[Filme] Original und Remake

Das Original ist wesentlich kompromissloser, und deutlich besser!

Richtig guter Film!

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Psycho (1960)

Regie: Alfred Hitchcock
Anthony Perkins, Janet Leigh, Vera Miles, John Gavin, Martin Balsam, John McIntire

Inhalt:
40.000 Dollar. Ein Moment der Schwäche. Diese Kombination lässt die bislang vorbildliche Angestellte Marion Crane (Janet Leigh) zu einer Diebin werden. Mit dem unterschlagenen Geld in ihrer Handtasche macht Marion sich auf den Weg zu ihrem Geliebten Sam (John Gavin). Als sie im Dunkeln in einen starken Regen gerät, hält Marion an dem abgelegenen Motel des jungen Norman Bates (Anthony Perkins). Ein fataler Fehler, denn Norman, der stark unter seiner dominanten Mutter leidet, verbirgt ein tödliches Geheimnis …

Fazit:

Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Robert Bloch, die wiederum durch die Taten des Serienkillers Ed Gein inspiriert wurde.
Hitchcock der unbestrittene Meister des Suspense mag eine Vielzahl an grandiosen Film-Meisterwerken geschaffen haben, doch keines davon ist so stark in der heutigen Pop-Kultur verwurzelt wie der in Schwarz / Weiss gedrehte Horror-Thriller.
Dabei ist Psycho, vor allem im Vergleich mit anderen Filmen aus Hitchcock’s famoser Filmografie, storymässig eher simpel gehalten, wobei sogar die Figuren eher einfach charakterisiert sind und vielmehr wie Figuren auf einem Schachbrett wirken.

Ein weiteres Lob gebührt den beiden Hauptdarstellern. Anthony Perkins hat mit der Figur des innerlich zerrissenen Norman Bates die Rolle seines Lebens gefunden und Janet Leigh schafft es, ihre Figur, die sich in einer verführerischen Situation falsch entschieden hat, mit all ihren Zweifeln so sympathisch zu spielen, dass ihr grausames Schicksal umso schockierender wirkt.
Dazu die technische Raffinesse ( Kamera , Schnitttechnik und die Musik von Bernard Herrmann ) die einen immer wieder in seinen Bann ziehen.

Zum Beweis hier die Filmmusik:

“Psycho” ist ein Meisterwerk, das in keiner Sammlung fehlen sollte.
Das American Film Institute wählte ihn zu Recht auf Platz 1 der besten amerikanischen Thriller aller Zeiten dazu steht er noch weiteren Listen.
Die besten amerikanischen Filme aller Zeiten (Platz 14)
Die 50 größten Schurken des amerikanischen Films (Norman Bates, Platz 2)
Die beste Filmmusik Amerikas aus 100 Jahren (Platz 4)

Noch ein Filmtipp:

Hitchcock (2012)

Regie: Sacha Gervasi
Sir Anthony Hopkins, Helen Mirren, Scarlett Johansson, Danny Huston, Toni Collette, Jessica Biel, James D’Arcy, Michael Stuhlbarg, Ralph Macchio, Kurtwood Smith, Michael Wincott

Inhalt:
Als Alfred Hitchcock das Buch Psycho in die Hände fällt, ist er überzeugt, einen grandiosen Filmstoff entdeckt zu haben, doch die Filmbranche ist skeptisch. Er beschließt, das Projekt dennoch zu wagen und den Film aus eigener Tasche zu finanzieren. Es folgt die turbulente Geschichte um die Produktion von Psycho, mit ungeduldigen Studiobossen, einem Buch-Protagonisten, der Hitchcock bis nach Hause verfolgt und der Liebesgeschichte zwischen Alfred und seiner Frau Alma.

Fazit:
Der FIlm ist humorvoll, schön abgefilmt und hat mit Anthony Hopkins einen überragenden Darsteller.
Zumindest für Cineasten ist der Film ein spannender Blick zur der Entstehung eines Klassikers, bei dem man allerdings nicht alles für bare Münze nehmen sollte.

Psycho (1998)

Regie: Gus Van Sant
Vince Vaughn, Anne Heche, Julianne Moore, Viggo Mortensen, William H. Macy

Fazit:
Ein Remake die Szene für Szene exakt gleich nachgedreht ist, allerdings diesmal in Farbe und mit anderen Darstellern. Was als Verneigung vor dem Klassiker gemeint war, verkam leider zu einer seelenlosen Kopie ohne schauspielerische Tiefe oder die fesselnde Atmosphäre des Originals.

Nach dem großen Erfolg von Psycho von 1960 sind natürlich Fortsetzung gemacht worden die ihren Reiz haben aber nie an das Original heranreichen. Teil 2 und Teil 3 hab ich aber ganz gerne.

Psycho II (1983)

Regie: Richard Franklin
Anthony Perkins, Vera Miles, Meg Tilly, Robert Loggia, Dennis Franz

Inhalt:
Es ist 22 Jahre später, und Norman Bates kehrt in das gruselige Bates-Motel zurück. Als geheilt ist Norman aus der Psychiatrie entlassen worden, doch die Schatten liegen weiterhin über diesem unrühmlichen Haus. Schon bei seiner Ankunft holt ihn die Vergangenheit ein: Norman hört die Stimme seiner Mutter und findet Notizzettel, die von ihr unterschrieben worden sind. Ein entsetzliches Komplott bemächtigt sich des empfindsamen Normans, der als einzige Hilfe Mary hat, die sich in ihn verliebt. Ein makabres Spiel nimmt seinen Lauf…

Fazit:

Psycho II ist eine durchweg gelungene Fortsetzung, die nun mit Farbe und dem 80er Jahre Style brillieren kann und setzt außerdem auf weit mehr Horrormomente.

Psycho III (1986)

Regie: Anthony Perkins
Anthony Perkins, Diana Scarwid, Jeff Fahey, Roberta Maxwell, Lee Garlington

Inhalt:
Als die ehemalige Nonne Maureen vor Norman Bates steht und ein Zimmer mieten möchte, trifft ihn fast der Schlag, denn sie sieht fast genauso aus wie sein erstes Opfer. So wehrt er sich mit Händen und Füßen gegen die Zuneigung der jungen Frau, denn er muss nach wie vor jeden Abend seiner Mutter Bericht erstatten, was er getan hat. Und die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein. Eine Journalistin ist im Ort angekommen und will ihn interviewen, was Norman strikt ablehnt, denn er will seine Ruhe haben und von den Geschichten, die über 25 Jahre zurückliegen, nichts mehr hören.
Als er am gleichen Abend in der Telefonzelle des Motels ein Mädchen erstochen findet, weiß Norman Bates, dass der Teufelskreis von neuem beginnt …

Fazit:

Deutlich schwächer als der Vorgänger bedient er sich der üblichen 80er Jahre Slasher-Handlung mit blödsinnigen Knallchargenfiguren, viel nackter Haut und hat One-Liner die fast schon parodistische Einlagen sind. Von Zeit zu Zeit hab ich einfach Lust auf Trash.

Psycho IV – The Beginning (1990)

Regie: Mick Garris
Anthony Perkins, Henry Thomas, Olivia Hussey, Warren Frost, CCH Pounder

Inhalt:
Hier erfährt man mehr über die Mutter von Norman Bates - Dinge, die man im ersten Teil aus dem Jahr 1960 nicht erfahren hat. Norman Bates hört im Radio eine Sendung über Männer, die ihre Mutter getötet haben, und ruft unter falschem Namen dort an. Die Moderatorin kann ihm entlocken, daß er nicht nur seine Mutter, sondern auch einige andere Frauen auf dem Gewissen hat.

Fazit:
Nicht der Rede wert.

und zum Abschluss noch die Serie Bates Motel die in 5 Staffeln die Vorgeschichte zum Roman Psycho von Robert Bloch erzählt. Jedoch setzt die Serie die Handlung in die heutige Zeit und ist somit nicht als direktes Prequel zum Film oder zum Roman zu betrachten, sondern greift lediglich dessen Motive auf.
Highlight der Serie ist Vera Farmiga als Norman Bates Mutter.

Der Trailer für die erste Staffel:

und für die letzte Staffel:

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Ein Film, bei dem das Remake definitiv besser ist als das Original ist “Ocean’s Eleven” von Soderbergh.
Das Original mit dem Rat Pack (in Deutschland veröffentlicht als "Frankie und seine Spießgesellen - was für ein Grützentitel) war nicht komplett scheiße, aber reicht nicht an das Remake mit Clooney und Konsorten ran.

Am Anfang sieht der Kerl im Schatten von der Seite fast aus wie Tom Hardy oder Vin Diesel :slight_smile:

Um ehrlich zu sein bitte Hollywood versaut doch nicht alle Filme die meine Kindheit bereichert haben! xD

Das sich die ganzen hochkarätigen Schauspieler darauf auch noch einlassen den Klassiker in den dreck zu ziehen.

Oje Oje Oje :wink:

zum Glück habe ich dieses seelenlose Miststück aus der USA nie gesehen, hab dann vor ca. 2 Jahren Oldboy gesehen und ging mir sehr ähnlich, war echt weggeblasen. Fantastischer Film :heart_eyes:

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Der trailer ist eine Werbekampagne …
Ein Film ist nicht in Planung :wink:

Gefährliche Brandung - Point Break (1991)

Regie: Kathryn Bigelow
Patrick Swayze, Keanu Reeves, Gary Busey, Lori Petty, John C. McGinley, James LeGros,

Inhalt:
Mit der Präzision eines Uhrwerks geht im Großraum Los Angeles ein Banküberfall nach dem anderen über die Bühne. Die spärlichen Indizien lassen vermuten, daß sich hinter den maskierten Tätern die jungen Leute einer Surferclique verbergen. Ein Undercover-Agent soll Klarheit verschaffen, und wenig später schwimmt FBI-Landratte Johnny Utah in der gefährlichen Brandung um sein Leben.

Fazit:

Was soll ich groß schwadronieren über den Film. Ich mag ihn einfach.
"Gefährliche Brandung“ ist handgemachtes, vortrefflich fotografiertes und ohne Durchhänger vorgetragenes Spannungskino der 90er Jahre (mit DNA der 80er Jahre) der unvergänglichen Sorte.
Alleine die Verfolgungsjagd von Keanu Reeves zu Fuß nach dem vorletzten Banküberfall hat sich in mein Hirn eingebrannt. Wer genau hinschaut entdeckt bei den "Surf Nazis“ zwei bekannte Gesichter Anthony Kiedis von den Red Hot Chili Peppers und Vincent Klyn aus dem Van Damme Film "Cyborg“.

Point Break (2015)

Regie: Ericson Core
Edgar Ramirez, Luke Bracey, Teresa Palmer, Clemens Schick, Ray Winstone, Delroy Lindo

Inhalt:
Der junge FBI-Agent Johnny Utah infiltriert ein Team von Extremsportlern unter der Führung von Bodhi , das unter Verdacht steht, eine Reihe von beispiellosen und sehr ausgeklügelten Angriffen auf Unternehmen begangen zu haben. Auf seiner gefährlichen Undercover-Mission kämpft Utah nicht nur um sein Leben, sondern versucht auch, das Extremsportler-Team als die Architekten der wahnwitzigen Verbrechen zu überführen, die das Bestehen der weltweiten Finanzmärkte bedrohen.

Fazit:

Der Film wirkt wie ein langer Werbeclip, bei dem man vergeblich nach dem Red Bull-Logo sucht. Da erinnere ich mich doch an Willy Bogner der in 80er Jahren aus diesen Aufnahmen wohl "Feuer und Eis 2“ gedreht hätte.

Der Film scheitert auf inhaltlicher und erzählerischer Ebene und liefert nur ein paar schöne Naturaufnahmen.Ein freudloses Remake.

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Nightwatch – Nachtwache (Originaltitel: Nattevagten) 1994
Regie: Ole Bornedal
Nikolaj Coster-Waldau, Sofie Graaboel, Kim Bodnia, Lotte Andersen, Ulf Pilgaard

Story:
Der Jurastudent Martin verdingt sich als Nachtwächter in der Leichenhalle eines Krankenhauses. Als es dort immer wieder zu grausigen Zwischenfällen kommt, gerät Martin in einen blutigen Kriminalfall um einen brutal mordenden Serienkiller, der es auf hübsche, junge Frauen abgesehen hat. Im Verlauf des Falles kommt ihm der Täter immer näher und Martin ist schließlich sogar für die Polizei der Hauptverdächtige…

Fazit:

Dieser Film bietet intelligente Spannung mit ordentlich viel schwarzen Humor und spielt mit Ängsten und menschlichen Abgründen, ohne übertrieben oder unrealistisch zu wirken. Die Geschichte wird so großartig erzählt, dass man sich sofort in den Hauptcharakter Martin hineinversetzen kann.
In seinem Regiedebüt hat Ole Bornedal seine Vorbilder von Hitchcock bis Polanski ausgiebig studiert und wendet hier in schauriger Atmosphäre die Techniken der Meister brillant an. "Nightwatch – Nachtwache“ überzeugt in sämtlichen Belangen und ist Pflichtprogramm für jeden Krimi-, Thriller- und Horrorfan.

Freeze – Alptraum Nachtwache 1997
Regie: Ole Bornedal
Ewan McGregor, Nick Nolte, Josh Brolin, Patricia Arquette, Lauren Graham, Brad Dourif, John C. Reilly, Alix Koromzay

Fazit:

Ole Bornedal hatte das seltene Glück, das amerikanisches Remake selbst zu inszenieren.
Zwei Thriller die nahezu identisch, aber nicht 1:1 sind. Bornedal straffte sein Drehbuch, verabschiedete sich von einigen Rahmenhandlungen. Am Grundgerüst der Story indes hat sich nichts geändert.
Ansonsten ist alles schön auf das US Publikum zugeschnitten, die Eigenwilligkeit der Charaktere und der typische schwarze Humor dänischer Produktionen kommt auch nur sehr schemenhaft rüber. Was bleibt ist eine halbwegs spannende Unterhaltung.

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Da gibts an der Stelle ja noch einige andere Kurosawa-Filme die mehrmals neu aufgelegt wurde, z.B. Yohjimbo -> Für eine Handvoll Dollar -> Last Man Standing.

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Funny Games (1997)
Regie: Michael Haneke
Susanne Lothar, Ulrich Mühe, Arno Frisch, Frank Giering, Stefan Clapczynski

Story:
Zwei Jugendliche dringen in das Wochenendhaus einer gutbürgerlichen Familie ein und terroririsieren die Familienmitglieder mit sadistischer Konsequenz.

Fazit:

Funny Games polarisierte schon bei seiner Premiere in Cannes Publikum und Kritiker.
Hier einige Stimmen:
Hanekes französischer Regiekollege Jacques Rivette bezeichnete den Film als "Schande“ und "schlimmer als Uhrwerk Orange“.
Kritiker Leonard Maltin schrieb “kaum glaubwürdig und in höchstem Maße unangenehm”.
Ed Gonzalez schrieb im Slant Magazine: "Hanekes Rügen sind nur deswegen verstörend, weil sie jede Selbstkritik missen lassen, und beim Anschauen seiner Werke drängt sich immer der Eindruck auf, er glaubt, seinen Figuren, seinem Publikum und seiner Studie überlegen zu sein.“
Claus Philipp vom österreichischen Standard urteilte: "Haneke hat recht, wenn er manche Verherrlichungen von Gewalt eng mit der gegenwärtigen Praxis der Massenmedien zusammendenkt – aber sein polemischer Ingrimm, mit dem er Grausamkeiten noch zuspitzt, beliefert letztlich nur einen Markt, der tatsächlich immer härteren ,Stoff‘ sucht. Ein bisschen erinnern die Kontroversen rund um Funny Games an die Natural Born Killers von Oliver Stone. Auch dort gab jemand vor, mediale Gewalt zu dekonstruieren. Auch das wurde letztlich nur modisch begrüßt – für schwere Denke bei kulturpessimistischen Selbstgeißlern bzw. als Schauwert für MTV-Freunde.“

Der Regisseur Michael Haneke erläuterte sein Vorgehen im Presseheft zu Funny Games so: "Ich versuche Wege zu finden, um Gewalt als das darzustellen, was sie immer ist, als nicht konsumierbar …“. Ziel von Haneke war es, einen radikalen, nihilistischen Gegenentwurf zur leicht verdaulichen, aber eben omnipräsenten Gewalt des Fernsehens und des Mainstream-Kinos zu entwerfen. Haneke will mit seinem drastisch-lakonischen Stil und der beinahe banalen Gewaltdarstellung das Leiden der Opfer betonen.

Wie ich ihn das erste Mal sah, hatte ich keine Ahnung von diesem Film. Und somit hat mich damals die volle Wucht getroffen. Es ist auch einer der wenigen Filme den ich seit dem ersten Mal anschauen 1998, vielleicht noch 1x mir angetan habe.
Allerdings habe ich so eine schauspielerische Wucht wie von Ulrich Mühe und Susanne Lothar nur selten gesehen. Und Arno Frisch als überfreundlicher Paul und sein Weggenosse Frank Giering sind großartig.
Unvergesslich die quälend lange Szene, als Ulrich Mühe nach dem Tod seines Sohnes in Tränen ausbricht. Dabei wird die Kamera etwa zehn Minuten (gefühlt eine Stunde) auf ihn gerichtet. Der Zuschauer wird mit dem Opfer allein gelassen.
Ob nun in Funny Games plakativ der Zuseher vorgeführt werden soll oder nicht, ist es doch ein dichter beklemmender Film geworden. Ich habe mich in der Tat noch nie so unwohl gefühlt beim Betrachten eines Films.
Persönlich halte ich Haneke für einen ganz genauen Beobachter, er analysiert seine Umwelt, bannt diese auf Film, entfremdet sie, verzerrt sie, spult zurück und vor und ist somit ganz und gar nicht außen vor, sondern stellt sich mitten rein.

Funny Games U.S. (2007)
Regie: Michael Haneke
Naomi Watts, Tim Roth, Michael Pitt, Brady Corbet, Devon Gearhart

Fazit:

Im zweiten Versuch des Shot-by-Shot-Remakes hinterlässt die Neuverfilmung einen faden, einen schlaffen Nachgeschmack.
Wer die frühere Fassung von Funny Games nicht kennt und die Neuverfilmung mit unvorbelastetem Blick sieht, für den mag vielleicht eine ähnliche Wirkung einstellen. Doch im direkten Vergleich kann die optische Brillanz und technische Perfektion von Funny Games U.S. gegenüber der brutalen Wucht des Originals nicht bestehen.

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Weiter oben wurde " Die Fliege " von 1986 schon erwähnt. Doch der Film gehört zu einen meiner vielen Lieblingsfilme und deshalb gebührt ihn größere Anerkennung.

Die Fliege - The Fly (1958)
Regie: Kurt Neumann
David Hedison, Patricia Owens, Vincent Price, Herbert Marshall, Kathleen Freeman

Inhalt:
Francois Delombre und Bruder André arbeiten in ihrem Forschungsinstitut an der Umwandlung von Materie in Energie. Durch Fehler im Materie-Transmitter, in dem sich eine Fliege aufhielt, taucht André nach Selbstversuch mit einem riesigen Fliegenkopf auf. Es entstehen Zwitterwesen: Wissenschaftler mit Kopf und Arm der Fliege und die Fliege mit Kopf und Arm des Menschen. André zwingt seine Frau ihn zu töten. Inspektor Charas findet im Garten eine Fliege mit menschlichen Gesichtszügen, die sich im Spinnennetz verfangen hat. Er tötet sie mit einem Stein.

Fazit:

Klassiker des Insekten-Science-Fiction-Horror-Films.
Der Reiz des Originals liegt in seiner Erzählweise, die in Hitchcock-ähnlicher Manier eine zentrale Mordtat mithilfe eines Rückblicks aufklärt. Natürlich bewandert "Die Fliege“ aus heutiger Sicht einen schmalen Grat zwischen unheimlicher Spannung und unfreiwilliger Komik.
Neumann schafft aber eine beunruhigende Atmosphäre mit minimalen Aufwand und er beschränkt sich auf einen kleinen Spielraum (Labor & Haus), so dass er die Spannung steigert bis zum gänsehauterregenden Schluss, der einem im Gedächtnis bleibt.
Der Film war damals so erfolgreich, dass er zwei Fortsetzungen nach sich zog.

Die Rückkehr der Fliege - The Return of the Fly (1959)
Regie: Edward Bernds
Vincent Price, Brett Halsey, David Frankham, John Sutton, Danielle De Metz

Inhalt:
Phillipe, der Sohn des genialen Wissenschaftlers André, tritt in die Fußstapfen seines Vaters, denn auch er experimentiert mit der Transferierung von Materie – und genau das wird ihm zum Verhängnis: Während eines Selbstversuches vermischen sich seine Körperatome mit denen einer Fliege! Halb Mensch – halb Insekt beginnt für ihn ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die grauenvolle Mutation schreitet voran und es gibt nur eine Chance sie rückgängig zu machen.

Fazit:

Das kassenträchtige Konzept des Originals wurde lediglich vage variiert, die Geschichte um den im ersten Anlauf noch unfreiwillig heraufbeschworenen Wahnsinn der Wissenschaft mit veränderten Protagonisten einfach neu erzählt.
Insgesamt ist die Fortsetzung viel zu simpel und vorhersehbar aufgebaut. Ideen sind aus den Fortsetzungen von "Frankenstein“ und "Der Unsichtbare“ entnommen, ansonsten orientiert man sich am klassischen Mutantenfilm seiner Zeit.

Der Fluch der Fliege - Curse of the Fly (1965)
Regie: Don Sharp
Carole Gray, George Baker, Brian Donlevy, Jeremy Wilkins, Yvette Rees

Inhalt:
Die attraktive Patricia flieht aus einer Nervenklinik und findet Unterschlupf bei dem Wissenschaftler Martin Delambre. Die beiden verlieben sich ineinander und heiraten. Was Patricia nicht ahnt: Martin hütet ein düsteres Geheimnis. Er führt gefährliche Experimente mit einer Teleportationsmaschine durch, denen bereits einige seiner Angestellten zum Opfer fielen…

Fazit:

Zum Gruseln ist der inhaltlich in zu viele Nebenplots verstrickte Film einfach nicht.

Die Fliege - The Fly (1986)
Regie: David Cronenberg
Jeff Goldblum, Geena Davis, John Getz

Inhalt:
Der exzentrische Wissenschaftler Seth Brundle forscht auf dem Gebiet der Teleportation. Er erzielt beachtliche Erfolge auf dem Gebiet, nur lebende Objekte lassen sich noch nicht erfolgreich in ihre Bestandteile zerlegen und an einem anderen Ort wieder zusammensetzen. Zuerst widerwillig, letztlich aber fasziniert begleitet die Reporterin Veronica Quaife seine Arbeit und berichtet exklusiv darüber. Die beiden freunden sich an und entwickeln Gefühle füreinander, es entsteht eine Liebesbeziehung. Eines Tages gelingt dem Forscher der Durchbruch und er startet einen Selbstversuch. Zunächst scheint auch alles zu funktionieren, dummerweise geriet jedoch eine Stubenfliege mit in die Apparatur. Mit der Zeit bemerkt das Pärchen seltsame Veränderungen am Körper und verhalten von Seth. Er beginnt, sich langsam, aber sicher in eine Fliege zu verwandeln.

Fazit:

Die Fliege war einer dieser Filme die mich nachhaltig beeindruckt haben. Ich habe den Film zum ersten mal 1986 verbotener weise als 11 jähriger im Kino gesehen.

Die Inszenierung ist überwiegend ruhig, es wird sich Zeit gelassen für die Figuren und auch der Horror nimmt nur langsam an Fahrt auf. Dafür wirkt er dann aber umso intensiver. Die Atmosphäre ist unglaublich. Anfangs hat der Film was leicht unbeschwertes, wirkt locker, doch es wird immer bedrohlicher und im Endeffekt ist das ganze Szenario traurig. Man hat es also mit einem Horrordrama zu tun.
Der Film schafft eine perfekte Symbiose aus körperlicher und charakterlicher Veränderung, bietet einige Schockeffekte und fesselt durch seine Intensität.
Wir werden Zeuge einer kafkaesken Verwandlung – dem Übergang vom Menschen zum Tier.
Die Fliege besticht durch sein Setdesign, die Kameraarbeit und Beleuchtung, das kluge und tragische Drehbuch, vielschichtige Charaktere, tolle Schauspieler einen tollen Soundtrack von Howard Shore und Oscar-prämierte Maskeneffekte von Chris Wallas.
Ganz, ganz großes Kino.

Fun Fact:
Mel Brooks ( Spaceballs )Produktionsfirma finanzierte den Film.
Jeff Goldblum und Geena Davis verliebten sich bei den Dreharbeiten und heirateten kurze Zeit später. Die Ehe hielt 3 Jahre.
Es gibt auch ein Operfassung von dem Film. Die Musik stammt wie im Film von Howard Shore.

Die wunderbare Musik aus dem Film mit den ersten 4 Stücken des Soundtracks.

Die Fliege 2 - The Fly II (1989)
Regie: Chris Walas
Eric Stoltz, Daphne Zuniga, Lee Richardson

Inhalt:
Martin, der Sohn des Forschers, der zu einer Fliege mutierte, muß in einem von der Außenwelt abgeriegelten Institut des Großindustriellen Anton Bartok aufwachsen. Bartok wartet darauf, daß er sich in etwas kommerziell verwertbares verwandelt. Martin jedoch will nur eines: ein normales Leben führen, besonders als er sich in die schöne Beth verliebt.

Fazit:

Die Fliege 2 ist st zwar kein ganz schlechter Film, aber wirklich gut ist er auch nicht.
Die Dramatik und Atmosphäre des Vorgängers kommt hier nur noch sehr selten und deutlich abgeschwächt auf. Obwohl der Film in keiner Kategorie mit dem großartigen Vorgänger mithalten kann, so erreicht er doch einen ordentlichen Level.

Ein Subplot hat sich aber schon eingebrannt, als der kindliche Martin sich mit einem Golden Retriever anfreundet, der durch ein weiteres missglücktes Experiment zur bemitleidenswerten Bestie mutiert und vom ausgewachsenen Martin eingeschläfert wird. Diese Szenen sind (besonders für Hundefreunde wie mich) schwer zu verdauen und hinterlassen einen bitteren Nachgeschmack, ganz besonders, wenn der böse Konzernchef am Ende durch „ausgleichende Gerechtigkeit“ ein ähnliches Schicksal durchmachen muss wie das Tier - man fragt sich allerdings, ob er es wegen der Installation einiger versteckter Kameras und unsympathischer Methoden verdient hat, als Tierversuch zu enden.
Ein Pluspunkt hat der Film die immer entzückende Daphne Zuniga.

Hier noch das Hauptthema von Christopher Young:

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Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens (1922)
Regie: Friedrich Wilhelm Murnau
Max Schreck, Gustav von Wangenheim, Greta Schröder, Alexander Granach, Georg H. Schnell, John Gottowt, Gustav Botz, Max Nemetz

Inhalt:
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts reist Hutter, Angestellter des Häusermaklers Knock, im Auftrag seines Herrn von Wisborg nach Transsylvanien, um dem Grafen Orlok ein Angebot zu überbringen. Schon unterwegs mehren sich die Hinweise kommenden Unheils. Auf Orloks Burg entdeckt Hutter, dass der Graf der Vampir Nosferatu ist, vor dem ihn ein altes Buch gewarnt hatte. Die Sorge seiner fernen Braut rettet Hutter auf geheimnisvolle Weise vor dem Vmpir, doch dieser hat auf einem Medaillon Ellens Bild entdeckt. Getrennt, aber gleichzeitig reisen Orlok und Hutter nach Wisborg; der Vampir bringt die Pest in die Stadt. Ellen opfert ihr Leben, um den Ort und seine Menschen zu retten.

Fazit:

Die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts. Gerade für den deutschen Film stellten sie das Goldene Zeitalter dar, schafften es doch Robert Wiene mit "Das Cabinet des Dr. Caligari“ (1919) und Paul Wegener mit "Der Golem: Wie er in die Welt kam“ (1920), der deutschen Filmwirtschaft weltweiten Ruhm zu bescheren. Ein weiterer Vertreter des deutschen Expressionismus sollte “Nosferatu” werden.
Sehr innovativ für die damalige Zeit ist die revolutionäre Gestaltung des Vampirs, der auch heute noch eine grauenerregende Filmfigur ist. Die traumartige Inszenierung wirkt tief ins Unterbewusste und ist trotz der morbiden Düsterness auch voll von Poesie.
Neben primitiven Farbtönungen, welche in einer Art Grundierung über verschiedene Strecken des schwarzweißen Filmmaterials gelegt für eine symbolische Vertiefung der jeweiligen Stimmung sorgen, beeindrucken optisch auch diverse Spezialeffekte wie bewusst eingesetzte, subtil angelegte Zeitrafferaufnahmen, transparente Überblendungen, groteske perspektivische Verfremdungen im Kulissenaufbau und nicht zuletzt auch die in Anwesenheit von Nosferatu Orlok wie von Zauberhand geöffneten und geschlossenen Türen. Zahlreiche symbolisch angelegte, und äußerst bedrohlich wirkende Schattenspiele, die scherenschnittartig für zusätzlichen Grusel sorgen, sowie das stocksteife Mienenspiel und die morbiden, langsamen Bewegungen Orloks werden kongenial von der beeindruckenden Maske ergänzt, die dem Ungetüm eine Aura des schlaflosen Todes verleihen, versetzt mit einem Hauch Insektenhaftigkeit und müder Traurigkeit.
Der breiten Masse dürfte es schwer fallen, sich dieser Art Film zu öffnen. Was schade ist weil der Film ein Grundstein für Vieles ist, was wir uns heutzutage anschauen dürfen.

Auch interessant die Hintergrundgeschichte des Werkes, die von einem heftigen Rechtsstreit zwischen Bram Stokers Witwe und der Produktionsfirma Prana Films geprägt war.
Da die Filmrechte für die Romanvorlage nicht erworben wurden, klagte Bram Stokers Witwe kurz nach der Premiere vor Gericht. Außerdem weigerten sich die meisten großen Kinos zur der Zeit "Nosferatu“ auf der Leinwand zu zeigen, wodurch die hohen Produktionskosten nicht eingespielt werden konnten. Im Jahr 1925 veranlasste ein Gericht die Vernichtung sämtlicher Kopien des Films, so dass die Prana-Film GmbH letztendlich Konkurs anmelden musste. Nur einige Kopien, gerade die Versionen, die es bereits ins Ausland geschafft hatten, blieben noch erhalten, wodurch später verschiedene restaurierte Fassungen erstellt werden konnten.

Nosferatu – Phantom der Nacht (1979)
Regie: Werner Herzog
Klaus Kinski, Isabelle Adjani, Bruno Ganz, Jacques Dufilho, Roland Topor, Walter Ladengast

Fazit:

Die Zeit war günstig denn gegen Ende der 70er Jahre hatte der neue Deutsche Film einen seiner größten Höhepunkte zu verzeichnen. Große Filme wie “Die Ehe der Maria Braun” oder “Die Blechtommel” sahnten auch international ab und gaben den deutschen Film einen neuen exzellenten Weltruf. Auch Herzogs gothische Horrorpoesie “Nosferatu” darf hier dazu gezählt werden.

An der Geschichte wurde nicht viel verändert außer am Ende wo Herzog seinem Film ein eigenes, pessimistisches Ende gibt.
Natürlich ist Murnaus Film unerreicht, das wußte Werner Herzog auch. Er hat es allerdings sehr geschickt vermieden eine farbige Kopie des Klassikers zu fabrizieren, auch wenn weite Teile seiner Version als Hommage erkennbar sind. Es sind ähnlich pessimistische Bilder zu verzeichnen doch Herzogs düstere Bilder über Pest, Fäulnis und dem allgegenwärtigen Sterben rufen sogar ein bisschen Apokalypse hervor. Sein Szenario wirkt am Ende verstörend, atmosphärisch, unglaublich schön und ebenso grauenerregend.
Klaus Kinski spielt diesen Nosferatu als scheußliche, aber auch todmüde und tieftraurige Kreatur, die schwer darunter leidet, einsam zu sein und nicht sterben zu können: furchterregend und bedauernswert zugleich.
Bruno Ganz brilliert in der Rolle des Jonathan Harker mit einer ausdrucksstarken Leistung, die in perfekter Harmonie zu Kinski steht. Eine wundervolle Isabelle Adjani strahlt als Lucy Harker genug Fragilität aus, die dem Stoff angemessen ist.
Nosferatu – Phantom der Nacht” funktioniert nicht nur als eigenständiger Film, er kann sich auch mit Fug und Recht mit Murnau’s Version messen, nur in keinem Fall vergleichen lassen.

Eins noch, 2010 kam heraus das bei den Dreharbeiten tausende Ratten getötet wurden.
Der holländische Biologe Maarten ’t Hart erzählte über seine Mitwirkung als Rattenexperte beim Film.
Zum einem, wurden 12 000 Ratten aus Ungarn in die Niederlande verfrachtet, auf der dreitägigen Reise weder mit Essen noch mit Trinken versorgt worden waren und sich deshalb gegenseitig auffraßen.
Zum zweiten, da die Ratten weiß und nicht wie von Herzog gewünscht schwarz waren, habe der Regisseur sie färben lassen. Für diesen Prozess seien die Tiere in kochendes Wasser getaucht worden, wobei ungefähr die Hälfte umkam.

Zum Abschluss noch ein kleiner Filmtipp !

Shadow of the Vampire (2000)
Regie: E. Elias Merhige
John Malkovich, Willem Dafoe, Cary Elwes, John Aden Gillet, Eddie Izzard, Udo Kier, Catherine McCormack

Inhalt:
Bei den Dreharbeiten zum Stummfilmklassiker “Nosferatu” kommt es zu unheimlichen Zwischenfällen. Zunächst fühlen sich einige Mitglieder der Crew seltsam blutleer. Dann gibt es den ersten mysteriösen Todesfall. Was die Crew nicht ahnt: Um seine Dracula-Verfilmung so realistisch wie möglich zu drehen, engagierte der besessene Regisseur F.W. Murnau für die Hauptrolle einen echten Vampir. Als Gage versprach ihm Murnau das Blut der Hauptdarstellerin in der Schlussszene. Doch der Blutdurst des Vampirs kann nicht so lange warten.

Fazit:

Der Film ist ein Hybrid aus Komödie, Horrorfilm und Filmdokumentation.
"Shadow of the Vampire“ wirft einen (fingierten) Blick auf die Produktion des Film-Klassikers "Nosferatu“ und stellt die Hypothese auf, dass Hauptdarsteller Max Schreck in Wirklichkeit ein Blutsauger war.
Der Film hat seine schwarzhumorigen Momente ist eine schöne Hommage an die Stummfilmzeit und Willem Dafoe gibt als Blutsauger Max Schreck eine wunderbare Vorstellung und wurde für seine Leistung für einen Oscar nominiert. Produziert von Nicolas Cage.

4 „Gefällt mir“

Manhunter – Roter Drache alternativ Blutmond (1986)
Regie: Michael Mann
William Petersen, Kim Greist, Joan Allen, Brian Cox, Dennis Farina, Stephen Lang

Inhalt:
Will Graham, Ex-FBI-Agent im vorübergehenden Ruhestand, wird von einem alten Kollegen kontaktiert und gebeten, bei der Suche nach dem Killer "Zahnfee“ zu helfen. Graham hatte Jahre zuvor Lecter zu Strecke gebracht, und kurierte inzwischen seine seelischen Wunden, nun bedrohen die begrabenen Dämonen der Vergangenheit das inzwischen vorhandene Familienidyll von Neuem. Doch Will Graham stellt sich dem Killer und Hannibal Lecter, der inzwischen im Gefängnis sitzend, so etwas wie der “Mentor” der "Zahnfee“ wurde, und von dort aus versucht, Rache an Graham zu nehmen.

Fazit:

Manhunter ist die erste Verfilmung des Romans Red Dragon (Thomas Harris) und damit auch der erste Auftritt der Figur Hannibal Lecter, welche ein paar Jahre später in Das Schweigen der Lämmer (1991, Jonathan Demme) durch Anthony Hopkins als Hannibal Lecter berüchtigt werden sollte.

Manhunter ist ein Film der Achtziger, und diese Tatsache darf man nicht vergessen und sollte sie akzeptieren.
Die Bilder, eingefangen von Kameramann Dante Spinotti ( Der letzte Mohikaner, Heat, Insider und auch beim Remake Roter Drache ) in typischen Mann-Kompositionen, sind zeitlos und haben diesen klaren und kühlen Look, den ich so liebe. Vieles erinnert in ihrer 80er-Ästhetik auf den ersten Blick stark an Manns damaliges Hauptwerk “Miami Vice”, erzeugen allerdings vor allem eine fesselnde, bedrohliche Stimmung.

Hier erzählt Dante Spinotti über die Arbeit an den Film.

Auch die Besetzung kann sich durchaus sehen lassen, sehr fein und sorgfältig ausgewählt, so glänzt in der Hauptrolle besonders William Petersen als Ermittler Will Graham. Petersen zeigt sich in echter Hochform spielt mit viel Einfühlvermögen für seine Rolle und verleiht ihr somit auch ihre Tiefe.
Weiterhin noch ein gut agierender Dennis Farina als FBI Chef Crawford, der Will zum Fall motiviert, eine einfühlsame Joan Allen und ein überzeugender Stephen Lang als informationsgeiler Reporter.
Für die Rolle der “Zahnfee” bzw. die des Francis Dollarhyde selbst wurde mit Tom Noonan besetzt. Er weiß grandios aufzuspielen und sogar in gewisser Weise einem mit seinem Spiel zu schocken bzw. zu faszinieren oder auch seine Rolle faszinierend darzustellen.
Brian Cox erbringt eine faszinierende Leistung in seinen wohl dosierten Auftritten als Lecter. Einen richtigen Vergleich zur Darstellung von Anthony Hopkins kann man nicht wirklich aufstellen weil Mann’s und Cox’s herangehensweise eine andere war nämlich eine viel nüchternde und subtilere Art Lecter zu zeigen.

Was man natürlich hierbei noch loben sollte, wäre die erstklassige und suggestiv wirkende musikalische Untermalung des Werkes, was dem Ganzen noch ein etwas unheilvolles und fast schauerhaftes verleiht, jedenfalls erzeugt auch dies eine unglaubliche Intensität, die fasziniert.

80ziger Jahre Feeling par ex­cel­lence, die Musik von Michel Rubini für den Film.

Manhunter ist brillant inszeniert, hintergründig und ein psychologischer Thriller der durchaus schockierend wie auch fesselnd ist.

Roter Drache - Red Dragon (2002)
Regie: Brett Ratner
Anthony Hopkins, Edward Norton, Ralph Fiennes, Harvey Keitel, Emily Watson, Mary-Louise Parker, Philip Seymour Hoffman

Fazit:

Für Nicht-Kenner der Erstverfilmung ist diese Verfilmung ein gelungener Thriller.
Zuschauer, die bereits “Manhunter” von Michael Mann kennen, dürften sich bei “Red Dragon” reichlich gelangweilt fühlen. Drehbuchautor Ted Tally hat Manns Adaption derart genau abgekupfert, dass es schon als mehr als dreist zu bezeichnen ist, so wenige Jahre nach der Erstverfilmung ein Remake zu drehen.
Szene auf Szene folgt das Remake Manns Vorbild, der Eigencharakter von Ratners Version geht gegen Null.
Was mir in Erinnerung geblieben ist ist der Prolog und das große Ensemble von bekannten Schauspielern. Speziell Ralph Fiennes spielt die “Zahnfee” mit allen Facetten.
Ich kann mich trotzdem nicht den Eindruck verwehren das man hier immer nur das Gefühl hat, man sieht den Produzenten beim Geldverdienen zu. Wäre “Das Schweigen der Lämmer” nicht dieser große Erfolg geworden hätte es dieses Remake nie gegeben. Am Ende bleibt ein solider Film der ein wenig seelenlos daherkommt.

5 „Gefällt mir“

Ist das echt so? Ich kenne den erste Film nicht, habe aber das Buch gelesen und das Remake Film bleibt eben auch recht nah daran, wenn ich mich recht erinnere.

Keine Frage die 2002 Verfilmung ist dichter am Roman als der 1986 Film. Ich hab halt zuerst Manhunter gesehen und der hat mich dermaßen gepackt das ich mit dem Remake wenig anfangen kann. Besser gesagt schaue ich mir den 1986 Film immer wieder gerne an was bei der Neuverfilmung nicht wirklich der Fall ist.
Ist eine Geschmacksache , ich liebe das Kino die Bilder, die kühle Optik von Michael Mann , sagen wir mal bis Collateral / Miami Vice wobei ich da schon meine Probleme habe mit diesen Digitalkamera Look.
Wenn du die Chance hast schau dir mal Manhunter an. Der Film verdient einfach mehr Zuschauer.

Interessantes Video zu Remakes von David Hain

1 „Gefällt mir“

Das Haus auf dem Geisterhügel - House on Haunted Hill (1959)
Regie: William Castle
Vincent Price, Carol Ohmart, Richard Long, Alan Marshal, Carolyn Craig, Elisha Cook Jr., Julie Mitchum, Leona Anderson, Howard Hoffman

House on Haunted Hill (1959)

Inhalt:
Der exzentrische Millionär Frederick Loren lädt gemeinsam mit seiner Frau fünf Gäste zu einer Party in ein „Spuckhaus“ ein und lobt für das Durchhalten der Nacht im Haus 10.000 Dollar aus. Damit es ein wenig spannender wird, ist ab Mitternacht das Verlassen des Hauses nicht mehr möglich. Und als der sich unter den Gästen befindliche Besitzer des Hauses anfängt zu berichten, dass in dem Haus bereits sieben Menschen umgekommen sind, ahnen auch die anderen vier, wie unangenehm die Nacht werden wird.

Fazit:

Die Horrorfilme aus jener Epoche haben einen gewissen Charme sind aber nicht jedermanns Sache. Als Kind hab ich diese Horrorfilme geliebt und Vincent Price war eine Art Gütesiegel dafür.
Die Grundidee für den Film ist nicht schlecht und wird von Regie und Schauspielern herrlich plakativ rübergebracht. Das Haus auf dem Geisterhügel ist ein morbider, perfider und augenzwinkernder Charmebolzen, der sein Publikum mit einem Grinsen statt Gänsehaut entlässt, Gruselfilm der alten Schule, mit dem Hang zum Trash, wie sie heute leider nicht mehr produziert werden.

Einer Anekdote nach wurden bei den damaligen Aufführungen des Films, Skelette per Fäden über die Köpfe der Zuschauer gezogen damit sie sich mehr erschrecken.

House on Haunted Hill (1999)
Regie: William Malone
Geoffrey Rush, Famke Janssen, Taye Diggs, Ali Larter, Bridgette Wilson, Peter Gallagher, Chris Kattan, Jeffrey Combs, Peter Graves

Fazit:

Ein kurzweiliger Trip in den Wahnsinn.
„Haunted Hill“ wirkt über weite Strecken wie ein gestrecktes Marylin-Manson-Musikvideo, eine Hollywood-Reißbrett-Produktion, hinter der die Granden Robert Zemeckis und Joel Silver ( Dark Castle Entertainment ) stecken.

Haunted Hill – Die Rückkehr in das Haus des Schreckens (2007)
Regie: Víctor García
Amanda Righetti, Erik Palladino, Cerina Vincent, Tom Riley, Andrew Lee Potts, Jeffrey Combs

Fazit:

Direct-to-Video-Produktion und übliche Fortsetzung ohne nennenswerte Höhepunkte. Wobei das stimmt nicht ganz, man sieht so manch blanken Busen, hat eine sinnfreie Lesbenszene und Amanda Righetti ( The Mentalist ) ist eine hübsche Erscheinung.
Blut und Gore (ein Mann wird gevierteilt bzw. platzt, Gehirnentnahme) ist auch dabei.
Nebenbei macht der Film eines richtig und beherzigt die Weisheit in der Kürze liegt die Würze, den nach 75 Minuten ist Schluss.

3 „Gefällt mir“

Am Anfang war der Roman von Bram Stoker aus dem Jahr 1897 der in die Literaturgeschichte einging danach wurde die Geschichte für die Bühne adaptiert und dann kam der Film.

Dracula (1931)
( basierend auf Hamilton Deanes und John L. Balderstone Bühnenstück )
Regie: Tod Browning
Bela Lugosi, Helen Chandler, David Manners, Dwight Frye, Edward Van Sloan

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Fazit:

Ein Film der Geschichte geschrieben hat. Mit Dracula hat Universal im Auftrag des Studiogründers Carl Laemmle nicht nur den ersten Film der studioprägenden Horror- bzw. Monsterreihe veröffentlicht, sondern seinerzeit auch gleich einen der ganz grossen und prägenden Genre-Klassiker geschaffen.
In diesem Film feierte Dracula sein Leinwanddebüt, zuvor war der transsilvanische Graf nur über Theaterbühnen geflattert. Alles, was heute jedes Kind und jede Halloween-Party mit Vampiren verbindet, hat wohl in diesem Film seinen Ursprung. Dracula wurde Teil der Populärkultur und mit ihm Nebel, Fledermaus und Wolf, die typischen Erscheinungsformen des Nosferatu-Fürsten.

So ist Dracula in seiner ersten Kino-Inkarnation nicht nur zu zahm, sondern vor allem etwas zu theatralisch wobei man dem Film zusätzlich anmerkt, dass er zu einer Zeit entstanden ist, als der Stummfilm noch Gang und Gäbe war.
Bela Lugosi (Graf Dracula) und sein Diener Dwight Frye (Renfield) holen die Kohlen aus dem Feuer. Lugosi spielt nicht den Grafen, er ist der Graf höchstpersönlich.
Am Ende ist der Film ein Gruselfilmklassiker der seine Schwächen hat aber rein aus filmhistorischer Sicht jeder mal gesehen haben sollte.

Interessanterweise wurde neben der amerikanischen Fassung nach den Dreharbeiten, die tagsüber stattfanden, am selben Set eine spanische Fassung mit anderen Schauspielern gedreht, welche nach der Meinung von Filmhistorikern als die gelungenere Verfilmung gilt.

Dracula (1979)
Regie: John Badham
Laurence Olivier, Frank Langella, Kate Nelligan, Donald Pleasence, Trevor Eve, Tony Haygarth

Fazit:

John Badham orientierte sich nicht nur an Stokers Roman, sondern auch an dem Bühnenstück von Hamilton Dean und John L. Balderstone wie auch die 1931 Verfilmung.
John Badham hat Stokers Vorlage radikal gekürzt hat, er und Drehbuchautor W. D. Richter veränderten ganze Passagen.
Die Vorgeschichte in Transsylvanien liessen sie komplett weg und verlegen die Geschichte ins England zur Zeit des 1. Weltkrieges. Dracula ist ein einsamer, kultivierter Monarch, der Leben und Gesellschaft sucht. Seine Methoden sind nicht unbedingt brutal, er ist ein charmanter und diabolischer Verführer.

Die Besetzung ist hervorragend: Sir Laurence Olivier konnte trotz seiner schweren Erkrankung eine tief anrührende Darstellung abliefern. Donald Pleasence reißt öfters einige Szenen an sich und Nelligan und Langella harmonieren wunderbar.
Die Liebesszene zwischen Lucy und Dracula wurde von Maurice Binder (Schöpfer des jeweiligen James-Bond-Vorspanns) gestaltet, ein psychedelischer Trip, der die sonstigen Liebesszenen-Klischees elegant umschifft.
Angenehm fällt das fast vollständige Fehlen von Computer animierten Spezialeffekten.
Die Entscheidung den Film in einigen Sequenzen Farbe zu entziehen, finde ich ebenso gelungen.
Der Film schafft eine schaurig schöne Atmosphäre wie sie besser nicht sein könnte. Ich liebe und schätze diese Verfilmung sehr.

John Williams wunderbarer Score könnte mühelos die Geschichte ohne Dialoge erzählen.
Hier der Beweis :

Hier noch kurz und knapp ein paar meiner Favoriten:

Bram Stoker’s Dracula (1992)
Regie: Francis Ford Coppola
Gary Oldman, Winona Ryder, Keanu Reeves, Sir Anthony Hopkins, Richard E. Grant, Sadie Frost, Bill Campbell, Tom Waits, Monica Bellucci, Cary Elwes

Fazit:

Coppolas Filmadaption gilt trotz einiger dramaturgischer Abweichungen als die werktreueste Umsetzung von Stokers Vampirroman.
Der Film punktet, vor allem von den wunderbar verspielten Ideen und Bilder von Michael Ballhaus, wunderschönen Kostümen und Schauplätzen.
Winona Ryder spielt mit ihrer ganz eigenen Schüchternheit und verleiht ihrer Rolle eine besondere Verwundbarkeit. Gary Oldman ist mit seiner Sprache und seinen traurigen Augen ein wunderbarer Dracula. Keanu Reeves überzeugt als steifer englischer Geschäftsmann und Sir Anthony Hopkins hatte sichtlich Spaß an seiner Rolle.

Der große polnische Komponist Wojciech Kilar schuf einen exzellenten Soundtrack der sich sofort in mein Herz gespielt hat.

Horror of Dracula (1958)
Regie: Terence Fisher
Christopher Lee, Peter Cushing , Michael Gough , Carol Marsh , Melissa Stribling

Fazit:

Die erste Bearbeitung dieses klassischen Stoffs durch die englische Film-Produktionsfirma Hammer, die unter anderem mit diesem erfolgreichen Film den auf sie gemünzten Begriff des „Gothic-Horror“ prägte.

6 Fortsetzungen folgten mit unterschiedlichen Qualitäten aber alle besitzen den üblichen Hammer Charme. Manche sagen Schund ich sage schöner Schund.

Blut für Dracula - Dracula – Prince of Darkness (1965)

Draculas Rückkehr - Dracula Has Risen from the Grave (1968)

Wie schmeckt das Blut von Dracula? - Taste the Blood of Dracula (1970)

Dracula – Nächte des Entsetzens - Scars of Dracula (1970)

Dracula jagt Minimädchen - Dracula A.D. ’72 (1972)

Dracula braucht frisches Blut - The Satanic Rites of Dracula (1973)

und

Die 7 goldenen Vampire - The Legend of the 7 Golden Vampires (1974)
ohne Christopher Lee aber mit Kung-Fu à la Shaw-Brothers :joy:

The Lost Boys (1987)
Regie: Joel Schumacher
Kiefer Sutherland, Corey Haim, Corey Feldman, Jason Patric , Jami Gertz, Dianne Wiest, Edward Herrmann

Fazit:

80er Jahre at it’s best :+1:

Near Dark – Die Nacht hat ihren Preis (1987)
Regie: Kathryn Bigelow
Adrian Pasdar, Jenny Wright, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, James LeGros

Fazit:

Ein Vampirfilm mit Elementen aus den Genres Western, Roadmovie, Horror, Liebesfilm und Gangsterballade. Ein Totentanz der spannend und zeitlos ist. Kultig !

Der Biss der Schlangenfrau - The Lair of the White Worm (1988)
Regie: Ken Russell
Amanda Donohoe, Hugh Grant, Catherine Oxenberg, Peter Capaldi, Stratford Johns, Sammi Davis

Fazit:

Der Film strotzt nur so vor bitterbösem Witz, grotesken Ideen und genüsslichen Blasphemien. Meine Fresse die ultra-laszive Amanda Donohoe ist ein Hingucker.

Begierde - The Hunger (1983)
Regie: Tony Scott
Catherine Deneuve, David Bowie, Susan Sarandon, Cliff De Young, Beth Ehlers, Dan Hedaya

Fazit:

Für sein Regie-Debüt hat sich Tony Scott einer melancholischen Vampirgeschichte des Schriftstellers Whitley Strieber angenommen. Düster, sinnlich und von morbider Romantik.

Schrei in der Stille - Reflecting Skin (1990)
Regie: Philip Ridley
Jeremy Cooper , Viggo Mortensen, Lindsay Duncan, Sheila Moore

Inhalt:
Idaho in den 50er-Jahren: Der achtjährige Seth lebt mit dem depressiven Vater und der verhärmten Mutter in der Ödnis endloser Kornfelder. Nachbarin Dolphin Blue hält er für eine Vampirin. Als zwei Freunde sterben und sein großer Bruder Cameron der Dame verfällt, wächst sein Verdacht…

Fazit:

Der Film ist bizarr, skurril und schockierend. Der Film erinnert mich an manchen Stellen an David Lynch und die Bilder an Vincent VanGogh.
Der Film bildet einen in sich abgeschlossenen Kosmos, in dem Logik nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Der Film funktioniert einzig und allein nach der verquerten Logik eines Albtraums.

Bloody Marie – Eine Frau mit Biß - Innocent Blood, A French Vampire in America (1992)
Regie: John Landis
Anne Parillaud, Anthony LaPaglia, Robert Loggia, Don Rickles, David Proval, Angela Bassett, Kim Coates, Luis Guzmán

Fazit:

Mischung aus Gangster- und Vampirfilm vermischt mit Action und Humor. Anne Parilaud als sexy Vampirin ist immer ein Blick wert.

Cronos - La Invención de Cronos (1993)
Regie: Guillermo del Toro
Federico Luppi, Ron Perlman, Claudio Brook, Margarita Isabel, Tamara Shanath

Fazit:

Der Film setzt durchgehend auf eine geheimnisvolle, morbide Atmosphäre und es dominiert eindeutig das Mysterium.

Interview mit einem Vampir - Interview with the Vampire: The Vampire Chronicles
(1994)
Regie: Neil Jordan
Brad Pitt, Tom Cruise, Christian Slater, Antonio Banderas, Kirsten Dunst, Stephen Rea, Thandie Newton

Fazit:

Pompöser-Horror nach dem Roman von Anne Rice über die Sinnlosigkeit eines ewigen Lebens voll unerfüllbarer Sehnsucht, Leid und Überdruss, Trauer und Einsamkeit.
Kirsten Dunst hat hier ein starkes Debüt das in Erinnerung bleibt.

From Dusk Till Dawn (1996)
Regie: Robert Rodriguez
Juliette Lewis, George Clooney, Quentin Tarantino, Harvey Keitel, Cheech Marin, John Hawkes, Salma Hayek, Tom Savini, Danny Trejo, Fred Williamson

Fazit:

Ein grandioser Cast, ein Drehbuch von Tarantino und eine gute Regiearbeit von Rodriguez, gewürzt mit der Musik von Tito and Tarantula. Herz was willst du mehr. Ach ja und Salma Hayek , „Ay, caramba“ !

Accumulator 1 (1994)
Regie: Jan Svěrak
Petr Forman, Edita Brychta, Zdeněk Svěrak, Bolek Polívka, Marketa Froesslova, Vera Kresadlová, Ivan Vyskocil

Inhalt:
Der TV-süchtige Junge Olda wird völlig entkräftet in ein Krankenhaus gebracht. Der Wunderheiler Fišárek erkennt den Grund für die Schwäche: Das Medium Fernsehen saugt vampirgleich alle Energie auf.

Fazit:

Der Film ist eine alptraumhafte Science Fiction-Satire, boshaft überspitzt und unheimlich zugleich, die Medien als tödliche Gefahr in einer Parodie auf das Action- und Fantasygenre.

Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor (2004)
Regie: Timur Bekmambetow
Konstantin Khabenskij, Wladimir Menschow, Valeri Zolotukhin, Viktor Werzbitskij, Mariya Poroshina

Fazit:

Visuell beeindruckender Auftakt einer Fantasy-Trilogie, fesselnde Neuinterpretation des ewigen Wettstreits zwischen Gut und Böse.

und der 2 Teil.
Wächter des Tages – Dnevnoi Dozor (2006)

Byzantium (2012)
Regie: Neil Jordan
Gemma Arterton, Saoirse Ronan, Jonny Lee Miller, Sam Riley

Fazit:
Gemma Arterton :kissing_heart: und Saoirse Ronan in einem Film, noch Fragen !
Neil Jordan verpackt die Geschichte in tolle Bilder und bedient die Genreklaviatur von Erotik bis zur Melancholie perfekt.

Vampire’s Kiss (1989)
Regie: Robert Bierman
Nicolas Cage, Jennifer Beals, Maria Conchita Alonso, Elizabeth Ashley

Fazit:

Der Film ist witzig, irgendwie verstörend und überaus sehenswert, vielschichtig und interessant.
Die zynischen Monologe und die Vermischung von Realität und Wahnsinn sind nicht die einzigen Parallelen zu "American Psycho“. Ähnlich wie bei der Verfilmung des skandalösen Romans von Bret Easton Ellis, platziert sich auch "Vampire’s Kiss“ gekonnt in die feine Grauzone zwischen schwarzer Komödie und Drama.

Lifeforce – Die tödliche Bedrohung (1985)
Regie: Tobe Hooper
Steve Railsback, Peter Firth, Frank Finlay, Mathilda May, Sir Patrick Stewart

Fazit:

Lifeforce ist eine bizarre Mixtur aus Science-Fiction, Paranoia-Thiller- und Vampirfilm-Versatzstücken, in der eine nackte Frau für hohen Blutzoll unter der Erdbevölkerung sorgt.
Aufwändig produziertes, unfreiwillig komisches, sich selbst aber bierernst nehmendes Spektakel aus den 80zigern.
Nostalgiker bekommen eine Extraportion garantiert handgemachter Special-Effects um die Ohren geknallt. Ich mag das …und ich mag Mathilda May :heartbeat:

Durst - Thirst - Bak-Jwi (2009)
Regie: Park Chan-wook
Kang-ho Song, Ok-vin Kim, Hae-sook Kim, Ha-kyun Shin, In-hwan Park

Fazit:

Durst ist zwei Stunden lang kraftvoll und fies, schräg und poetisch.

A Girl Walks Home Alone at Night (2014)
Regie: Ana Lily Amirpour
Sheila Vand, Arash Marandi, Marshall Manesh, Mozhan Marnò

Fazit:

Eine wunderbare Fantasie von Regisseurin Amirpour. Den „ersten iranischen Vampirwestern“ ist angereichert mit zahlreichen Zitaten aus Film- und Popkultur. Der junge Arash erinnert deutlich an James Dean aber auch David Lynch, Sergio Leone, Quentin Tarantino, Jim Jarmusch und "Nosferatu“ ist als Inspiration erkennbar.
Es ist ein faszinierendes Universum voller unausgesprochener Sehnsüchte und magischer Anziehung, in dem zum Glück nur wenige Regeln zu gelten scheinen.

und zum Abschluss noch…

Vamp (1986)
Regie: Richard Wenk
Chris Makepeace, Sandy Baron, Robert Rusler, Dedee Pfeiffer, Gedde Watanabe, Grace Jones, Billy Drago, Brad Logan

Fazit:

Der Film ist nicht gut aber dafür macht er Spaß. Ein echter Partyfilm, der nicht durch inhaltliche Höchstleistungen glänzt, sondern durch witzige, nicht besonders talentierte Schauspieler, düstere und trotzdem knallbunte, gruselige Neon-Kulissen.
Flache Story, aber gute passende Musik, nette Effekte, Humor, süße Schauspielerinnen, und ein hervorragendes Make-Up… also alles drin was ein netter Film für zwischendurch so braucht.

6 „Gefällt mir“

Wow …für die mühe und die Leidenschaft :+1:

Und wie immer tolle Review(s) :slight_smile:

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Danke !
Ich liebe einfach Filme und eventuell findet der ein oder andere einen Film den man noch nicht kennt. Manchmal kann ich bei so einem Thema einfach nicht aufhören :wink:

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