mal auch sitzt, is meine Bereitschaft, mich jetz künstlich zu verstellen, natürlich deutlich geringer.

Wenn man so miteinander im Freundeskreis umgeht und jeder die Macken des anderen kennt und weiß wie er etwas meint, ist das auch was komplett anderes.

Ich bin daheim und mit Freunden auch anders, als auf der Arbeit, wo ich den Kunden in den Hintern kriechen muss, selbst bei Diskussionen wo ich als Verkäufer recht habe.

Dennoch, finde ich das Kraftausdrücke usw. in eben jenen Diskussionen nichts zu suchen haben, auch nicht mit meinen Freunden.

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Das wiederum kann ich komplett nachvollziehen!

ist das nicht genau der sinn einer diskussion? sonst wäre es ja mehr ein gespräch :thinking:

Hm, weiß nicht… muss eine Diskussion immer dazu führen, dass die eine Seite, die andere überzeugt? Ich kann jemandem ja gerne darlegen, warum ich etwas gut (oder schlecht) finde, aber ich habe nicht zwangsläufig das Ziel, dass der andere das danach dann auch gut (oder schlecht) findet. Darf ja immer noch jeder mögen/doof finden, was er will.

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Ich versteh Diskussionen vom Begriff her auch mehr als Beredung und Untersuchung einer Sache, auch wenn ich sie selbst immer führ, um jemanden zu überzeugen.

nein, dazu führen muss sie definitiv nicht, aber es ist bei einer diskussion mehr intention dahinter als bei einem gespräch. natürlich wird das im alltag sehr oft vermischt, aber für mich geht eine diskussion schon mehr richtung debatte

Kommt für mich echt aufs Thema an. Wenn’s, wie im Beispiel, darum geht, dass jemand etwas mag und der andere nicht, dann find ich Diskussionen / Debatten halt sowieso schwierig… das ist halt alles subjektiv… ich kann dem Anderen dann vielleicht näher bringen, warum ich es finde, wie ich es finde, aber überzeugen? Weiß nicht, schwierig bei Geschmacksfragen…

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überzeugen ist gerade bei geschmacksfragen schwierig, auch wenn man hier wieder unterscheiden kann; beim aktuellen beispiel (Carpathian Forest, Black-Metal-Band) kann ich sagen, ja er spielt das instrument gut/schlecht/besser als derjenige (und dann kann man drüber diskutieren);
aber niemand wird mich je überzeugen können, dass oliven oder rosinen schmackhaft sind :smile:

Aber Rosinen sind doch megalecker!!!11elf :wink: Na, aber genau das mein ich ja. Von Geschmäckern kann man jemanden nich überzeugen.

Können erkennen oder nicht (Beispiel Gitarre spielen) ist dann ja aber wieder was anderes, das hat ja nix mit Geschmack zu tun.

Die WM interessiert mich bisher nicht die Bohne!

Direkt mal noch ein Wortspiel untergebracht. ^^

Klar werde ich das Spiel unserer Mannschaft nachher gucken,
aber im WM Fieber bin ich überhaupt nicht.

Geht es noch wem so?

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