Film-Themen-Challenge


#3210

Amazon tötet also die Videotheken… :beanomg:

Ich brauch jetzt “in einem Land vor unserer Zeit” auch nicht mehr… hab nochmal überlegt, welche Filme oft geguckt wurden, als ich 5-7J alt war und dann fiel mir sofort auf, dass die besten Filmabende immer bei Opa waren… was dort häufig lief, versuche ich gerad aufzutreiben… :heart_eyes:


#3211

Thema: Minderjährige Hauptcharaktere
Film: Mogli - Legende des Dschungels
Wo geschaut: Netflix
Regie: Andy Serkis

Ich hab mich dann auch mal an Möglich gewagt, der seit Release auf der Watchlist wartete, aber wie das so ist, kommt immer ein anderer Film dazwischen. Das Disney Remake habe ich Kino gesehen und ich kann mich noch an das grandiose CGI erinnern, das ist natürlich bei einem Film aus der Hand von Andy Serkis nicht anders. Die Tiere sind unheimlich detailliert animiert und man hat wirklich das Gefühl menschliche Züge in den Gesichtern zu verspüren, was natürlich an der MoCap Arbeit von Andy Serkis liegt.

Nun. Der Vergleich mit Disney muss natürlich gezogen werden und so kommt es, wie es kommen muss. Andy Serkis beschert uns eine düsterere Version der Dschungel Legende und kann mit durchaus starken Charakteren punkten, allen voran Mogli, gespielt von Rohan Chand. Die Synchronsprecher machen in der englischen Version auch einen eindrucksvollen Job.

Alles in allem ein interessanter Ansatz, der mich aber doch etwas gleichgültig zurücklässt, da das Original Dschungelbuch als auch das Real Remake einen doch relative hohen Stellenwert bei mir haben. Dennoch sollte man ihn sich ansehen um die sonst so lebensfrohe Geschichte mal aus anderen Augen zu sehen.

3/5


#3212

Your Name.

Thema: minderjährige Protagonisten
Regie: Makoto Shinkai
Erscheinungsjahr: 2016
Genre: Anime
Wo geschaut: TV

Ein toller Film, der ruhig, witzig und überraschend beginnt, um sich dann zu einer spannendem Finale unglaublich zu verdichten.

4,5/5


#3213

Beim Geburtstag musst du den Film ausmachen :kappa:


#3214

Thema: Minderjährige Hauptcharaktere
Film: Your Name.
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 107 Minuten
Wo geschaut: Pro7 Maxx Mediathek

Dank der netten Erinnerung von @Sebbe bin ich endlich dazu gekommen, diesen Film nachzuholen. Jeden, den ich kenne und der auch nur einmal einen Frame eines Anime gesehen hat, weist mich seit “Your Name.” rauskam darauf hin, mir den endlich mal reinzuziehen.

…und ich bin wirklich sehr überwältigt! Natürlich hab ich bei diesen Vorschuss-Lorbeeren keinen Schund erwartet, aber dass “Your Name.” so in die Tiefe geht, hat mich echt überrascht. Wer nämlich einen leichten Hang zur Selbstüberschätzung hat, wenn es um Filme geht (so wie ich… manchmal), könnte relativ schnell glauben, den Film “durchschaut” zu haben.

Ich sah das Intro und die erste Szene… Ich sah den erschreckten Griff zur Brust und dachte “Okay, I got this.” - Dabei wusste ich 'nen Scheiß!

“Your Name.” ist sowohl in der Story, als auch in der Gestaltung wunderbar detailverliebt und entwickelt mit jedem neuen Handlungsabschnitt eine eigene, spannende Dynamik. Klingt jetzt alles etwas kryptisch, aber wer den Film gesehen hat wird mir hoffentlich beipflichten. Nicht nur hat sich meine Interpretation von “Your Name.” ständig verändert, sondern auch die der Charaktere selbst. Mal wissen wir als Zuschauer “mehr” als sie über das Geschehen auf der (Mediatheken-) Leinwand, mal sind wir genauso planlos.

“No Shit, Sherlock” werdet ihr euch jetzt denken… Natürlich ist es nicht selten, dass sich mit dem Verlauf der Handlung auch die Protagonisten eines Films verändern. Ja, aber selten hat mich eine Entwicklung in dieser Schnelligkeit, Intensität und vor allem Dimension so mitgenommen, ohne das “Your Name.” auf einen, einzigen krassen Twist bauen muss.

Fazit: “Your Name.” hat mich in seiner Komplexität echt umgehauen. So sehr, dass mir ein bisschen die passenden Worte fehlen, um zu sagen, was mir so gut gefallen hat. Wer den Film auch noch nicht gesehen hat (zu diesem Zeitpunkt vermutlich die wenigsten), unbedingt nachholen!

8/10


#3215

Thema #18: Minderjährige Hauptcharaktere
Film: Mid90s
Regie: Jonah Hill
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 85 Minuten

Mid90s mag kalkuliert und berechnend daher kommen.
Wo die 80er spätestens seit der zweiten Staffel von Stranger Things totgeritten scheinen.
Wo jetzt scheinbar versucht wird die selbe Nostalgie-Schiene zu fahren, nur eine Dekade später.

Mid90s mag überdies sogar noch im Erscheinungsbild einer VHS-Kassette gestaltet sein.
Grobkörnig, ein wenig entsättigt und in der 4:3 Aspect Ratio mit den seitlichen Schwarzstreifen, die mittlerweile fast wie ein Relikt aus grauer Urzeit anmuten.

Mid90s mag zu alldem dann auch die selben Thematiken und Motive wie fast alle anderen Coming-of-Age-Filme in den Fokus rücken. Identitätssuche, verschiedene soziale Kreise, fehlende Bezugspersonen, erste Male.
Dazuzugehören zu den Großen und Coolen, die alleine deswegen cool sind, weil sie älter sind.

Mid90s mag all dies tun und trotzdem ein wunderbarer Film sein.
Mit welcher Präzision und Überlegtheit hier all die typischen Tropes abgehandelt werden und wie sich die gesamte “Geschichte” nichtsdestotrotz oder vielleicht sogar deswegen komplett real und authentisch anfühlt.
Wie charmant und real die einzelnen Figuren gespielt, geschrieben und gecastet wurden.
Wie viele kleine Momente in den Film gepackt wurden, in denen man sich selbst wiedererkennt: Sei es das Mund Ausspülen nach der ersten Zigarette, die Freude über den ersten Kuss oder die Freiheit und Sicherheit, die man in als pubertierender Junge, in der ersten richtigen Clique verspürte. Dazu noch das Skate-Setting, das zumindest bei mir voll ins Schwarze getroffen hat & Parallelen erkennen ließ, auch wenn ich keine Gang beeindrucken wollte, sondern “nur” ein Mädchen :nun:

Man mag gerne kritisieren, dass es hier keinen roten Faden gibt, aber gerade die Abkehr von der typischen Drei- bzw. Fünf-Akt-Struktur ist in meinen Augen sehr erfrischend.
Umso mehr stört mich, dass man gegen Ende noch einmal unnötig Dramatik in die Geschichte injiziert hat. Auch wenn die Geschichte dadurch zugegebenermaßen rund zu Ende gebracht werden konnte, läuft die vorangehende Szene sehr konträr zum restlichen Film.

Ein echt schöner Film, der wohl den Abschluss des Filmjahres für mich darstellt.

4/5


#3216

Ey! :beanwat: ich guck so was ständig. :simonhahaa:

@TheProtti hmmm… Interessant. Bislang hatte ich so gar kein Interesse, mir diesen, in meinen Augen ziemlich totgehypeten, coming of age feel good anime anzusehen… Plötzlich habe ich allerdings das Gefühl, dem ganzen doch mal eine Chance geben zu sollen… :smiley:
Ist diese pro7 Mediathek bzw. Der Film dort frei verfügbar?


#3217

Wo kann man den denn schon sehen?


#3218

US-iTunes. Oder in den “dunklen Gefilden” des Netzes. Je nachdem.


#3219

Film: Spider-Man: Into the Spider-Verse
Thema: minderjähriger Hauptcharakter
Jahr: 2018
Laufzeit: 117 min

Handlung: Miles Morales fühlt sich akt. unwohl in seiner Haut, weder in der Schule noch zuhause fühlt er sich verstanden. Nur bei seinem Onkel Aaron fühlt er sich verstanden und macht Ihm einen kleinen Exkurs in den Untergrund wo er von einer kleinen Spinne gebissen wird. Diese verursacht Veränderungen wie bei einem bekannten Helden…

Hab viel gutes gehört vom neuen Spider-man Film und hab es endlich geschafft Ihn nachzuholen und man kann sagen das Miles hier ein durchaus solides Debüt feiert.
Der Film braucht am Anfang ein wenig an Anfahrtszeit bis er wirklich fahrt aufnehmen kann, zeigt aber dann ein recht interessanten und witzigen Film mit einen recht geilen implementierten comic style.

Rating: 4/5


#3220

Betty und ihre Schwestern (Little Women)
Thema: Minderjährige Protagonisten
Regie: Gillian Armstrong
Erscheinungsjahr: 1994
Laufzeit: 115 Minuten
Wo geschaut: DVD

Ich hatte zufälligerweise die Wahl zwischen mehreren Filmen, die ich gerade zuhause hatte und die auf das Thema gepasst haben. Da wäre “Battle Royale” gewesen, den @boodee ja schon wunderbar vorgestellt hat, dann noch ein Film, der mir gerade nicht einfällt (mein Hirn, ey :expressionless:), und “Spider-Man: Homecoming” und der geschaute Betty und ihre Schwestern, die ich beide in der Bibliothek ausgeliehen hatte. Spider-Man wäre wahrscheinlich etwas unterhaltsamer gewesen…

Die Handlung von Betty und ihre Schwestern ist gar nicht so leicht zusammenzufassen. Es geht um die vier Schwestern Jo, Meg, Amy und Betty, die mit ihrer im Film mehrfach als eher ärmlich bezeichneten Familie Ende des 19. Jahrhunderts in Massachusetts wohnen. Der Vater kämpft im Sezessionskrieg, während die Familienmitglieder zuhause versuchen, ihr Leben zu führen.

Eine stringente Story gibt es nicht, wir verfolgen die vier Schwestern dabei, wie sie in einer Welt aufwachsen, die scheinbar ganz klare Vorstellungen davon hat, wie sich junge Frauen zu benehmen haben; dass sie etwa eher auf ihr Aussehen und ihr Betragen in der Öffentlichkeit zu achten haben, anstatt sich mit Dingen zu beschäftigen, die ihnen wichtig erscheinen, wie das Malen von Bildern oder das Lesen und Schreiben von Büchern und Geschichten. Dieses Thema der Emanzipation zieht sich durch den ganzen Film, wird mir persönlich aber nicht konsequent genug behandelt. So löst Jo ihr Problem, dass sie als Frau keinen Verlag bzw. keine Zeitung für ihre Geschichten findet, einfach damit, dass sie diese unter dem Pseudonym Joseph einreicht, und damit ist das Problem im Film dann vorerst ohne weitere Worte gelöst. :supa:
Die Handlung hangelt sich von einem minder interessanten Punkt zum nächsten, ein Todesfall in der Familie, eine Reise hierhin, eine Familienzusammenkunft da, ein zufälliges Aufeinandertreffen dort. Interessiert hat mich das alles nicht sonderlich. Einzig in den Szenen mit Gabriel Byrne, der einen deutschen Professor spielt, merkt man, was der Film vielleicht gerne sagen möchte, denn hier werden die Emanzipation und die Rolle der Frau in der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts direkt aufgegriffen.
Alles in Allem ist mir der Film aber zu zahm, zu bekömmlich und zu belanglos. In der Romanvorlage von 1868/69 mag das alles funktioniert haben, in einem Film aus dem Jahre 1994 tut es das weniger.

Die Besetzung ist dafür wirklich allererste Güte: Winona Ryder, Claire Danes, Kirsten Dunst, Gabriel Byrne, Christian Bale, Susan Sarandon UND der tolle (:kappa:) Eric Stoltz. Also da kann man schon mal nicht meckern, aber trotzdem schafft es der Film nicht, diese Riege an tollen Schauspielerinnen und Schauspielern zur Unterhaltung der Zuschauer einzusetzen.

Kein schlechter Film, aber einfach nicht meins. Wenn ich den in einem halben Jahr auf meiner Letterboxd-Liste sehen sollte, wird mir wahrscheinlich nicht mehr dazu einfallen als “Ach ja, der mit Winona Ryder.”, denn sie ist der Hauptgrund, weswegen ich auf den Film aufmerksam geworden bin.

2,5-3/5


#3221

Thema: Minderjährige Protagonisten

Your Name

Es kommt nicht oft vor, dass ein Anime so hohe Wellen schlägt, wie es „Youre Name“ getan hat. Und auch mir hat er sehr gut gefallen. Klar der ist etwas kitschig und die Musik mag auch nicht jeden ansprechen. Jedoch handwerklich ist der zweifelsohne unfassbar schön gezeichnet, die Charaktere sind sympathisch und stets glaubhaft in dem was sie tun. Die Geschichte ist nicht nur sehr emotional, sondern auch überraschend clever erzählt. Ein wirklich toller Film.
8/10


#3222

Thema: Minderjährige Protagonisten
Film: Bumblebee
Regie: Travis Knight
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 114 Min
Wo geschaut: Kino

Ich hab mich an den neuen Transformers gewagt, der eigentlich gar nicht mit denen vergleichbar ist :smiley:

Im Jahr 1987 landet der Transformer B-127 auf der Erde, da ihn Autobot-Anführer Optimus Prime dorthin geschickt hat, nachdem der Kampf um Cybertron endgültig verloren schien. B-127 soll auf der Erde schon einmal eine Basis aufbauen. Der Transformer gerät kurz nach der Landung jedoch nicht nur mit einer Gruppe von Soldaten um Burns aneinander, sondern auch mit dem Decepticon Blitzwing . Mit letzter Kraft und schwer beschädigt gelingt ihm die Flucht. B-127 tarnt sich als VW-Käfer und landet schließlich auf einem Schrottplatz einer kleinen kalifornischen Küstenstadt. Dort stößt die rebellische 18-jährige Schülerin Charlie auf den getarnten Autobot. Als sie den vermeintlichen Käfer zu Hause reparieren will, stellt sie fest, dass es alles andere als eine alte, verrostete Schrottmaschine ist. Es dauert nicht lange und Charlie kommt hinter B-127s Geheimnis und es entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen dem Mädchen und der von ihr Bumblebee getauften Maschine.

Also, ich weiß nicht warum nicht jeder Transformers Film so viel Herz hat. Der Film hat mich echt sehr positiv überrascht. Steht Transformers drauf, gehe dann von Action Bollwerk aus, kriege aber ne schöne Komödie über Freundschaft. Die Verbindung zwischen Charlie und Bumblebee wird hier schön dargestellt und bietet sehr witzige Momente, die nicht übertieben wirken. Klar, es gibt wieder ien paar Charaktere die überszeichnet wirken, aber kriegen nicht wie in den anderen Filmen zu viel Screentime.
Kino musste zwar jetzt nicht unbedingt sein, aber für einen enstpannten Film Abend lohnt sich der Film schon.

3,5/5


#3223

Normalerweise bin ich eigentlich kein Grammer Nazi, aber hiermit habe ich immer meine Probleme…es ist Your Name :sweat_smile:

Und nun zu:

Thema: Film aus der Kindheit
Film: Bernard und Bianca im Känguruland
Regie: Hendel Butoy & Mike Gabriel
Erscheinungsjahr: 1990
Laufzeit: 74 Minuten
Gesehen: TV-Livestream (Disney Channel)

Bernard und Bianca 2 habe ich früher als VHS besessen. Heute leider nicht mehr, was wirklich schade ist. Denn bevor es mit den (wohl) ziemlich beschissenen und unnötigen Sequels zu Disney Filmen so richtig anfing (im Livestream lief davor Arielle 2) gab es diesen Film. Und was soll ich sagen? Dieser Film ist einfach nur episch. In den ersten 10 Minuten wird erstmal ein (goldgefiederter) Riesenadler gerettet, in dem ein Junge (Cody) erst auf einem Känguru reitet (mit dem er reden kann, weil natürlich) und dann einen Berg hochklettert nur um ihn zu retten. Dabei fällt er die Klippe in den sicheren Tod runter, nur um im Fallen von eben dem Riesenadler gerettet zu werden. Wenn das nicht “epic as fuck” schreit, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Doch wird Cody dann von einem Wilderer gefangen genommen und so liegt es an Bernard, Bianca und der australischen Maus Jake, um ihn zu befreien.

Dieser Film ist Spaß pur. Auch heute noch. Die Animationen sind gut und die Story tut, was sie tun muss. Sie ist nicht atemberaubend aber auch nicht schlecht. Man wird über die relativ kurze Zeit aber extrem gut unterhalten. Und mehr muss ein Film manchmal nicht machen.

Als einzigen Kritikpunkt würde ich ein paar Logiklöcher (Wie funktionieren eigentlich Schlösser nochmal?) ansehen wollen. Aber die stören nicht wirklich, erst recht, wenn man ihn sich als Kind ansieht.

Gebt euch Bernard und Bianca 2. Er wird wohl für immer eins der besten Disney Sequels bleiben.

Erbsensuppe!!!

4 von 5 Federn mit einem :herz:

Thema: Film aus der Kindheit
Film: Tschitti Tschitti Bäng Bäng
Regie: Ken Hughes
Erscheinungsjahr: 1968
Laufzeit: 144 Minuten
Gesehen: Blu-Ray

Diesen Film habe ich erst letzten Samstag gekauft. Ich wusste mit der Ankündigung des Themas sofort, dass ich Tschitti Tschitti Bäng Bäng gucken würde. Mein Bruder und ich haben den damals auf VHS Nonstop gesehen, was meine Mutter irgendwann nur noch so semitoll fand.

Tschitti Tschitti Bäng Bäng ist ein Musical mit einem Auto, welches sich in den richtigen Momenten auch in ein Luftkissenboot oder in ein Flugzeug verwandeln kann, weil natürlich. Besagtes Auto wurde vom Entwickler Caractacus Potts (Dick Van Dyke) für seine Zwillinge gebaut. Der muss sich aber vorsehen, denn viele Leute (unter anderem Piraten und ein deutscher Baron aus dem Schloss Neuschwanstein, der Kinder verboten hat) sind auf das Auto scharf. Unterstützung bekommt Caractacus von der schönen Truly Scrumptious (Sally Ann Howes).

Produziert wurde dieser Film von Albert R. Broccoli, der viele James Bond Filme realisierte und die Story basiert auf den gleichnamigen Buch von Ian Fleming…ja, DER Ian Fleming:

Interessant, wie unterschiedlich Werke von Filmschaffenden als auch Autoren sein können. Bekloppt sind aber beide Reihen auf jeden Fall, das teilen sie sich.

Tschitti Tschitti Bäng Bäng ist eigentlich der perfekte Film für die Kiddies: Die ganze Zeit passiert etwas und das über einen längeren Zeitraum. Ergibt das, was da passiert überhaupt einen Sinn? Egal! Gibt es vollkommen unnötige Szenen? Ach, wenn schert es…hier haste zwei Spione, die explodieren als sie eine Brücke in die Luft sprengen wollen! Der Film ist Anarchie pur als Musical. Und trotz seiner langen Laufzeit sehr unterhaltsam.

Dennoch kann ich aus heutiger Sicht gerade den letzten Absatz nicht einfach so stehen lassen, denn dort befinden sich meine größten Kritikpunkte drinnen: Ja, es war unterhaltsam, aber waren alle diese Dinge unbedingt notwendig? Alleine die gesamte Piraten-Nebenstory war doch vollkommen unnötig. Mit allem drum und dran. Aber hier sollten eben die Kinder angesprochen werden. Und das schafft der Film sicherlich.

Aus heutiger Sicht finde ich Tschitti Tschitti Bäng Bäng nicht mehr so stark wie damals, hatte aber dennoch meinen Spaß damit.

3.5 von 5


#3224

Hab ihn mir vorhin dann tatsächlich auch noch angeschaut. Und muss sagen: echt schöner Film, der mir überraschend gut gefallen hat. :smiley:
Manch eine Szene hätte aber ruhig ausführlicher sein können. :donnie: :stuck_out_tongue:


#3225

Thema #19: Schaut einen Film aus eurer Kindheit
Film: Ski Academy (Ski Patrol)
Regie: Richard Correll
Erscheinungsjahr: 1990
Gesehen: VHS (Aufgenommen Anfang der 90er vom Kabelkanal)

Einer der Filme, die damals mal aufgenommen wurden und im Anschluss nahezu wöchentlich gesehen wurden. Damals mit den Nachbarskindern immer beäumelt. Es ist der typisch klamaukige 80er Jahre Humor à la Police Academy und Konsorten. Aber auch nach vielen Jahren hat mich Ski Academy noch immer häufig zum Lachen gebracht. Solche Filme gibt es natürlich zu Hauf, aber das muss ja nicht heißen, das er schlecht ist. Den werde ich mir auch in Zukunft nochmal ansehen.
Paul Feig in der Rolle, die ihn nach Hollywood brachte und viele waghalsige Stunts auf Skiern runden das kurzweilige Erlebnis ab. Viele werden den Film wohl noch kennen, ihn aber vergessen haben.


#3226

Hab mir schon gedacht, dass du auf Bumblebee abzielst, weil ich die gleiche Überlegung hatte, nachdem ich ihn im Kino gesehen habe. Bei deinem Eindruck bin ich voll bei dir. Wirklich angenehm charmanter Film mit einigen lustigen und herzerwärmenden Szenen. Habe mir danach als Vergleich nochmal den ersten Transformers angeschaut, den ich damals richtig gut fand, aber welcher mich heute nicht mehr wirklich erreicht. Viel zu aufgebläht und überinszeniert, dafür viel zu wenig Herz und Charme.


#3227

Thema: Film aus der Kindheit
Film: Casper
Jahr: 1995
Regie: Brad Silberling

Ich weiß noch, dass ich den Film als Kind nicht sonderlich mochte, weil ich ihn einfach extrem gruselig fand. Das hat sich heute natürlich erledigt, aber es war trotzdem ganz spannend zu erleben, wie ich mich an die gruseligen Szenen noch immer erinnere und mich an das Gefühl von damals erinnere.
Inhaltlich geht es um einen Vater und seine Tochter, die in eine alte Villa ziehen, weil der Vater beruflich Gruselhäuser von Geistern befreit. Bald taucht der freundliche Geisterjunge Caspar auf und freundet sich mit der Tochter an. Nebenbei geht es um die Schwierigkeiten der Tochter, ständig an einer neuen Schule klar zu kommen und um eine Maschine, die Geister in Menschen zurückverwandeln kann.
Am besten am Film hat mir wohl das 90er Jahre-Feeling gefallen, das der Film atmet. Erinnert total an Kevin allein zu Haus oder Mrs Doubtfire. Kinderfilme waren damals doch ähnlich, aber allesamt sehr schön. Eine nette Sache, die mir gleich zu Beginn aufgefallen ist: Die deutsche Synchronstimme von Casper ist die Gleiche wie Simba aus dem König der Löwen.
Insgesamt hat mich der Film nicht wirklich bei Laune gehalten, weil er nun einmal eindeutig ein Kinderfilm ist und auch eher kindlichen Humor transportiert. Aber ich würde ihn auf jeden Fall für Kinderzuschauer empfehlen (die vielleicht etwas mehr abkönnen als ich damals :sweat_smile:), es ist wirklich eine nette gruselige Geschichte und funktioniert auch heute noch gut.


#3228

Gesundes Neues!!!


#3229

Thema: Filme aus der Kindheit
Film: Momo
Erscheinungsjahr: 1986
Laufzeit: 104 Minuten
Wo geschaut: Amazon Prime

Mit der Geschichte von Momo hatte ich in meiner Kindheit so einige Berührungspunkte. In der Grundschule habe ich das Theaterstück auf der Freilichtbühne gesehen, mir wurde das Buch vorgelesen und mein Vater ist bei alljährlichen “Spiel des Wissens”-Partien regelmäßig an dem Momo-Fragen verzweifelt.
Natürlich durfte auch der Film in dieser Reihe nicht fehlen und ich habe ihn tatsächlich auch seit der 80er nicht wieder gesehen - bis jetzt.

Gleich am Anfang des Films war ich erstmal sofort geflashed, als auf einmal einer der größten Regisseure aller Zeiten - John Huston - auftauchte, der hier den Meister Hora spielt.
Die Geschichte von Michael Ende (hier verfilmt von Johannes Schaaf) erzählt von dem kleinen Mädchen Momo, welches in einer italienischen Kleinstadt mit einer besonderen Gabe des Zuhörens den Bewohnern (u.a. Mario Adorf) zurück in die richtigen Bahnen lenkt. Bis dann eines Tages die grauen Herren auftauchen, die den Leuten die Zeit rauben…nur Momo scheint das Unheil (mithilfe ihrer treuen Begleiterin, der Schildkröte Kassiopeia) verhindern zu können.

Momo ist ein unglaublich schöner Familienfilm der ne ganze Menge Botschaften an Kinder schickt und auch gut als Erziehungsmaterial gilt. Die Geschichte hat mich auf jeden Fall nachhaltig geprägt und wir auf jeden Fall auch zum Kulturstoff gehören, den ich meinem kleinen Neffen nährer bringen werde.

3,5/5, weil er dann doch stellenweise nicht gut gealtert und ge-acted ist.