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Gespräche zu Nachrichten und News aus der Welt


#1233

Also hinsichtlich von Gymnasium stimme ich dir voll und ganz zu!

Jedoch hinkt der Vergleich für mich etwas, da es für mich dabei um Zivildienst, Bundeswehr, FSJ, FÖJ, THW oder Sonstiges geht.
Dem Dienst an der Gesellschaft, was mir persönlich schon was gebracht hat.


#1234

Den zwang mag ich dabei nicht ich musste zum Glück nie zur Bundeswehr/Zivildienst.

Ich bin selber beim THW und hatte da mit vielen Leuten das Gespräch wie es sich entwickelt hat.

Die die mitmachen sind Freiwillig da und das funktioniert in unserem Ortsverband besser als das wir mehr Leute hätten wovon ein Großteil keinen Bock hat.

Das man durch Zwang Reife entwickeln kann ist möglich aber nicht der beste Weg zu diesem Ziel.


#1235

Ich gebe dir recht das unmotivierte Kollegen den ganzen Haufen runter ziehen oder negativ beeinflussen.
Der Zwang ist vielleicht nicht unbedingt das richtige Mittel, aber es ist doch bei den meisten so: Warum muss gerade ich was für die Gesellschaft tun, sie tut nichts für mich usw.
Viele sind nur noch zielgerichtet auf sich selbst und der Rest interessiert keinen.


#1236

Betrifft vielleicht auch hier einige mit Voruaszahlungen oder Abschlägen.


#1237

Immer wieder schön wenn recherchierte Fakten auf die AFD treffen


#1238

Sehr schön. :clap:


#1239

Ja klar, 9 Monate Das machen was keiner machen will in der Dienststelle, ändern einen Menschen natürlich mehr als 2 Monate Neuseeland bereisen (was ja bei vielen recht beliebt ist vor dem Studium zb)
Danach war man abgeklärt, kannte viele Tricks und Kniffe und war für alle Zeiten davon geheilt, in Vorgesetzen erstmal “freundlich gesinnte Personen” zu sehen :wink:

Es ist und bleibt eben Diebstahl von Lebenszeit und jeder der es machen musste wurde eben gegenüber denen, die es nicht machen mussten benachteiligt.

Wenn es wenigstens etwas parallel zur GI Bill bei den Amerikanern gegeben hätte.

Das Leute die Zivi/Bund gemacht haben, zb 10% weniger Krankenversicherung zahlen müssen, 5% mehr Rente kriegen, Bei Studienplatzvergabe bevorzugt werden etc.


#1240

Amen.
Man muss natürlich drauf achten dass so ein System nicht in die andere Richtung ausschlägt, so das Jugendlichen aus armen Verhältnissen kaum eine Wahl bleibt als Bund/Zivi aber ich sehe Anreize sehr viel sinnvoller als Zwang. Für alle Beteiligten.


#1241

Kommt auch erstmal darauf an wie man die Welt bereist vor dem Studium. So ein Auslandsaufenthalt kann dann auch aus Saufen, Drogen nehmen und Party machen aussehen, wenn man Anfang 20 ist. Just sayin’. Oft genug gesehen, aber klar, das ändert einen auch irgendwie.


#1242

Quasi wie in afrikanischen ländern wo sich manche aus Armut zu den gefährlichen Blauhelmeinsätzen melden, da sie dadurch weit mehr Geld kriegen als sie sonst im Land verdienen könnten (und das obwohl deren Regierungen meist 80-90% dessen behällt, was die UN Pro Blauhelm-Soldat am Tag zahlt)


#1243

Oder einem anderen Entwicklungsland, wo die Armen zur Armee müssen um studieren zu können - sofern sie kein Sportstipendium bekommen. ^^


#1244

Rieche ich da nen USA Diss :wink:


#1245

Es gibt bestimmt noch andere Länder auf die diese Beschreibung zutrifft. Wer weiß :wink:


#1246

Sportstipendium grenzt es schon stark ein :wink:


#1247

Schön von dir das als Drecksarbeit zu bezeichnen. Da fühlt man sich ja als Mensch der beispielsweise im sozialen/pflegerischen Umfeld arbeitet richtig wertgeschätzt. :triumph:
Ich jedenfalls kann nichts dergleichen von meinem Zivildienst sagen. (Zudem hätte ich auch wohl gemerkt nicht das Geld für eine Neuseelandreise gehabt vor dem oder auch während des Studiums…)
Ja vielleicht müssten Missstände die du beschreibst behoben werden, aber deswegen alles zu verteufeln ist für mich der falsche Ansatz.


#1248

Ich hab nie vom Pflegedienst gesprochen.
Pflegedienst ist man auch nie als Zivi reingekommen.

Jemand der im Pflegedienst angestellt ist, könnte sich zb wehren wenn man ihm sagt das er 4 Stunden irgendwo im Winter im kalten Auto dumm rumstehen muss und keine STunden schreiben darf. Oder dem man sagt er soll irgendwo Altkleidercontainer leeren und sortieren.

War beim roten Kreuz und mussten eben das machen was uns gesagt wurde.
Kühlräume einräumen, Essen auf rädern vorbereiten, ausfahren (was ok war)
. Alleine 8 behinderte Kinder rumfahren wo eigentlich eine Begleitperson nötig gewesen wäre, Altkleidercontainer leeren und in Seecontainer füllen. Leute ins nirgendwo zb in ein Restaurant fahren und dann 3 Stunden im winter im Auto warten weil zurückfahren nicht erlaubt war und im restaurant wollten sie uns nicht da wir nichts kauften (bei unserem mickrigen Zivigeld), Autos waschen, warten, Garagen putzen, Xtausend Briefe eintüten, frankrieren, sortieren. Autos putzen, Garagen putzen, Öfen und Kühlräume putzen,.

Das alles kombiniert mit Arbeitsplänen die zb so aussahen
“5:30-8 Fahrdienst,
10-13 Uhr Essen auf Rädern warmmachen, ausliefern.
14:30-16 Uhr XY machen,
17-18:30 Fahrdienst zurück” dann hatte man oft arschlange Tage und ist kaum auf stunden gekommen.
Und Auffenthaltsraum war die Garage, denn der richtige Auffenthaltsraum/Teeküche war für die Festangestellten Pflegeschwestern reserviert/vorbehalten

Und falls mal irgendwas von unseren Aufgaben sich gut anhörte, haben es sich die Pflegeschwestern etc unter den Nagel gerissen.

Einfach die unbeliebtesten Arbeiten.

Ich hab es dir zuliebe mal korrigiert, aber das war einfach Drecksarbeit, vor allem in Kombination wie dabei mit uns umgegangen wurde und da sie genau wussten das man sich als Zivi kaum wehren kann. Naja, dafür haben wir eben das Stunden schreiben zur Kunstform perfektioniert.

Uns Zivis jeden Freitag 3 Stunden Autos und Busse putzen lassen, weil das billiger war als in die 50 meter entfernte Waschstraße zu fahren, spricht einfach von null Wertschätzung zb.
Die Festangestellten gingen natürlich Freitags schon um 12:30.

Als der zivildienst dann weg war und die paar FSJler sich natürlich die schönen Jobs gesucht haben und


#1249

Da wurde ich ja bei der Bundeswehr besser behandelt und durfte wenigstens schießen. :joy:


#1250

Du hättest deine Zivistelle jederzeit melden können und auch verlange können das du die Stelle wechseln willst.

Ja solches Ausnutzen der Zivis war scheiße, aber so nicht geplant und auch nicht die Regel.


#1251

Vielen Dank für die Korrektur bzw. Klarstellung!

Ich gebe dir recht, das sich das alles mies anhört. Finde ich auch schade, das es dir so ergangen ist.

Aber solche Missstände müssten aufgezeigt werden und dabei sind die Dienstherren in der Pflicht etwas zu unternehmen, weil sowas einfach nicht in Ordnung ist.

Nichtsdestotrotz bin ich auch weiterhin jemand der einen Dienst (welcher Art auch immer) befürworten wird.


#1252

Wir haben es gemeldet, gab nur noch mehr auf den Deckel und das das schon alles so ok wäre, nachdem wir den zuständigen Menschen nach Monaten mal erreicht hatten.

Wechseln konntest du hier auf dem Land vergessen, da gab es nicht viel und unterm Jahr waren die Sachen auch alle schon besetzt und sowas wie ein Krankenhaus (wo die Leute genauso mies behandelt wurden wie man von Zivis dort mitbekam) wollte auch keine Zivis mit 4-5 Restmonaten mehr die sie erst noch auf alle Kurse etc hätten schicken müssen die man machen muss um zb im Krankenhaus zu arbeiten.

Mit 20km fahrt war das schon eine recht nahe Zivistelle.

@Arul
Das war so ca 2007/8 und ich kann nur sagen das das beim großteil der Zivis so war die ich kannte.
Auch wenn man zb auf den 2 vorgeschriebenen Fortbildungen warst wo Zivis aus allen arten von Jobs waren, hattest du meistens 70% Leute die sich auskotzten und 30% die eine Gute Stelle hatten.