Film-Themen-Challenge


#3230

Thema: Filme aus der Kindheit

Ich muss sagen, dass ich immer wenn die Frage aufkommt, welche Filme ich als Kind so gesehen hab, Probleme hab, mich an konkrete Titel zu erinnern (es reicht meistens gerade noch so für ganz allgemein “Bud Spencer & Terence Hill”-Filme), weil ich sie meistens noch nicht so sehr als einzelne Filme “abgespeichert” habe. Deswegen bin ich froh, dass @parapluie & @moedi “Big” neulich erst im Kino±Thread zum Tod von Penny Marshall aufgebracht haben. Denn das ist tatsächlich einer dieser Filme, wo ich mich noch genau erinnere, den ebenfalls als Kind super gefunden zu haben.

Big (1988)
von Penny Marshall

Ein 13-jähriger Junge wünscht sich an einem Spielautomaten endlich groß bzw. erwachsen zu sein. Am nächsten Morgen wacht er im Körper eines 30-jährigen Mannes auf…

Big fällt genau in die Reihe der “Was wäre wenn…?”-Filme, die schon immer eine unglaubliche Faszination auf mich ausgeübt haben (zwei weitere Filme, wo ich mich erinnere, die als Kind super gefunden zu haben, Der Dummschwätzer und Face/Off, fallen ebenfalls in diese Kategorie). Hinzu kommt noch, dass die Prämisse natürlich erstmal der Traum eines jeden Kindes ist: erwachsen sein, tun und lassen können was man will, sogar beruflich Spielzeug testen und entwickeln, die ganze Wohnung voller Spielzeug; dieser Part ist heute zwar nicht mehr ganz so faszinierend wie damals, dafür fand ich aber die ganzen Momente, wo er mit seinem kindlichen Gemüt mit der Welt der Erwachsenen zusammentrifft, vor allem auf der Arbeit, umso besser (wenn man mal von einem Aspekt absieht, der schon ein bisschen strange ist, wenn man bedenkt, dass er ja innerlich eigentlich noch ein Junge am Beginn der Pubertät ist und seine Kollegin locker 20 Jahre älter).

Es gibt auch vieles, was ich ähnlich gut finde wie früher, z.B. die berühmte Szene mit dem “Bodenklavier” und auch die dramatischen Momente mit seinem besten Freund oder sein Heimweh funktionieren auch heute noch sehr gut.

Ich würde auch mal behaupten, es gibt wenig Filme, wo vieles so sehr von der richtigen Besetzung der Hauptrolle abhängt wie hier: Tom Hanks hat einfach die fast schon einzigartige Fähigkeit viele kleine für Kinder typische Bewegungen, Gesten, Mimik etc. einzubauen (z.B. wie er mit beiden Schienbeinen auf dem Stuhl sitzt oder wie er beim Gehen den Beutel durch die Gegend schleudert), ohne dabei aber übertrieben oder lächerlich zu wirken und trifft somit genau die restliche Tonalität des Filmes.

Macht also auch heute noch Spaß.

7/10


#3231

Thema: Filme aus der Kindheit
Film: Der Wauzi-Film - Die Jagd nach dem Zauberknochen (Pierre DeCelles)
Erscheinungsjahr: 1988
Laufzeit: 76 Minuten
Wo geschaut: DVD

Fiesling McScheußlich hat den Zauberknochen geklaut, durch den Menschen mit Hunden (und Katzen) sprechen können. Die Wauzis müssen ihn mit Hilfe von Riesenpfote (einem gigantischen Hundebaby) zurückholen.

Ich hatte früher eine riesige Schwäche für Wauzis (im Original Pound Puppies, und ich hätte am liebsten alle gerettet). Aber - was heißt früher, ich habe immer noch einen riesigen Wauzi auf meinem Schrank sitzen, den ich mit 4-5 Jahren zum Geburtstag bekommen hab, nachdem ich mir den Arm gebrochen hatte und Trost brauchte. Klar, dass ich dann auch den Wauzifilm geliebt und sehr oft geguckt habe. Und mitgesungen - der Film ist voller durchaus schmissiger Rock-n-Roll-Songs (Coverversionen bekannter Stücke).

Aber puh. Es hat Gründe, warum ich diesen Film seit Jahr(zehnten) noch einmal gucken wollte, es aber nie getan habe. Es ist wirklich ein totaler Kinderfilm, und wurde scheinbar auch nur für das Fernsehen produziert. Die Handlung und auch die Auflösung des Ganzen ist immer sehr simpel gehalten. Die Bildqualität ist schlecht, und… ach, so vieles an dem Film ist banal bis einfach nur bescheuert. Alleine der Zauberknochen, der neben Excalibur im Stein steckte… oder die Bösewicht-Maschine, die Hundebabies (alleine, dass in dem Film nie “Welpen” gesagt wird, ist schon speziell) in blutrünstige Bestien verwandelt (natürlich ohne, dass je Blut fließen würde).
Die Musik jedoch, die macht mir immer noch Spaß. Es hat Gründe, dass mir in all den Jahren immer wieder das Lied von Riesenpfote in den Sinn kommt.

Allerdings scheint auch die Synchro nicht gut zu sein - was auffällt, sind viele Stellen in den Songs, und auch so im Film, in denen die Wauzis eindeutig sprechen, aber kein Ton zu hören ist.
Vielleicht ist im Original auch der Hauptcharakter nicht so unausstehlich, aber ich bezweifle es. Hat mich früher aber kein bisschen gestört.

Ich glaube, ich werde mir noch den Spaß gönnen, und den Film demnächst noch mal auf Englisch gucken. Die originale Besetzung klingt ganz interessant, unter anderem spricht Nancy Cartwright (Bart Simpson) mit.

1,5/5 + (Nostalgie) :heart: bei letterboxd


#3232

Thema: Filme aus der Kindheit
Film: Hexen Hexen
Erscheinungsjahr: 1990
Laufzeit: 90 Minuten
Wo geschaut: Amazon (gekauft)

Meine erste Idee war “Der Flug des Navigators” den ich als Kind geliebt habe, aber den hab ich vor ein paar Jahren erst wieder gesehen. “Bernhard und Bianca” brachte mich dann erstmal auf “Feivel der Mauswanderer” den ich tatsächlich zuletzt als Kind gesehen habe, der mir aber nie so viel bedeutet hat. Entschieden hab ich mich dann am Ende für “Hexen Hexen”. Als Kind hatten wir den aus dem Fernsehen auf VHS aufgenommen und der lief dann immer mal wieder, seitdem aber gar nicht mehr.

Ich wusste ja noch dass der relativ unheimlich ist, was ich aber nicht mehr wusste ist, dass in den ersten zehn Minuten Film zuerst eine unheimliche Geschichte erzählt wird wie eine Hexe früher ein kleines Mädchen gestohlen und in einem Bild eingesperrt hat dass bei ihren Eltern in der Wohnung hing, dann die Eltern des Hauptcharakters Luke sterben, er zu seiner Oma zieht die dann auch noch wegen Diabetes zusammenbricht. Für so nen 8-jährigen ist das ziemlich viel schlimmes Zeug auf einmal.

Als es der Oma besser geht fahren Luke und sie zur Erholung in ein Hotel am Meer wo Luke zufällig eine Konferenz aller Hexen Englands beobachtet die den Plan haben alle Kinder mit einem Trank in Mäuse zu verwandeln was sie prompt auch an Luke und einem anderen Kind erfolgreich ausprobieren. (Die Oberhexe von England der Welt zieht hier ihre Maske ab und man sieht ihr hässliches Gesicht und man sieht wie beide Kinder sich in eine Maus verwandeln. Beides wäre für sich auch schon heftig für nen Kinderfilm, nach dem Anfang wirkt das aber eher harmlos.

image

Überhaupt gibt es einige (für Kinder) verstörende Momente in dem Film, vor allem auch durch die Kameraführung und das Verhalten der ganzen Hexen. Im weiteren Verlauf versucht dann Luke als Maus den Plan der Hexen zu vereiteln. Bemerkenswert finde ich hier dass alle irgendwie damit fein sind dass die beiden Kinder jetzt halt Mäuse sind und es auch bleiben werden.

Irgendwie fehlt dem Film aber was, ich kann nur leider nicht genau beschreiben was. Ich glaube für mich verlief die ganze Story einfach zu glatt. Alles klappt einfach so auf Anhieb. Das fühlt sich irgendwie so gehetzt an ohne dass es zu schnell erzählt wird.

Fazit: Ein Film den man nur mit seinem Kind schauen sollte wenn man sich sicher ist dass es den Grusel gut verträgt, als Erwachsener muss man den nicht unbedingt nochmal sehen.

3/5


#3233

Das war die Oberhexe der ganzen Welt.


#3234

Sicher? Im Film kam das nicht so rüber.


#3235

#3236

The Grand High Witch has a heavy foreign accent and it is also implied to have been originally from Germany.

Natürlich, was auch sonst? :smile:


#3237

Thema: Film aus der Kindheit
Film: In einem Land vor unserer Zeit von Don Bluth
Erscheinungsjahr: 1988
Laufzeit: 69 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Den planzenfressenden Dinosauriern geht die Nahrung aus, weswegen der kleine Littlefoot mit seiner Familie aufbricht, um das sagenumwobene “Große Tal” zu finden. Als jedoch aufgrund der Kontinentalverschiebung ein gewaltiges Erdbeben das Land spaltet, wird Littlefoot von seinen Großeltern getrennt. Kurz darauf stirbt seine Mutter bei dem Angriff eines “Scharfzahns”, sodass er nun auf sich allein gestellt ist. Dies währt aber nicht lange, denn bald schon trifft Littlefoot auf weitere Dinosaurierkinder, die von ihren Eltern getrennt wurden und ihn auf seiner gefährlichen Reise begleiten.

In einem Land vor unserer Zeit war als Kind einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Auch einige der nachfolgende Teile habe ich gerne geschaut, aber nur der erste Teil hat mich trotz unzähliger Sichtungen jedes Mal wieder gefesselt und berührt. Dazu muss auch gesagt sein, dass ich als Kind ein Riesen-Dinosaurierfan war und auch Paläontologe werden wollte.

Nun hatte ich den Film seit ca. 10-15 Jahren nicht mehr gesehen und habe ihn nun mit doch etwas anderen Augen geschaut.
So gibt es schon einige offensichtliche Kritikpunkte wie die sehr spärliche Handlung oder einige eher plump emotional-manipulative Szenen, die zugegebenermaßen immer noch funktionieren (Tod seiner Mutter :beanfeels:).
Gleichzeitig ist es aber auch ein schöner Nostalgietrip, denn die visuellen Werte sind charmant gealtert und James Horner´s Score ist immer noch hervorragend, wenn auch teilweise zu präsent eingesetzt. Zudem macht es Freude die Gruppe unterschiedlicher Dinosaurier bei ihrer Reise zu beobachten, auch wenn die Charaktere sehr simpel gehalten sind. Mein Liebling ist dabei die lebensfrohe, optimistische Ducky (wer seine gute Laune behalten will, sollte lieber nicht das Schicksal ihrer Originalstimme recherchieren).

Alles in allem ein schöner Kinderfilm, der auch als Erwachsener mit leichter Nostalgiebrille noch funktioniert.

3,5/5


#3238

… holy f…


#3239

Ach Mann, jetzt bin ich auch neugierig…


#3240

Spoiler: Von ihrem Vater mit 10 Jahren ermordet.


#3241

Habs auch grade nachgeschaut. Unschön :confused:


#3242

Ich bin doch jetzt dran, oder? Ich glaube, mein Thema wird in die aktuelle Stimmungslage so gar nicht passen. :confused:


#3243

Jap, sorry für die fehlende Erinnerung. :sweat_smile: Du bist mit dem 20. und damit letzten normalen Thema dieser Runde dran.

Für Runde 21 werde ich die Paare auslosen, die einen Film des zugelosten “Portfolios” schauen sollen und danach geht die nächste, vierte Runde der challenge los. :grin:

Nur zu. Klingt, als könnte es interessant werden. :grin:


#3244

So spannend ist es dann auch nicht. Glaube ich habs etwas zu “gehyped” eben. :sweat_smile: Na dann…

Eigentlich hatte ich erst ein anderes Thema im Sinn, jedoch wurde es in einer etwas abgewandelten Form vor kurzem schon verwendet, also verschiebe ich es auch die nächste Runde (sprich, wenn ich wieder dran bin).

Das aktuelle Thema soll jetzt aber für etwas Aufheiterung sorgen. Ich bitte euch:

Schaut eine Parodie.

Damit ist jeder Film erlaubt, der z.B. ein gewisses Thema, einen Film, eine Filmreihe oder ein Gerne aufs Korn nimmt. Genügend Auswahl dürfte es hier auch geben. Auf Letterboxd habe ich leider keine tollen Listen dazu gefunden, also reicht hoffentlich ein Wiki-Post dazu (wobei auch hier noch einige Filme in meinen Augen fehlen, wie z.B. Tucker & Dale vs Evil):


#3245

Weil er nicht in der Liste ist: (T)Raumschiff Surprise dürfte doch auch zählen, oder? :smiley:


#3246

Hat jemand den Bullyparade-Film gesehen? Ist das ne Parodie? Dann hätte ich mal nen Grund, den zu schauen.


#3247

Wow, Sunset Boulevard ist ne Parodie? :sweat_smile:
Schade, dass ich den schon für die Challgenge geschaut hab.

Aber ich werd mir was aus der Liste aussuchen :slight_smile:


#3248

Ich habe den gesehen und im Grunde würde ich den schon so einordnen. Ich weiß nicht, wie du generell zur Bully Parade stehst, aber mir hat es nicht gefallen.


#3249

(T)raumschiff Surprise ist definitiv eine Parodie. Der zählt genauso wie eigentlich alle anderen Bully Filme (außer Ballon). Beide Wixxer Filme zählen übrigens auch. :slight_smile:

@Sebbe