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Film-Themen-Challenge


#3571

Thema: Ziegengott — Filme über Satanismus, Okkultismus, Sekten etc.
Film: Heaven Can Wait (deutsch: Ein himmlischer Sünder)
Regie: Ernst Lubitsch
Jahr: 1943
Laufzeit: 112 Minuten
Wo geschaut: Youtube

Ich hoffe der Film geht in Ordnung, auch wenn der Teufel im Prinzip komplett irrelevant ist. Ziehe grad um und hatte diese Woche nicht all zu viel Zeit zur Suche bzw. nicht schon wieder Lust auf Horror.


Der untreue Lebemann Henry Van Cleve stirbt und steht an den Pforten zur Hölle.
Riesige glatte Steinsäulen, Unmengen an Aktenordner und ein spartanischer, kalter, in pink getünchter Raum: So sieht der Vorhof zur Hölle in" Heaven Can Wait" aus. Um festzustellen, ob Henry auch für die hohen Standards der Hölle geeignet ist, lässt der Teufel Henry von seinem Leben erzählen.

Alles was nun folgt sind 105 Minuten Rückblende über Henrys Liebesleben: der erste Kuss, das Kennenlernen seiner Frau, Eheprobleme, seine Untreue und vieles mehr…
Lubitsch inszeniert das ganze kammerspielartig: Bis auf einige wenige Außenschüsse, ich meine es waren drei, spielt der ganze Film in wenigen Gebäuden und ausschließlich in deren Interieur.
Das sieht - genau wie die sehr aufwendig designten Kostüme - zugegeben sehr hübsch aus, dennoch hat man sich aufgrund der fehlenden Varianz schnell satt gesehen an der Inszenierung der New Yorker Upper Class um den Van Cleve-Clan.
Der furchtbar grauenhafte Haarschnitt von Gene Tierney (“Martha”) im letzten Akt reißt das Publikum allerdings dann doch aus der hübsch anzusehenden, aber seelenlosen Tristesse.

Auch erzählerisch stellt sich schnell Banalität ein: Henry ist ein charmanter, aber untreuer Lebemann und Macho. Er “liebt” seine Frau, aber kann dennoch nicht an sich halten. Ok cool. Mehr steckt hier nicht dahinter und auch seine Ehefrau Martha wird denkbar oberflächlich charakterisiert.
Wo man hier in irgendeiner Art und Weise in die Beziehung von Henry und Martha involviert werden soll, ist mir schleierhaft.

Klar, die Kernaussage war sicherlich für 1943 im christlich geprägten Amerika revolutionär (regelmäßige Untreue keine Todsünde!) und auch die Monogamie wird für damalige Verhältnisse recht scharf beäugt, aber im Gegensatz zur Transsexualitäts-Thematisierung in “Ich möcht’ kein Mann sein” von Lubitsch in 1918 (!!!) ist mir das immer noch zu zahm, um den Film nur wegen seiner Thesen gut zu bewerten.

Letztlich habe ich wegen der öden Handlung und geringen Abwechslung irgendwann mehr auf mein Handy geguckt als den Film verfolgt. Das ist mir wirklich schon seit Monaten nicht mehr passiert und liegt dann doch eher am Film.

1,5/5


#3572

Thema: Ziegengott/Teufel
Film: Errementari - Der Schmied und der Teufel
Regie: Paul Urkijo Alijo
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 99 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Sebbe Review

Kann mich Sebbes Review nur anschließen. Ein überraschend fantasylastiger Film, der aber noch einige komödiantische und horrorartige Elemente mit einfließen lässt und auch gekonnt umzusetzen weiß.

Zur Story muss nicht viel gesagt werden, den hier wird eine baskische Folklore inszeniert und das, zugegeben, ausgesprochen gut, dafür, dass er nur so ein kleines Budget hat.

Anzumerken ist, dass ich mir mehr von der Hölle doch etwas erwartet habe. Nachdem ich die Hölle bei “Jigoku” gesehen habe, kann mich nichts mehr allzu schnell umhauen, aber über diesen doch persönlichen Kritik, kann und sollte man hinwegsehen, da dieser Aspekt dem Budget geschuldet war, was nicht heißen soll, dass Errementari schlecht aussieht, ganz im Gegenteil, das Production Value ist großartig und die Effekte können sich auch sehen lassen!

3,5/5


#3573

Film: Tenacious D in the Pick of Destiny
Thema: Ziegengott
Jahr: 2006
Laufzeit: 93 min

Handlung: JB lebt bei einer streng Religiösen Familie, als dieser vor seiner Familie ein nicht religions konformen Song spielt wird dieser von seinen Vater Verprügelt. Daraufhin beschließt JB , aufgrund einer Vision von DIO via seines Posters, richtung Hollywood wegzulaufen und dort seinen Traum als Rockmusiker zu erfüllen. Jahre später trifft dort den Straßen Musiker KG…

Habe den Film vor Jahren mal gesehen, muss aber sagen das ich mich kaum noch an den Film Erinnern kann. Der Film erzählt die Geschichte der Real existierenden Band Tenacious D und erzählt praktisch eine nicht ganz ernstzunehmende Entstehungs Geschichte. Cool waren die Musik Einlagen, was den Film definitiv gut getan hat da der Film Humor technisch manchmal einfach nicht meins war( z.B. Laser szene) trotz zahlreicher cameos.
Wer auf Rock Musik oder Jack Black steht wird „wahrscheinlich“ auf seine kosten kommen.

Rating: 3/5

Hier mal der Prologue/ Eröffnungs Song.


#3574

Thema: Ziegengott/Teufel
Film: Constantine
Jahr: 2005
Wo geschaut: Blu-Ray

Es ist nicht das erste und sicherlich auch nicht das letzte Mal, dass ich Constantine gesehen habe. Ich kenne die Comics dazu nicht und weiß auch, dass anno 2005 nicht jeder den Film mochte. Glaube aber, dass sich mit den Jahren doch ein kleiner “Fankreis” um den Film gebildet hat und auch ich mag den wirklich sehr gerne.
Zunächst einmal Keanu Reeves sehe ich einfach sehr gerne und so wie er in Matrix damals und in John Wick heute, einfach eine verdammt coole Sau ist, so ist er es auch in Constantine. Aber nicht nur ihn mag ich recht gerne im Film, auch andere Darsteller wie Tilda Swinton usw. sind ihn durchaus sehenswert.
Auch die Handlung finde ich recht kurzweilig erzählt, was allen voran auch an der interessanten Welt mit dem krieg zwischen Himmel und Hölle liegt. Klar, das mag auch etwas klischeehaft sein, jedoch fand ich halt einfach, das der Film einen eigenen Stil hat, von dem ich gerne etwas mehr gesehen hätte. Stoff müsste es dank der Comicreihe von DC ja eigentlich genug geben.
Alles in allen eine Comicverfilmung die vielleicht nicht jeder mag, mir persönlich aber bei jeder Sichtung trotz kleineren Schwächen durchaus eine Menge Spaß macht. 8/10


#3575

Thema: Ziegengott/Teufel
Film: The Witch
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 92 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Handlung: Eine Siedler-Familie macht in der “Schönen neuen Welt” Amerikas einige sehr unschöne Erfahrungen. Erst werden sie verstoßen, dann missglückt die Ernte und schließlich verschlampt die (sowieso schon verhasste) älteste Tochter auch noch das Neugeborene. :roll_eyes: #WorstYearEver

Meinung: “The Witch” hat eine wirklich sehr unangenehme Stimmung. Das muss man ihm lassen. Direkt zu Beginn macht der Film keine Gefangenen und erzeugt so eine durchaus bedrohliche (Grund-)Atmosphäre. Richtig “neu” macht er allerdings nichts. Ich kann mich erinnern, dass 2015 schon einer gewisser Hype um den Film herrschte, dem er dann nicht ganz gerecht wurde. (So einen richtig gerechtfertigten Horror-Hype hab ich generell erst dieses Jahr bei “Hereditary” erlebt - aber ich schweife ab.)

Das was er macht, macht er aber ziemlich gut. Besonders auf die relativ kurze (fast schon zu kurze) Laufzeit, schafft “The Witch” es auf jeden Fall, die Spannung aufrechtzuerhalten. Der Film zeigt in den richtigen Momenten nur so viel, wie er zeigen muss - nicht mehr, nicht weniger. Auch auf große Jump-Scares wird angenehmerweise verzichtet (was man sich bei dieser Art von Horror-Film sicherlich denken kann.)

Das Ende kann man vielleicht ein bisschen komisch finden, aber ich fand es im Verhältnis zum vorher gezeigten ziemlich rund. Für mich hat es ein ganz interessantes Statement gesetzt, sodass ich ganz anders über den Film nachgedacht hab. - Es wird ja schon (finde ich) relativ offen gelassen, ob sie zuvor eine “Witch” und für das ganze Unglück verantwortlich war. In meiner Interpretation war sie es nicht und der Film versucht sich durch dieses Ende über Mobbing, Gruppendynamik, verbreitete Gerüchte/Geschwätz etc. zu äußern. Nach all der Ablehnung und Ausstoßung, sowie deren Folgen (Mord ihrer Mutter), die ihr durch ihre eigene Familie widerfahren ist, fügt sie sich ihrem Schicksal und wird zu dem, was sowieso alle von ihr dachten - eine Hexe. Wenn man noch weiter weg vom Film gehen möchte, lassen sich auch Zusammenhänge zu ausgestoßenen Jugendlichen ziehen, die sich in ihrer Planlosigkeit dann fragwürdigen Gruppierungen anschließen.

Fazit: Ein Horror-Film, der sicher nicht das Rad neu erfindet, aber über seine kurze Laufzeit mit einer soliden Atmosphäre trumpft.

7/10 …unbeliebte Geschwister haben diesen Film gefühlt


#3576

The Witch

Thema: Ziegengott/Teufel
Regie: Robert Eggers
Erscheinungsjahr: 2018
Genre: Horror/Mystery
Wo geschaut:

Ein sehr atmosphärisches Horror-Drama, was durch seine langsame und ruhige Erzählweise ein starken sog auslöst, der ein bis zum Schluss nicht loslässt.
Fast bis zum Schluss fand ich den Film perfekt, leider ist das Ende mir dann doch zu sehr ‘so sollst du das jetzt Einordnen’ und ein offenes Ende als sie allein in der Hütte sitzt wäre für mich perfekt gewesen.

4/5


#3577

Thema: Dänische Regisseure

Adam’s Apples (2005)
von Anders Thomas Jensen

Ein Neo-Nazi wird zu Sozialstunden bei einem einem Priester (Mads Mikkelsen) verurteilt, der in seinem Leben an keinem noch so schlimmen Unglück zu verzweifeln scheint…

Sehr gute schwarze Komödie, die aber über weite Strecken auch hervorragend auf der Drama-Ebene funktioniert (am Ende waren mir dann die Charakterentwicklungen ein bisschen zu schlagartig). Hat auch ungewöhnlich düstere Figuren (wird dem Genre auf jeden Fall gerecht) und eine sehr gute Inszenierung. Meine Lieblingsszenen sind sicherlich die, wo Mads Mikkelsen Hilfesuchende auf seine ganz eigene kuriose Art berät und den verwirrten Blick seines "Assistenten", den er damit auslöst.

7/10


#3578

Thema: Dänische Regisseure
Film: Unter dem Sand (Under Sadet) von Martin Zandvliet
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 101 Minuten
Wo geschaut: Amazon Prime

Nachdem ich am Wochenende schon “Smilla’s Sense for Snow” gesehen habe und leider enttäuscht wurde, wollte ich noch den zweiten dänischen Film schauen, den ich mir für die dieswöchige Challenge auf die Kette gelegt hatte.

Es geht in Under Sandet um eine Gruppe deutscher, jugendlicher Soldaten, die unter der Aufsicht eines dänischen Feldwebels an der dänischen Nordseeküste nach Ende des Krieges Landminen entschärfen sollen…

Der Film hat ein sehr ruhiges Erzähltempo und fokussiert sich auf die Gruppe der Jugendlichen (u.a. spielt hier Louis Hofmann, den ich aus Dark kannte einen der Jungen) und die Beziehung zu ihrem dänischen Vorgesetzten. Durch die Stille am Strand, die Zandvliet unglaublich gut portiert, haben manche brutalen Szenen umso mehr Impact. So hat mich Unter dem Sand das ein oder andere Mal heftig erwisch und ging z.T. ganz schön ans Mark.

Ich mag Filme, bei denen es nicht immer ums große Ganze geht, sondern die kleine Geschichten über einen kurzen Zeitraum erzählen und die Menschen in den Vordergrund stellen. Dies schafft “Under Sandet” hervorragend. 4/5 und eine Empfehlung

Nachdem ich jetzt innerhalb von einer Woche “The Boy in the Striped Pyjamas”, gestern Schindler’s Liste im Kino und nun “Unter dem Sand” gesehen habe, bin ich allerdings auch erst mal wieder bedient von der Thematik 2.Weltkrieg. Mehr verträgt mein z.T. zartes Gemüt dann nicht. Das war schon alles harter Tobak.


#3579

Thema: Dänische Regisseure
Film: Hunger
Regie: Henning Carlsen
Jahr: 1966

Der Film entstand nach dem gleichnamigen norwegischen Roman von Knut Hamsun und weil ich den vor gar nicht allzu langer Zeit gelesen hatte, habe ich mich nun passend zum Thema für ihn entschieden.

Es geht um einen erfolglosen Schriftsteller, der versucht, Ende des 19. Jahrhunderts in Oslo von seinem Schreiben leben zu können. Dies gelingt ihm leider eher schlecht als recht, so dass er im Laufe der Geschichte sein Zimmer verliert und nach und nach immer mehr von seinem Hab und Gut verkauft. Der Film begleitet ihn auf seinen Wanderungen durch Oslo, immer wieder unterbrochen von wiederholenden Szenen und Tagträumen.
Der Film ist schon recht eintönig und hätte ich nicht das Buch dazu gelesen, hätte ich ihn vielleicht sogar abgebrochen. So wollte ich aber doch die ganze Umsetzung sehen und ich finde, sie ist gelungen. Die Hoffnungslosigkeit, die Hamsun beschreibt, bringt Henning Carlsen präzise herüber und auch der Schauspieler des Hungernden hat mir sehr gefallen (er hat sogar den Preis von Cannes für diese Rolle bekommen).


#3580

Hmmm… diese Mal werden es wohl 2 bei mir werden, hab gerad einen im Regal gesehen, den ich gern für die Challenge rewatchen möchte… :sweat_smile:


#3581

Freut mich übrigens dass das Thema so gut ankommt. Hatte erst die Befürchtung dass da nicht genug für jeden dabei ist und wollte auch noch auf Schauspieler ausweiten. Aber ist ja echt nicht nötig. :smiley:


#3582

Thema: Dänische Regisseure
Film: Bird Box (Susanne Bier)
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 124 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Die schwangere Sandra Bullock wird Zeuge, wie plötzlich Wesen auf der Erde erscheinen, die durch ihren bloßen Anblick Menschen in den Wahnsinn und Selbstmord treiben. Sie überlebt die erste Phase dieser Bedrohung. Einige Jahre später versucht sie zusammen mit zwei Kindern eine hoffentlich sichere Unterkunft zu erreichen.

Die Kritiken zu Bird Box waren gemischt, und ich daher nicht mehr so motiviert, den Film zu scahuen, auch wenn mir die Prämisse gefallen hat. Da es jetzt aber so gut zum Thema der Challenge gepasst hat, habe ich dem Film doch mal eine Chance gegeben.

Und was soll ich sagen - ja, die Prämisse ist super, aber mir wird zu wenig daraus gemacht. Die Chemie zwischen der Cast stimmt, die beiden Kinder sind auch ganz putzig, aber das reicht nicht, um den Film zu etwas besonderem zu machen. Ich habe mich, egal, ob man es nun Thriller oder Horrorfilm nennt, nie wirklich angespannt gefühlt.

Für zwischendurch aber ganz okay.

3/5 bei Letterboxd


#3583

Thema: Dänische Regisseure
Film: Sommeren '92 (Kasper Barfoed)_
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 93 Minuten
Wo geschaut: Netflix

Und so komme ich doch wieder zu meinem Fußballfilm :wink:
Danish Dynamite, eine Geschichte die jeder Fußballinteressierte in Europa kennt wurde hier verfilmt. Ein Fußballwunder, wie es so heute nicht mehr möglich wäre. Die Dänen, nur durch die Yugoslawienkriege ins Turnier gerutscht, haben mit allerhand Widrigkeiten zu kämpfen. Ein ungeliebter Trainer, Superstars die keine Lust mehr haben und ein Verband, der null hinter der Mannschaft steht. Alles wird unterfüttert durch Realaufnahmen von damals.
Trotzdem bringt der Trainer (grandios gespielt von Ulrich Thomsen) es zustande in nur einer Woche Vorbereitung eine Mannschaft zu formen, die Sportgeschichte schrieb, obwohl auch während des Turniers nicht alles glatt lief.

Mich hat gewundert, wie hart hier stellenweise mit Dänemarks Volkshelden ins Gericht gegangen wird. Spieler von Weltformat werden hier keinesfalls als Helden dargestellt, sondern oft als arrogante Profis. Zudem gibt es noch eine herzergreifende Story um einen Spieler, die aber durchaus Bewandtnis für die dramatische Story hat. Es geht hier weniger um das Sportliche (obwohl das natürlich Kernthema ist), als um das Leben einer Mannschaft vor und während eines solchen Wegs.

Natürlich kein herausragendes Werk, aber ein sehr schöner Film, der einen mit dem ein oder anderen Lacher oder auch der ein oder anderen Träne belohnt. Für Sonntag Nachmittag bei schlechtem Wetter optimal. Für Fußballfans, die sich für das berühmte drumherum von damals interessieren eine ganz klare Empfehlung.

3,5/5


#3584

Thema: Dänische Regisseure
Film: The Idealist (Christina Rosendahl)
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 114 Minuten

Ein eher minimalistischer aber spannender Investigativ-Thriller, der auf Tatsachen beruht. 1988. Poul Brink ist Journalist und bemerkt während einigen Interviews zu seiner Story über erkrankte ehemalige Arbeiter der Thule Air Base auf Grönland einige Ungereimtheiten bezüglich eines US Airforce B-52 Flugzeugabsturzes in der Nähe der Air Base im Jahr 1968. Daraufhin beginnt er mit intensiven Nachforschungen…

Klasse Thriller, der typisch skandinavisch ruhig daher kommt aber umso spannender ist, da der Film größtenteils auf wahren Begebenheiten basiert.


#3585

Nette Beitrag und willkommen im Thread^^


#3586

Herzlich Willkommen! :hugs:


#3587

Danke euch beiden! Bin selber begeisterter Filmgucker und freu mich schon auf die ganzen Tipps und Perlen hier :beangasm:


#3588

Sieht echt interessant aus. :+1:


#3589

Thema: Dänische Regisseure
Film: Serena
Regie: Susanne Bier
Erscheinungsjahr: 2014
Laufzeit: 110 Minuten
Wo geschaut: Netflix

George Pemberton ist im Holzgeschäft tätig. Als er nach Boston zu einem Gespräch mit der Bank muss, trifft er auf die junge Serena. Die beiden kommen sich näher, heiraten und kehren zu Georges Land zurück, um dort weiter zu wirtschaften, dieses Mal mit Serena als tatkräftige Unterstützung an seiner Seite.

Oh puh … dieser Film. Ich hatte ja schon ein bisschen Angst vor dem Film, nachdem @vivalavendredi ihn eher schwach fand und ich kann mich dem da tatsächlich anschließen. Die Handlung fällt nicht üppig aus, was ja grundsätzlich kein Problem sein müsste, aber sie schleicht so dermaßen langatmig voran, dass es wirklich schon etwas Quälendes hat. Viel kann man da wirklich nicht erwarten.
Ich muss ja auch ehrlich zugeben, dass ich weder besonders angetan von Bradley Cooper noch von Jennifer Lawrence bin. Also so insgesamt und immer, hier macht Cooper aber eine deutlich bessere Figur, wie ich finde, und lässt Lawrence ziemlich blass daneben stehen, auch wenn ich glaube, dass aus ihrer Figur mehr herauszuholen gewesen wäre.
Die Musik dagegen finde ich ziemlich stark, untermalt gut Szenen und ist dabei fast schon intensiver als die Dialoge, die sie eigentlich untermauern sollte. Die Kameraführung finde ich gut, besonders die Closeups gefallen mir sehr. Auch die Färbung des Filmes, so eine leichte Hervorhebung von blauen und roten Tönen in vielen Szenen, gefällt mir sehr gut, gibt dem Film eine Note, die ihn gut ergänzt.

Trotz der letzten, positiven Punkte ist es definitiv kein Film, den ich mir noch einmal anschauen würde, einfach weil er dann doch nicht interessant genug ist.

2/5


#3590

Thema: Dänische Regisseure
Film: The Neon Demon von Nicolas Winding Refn
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 118 Minuten
Wo geschaut: Amazon (Leihe)

Die erst 16-jährige Jesse zieht nach Los Angeles, um dort als Model zu arbeiten. Dort findet ihre natürliche Schönheit viel Zuspruch seitens potentieller Arbeitgeber, aber bald wird auch die andere Seite der Medaille deutlich: Ihre Konkurrentinnen sind bereit alles zu tun, um das besondere Etwas zu erlangen, was sie hat.

Nach der eher roh und sehr realitätsnah inszenierten Pusher-Trilogie ist Nicolas Winding Refn immer mehr dazu übergegangen sehr ästhetische, audiovisuell beeindruckende Filme zu schaffen, die teilweise eher phyisches Erlebnis als klassischer Film sind. Dies klappt für mich z.B. bei Drive hervorragend, weil es noch nicht komplett im Vordergrund steht und es Charaktere gibt, in die man als Zuschauer investiert ist.

Bei The Neon Demon treibt er diese Inszenierung für meinen Geschmack aber zu sehr auf die Spitze, um mich mit seinen Bildern zu fesseln, wodurch viele extrem lange Slow-mos eher für Langeweile sorgen statt eine Sogwirkung zu kreieren.
Dabei bleiben Handlung und Charaktere auch zu inhaltslos, was wahrscheinlich gewollt ist, um die Oberflächlichkeit und Inhaltsleere der Modebranche zu kritisieren, aber mich nicht packen konnte, weil der Film einem dies zu jedem Zeitpunkt ins Gesicht schreit.
Ein paar Szenen, in denen der Schönheitsbegriff diskutiert wird, konnte mein Interesse wieder wecken, aber insgesamt hat sich der Film für mich doch sehr gezogen, auch wenn er gegen Ende wieder etwas mehr Fahrt aufnimmt.

Alles in allem ist The Neon Demon durchaus ein besonderes Filmerlebnis, aber ich konnte persönlich daraus nicht viel mitnehmen.

3/5