Also erst mal würde ich in Frage stellen, dass die derzeitige SPD und die Grünen „linke“ Parteien sind.
Aber klar, was du ansprichst, kritisiere ich ja auch schon hinlänglich hier im Thread an den besagten Parteien.
Dann wüsste ich gerne, was diese „irreguläre Migration“ sein soll. Migration ist hierzulande nämlich sehr stark reguliert, wie auch Aufenthaltstitel. Die Benennung als „irreguläre Migration“ suggeriert, dass es keine Regeln gäbe oder dass sich Migranten ohne Erlaubnis ins Land geschlichen hätte. Da hätte ich dann schon gerne Nachweise dafür, bevor man das so framed und ein solches Narrativ befeuert.
Aber der einfache Weg ist natürlich, erst fährt man eine Kampagne gegen Migranten, um die Arbeiterklasse gegen sie aufzusetzen.
Und dann muss man - leider, leider - Kinder in der Wüste verdursten, im Mittelmeer ersaufen, von Grenztruppen erschlagen oder in Lagerghettos (wovon kein Journalist mehr berichten darf - hallo Moria) dahinsiechen lassen.
Kann man nix machen, das Volk will es so, sonst ist die Demokratie mit unseren schönen Werten in Gefahr. /s
Achso, aber hoch ausgebildete Fachkräfte, die sollen natürlich kommen. Ist klar.
Ich finde ihn nicht ‚doof‘ sondern kritisiere ihn und seine Verwendung.
Schade, dass du inhaltlich dazu nichts bringst, sondern auf meine Person oder (vermeintliche?) Autoritätsargumente ausweichst.
Du kannst meine Kritik dann auch einfach unkommentiert lassen, wenn du weder inhaltlich etwas beizutragen hast, und dazu auch keine Notwendigkeit zu einem Beitrag deinerseits siehst.
Es stimmt halt immer noch nicht, dass die Sozialdemokraten in Dänemark wegen ihrer Migrationshaltung gewonnen hätten. Deren rechte Parteien haben in der Europawahl auch zusammen über 10% bekommen. Hier eine Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung dazu:
Wenn keine politische Chancengleichheit besteht, ist es in meinen Augen auch nicht wirklich eine Demokratie.
Also ich finde das seltsam, wenn man zugelassenen rechten Parteien keine Plattform gestattet, da kann man die auch gleich verbieten. Und öffentliche Medien sollten eben auch unparteiisch sein.
Ich finde es auch Müll und teils recht verwerflich, was manch ein Extremist in den Medien von sich gib, aber ich weiß nicht, ob es der richtige und demokratische Weg wäre, die einfach mundtot zu machen.
Danke für die Links!
Gerade die Analyse der Friedrich Ebert Stiftung ist mMn wertvoll für die eigene Auseinandersetzung mit dem Thema wie auch in der Auseinandersetzung mit anderen.
Wem die 9 Seiten inkl. Grafiken zu viel sind, kann ja auch erst mal das Fazit lesen.
tl;dr
Wählerwanderungen von der radikalen Rechten zur Sozial demokratie waren nicht primär durch die Haltung in der Migrationspolitik motiviert, sondern durch ihre linke Wirtschafts- und Sozialpolitik.
Die Zahl der Schutzsuchenden und der Abschiebungen hat sich seit dem »Paradigmenwechsel« kaum verändert. Die Folgen für die Schutzsuchenden sind jedoch katastrophal. Für die benötigten ausländischen Fachkräfte könnte Dänemark in Zukunft noch unattraktiver werden.
Aktuell scheint weltweit mehrere Systeme nicht zu funktionieren. Flughäfen in Deutschland und Spanien, in Australien die Supermarktkassen, Krankenhäuser in der Niederlande, die OPs verschieben, Notruf in der USA, Fernsehsehender etc. Ganz schön viel kritische Infrastrukturen betroffen.
Zeigt aber auch wie schnell das gehen kann und welche Kette es nach sich zieht. Anscheinend war es bei Crowdstrike ein Update, welches aber bei Microsoft auch beim Cloud-Service 365 Störungen verursachte, so dass auch parallel neben Crowdstrike dies für weitere Probleme bei Unternehmen sorgte. Beruhigend.
Abhängigkeit. Wenn alles, vorallem auch kritische Infrastruktur, weltweit an sowas hängt…sollte man mal überlegen das dezentraler aufzuziehen und immer ein Plan B zu haben.
Da werden heute Vormittag bestimmt einige Sicherheitsabteilungen von kritischen Infrastrukturen auf jeden Fall gut ins Schwitzen gekommen sein bzw. noch immer Schwitzen.