Kino+ Sammelthread 2018

Übrigens auch ein Remake :smile:

Sagt nichts über die Qualität, also meinen Post nicht allzu ernst nehmen :wink:

Ja, hab ich und ja, wird besprochen.

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He, selbst “Für eine Handvoll Dollar” ist nur ein Remake von Kurosawas Yojimbo. Und auch “Star Wars” hat einige Anleihen vergangener Filme. Und Ben Hur wohl der erfolgreichste Remake aller Zeiten (also die 60er Jahre Version). Je mehr man sich in das Thema einliest, umso mehr sieht man, wie “normal” eigentlich Remakes und Redrafts und Remades sind. (Selbst West Side Story ist ja eigentlich ein Remake von Romeo und Julia).

Thats Not the point … mal abgesehen davon das einige deiner Beispiele keine direkten remakes sind, sondern Anlehnungen, war mein Punkt ja nicht das es nie remakes gab, sondern in dieser Konzentration und Heftigkeit neue Ausmaße angenommen hat, falls du hier sagst dass dies nicht stimme, nun was soll ich da noch schreiben.

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Finde den Punkt mit Konzentration und Heftigkeit eher “schwach” - das Problem ist so halt wie das ganze Theater selbst. Selbst Goehtes Faust war die dritte oder vierte Version der Geschichte. Was heute vermehrt auffällt ist, dass dank besserer Informationen wir vermehrt darauf kommen, wie unkreativ die Macher sind und das eine gewisse Qualität fehlt.

Echt? Wobei das ja eine Ausgangslage für ein gutes Remake ist. Ein Film oder eine Serie, die kaum einer kennt, aber eben sehr guten Stoff liefert und man diesem in einem Remake für die breite Masse zugänglich machen kann. Ein Remake, das keiner als Remake erkennt, weil er die Vorlage nicht kennt, ist ein gutes Remake ^^.

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Also auf Film angewandt wäre es mit einem extra Cut/Directors Cut zu vergeblichen.

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Ok!
Sorry das Beispiel mit dem Theater ist gelinde gesagt Schwachsinn (hab’s auch schon öfters gehört oder gelesen) es existieren nur eine sehr begrenztes Portfolio von klassischen Stücken …das dort sich immer wieder an den gleichen Stücken abgearbeitet wird nur neu interpretiert liegt an der oben genannten Tatsache…
Und ausserdem hat das Theater schon seit Jahrzehnten mit enormen Zuschauerschwund zu kämpfen, also natürlich werden nur die Grossen Klassiker aufgeführt.

Du hältst mein Argument für schwach, ernsthaft?

Nochmal neuinterpretationen gab es schon immer, remakes auch sequels auch bekannte buchreihen Verfilmungen auch …aber nicht zu erkennen dass dies heutzutage eine neue Qualität bekommen hat …Respekt :slight_smile:

Ja, :frowning: deswegen hab ich geschrieben nicht allzu ernst nehmen

Echt?

Edit: sorry @Bruce_Wayne, hab dein …Echt?… falsch aufgenommen, hab deswegen etwas pampig geantwortet, sorry :sweat_smile:

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Sorry und genau das meine ich schon wieder geht das aufwiegen neutralisieren los, das war schon immer so, remakes gab es schon immer…jaaaa! Nur nicht in dieser Quantität …spinoffs, remakes, bla bla …
Mal abgesehen davon in dem Kontext den ich meine, so wie ich im anfänglichen Post geschrieben habe, hängt an dieser Entwicklung ein ganzer Rattenschwanz, die Kluft zwischen blockbuster und kleinen Filmen, und vieles mehr …

Ok, ist nur ne fixe idee von mir…

Meinte damit die dritte oder viert Version von einem dritten oder vierten Autor.

@bladerunner deswegen die Anführungszeichen :wink: , aber dein Argument mit den Neuinterpretationen geht in die richtige Richtung. Hab vor kurzen den neuen Total Recall angesehen und ehrlich gesagt, dass ist von seiner Vorlage ungefähr gleich weit entfernt wie Avatar von Pocahontas.

Das größere Problem sehe ich mehr, dass man früher wenigsten den Anstand hatte und sich zumindest einen neuen Namen ausdachte. Dazu kommt, dass der durchschnittliche Zuseher dank Internet sehr viel schneller draufkommt, wenn wer was nur abschaut und auch die Marketingfuzzies die Milchkuh melken.

Aber das sind doch dann nur Interpretationen. Ich bin da bei @bladerunner Theater ist ein schlechtes Beispiel.

Dann sag mir, warum Faust eine Neuinterpretation von Urfaust ist und Total Recall ein Remake vom 80er Total Remake (oder der 10er Ben Hur vom 60er Ben Hur vom 20er Ben Hur). Aber Für eine Handvoll Dollars, welcher nur aus Samurai Cowboys machte eine Neuinterpretation aber kein Remake.

Was mich btw. viel mehr ankotzt, ist das auf Disney abgestimmte Urheberrecht, wenn dass damals schon gegolten hätte, würden die Gebrüder Grimm oder Hans Christian Andersen noch immer Tantiemen von Disney bekommen.

Ja aber das ist doch genau der Punkt, eine neuinterpretation verlangt auf irgendeine Weise Kreativität …sei es Interpretation Inszenierung, Spielereien und und und … ein Minimum von Kreativität ist dort immer die Grundlage … nur was wir heute erleben ist meilenweit davon entfernt.

Und nochmal es geht nicht darum ob es Remakes reboots sequels geben darf, sondern ob dieses in seiner manisch ausufernden Ausmaßen rein aus Kalkül geschieht …Effizienz.

Es ist mathematisch ausrechenbar, aus Studio Sicht vllt nachvollziehbar…Ja von mir aus, nur halte ich weder Aktien noch bin ich im Vorstand, also ist meine Argumentatioskette aus einer Beobachter Sicht, was es ja nicht weniger schlimm macht.

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Okay warte ich glaube wir reden aneinander vorbei, Urfaust - Faust I und II sind quasi neue Cuts, Goethe hat Stoff den er schon hatte neu arrangiert oder Szenen hinzugefügt die bis her keiner gelesen hatte, deswegen der Cut vergleich.

Wie gesagt Theater ist ein schlechter verglich weil es dort so keine Remakes gibt, es gibt Inszenierungen die dann aber meist nur ein begrenze zeit bestehen.

Vielleicht heute, aber da ich vor kurzen Chorgesang und wie sehr die Chöre früher (so vorletztes Jahrhundert) auf ihre Noten und Musikarrangements achteten und dabei den in PTerrys Gelehrten der Scheibenwelt II oder III, und Neil Gaimans Ausführungen zur englischen Theaterszene achtete, der davon berichtete, wie sehr zB Shakespeare darauf achtete, dass seine Ideen ja nicht zu anderen Theatern kam (und ein anderes Theater damals ein ähnliches Stück aufführen konnte). Ich sehe da halt Parallelen. Die weit tiefer gehen.

Häää aber du sprichst ja dann von ‘Ideen klau’, Armageddon und Deep Impact würden in die Richtung gehen.

Ich weiß nicht um was es dir da nun geht.

Ach @Addearheart und sorry für die Formulierung …Schwachsinn… hätte im nachhinein lieber …unpassend… geschrieben.

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Naja Ideenklau ist vielleicht etwas zu hart - früher waren die Urheberrechte nicht so verjudiziert wie heute, dass man einen Film lieber als Remake rausbringt (und sich marketingtechnisch noch Boni verspricht), als dass - was halt Hollywoodanwälte so tun.

Wollte nur anbringen, dass das Problem echt nicht eines ist, dass erst seit den 2000ern besteht - was ein Problem ist, ist wie es marketingtechnisch ausgeschlachtet wird und alles inzwischen Teil eines Franchises oder ähnliches sein muss - so habe ich weniger Probleme, wenn die Amis Your Name neu rausbringen wollen, als mit dass der neue Mumie-Streifen (selber ein Remake eines Remake eines Remake eines Remake …) gleich ein neues Universum erschaffen sollte.

Finde diesen ganzen Umschwung etwas doof. Als die Rolling Stones ein Cover von “Everybody needs somebody” machten, feierten es die Leute ab. War bis zum Blues Brothers Film auch die bekannteste Version. Versuch mal heute im Music-Business das neu zu covern/remixen/remaden oder so.

edit: Um es vielleicht etwas weniger dramatisch auszudrücken. Remakes etc. sind ein Teil unserer Kultur (und das weit bevor es das Medium Film überhaupt gab) und wird es immer geben. Manche sind gut, manche scheiße. Manche Filme haben ein gutes Remake verdient, manche weniger. Was mich mehr aufregt ist, Diskussionen um einen Film, ob er gut oder schlecht ist, an dem Tag “Remake” runterzureden.

Yojimbo ist einer der besten Filme Kurosawas und brächte kein Remake. “Für eine Handvoll Dollar” ist aber ein mindestens ebenso guter Film, der vielleicht den einen oder anderen dazu brachte, die Filme Kurosawas auch zu gucken. Und dann gibt es Filme, die den Namen nutzen um Grütze zu produzieren. Und Filme, die eigentlich richtig gut sind, aber als Remake verkauft werden.

Ups

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