Rocket Beans Community

[ Film ] Diskussionen erwünscht ! (Trailer/News..uvm) Aussätzige Kolonie Edition!


#542

Doof: Green Book, Werk ohne Autor, Bohemian Rhapsody, keine Nominierungen für Chloé Zhao, Debra Granik, Lynne Ramsay (auch wenn ich mit keiner gerechnet habe), If Beale Street Could Talk wurde in Best Picture übergangen ebenso wie Barry Jenkins, keine Nominierung für Shirkers

Yay: Yalitza Arapicio, Regina King, Marina de Tavira, Pawel Pawlikowski, Yorgos Lanthimos, alle Nominierungen für The Favourite und Roma, Glenn Close, Adam Driver, First Reformed, Shoplifters


Oscar-Nominierungen 2019 - Meinungen?
#543

Passend dazu ist gerade jeder der die Oscar Nominierung von Black Panther unpassend findet ein Rassist. :smiley:


#544

Auch quatscht, nur viel zu spät dran :gunnar:


#545

Ja, damals war ja schon jeder der den Film blöd fand ein Rassist. Im Grunde die selbe Situation wie bei Ghostbusters.


#546

Krass, wie Justin Hurwitz mit dem grandiosen “First Man”-Score übergangen wurde.


#547

Passend zum Thema Oscar und Oscarkampagnen:
Wie Harvey Weinstein die moderne Oscarkampagne einführte und diese bei Shakespeare in Love auf die Spitze trieb


#548

Ich finde es viel interessanter, das Roma 10 Nominierungen bekommen hat, mal schauen ob er wirklich welche gewinnt.


#549

Hast Du Beale Street gesehen?


#550

Ja in der Sneak :slight_smile:


#551

So um das Thema Oscars nochmal aus einer anderen Sicht zu beleuchten, folgendes…

Hollywood und ihre Maschinerie ist schwerfällig und träge (wie ein alter Panzer), wenn man es einmal auf ein Ziel ausgerichtet hat, ist eine Neuausrichtung mühsam und langwierig … So um mal aus der Metapher heraus zu erklären was ich meine sind die diesjährigen Oscar Nominierungen ideal…
Vor einigen Jahren gab es ein Aufschrei die Oscars respektive Hollywood sei zu weiß (von mir aus sogar gerechtfertigt), es wurde der Opportunismus-Panzer neu ausgerichtet, da aber alles sehr verkrustet ist und verrostet dauert dies einige Jahre, aber siehe da, sie haben es geschafft… Blackkklansman, Beale Street, Black Panther, Green Book … hey toll oder? Ja! Wenn es nicht nur Augenwischerei im Grossen Stil wäre.
Denn, und hier kommt die krux dieses schwerfällige Apparates … es kann nur auf ein Ziel ausgerichtet sein, und man hat die Frauen vergessen, ja genau! Die Frauen über die Hollywood in den letzten Jahren so schöne Parolen rausgehauen hat, erste weibliche dies und das, so viele Frauen in kreativen Positionen wie noch nie … ja juhu, jede Woche eine bahnbrechende News… nur irgendwie komisch es spiegelt sich weder in den Statistiken noch bei den Oscars wieder … hmmm merkwürdig oder? Nö nicht wirklich wenn man weiß wie Das Hollywood System funktioniert … sie verkaufen träume …sowohl in ihren Filmen wie auch in der Realität … Und dies haben sie, über die Jahrzehnte, zur Perfektion getrieben.

Wir werden ein reine Frauen Oscar night bekommen, aber die alte Maschiene wird gerade neu kalibriert … Also nur Geduld folks

Es sind aber nur kurzfristige Schönheits OPs welche die Oberfläche (Haut) verändert wirken lassen aber in Wirklichkeit …nun…

Edit: Gerüchten zufolge, wollen einige feministische Gruppen vor dem Kodak Theatre protestieren … auf ihren bannern soll wohl folgendes stehen… #OscarssoBlack:wink:


#552

Findest du das echt, gut Black Panther ist eine Geschichte für sich, aber so einer wie Barry Jenkins (Moonlight) oder Jordan Peele (Get out) werden doch nun morgen nicht wieder in der Versenkung verschwinden, nur weil es kein Thema mehr ist.

Klar muss an der Front der Gleichberechtigung im Bezug auf Frauen mehr getan werden und sich hinkt da die Acadamy hinterher.

Nur was heißt das weiter? Das farbige Regisseure und co. nur Aufmerksamkeit bekommen weil es In ist und nicht weil sie es verdient haben. Das wird wahrscheinlich Black Panter gerecht, aber auch anderen?

Und evtl. sollte man den Oscars einfach nicht mehr so viel Aufmerksamkeit geben, was ja auch die Quoten die letzten Jahre zeigen.

hast du eine Statistik der letzten Jahre die gesamt Hollywood beleuchtet und auch nicht nur Regie?


#553

Ja aber eine ausserordentlich wichtige, nur weil du es mit einem neben Satz wegwischen willst, heisst dies nicht das es irrelevant wäre, ganz im Gegenteil, es ist Der Film, welcher die breite masse auch erkennen lassen soll wie Open minded Hollywood eigentlich ist, das neon blinkende Schild, seht wir haben nach dem Aufschrei reagiert, alle anderen Filme werden kaum wahrgenommen…

Persönlich bin ich grosser Fan von Peele … Und denke auch das beide weiter Filme machen… nur ist meine Kritik (erklärung) nicht darauf gemünzt.

Dies muss jeder für sich selber ausmachen, nur war die Frage eine andere … ist Blackkklansman besser als You Were Never Really Here, oder Green Book als Leave no trace?

Und ich kann den Unmut verstehen, nicht weil ich sage Frauen müssen nominiert werden weil sie Frauen sind , sondern man sich fragt …„was Black Panther wurde nominiert,wtf“… aber eben nicht dieser oder jener, und ich kann die Aufregung seitens der Frauen noch aus einem anderen Grund verstehen, ihr (Hollywood) erzählt uns über Jahre wie toll Frauen in ihrer kreativen Arbeit sind, aber nominieren … nööö!


#554

Ja eben weil ich mal nicht über DAS DING reden wollte, was den Rest komplett überschattet. Und weil sich ja zb ein Nolan für Black Panther mit gepusht hat, weil es ihm um den Aspekt Superheldenfilm geht.
Alles reden über Black Panther, aber was ist mit dem rest.

Und du hast ja gerade auch kein anderes Thema, wie soll eine diese Dämonisierung nun weiter bringen? Es sit jetzt nun mal so, er wird eh kein Preis in den hohen Kategorien gewinnen, also kann man es doch nun mal auch links liegen lassen.

Klar ist das scheiße und die Acadamy muss auch da reagieren, aber ich weiß nicht wo das hinführen soll, wenn man dafür andere Minderheiten dagegen ausspielen will.
Soll die Frauen sich jetzt hinstellen und sagen ‘die bösen Afroamerikaner und Black Panther nehmen uns die Nominierungen weg’


#555

Und übrigens der erste all black cast blockbuster film ist von 1929 von King Vidor (zb Krieg und Frieden) …

„Der berühmte frühe Tonfilm, von Vidor ausschließlich mit Schwarzen gedreht, ist ein unmittelbar anrührendes realistisches Drama, das seine Authentizität und seine Stimmung nicht zuletzt aus der Vielzahl der in die Handlung einbezogenen Musiknummern von Spiritual bis Blues bezieht. Bemerkenswert in seinem Glauben an den Menschen, mit dem sich der Film ernsthaft auf seine Gefühls-, aber auch seine religiöse Welt einläßt.“

_ Die Variety lobt Vidors strikten Realismus, der unheimlich effektiv sei._

https://www.moma.org/explore/inside_out/2010/06/15/king-vidors-hallelujah/

Aus diesem Artikel:
Is there, then, a defense for Hallelujah beyond its aesthetic importance? I think there is, and I think it lies in Vidor’s personality as we know it from his films. (Full disclosure: I found Vidor modest and utterly charming in the few hours I was privileged to spend with him in 1972.) Certainly, for a white man to make such a film now would require a great deal of chutzpah. For King Vidor, however, in 1929, there may be grounds for understanding, if not approval. He did grow up in the South and did, indeed, have preconceptions about Blacks. These he tried to render lovingly in dramatic form in what he sincerely deemed to be an honest and affectionate film. Given his naivet&eacute, his lack of malice, and his trust in his own fairness—and given his almost mystical fervor— Hallelujah can and should be accepted as the remarkable achievement it is. Perhaps we can best gauge Vidor’s purity of intent through the words of Zeke’s song: “I can’t go wrong, I must go right/I’ll find my way ‘cause a guiding light/will be shining at the end of the road.”

Natürlich ist die Ära ein wichtiger Teil des Kontextes.


#556

Aber all das ist doch genau der Punkt…

Weil sie so opportunistisch schwerfällig sind, gelingt es nicht (sehr wahrscheinlich gewollt) allen den verdienten Platz einzuräumen…

Denn die Message soll auch jeden Dorftrottel erreichen, drum ist jede plakative Vereinfachung genehm…

Und desto mehr Black Movies um so besser, egal ob gerechtfertigt oder nicht… Und nächstes oder übernächsten Jahr werden Frauen geehrt (ruhig gestellt) …

Aber eben voll auf die zwölf, mit drölf Nominierungen.


#557

Und du glaubst jetzt also, das nach #ocarssomale gibts dann nur noch ein Fokus auf Frauen und die afroamerikanischen Filme und Macher werden wieder verschwinden


#558

Das weiß ich doch nicht, und hoffe es nicht, nur ist Hollywood eine Fahne im Wind, und die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß…

Es ist ja nicht so als ob es nicht schon vorher schwarze Regisseure gab, die Frage ist also bekommen sie in 5 Jahren eine angemessene Aufmerksamkeit? Und die Frage, wenn dies nicht der Fall ist, ob Hollywood/Studios abseitig einer rechtfertigungskampagne (wie gerade geschehen) oder reinwaschkampagne den Mut besitzt oder es doch nur ein Placebo/tranquilizer für die Massen war.
Historisch gesehen stehen die Chancen schlecht …


#559

In wie weit oder hat Hollywood schon mal zu Frauen oder afronaerikaner oder sonst wem mehr Aufmerksamkeit geschenkt und dann nicht mehr.


#560

Ja die 70er in jeder Hinsicht …


#561

Ich habe es jetzt tatsächlich mal im Bezug auf die Oscars gegoogelt (also die großen wie Film, regie. Actor usw.) und keine Ahnung was du meinst, aber außer 1973 sind die Oscars fast nur so white und so male.