Film-Themen-Challenge

Thema #3: Name ist Programm
Film: Schramm von Jörg Buttgereit
Erscheinungsjahr: 1993
Laufzeit: 65 Minuten
Wo gesehen: bluray (gibt’s auch auf YouTube)

Lothar Schramm wird von Alpträumen und Wahnvorstellungen verfolgt, träumt von einer Beziehung zur benachbarten Prostituierten (Monika M, die bereits bei Nekromantik 2 fantastisch war :smiling_face_with_three_hearts:) und tötet Menschen.

Sowohl der trauermarschähnliche Soundtrack als auch die immer wieder verschwommenen oder sich drehenden Bilder wirken auf Dauer hypnotisch, transportieren den Wahn des Protagonisten aber recht effektiv.^^ Zusätzlich wird viel mit Rückblenden bzw Zeitsprüngen gearbeitet, die erst nach und nach Sinn ergeben. Dazu gibt es viel nackte Haut, insbesondere Penisse, saftigen Gore, Selbstverstümmelung und eine… nun… höchsterotische Sexpuppe. :kappa:

Das hat für mich alles wunderbar funktioniert, trotz der kurzen Laufzeit kann ich aber leider nicht verschweigen, dass ich mich zwischendurch schon ein wenig gelangweilt habe. Ein bisschen zu viel artsy Kamera-Gedrehe und ein bisschen zu wenig pacing, wie der Franzose sagt.
Dennoch hat sich Buttgereit jetzt wohl endgültig bei meinen Lieblingsregisseuren eingereiht. Ich finds fantastisch, was er dem deutschen Horrorfilm mit kleinsten Mitteln gegeben hat und damit weltweit bekannt wurde. Dreckig, blutig, eklig. Wundervoll. :blush:

3,5/5


Film: Tomorrow I will be Dirt von Robert Morgan
Erscheinungsjahr: 2019
Laufzeit: 8 Minuten

Im Anschluss habe ich mich mal wieder über das reichlich vorhandene Bonusmaterial, inklusive einiger Kurzfilme von Buttgereit und Jelinski hergemacht. Unter anderem gibt es auch eine Fortsetzung von Schramm aus dem letzten Jahr, an der Buttgereit nicht mitgewirkt hat.
In einem äußerst brutalen Stop-Motion-Animationsfilm wird das „Afterlife“ des Protagonisten gezeigt, in dem seine Wahnvorstellungen mit „Sühne für seine Taten“ vermengt wird. Trifft den Ton vom Original ziemlich gut und bietet einen passenden Abschluss.

3,5/5

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