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Gespräche zu Nachrichten und News aus der Welt


#5648

Weil letzte Woche der SPIEGEL+ Beitrag nicht zu lesen war, hier mal noch von Anfang der Woche ein Artikel.

Er hat im Netz über einzelne Kameraden recherchiert, wie ein Privatermittler. Dann hat er daraus eine Art Masterarbeit erstellt, mit einem politischen Theorieteil vorneweg - und vielen Beispielen dahinter.

Insgesamt kommt Patrick J.s “Berichtsentwurf zum Phänomenbereich Rechtsextremismus in der Bundeswehr” am Ende auf 147 Seiten, 285 Fußnoten, zahlreiche farbige Screenshots, ein Literatur- sowie ein Personenregister.

Klingt fast schon nach einer Bewerbung für den MAD. Haha. Da hat er mit seinem Artikel zumindest sein Gespräch bekommen.


#5649

gerade beim fußball finde ich die gleichstellungsdiskussion verfehlt. die spieler(innen) werden da schon immer anteilig an den einnahmen der jeweiligen vereine oder turniere bezahlt und es ist nunmal fakt, dass frauenfußball aus verschiedensten gründen deutlich weniger aufmerksamkeit und damit geld generiert als die männervariante. natürlich wird eine fußballerin, die in deutschland vor durchschnittlich 800 stadionzuschauern spielt nicht das selbe geld verdienen wie ihre männlichen kollegen, dass ist dann auch keine verschwörung des bösen mannes sondern schlichte marktwirtschaft.


#5650

Die FIFA könnte ihre Vergabe ändern und mit offenen Karten spielen. Dann liegen zumindest Zahlen auf dem Tisch, - wie viel Geld man macht und verfügbar ist:

Exactly how much money women’s soccer generates is unclear, as much of FIFA’s revenue comes from top sponsors who are signed up for both World Cups.

“That’s something never really analyzed,” said Haenni, who spent 19 years at FIFA. “What is the potential value of the Women’s World Cup? Nobody knows the Women’s World Cup commercial value because it’s not sold separately. This is something that should at least be discussed.”

Dann kann man sehen wie viel anhand Sponsoren, Tickets und TV-Geld ankommen und ob dann die FIFA ggf. schon draufzahlt bei den Prämien. Nur wenn man es nicht macht, ist es halt die FIFA Transparenz.

One of FIFA’s main sponsors is listening.

Credit card giant Visa said last week that it would support “women’s football with a marketing investment equal to our support of the men’s FIFA World Cup in Russia.” It did not disclose any figures.

Anscheind gibt es ja Sponsoren. Hier noch der Nachfolge Artikel von Forbes zum Visa Deal des US-Verbands: https://www.forbes.com/sites/robertkidd/2019/05/30/visa-make-substantial-investment-to-support-womens-soccer/

Die US-Damen kann ich teilweise verstehen, da sie nun im Artikel stehen. Warum bekommen z.B. die Männer die Flüge und bessere Traingsbedingungen. Mit Visas Engagement dürfte das ja dann kein Problem mehr sein, wenn es 50/50… In den USA brachen deren Spiele Rekorde bei den Einschaltquoten. Die Zuschauerzahlen bei den Männern sehen auch trauriger aus als bei den Frauen dieses Jahr.


#5651

Nein, weiß ich nicht. Nur ist der Sinn von Sanktionen zumindest vordergründig die Länder zu bestrafen (und damit für ein umdenken zu sorgen), die entsprechende Menschenrechtsverletzungen begehen.


#5652

Blut für den Blutscheich


#5653

Wtf… Wie dumm kann man sein dass man jemanden wegen Brüsten nicht wiederbelebt?

https://mobil.derstandard.at/2000104480093/Reanimation-Erste-Hilfe-Dummy-mit-Bruesten-soll-Beruehrungsaengste-nehmen?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook#Echobox=1559913472


#5654

Ist wirklich so, dass viele da Hemmungen haben. Ich verurteile da auch niemanden für. In der Situation ist es immer noch etwas anderes als in einem Internetforum.


#5655

In Amerika, wo du wegen jedem Scheiß verklagt wirst, kann ich mir das sogar vorstellen. Du belebst jemanden wieder, hast ihm aber leider 2 Rippen gebrochen dabei -> Klage!


#5656

Ja, da würde ich niemanden anfassen. :smiley: In D ist man zum Glück sicher.

Ich habe mal gehört, dass man in China als der Verursacher gilt wenn man jemanden ins Krankenhaus bringt oder den Krankenwagen ruft, man muss dann die Behandlung bezahlen. Ergebnis: Angefahrene Leute bleiben am Straßenrand liegen.
Ist aber nur Hörensagen.


#5657

Deswegen.

Man fürchtet, dass man verklagt wird wegen sexuellen Übergriffs.
Hier eine Studie dazu:


#5658

Hier geht es um Prämien der Nationalmannschaft und nicht um Gehälter im Verein.
In der Liga gilt natürlich das harte Gesetz der Ökonomie und keine Spielerin der Frauenbundesliga fordert Millionengehälter wie Boateng oder Reus.
Bei den Vereinen geht es meistens darum, dass die Spielerinnen einfach genug verdienen wollen, um es als Profisport betreiben zu können und um professionelle Trainingsmöglichkeiten.

Aber die Frauen z.B. der deutschen Nationalmannschaft repräsentieren den deutschen Fußball genauso wie die Herren, kriegen aber bei einem WM-Titel “nur” 75000€; die Herren hätten in Russland für den Titel 350000€ bekommen.

Hier geht es nicht um einen privaten Verein, der sich marktwirtschaftlich orientieren muss, sondern einen öffentlichen Verband. Der im Falle von Deutschland im internationalen Vergleich stinkreich und der größte überhaupt ist.

In Norwegen verzichtet übrigens die Herrenmannschaft auf ein Teil der Prämien damit der Verband den Frauen die gleichen Prämien zahlen kann.

Dazu Sport Inside:

An den Like/Dislikes und den Kommentaren sieht man, dass das Thema die Herren der Schöpfung hart triggert und viele den Beitrag gar nicht gesehen haben. Denn darin erklärt ein Ökonom das Problem mit dem Vereinen und den Vermarktungswert.


#5659

auch die nationalmannschaft kriegt aber nunmal nur die einnahmen, die durch die aufmerksamkeit generiert werden. was hier indirekt gefordert wird, ist eine querfinanzierung der frauennationalmannschaft durch den männerwettbewerb. die behauptung der gesetze der öknonomie würden nicht für den nationalmannschaftsfußball gelten, hat leider nichts mit der realität zu tun.


#5660

Wenn man den Männern die Zeit, die sie weinend im Gras liegen und Zeitspiel betreiben vom Lohn abziehen würde, würden sie weit weniger als die Frauen verdienen. :ugly:


#5661

Ich habe oben einen Artikel verlinkt, es gibt gar keine Zahlen wie viel Wert die FIFA Frauen WM ist, da man Sponsoren gemeinsam mit der Herren-WM vergibt.

In der USA hätte dann jetzt mal um auf ein Länder-Beispiel wiederzukommen, die Frauen wohl mehr Aufmerksamkeit (TV-Ratings bei der WM, Zuschauerzahlen bei Heimspielen) als gerade in der Bedeutungslosigkeit herukriechenden Herren.


#5662

Der DFB hat die letzten Jahren sowieso verschlafen. Wenn Bayern und Wolfsburg nicht da wären, würde es in der Liga auch duster aussehen. Ich mein, nun verlassen auch schon die ersten ersten Nationalspielerinnen Bayern in Richtung Paris und London.


#5663

richtig und dort ist der protest auch völlig gerechtfertigt. wenn man sich jedoch weltweit die zuschauerquoten der frauenfußballWM anschaut, darf arg bezweifelt werden, dass die fifa hier mehr als ein bruchteil von dem verdient, wie bei der männer WM


#5664

Menschen sind so unendlich dumm…


#5665

Laut diesem Artikel schüttet die FIFA sogar doppelt soviel als sonst an die Nationalverbände aus.


#5666

Das nun auch Prämien in Höhe von 400 Millionen Euro ausgezahlt werden (die Forderung ist nur, dass 7,5 % von dem was bei der WM 2018 ausgezahlt wurde, zu wenig ist) oder wie in der Doku gesagt wird, dass gleiche Bezahlung ist halt ein wenig übertrieben. Weil gerade im Klub-Fußball das Geld woanders fließt. Das kann man dann halt nur, wenn ggf. die Männer-Vereine wirklich Geld reinpumpen. Nicht ohne Grund gibt es jetzt auch Paris, Lyon, Arsenal oder Barcelona, wo viele Topspierinnen spielen. Zahlen kenne ich aber nicht.

Für die FIFA wäre es auch so einfach, dass zu regeln, dass die WM der Frauen unabhängig vermarktet wird. Anscheinend ist das Interesse nicht da und Zahlen findet man auch nicht.

Man kann dann nur andere Anhaltspunkte suchen. Wobei halt Einschaltquoten auch immer sehr beliebig sind, da muss man noch tiefer gehen:

More than 750 million television viewers watched the FIFA Women’s World Cup Canada 2015™, as the FIFA’s flagship women’s competition delivered all-time record viewing figures that underlined the global success of the event in a breakthrough year for women’s football.

Broadcasters showed a total of 7,781 hours of coverage, a 31 percent increase on the levels of content broadcast during the 2011 competition.

*Attendance Stats
*
· Total attendance: 1,353,506
· Average attendance: 26,029
· Biggest attendance: 54,027 for the Canada vs. England quarter-final in Vancouver
· Seven matches had over 50,000 spectators in attendance
· Canada 2015 set a new total attendance record for a FIFA competition other than the FIFA World Cup™

Man wird ja sehen, wie die WM nun verläuft anhand der Zahlen. Es wäre halt schon nicht verkehrt, wenn die FIFA da dann halt mal etwas macht und dann können sie auch Schwarz auf Weiß zeigen, wie viel Geld denn mit der Frauen-WM zu machen ist.


#5667

anhand dieser zahl wäre übrigens eine ausschüttungsquote von 23.4% im vergleich zur männer WM gerechtfertigt. problem ist dabei nur, dass die einnahmen nicht liniear mit den zuschauerzahlen skalieren, weswegen man, wie du richtig sagst, nur bei transparenter veröffentlichung der einnahmen durch die FIFA wirklich sagen könnte, welcher anteilssplit gerechtfertigt wäre. aber es ist die FIFA.