Film-Themen-Challenge


#3290

“Schauen sie nach dem Baby”


#3291

Die Stelle musste ich früher immer vorspulen weil ich da Angst hatte. :smile:


#3292

Thema: Film aus der Kindheit
Film: Die unendliche Geschichte
Regie: Wolfgang Petersen
Erscheinungsjahr: 1984
Laufzeit: 97 Minuten

Ich hatte früher das geile Buch mit roter und grüner Schrift, die sich irgendwann parallel zu den Geschichten miteinander vermischt hat. War einer der krassesten Mindfucks als Kind und das erste Mal, das ich mit Meta-Ebenen und Rahmenhandlungen in Verbindung kam. Den Film mochte ich damals auch sehr, wenngleich ich mit außerhalb von Artax und Fuchur an wenig erinnern konnte.

Falls jemand eine immense Wissenslücke aufweist (nachholen!), hier eine kurze Inhaltsangabe:
In der unendlichen Geschichte geht es um den verträumten Außenseiter Bastian, der ein Fantasy-Buch stiehlt und dieses auf dem Dachboden seiner Schule liest. Diese Geschichte stellt die Rahmenhandlung dar, während der Inhalt des Fantasy-Romans die eigentliche Handlung bildet. In dieser wird das märchenhafte Land Phantasien von einer großen Seuche, dem “Nichts”, bedroht, weshalb sich der junge Krieger Atreju aufmacht, den Verfall seiner Heimat zu stoppen und die kranke kindliche Kaiserin zu retten. Irgendwann verweben sich die beiden Handlungen ineinander und der passive Leser Bastian wird aktiv in die Geschichte eingebunden.

Der Film besticht dabei noch heute durch ganz wunderbare Modelle, Kostüme und Masken. Da sind teilweise magische Kreaturen nur ganz kurz - eigentlich als Randnotiz - im Frame und trotzdem sind die wunderbar ausgearbeitet und strotzen vor Kreativität. Teilweise fast ein wenig schade, dass auf die verschiedenen Völker im Film nicht detaillierter eingegangen wird. Nur zu Anfang erfährt man ein wenig über die Struktur Phantasiens:
Von einem wunderbaren Felsenbeißer, einem lebendigen Berg, der sich - natürlich - von Mineralen und Sedimenten ernährt.

Gerade das Universum ist heute noch die größte Stärke der “Unendlichen Geschichte”, denn die Handlung und das Fazit sind schon sehr kindgerecht aufgezogen.
Wo früher noch die Sumpflandschaft, das Schicksal von Artax und der böse Wolf Gmork richtig in Angst und Bange versetzt haben, stellt man jetzt fest, dass Gmork beispielsweise eigentlich gar nicht so furchtbar relevant für die Handlung ist und eher Erklärbär als furchtbare Bestie darstellt.
Ebenso kommt die Artax-Szene echt viel zu früh, so dass man kaum Bindung aufbauen kann.

Klar, für einen 6 bis 10-jährigen recht harte Szenen, aber da hätte ich mir schon erwartet, dass auch heute zumindest der Hauch einer Emotion bei mir rüberkommt und sei es nur aus Nostalgie. Der Rewatch war dann eher distanziertes Betrachten und Hochachtung vor der kreativen und gestalterischen Leistung.
Dass die beiden Kind-Schauspieler samt Synchronisation dann auch nicht grade das Gelbe vom Ei sind, kommt erschwerend hinzu.

Mit einem kleinen Nostalgiebonus trotzdem noch ein guter Film, aber weniger aufgrund des Drehbuchs und der Darstellung, viel mehr wegen des Ideenreichtums, des Charmes und der Liebe die da an vielen Ecken drin steckt. Ansonsten würde ich zum Buch raten, dass die Geschichte natürlich detaillierter und auch erwachsener erzählt.

Achja, der Soundtrack in der deutschen Version soll auch nochmal lobend erwähnt werden. Gerade weil der mit dem Hauptthema sehr dunkel und melancholisch beginnt, passt er in meinen Augen perfekt zur Prämisse um die Dunkelheit, die Phantasien aufrisst.

3,5/5


#3293

Ghostbusters (I & II)

Thema: Film aus der Kindheit
Regie: Ivan Reitman
Erscheinungsjahr: 1984 und 1989
Genre: Komödie
Wo geschaut: BluRay

Ich habe mich auch dazu entschieden Filme in OT nachzuholen und bei mir sind es die Ghostbusters. Über die Qualität der Filme muss ich nichts sagen, beide sind absolute Klassiker und das beste was Comedy in den 80ern bieten konnte.
Im OT fand ich die Filme nicht sehr anders, oder gar besser, als in der Synchro, die somit sehr gut ist, die Stimmen passen und Gags wurden stimmig angepasst.

Teil I 4,5/5 Teil II 5/5

Ich werde bei der deutschen Synchro bleiben, die kann ich auch immer noch mitsprechen :sweat_smile:


#3294

Film: Der Zauberer und die Banditen( engl. Magic boy/ jap. Shōnen Sarutobi Sasuke )
Thema: Kindheitsfilm den man lange nicht gesehen hat
Jahr: 1959
Laufzeit: 83 min

Handlung: Sasuke lebt mit seiner Schwester und ein paar Tiere friedlich zusammen, allerdings wird dieser Frieden gestört als eines der Tiere( ein kleines Rehkitz) von einem Adler gefasst wird und in einem See geworfen. Sasuke und die Mutter des Rehkitz versuchen alles um es zu retten, werden aber von einem riesigen und seltsamen Art von Salamander gestört. Sie schaffen es zwar zu retten, dabei wird aber die Mutter des Rehkitz vom Salamander gefressen un d es stellt sich raus das der Salamander kein Salamander ist sondern die böse Hexe Yaksha…

Habe den Film als Kind, neben Sindbad, recht häufig gesehen, da ich aber Sindbad vor nicht allzu langer Zeit gesehen habe und auch schon reviewt habe, viel die Entscheidung recht schnell. Ich weiß gar nicht mehr wann ich Ihn zuletzt gesehen habe, weiß nur das es sehr lange her ist. Den Film finde ich nach wie vor super, der Zeichenstil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig (erinnert mich ein wenig an alte japanische Zeichnunge), persönlich mag ich Ihn. Das OST gehört zu meinen meinen persönlichen Lieblingen und war eines der wenigen Dinge die ich noch recht gut im Kopf hatte^^.

Den Film gibt es übrigens kostenlos auf Youtube.


FunFact: Der Film ist übrigens der erste Japanische Anime Film der in Deutschland Veröffentlicht wurde.

Rating: 4/5


#3295

Thema: Film aus der Kindheit
“Indiana Jones und der letzte Kreuzzug”
Wo geschaut: BluRay

Achja wie oft habe ich diesen Film schon gesehen und immer wieder aufs Neue zaubert er mir ein Lächeln ins Gesicht. Nicht nur Indy ist unfassbar gut, sondern vor allem Sean Connery. Ich kann euch sagen, ich habe jetzt noch sein “JUNIOR!” in den Ohren.

Ich weiß gar nicht genau was ich sagen soll. Die Dynamik zwischen Connery und Ford sucht seines Gleichen, ebenso der Witz, den die beiden an den Tag legen und dann kommt noch die Geschichte. Archäologie, die das Weltliche mit dem Mythischen verbindet: Die Suche nach dem Heiligem Gral, die Suche nach der Unsterblichkeit und die Suche nach Glauben. All das perfekt aufeinander abgestimmt und in Indy und seinem Werdegang vereint.

Aber wem erzähle ich hier das. Ihr wisst ja alle von was ich rede, aber wieso gefällt er ausgerechnet mir so gut. Ich kann nichtmal genau sagen wann ich ihn das erste Mal gesehen habe und trotzdem oder gerade deswegen begleitet er mich schon gefühlt seit meiner Geburt. Ich habe nie eine sonderlich enge Bindung zum meinem Vater gehabt, was seiner Arbeit geschuldet war und auch vollkommen verständlich ist, und vielleicht gerade deswegen kann ich so sehr mit Indy mitfiebern, denn es sind oft die kleinen Momente, die mich beim letzten Kreuzzug so bewegen.

5/5 was auch sonst :slight_smile:


#3296

Film: Wayne’s World
Thema: Film aus der Kindheit
Regie: Penelope Spheeris
Erscheinungsjahr: 1992
Länge: 90 Min
Wo geschaut: Amazon Prime

Party On! ich hab mir ein popkulturellen Klassiker geschnappt, den ich bis jetzt eig. nur als Kind gesehen hatte und sonst nur noch die ganzen Memes kenne.

Wayne und Garth sind zwei durchgeknallte Heavy Metal Kids, die Alice Cooper und “Babes” anhimmeln und ihre Nachbarschaft mit ihrer harmlos-doofen Fernsehshow “Wayne’s World” im Lokalsender auf Trab halten. Als der durchtriebene Produzent Oliver die Blödelei in der Glotze miterlebt, wittert er das große Geschäft. Die naiven Wayne und Garth sind hellauf begeistert von dem bevorstehenden Weltruhm.

Der Film ist nur so gefüllt mit Referenzen zu anderen Filmen oder Popkulturellen Sachen, sei es die Szene mit “Haben sie diesen Jungen gesehen?” oder die Alice Cooper Szene. ISt schon sehr witzig gemacht das ganze drum herum. Nur teilweise fand ich mnche Einstellungen und Kamera übergänge iwi viel zu Plump und in manch einer Szene war auch das Schauspiel viel zu hölzern. Aber insgesamt ist das schon eine Solide Komödie.

3,5/5


#3297

Thema: Film aus der Kindheit

Air-Bud

Auch ich hätte natürlich irgendeinen Disneyfilm, oder einen Jackie Chan, Arnie Streifen nehmen können. Aber ich wollte doch etwas ansehen, was ich seit damals nicht mehr gesehen habe, was ich aber definitiv mit meiner Kindheit verbinde.

Ursprünglich wollte ich ja den Film “Kleine Giganten” Ansehen, allerdings war der nicht einmal gegen Leihgebühr auf Amazon verfügbar. Also Air-Bud angesehen, einen Film über einen Jungen der mit seiner Familie neu in eine kleine Stadt zieht und sich dort mit einem Golden Retriever der Basketball spielen kann, anfreundet. Klar der Film ist simpel, gerade als Erwachsener mit mehr Anspruch fällt dies natürlich noch mehr auf. Aber irgendwie fand ich ihn trotzdem immer noch charmant. Es ist halt einer dieser typischen SRTL Sonntags Nachmittagsfilme, die ich als Kind auch mal auf VHS aufgenommen habe und immer wieder mal gerne angesehen habe. Es geht um Freundschaft, Teamgeist und Basketball.
Sympathische 6/10

Von den unzähligen Fortstezungen habe ich als Kind wohl nur Teil 1 bis 3, oder 4 gesehen. Mittlerweile gibt es ja absurd viele Filme in dieser Reihe. 14 am Stück. :sweat_smile:

Plottwist: Gerade gesehen, dass Air Bud von Disney ist, meinte aber oben die Zeichentrickfilme. ^^


#3298

Thema: Film aus der Kindheit
Film: In einem Land vor unserer Zeit (OT: “The Land Before Time”)
Erscheinungsjahr: 1988
Laufzeit: 70 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Vorab zur Filmauswahl: Ich habe wirklich tief in meinen Erinnerungen (und dem VHS-Regal bei meinen Eltern) gegraben, um den optimalen Film für die Challenge zu finden. Eigentlich wollte ich unbedingt “Micki und Felix” schauen. Eine 08/15-Zeichentrick-Produktion, die vermutlich niemand gesehen hat, aber mich wirklich krass durch meine Kindheit begleitet hat. Aber lasst euch gesagt sein: Das Internet vergisst tatsächlich (entgegen der allgemeinen Behauptung).

Auf der Suche danach gab es sage und schreibe vier (!) Google-Ergebnisse, davon zwei zum eigentlichen Film. Eine alte Film-Datenbank, die nur den Titel enthält und ins Nichts verlinkt und eine nahezu leere Amazon-Artikelseite. In Ermangelung eines VHS-Players kommen wir also stattdessen zur Review des allseits beliebten Dino-Films. Ich konnte es mir aber nicht entgehen lassen, diesem anderen Zeichentrick-Epos Tribut zu zollen und aus vier Google-Ergebnissen fünf zu machen.

Meinung: Wie vermutlich viele hier, bin ich mit den Filmen dieser Reihe und vor allem der darauf aufbauenden Serie groß geworden. Verrückt, wie mir jetzt erst bewusst wird, dass der Original-Film nochmal fast 10 Jahre mehr auf dem Buckel hat als ich selbst.
Dabei ist “In einem Land vor unserer Zeit” echt ziemlich gut gealtert. …Abgesehen von dieser Zeichentrick-Kinderkrankheit, dass man in jeder Kulisse sofort erkennt, welches Objekt sich demnächst bewegen wird, versteht sich…

Die Charaktere sind liebevoll animiert und werden echt toll eingeführt. Innerhalb der ersten eins-zwei Szenen hat man die Figuren (so flach oder tief sie eben sind) sofort verstanden. Gerade für Kinder-Filme sehr wichtig.

Im Kontrast zu den Charakter-Designs stehen die sehr kalten und düsteren, aber nicht weniger schön gezeichneten Hintergründe. Die Kulisse vermittelt eigentlich permanentes Unbehagen, was zwar einerseits ziemlich hart ist für einen Film, der sich vor allem an Kinder richtet. Andererseits verstärkt es natürlich das Verlangen nach diesem “Großen Tal”, der lang ersehnten Oase.

Neben der sehr bedrückenden Kulisse und den zum Teil echt heftigen “Scharfzahn”-Jumpscares wurden vor allem zwei Dinge sehr stark wieder hochgerufen:

  1. Wie fucking traurig dieser Film (vor allem zu Beginn) ist.
  2. Was für eine dumme Sau diese “Cera” eigentlich ist. Furchtbar.

Außerdem wurden Dinosaurier vermutlich davor und danach nie wieder so kuschelig dargestellt. Als ich mich beim Gedanken erwischt hab, auch gerne von diesen riesigen, gefährlichen, seit Millionen von Jahren ausgestorbenen Kreaturen geherzt werden zu wollen, hatte mich der Film.

7/10


#3299

Der kommt gleich mal auf meine Liste :slight_smile:


#3300

Thema: Parodie
Film: Shaun of the Dead (Edgar Wright)
Erscheinungsjahr: 2004
Laufzeit: 99 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Shaun hat im Leben noch nicht so viel erreicht, da trennt sich auch noch seine Freundin von ihm. Nach einem Abend des Frustsaufens, trifft ihn am nächsten morgen die Zombieapokalypse. Nun gilt es, seine Mutter zu retten, die Freundin zurückzubekommen - und zu überleben.

Joa. Launig. Ich hatte mir den Film ehrlich gesagt noch lustiger vorgestellt, aber dafür hatte er teilweise echt viel Herz. Ich weiß nicht, ob mehr drin waren, aber die eine Resident Evil Anspielung (Schalter/Aufzug wird sichtbar, nachdem ein völlig random “item” benutzt wird) war super.

Edgar Wright schafft es hier aber mal wieder, Musik, Sound und Bilder perfekt aufeinander abzustimmen, großartig. Sieht man gleich hier im Intro sehr gut:

Die schauspielerische Leistung ist gut, und man sieht mal wieder viele bekannte britische Schauspieler. Bei “Dianne” musste ich lange überlegen, woher ich sie kannte, bis mir auffiel, dass es eine von Sabrinas Tanten aus der neuen Netflix-Verfilmung ist. Kein Wunder, dass sie mir so mütterlich vorkam.

Kann man mal machen, ich hatte Spaß.

3,5/5 + :heart:


#3301

Thema: Parodien

Black Dynamite (2009)
von Scott Sanders

Sein Bruder: umgebracht von einer mysteriösen kriminellen Bande. Die Waisenhäuser in seiner Nachbarschaft: vollgepumpt mit Heroin der örtlichen Drogenhändler. Nur ein Mann tritt dem Unrecht mutig entgegen. Sein Name…Black Dynamite!

Super Parodie auf die Filme des Blaxploitation-Genres, die über weite Strecken der Laufzeit (ungefähr bis zur grandiosen Auflösung des Plans der Bösen) neben den parodistischen Elementen zugleich auch in sich stimmige Hommage an das Genre ist, bis er dann im letzten Drittel (bis hin zur ebenfalls grandiosen Enthüllung des “Endgegners”) letztlich “full-on bonkers geht”.

8/10


#3302

Übrigens ist seit heute The Lego Batman Movie auf Netflix. Und auf Amazon Prime ein Film mit dem ominösen Titel “The Ring Thing”, was eine LotR-Parodie ist. Falls jemand noch Anregungen braucht…


#3303

In dem Sinne kann man auch erwähnen, dass seit Anfang des Jahres auch “Robin Hood – Helden in Strumpfhosen” auf Netflix verfügbar ist.


#3304

:beangasm: eine absolut fantastische Parodie! Viel besser als das original! :grin:


#3305

Leiht mir eure Ohren!!!
Hatte ich natürlich beim Scrollen auf Netflix auch überlegt.
Aber ich versuche noch an einen ganz bestimmten Film heran zu kommen.
Sonst wird es wohl einer der üblichen Verdächtigen.


#3306

Apropros: Meinen Film habe ich am Wochenende gesehen:

Film: Robin Hood - Helden in Strumpfhosen
Thema: Parodie
Regie: Mel Brooks
Jahr: 1993

Da ich echt kein großer Fan von Parodien aller Art bin, hatte ich anhand der Liste im Wiki-Artikel gehofft, dass Netflix zumindest Johnny English im Angebot hat, weil ich den als einigermaßen okay im Gedächtnis hatte. Leider nein. Habe dann ewig hin und herüberlegt, welchen Film ich wohl zumindest durchhalte und schließlich alle Überlegungen über den Haufen geworfen und einfach Robin Hood gesehen.

Es geht um Robin von Loxley, der nach England zurückkehrt und dort den ungerechten Prinz John auf dem Thron vorfindet. Robin sammelt sich eine Bande von Männern zusammen, um den Prinz vom Thron zu stoßen. Bei einem Bogenschieß-Wettbewerb wird er in eine Falle gelockt und fast hingerichtet. Nebenbei verliebt er sich noch in Lady Marian.

Anfangs war ich noch recht positiv überrascht von den gar nicht soo schlechten Witzen der ersten Szenen (erinnerten teils an Das Leben des Brian), aber letztendlich waren die meisten dann doch zu flach, um mich bei Laune zu halten. Muss auch zugeben, dass ich aber der Hälfte des Films schon nicht mehr richtig bei der Sache war - wenn man ihn nicht witzig findet, bleibt einfach nicht mehr viel Filmgenuss, da der Film auch durch nichts anderes punkten kann.
Parodien haben es einfach schwer mit mir und ich mit ihnen…vielleicht wäre es mit dem richtigen Pegel was geworden, aber so völlig nüchtern am Samstagmorgen war der Film einfach nicht das Wahre. :sweat_smile:


#3307

Thema #20: Parodie
Film: Texas Chainsaw Massacre 2 von Tobe Hooper
Erscheinungsjahr: 1986
Laufzeit: 96 Minuten
Wo gesehen: Blu-Ray

The Texas Chainsaw Massacre Part 2 war als Parodie zum ersten Film geplant. Wikipedia

The result is an impish take-off on the original film (and contemporary horror movies in general) which elevates its own cliches (buckets of blood and gore, droll dialogue, the screaming female lead) to the level of high camp. Rotten Tomatoes

Der erste Texas Chainsaw Massacre ist ein großartiger Horrorfilm, der vor allem dadurch so gut wirkt, dass die Gewalt praktisch nie sichtbar ist, sondern viel mehr im Kopf des Zuschauers stattfindet. Ganz im Gegensatz zum zweiten Teil. Es gibt massig Gesäge, Blut, Gedärm und, ich glaube, noch mehr Geschrei als im Original. Er ist laut, es werden Witze gerissen und popkulturelle Anspielungen angebracht. Zum Beispiel auf Rambo 3, der erst zwei Jahre später veröffentlicht wurde.
Dass sich der ein oder andere eingefleischte Fan mit dem Sequel etwas vor den Kopf gestoßen fühlte, kann ich absolut nachvollziehen. Aber ebenso nachvollziehbar ist, dass es sich zu einem echten Kultfilm gemausert hat. Er macht einfach Spaß.

Leatherface hat plötzlich Gefühle, sein Bruder Chop-Top ist ein absolut aufgekratzter kranker Motherfucker, ihr Vater gewinnt mit seinem Chili (Geheimzutat: feinstes Menschenfleisch) mehrere Kochwettbewerbe und Opa lebt immer noch!
Lefty (Dennis Hopper) darf als einer der Guten auch mal kräftig die Säge kreisen lassen und Stretch gibt eine große Palette an unterschiedlichen Kreischfrequenzen zum Besten (das Bonusmaterial It runs in the family ist übrigens großartig), hat aber auch die mit Abstand böseste Szene im Film auf ihrem Zettel. Sie arbeitet übrigens zusammen mit L.G., der bei seinen Avancen hin und wieder das Gesicht zu verlieren droht, in einem kleinen (Call-in-)Radiosender. Die erste Goreszene erleben sie live am Telefon mit, als zwei Anrufer im Auto fachgerecht zerlegt werden während sie wild ins Telefon kreischen.

Durch das Bonusmaterial ist der Film definitiv gewachsen. Der ganze Streifen wurde in nur sechs Wochen gedreht, während des Drehs musste permanent das Drehbuch umgeschrieben/angepasst werden und das Budget war niedrig. Aber man merkt, dass da sehr viel Liebe und Spaß von allen Beteiligten eingeflossen ist.

Es gibt übrigens auch eine Szene mit wahrhaft knisternder Erotik. :smirk:

3,5/5 Meter Kettensäge und ein zersägtes :heart:


#3308

Thema: Parodie
Film: Shaun of the Dead von Edgar Wright
Erscheinungsjahr: 2004
Laufzeit: 99 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Shaun of The Dead war der erste Edgar Wright-Film, den ich gesehen habe, und ich hatte mich sofort in seine Art der visuellen Komödie verliebt. Seitdem habe ich auch fast alle seiner Filme nachgeholt, aber dieser Film bleibt weiterhin knapp vor Hot Fuzz und Scott Pilgrim mein liebster Film von ihm.

Auch wenn ich gar nicht so viele der enthaltenen popkulturellen Referenzen verstehe, funktioniert der Film für mich großartig. Zum einen enthält er die schon von @Kazegoroshi angesprochene perfekte audiovisuelle Abstimmung und einen fantastischen Humor, zum anderen bleibt es trotz des Zombiesettings die zutiefst persönliche Geschichte des Shaun, die durchweg spannend und in manchen Szenen auch sehr emotional wird. Zudem schafft es Edgar Wright hervorragend im Verlauf des Films Running Gags aufzubauen bzw. Dialogzeilen in einem anderen Kontext wiederzuverwenden, was für Komik sorgt und mir tatsächlich bei einem Furzgag Tränen in die Auge treibt.

Insgesamt bleibt mir nichts anderes zu sagen, als dass nahezu jede Szene in diesem Film perfekt ist und man bei jedem Rewatch noch etwas Neues entdecken kann.

5/5


#3309

Thema: Parodie
Film: Spaceballs von Mel Brooks
Erscheinungsjahr: 1987
Laufzeit: 96 Minuten
Wo geschaut: DVD

Beim Thema dacht ich sofort: Endlich mal wieder UHF gucken. Nach kurzer Überlegung musste es aber ein Mel Brooks-Film sein, da ich niemanden mit Spoof-Filmen so gut in Verbindung bringe wie ihn. Vielleicht noch ZAZ.
Ich finde den größten Teil der Filme aus Mel Brooks Schaffenswerk einfach großartig: Young Frankenstein (“The Name is Fronkensteen”), Blazing Saddles, High Anxiety…um nur einige zu nennen.
Doch kein Mel Brooks-Film hat mich so oft und so lange begleitet wie Spaceballs, den ich hiermit würdigen möchte.

Es geht um die klassische Damsel in Distress wird von einem Helden gerettet Story, yadayda - geschenkt. Wie diese 08/15 Story allerdings verpackt wurde ist grandios. Sämtliche Space-Sagen (Star Wars, Star Trek, Planet der Affen, Alien) bekommen hier ihre verdiente Hommage. Nebenher bekommt auch die Filmfabrik und die Vermarktung dieser Franchises ihr Fett weg. Verpackt in ein Comedy-Gewand, bei dem (zumindest bei mir) auch nach Jahren und zig-fachen Gucken immernoch der Großteil der Gags zieht. Vor allem im englischen Original und wenn man die amerikanische Popkultur ein wenig kennt.
Zu hat mir das erneute Schauen noch einmal deutlich gemacht, wie sehr ich Rick Moranis vermisse. Er hat so ein unfassbares Talent für Comedy-timing und bleibt für mich eine Ikone.

Spaceballs ist und bleibt einer dieser Filme, die ich immer mal wieder in den DVD-Schlitz :donnie: schiebe und eine gute Zeit damit habe.

In diesem Sinne: “May the Schwartz be with you”

4-4,5/5 und :herz: auf letterboxd