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Mikrotransaktionen, In-Game-Werbung und Lootboxen in AAA-Games

Den Satz so wie er da steht verstehe ich nicht Oo

Besser?

Soll heißen: sollte publisher sich nicht selbst regulieren kommt der staat und setzt ihnen vermutlich einen riegel vor indem er die teile einfach grundlegend verbietet weil das am einfachsten ist für ihn (den staat).

So passiert in Belgien und Niederlande.

Es wäre also klüger aus publisher sicht lootboxen zu einem kritikpunkt für das rating zu machen von der ESRB und zu sagen: wenn lootbox dann ab 18 oder was das entsprechende äquivalent ist

Weiß nicht wie das bei euch allen ist, aber ich zahle in der Regel so um die 60€ für ein Konsolenspiel. Denke das ist genug Vergütung, damit ich zwischen ein paar Skins für meinen Charakter wählen kann. Bei Overwatch ist es ja tatsächlich noch im Rahmen. Aber 90% schneiden doch einfach Content raus und erzählen dann was von “Games as a service”. Frechheit!

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Dass AAA Publisher ein Spiel mit MTX und Lootkisten gegenfinanzieren müssen ist ein Märchen. Das ist nur Profitmaximierung.

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Für mich gibt es ein paar Kriterien, die Lootboxsysteme sehr deutlich voneinander unterscheiden. Unter anderem:

  • Sehr hohe Gewinnspitzen
    Der absolute Großteil an möglichen Items aus den Kisten ist mehr oder weniger Müll, ein kleiner Teil hat einen niedrigen Wert und sehr wenige Items haben einen absurd hohen Wert.
    Beispiel: CS:GO
    Gründe:
  1. Der höchstmögliche Gewinn wird von vielen unbewusst als Referenzwert genommen. Sehr viele würden eher bei einem Gewinnspiel mitmachen, wenn es einen hohen aber extrem unwahrscheinlichen Gewinn gibt als einen niedrigen, dafür aber sehr viel wahrscheinlicheren.
  2. Sunken Cost Phallacy. Wenn sich Leute bereits investiert haben und gar nichts gewonnen haben, dann verfallen viele einem Verhaltensmuster, in dem sie noch mehr investieren, damit “das, was ich schon gezahlt habe nicht umsonst ist.” und davon ausgehen, dass sie irgendwann den Gewinn ziehen und wieder im Plus sind.

Beides sehr gefährliche Effekte, die fast zwingend in Erscheinung treten, wenn es absurd hohe Gewinne gibt.

  • Externer Handel mit Items und Echtgeld
    Beispiel: CS:GO
    Gründe: Dies bringt eine ganz neue Gruppe an Leuten auf die Bühne; und zwar die, die versuchen, mit dem System Geld zu verdienen. Darunter gibt es eine kleine Gruppe, die für irgendwas dringend Geld braucht und in diesem System einen Weg sieht, aus der misslichen Lage herauszukommen. Also wird eventuell verschuldet, investiert und wahrscheinlich verloren. Dann ist die Lage noch schlechter. Als nächstes beginnt es dann wieder von vorne oder es wird das nächste System gesucht, wo es wahrscheinlich genauso abläuft. Etwas, was generell bei Glücksspielen ziemlich häufig passiert.

  • Seltene Items, die man (theoretisch) nur aus Lootboxen bekommen kann
    Beispiel: Rocket League
    Gründe: Entweder investieren Leute dann Unmengen an Geld um das gesuchte Item zu bekommen (meist, um sich szene-lokales Ansehen mit sehr seltenen Items zu erkaufen - dazu beliebiges Video aus CS:GO mit Kindern/Jugendlichen und Messerskins öffnen). Oder es bildet sich über Umwege ein inoffizieller exterer Markt mit den Nachteilen aus Punkt 2.

Gegenbeispiel:
Erneut muss ich hier Overwatch bemühen. Man kann den Lootboxen da vorhalten, was man möchte, aber diese drei Sachen haben sie aus dem System gelassen. Der Maximalgewinn ist nicht wirklich groß und selbst wenn man diesen unbedingt haben möchte, so gibt es eine beschränkung für den Wert direkt im In-Game Shop. Und dieser Wert ist nicht exorbitant hoch (3000 Coins, soweit ich weiß); man bekommt dieses Item also innerhalb einer realistischen Spielzeit garantiert(!).
Natürlich gibt es noch den Fall, dass irgendwer die Wunschitems möglichst sofort und ohne viel zu Spielen haben möchte. Exakt diese Gruppe ist es, die zur Kasse läuft. Für alle anderen besteht weder die große Notwendigkeit noch eine erhöhte Suchtgefahr. Da ist die Gefahr größer, dass Leute wegen dem Spiel selbst zu viel Zeit totschlagen und manche Sachen im Leben vernachlässigen - dies ist aber eher eine Eigenschaft von (kompetitiven, wettbewerbsbasierten) Onlinespielen im Allgemeinen.

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Also ich finde ja, die Gewinnspitzen bei Battle Royals auch etwas problematisch, die aufbauende Spannung, der Nervenkitzel, die “Erlösung” wenn man entweder getötet wurde, oder das Chicken Dinner geholt hat, dem eine ganz eigentümliche Wertung zugrunde liegt.

Ich kann wirklich wirklich froh sein, das ich mich eher zu Warcraft, Starcraft und auch Schach hingezogen fühle, Spiele, die sich eine gewisse Reinheit beibehalten haben. : /

Früher war nicht alles besser, aber…

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Sie haben einen neuen Ansatz gefunden. Lootboxen zu regulieren ist jetzt die Zensur der Kunst. :roll_eyes: Fuck, in Deutschland könnten sie damit sogar durchkommen.

:beanomg: die Kunst Suchtkranke auszunehmen

Ist das Kunst oder kann das weg? :smiley:

Ab dem 31. Januar kann man in Belgien keine Fifa Points mehr kaufen.

Echt peinlich wie EA immer noch die Opfer Rolle spielt und so tut als hätten sie sich jetzt dazu entschieden die Points ab zu schalten.

Das war keine Entscheidung liebes EA, ihr werdet dazu gezwungen wenn ihr euer Spiel weiter verkaufen wollt.

Naja, das hat gravierende Folgen für den E-Sport in Belgien. Weil ohne Echtgeldeinsatz hast du als E-Sportler bei Fifa halt keine Chance… :ghost:

Das wollte EA natürlich vermeiden :wink:

Wieder einer dieser Gründe, warum mich moderne Spiele wenig interessieren.

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AAA Spiele werden leider immer räudiger…

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Ist doch eigentlich ganz einfach: Release von Anthem ist am 22.02., alles andere ist vollkommen egal.

Und was DLCs angeht: Scheiss auf DLCs. Scheiss auf Season Passes, auf Special Editions, darauf wie man welche ingame items bekommt. Scheiss auf den ganzen Mist. Kauft die Standard Edition und wenn ihr mit dem Spiel fertig seid seid ihr damit fertig. Oder kauft es gar nicht wenn Standard nicht genug hergibt.

Ich hab spätestens mit Destiny 1 mit dem Quatsch aufgehört. Spiel zum Vollpreis gekauft und dann war kaum Content drin und der DLC hätte nochmal Vollpreis gekostet. Am Arsch. Kein Destiny 2, kein Division 2, kein R6 Siege, kein Anthem. Den ganzen Dreck einfach nicht mehr unterstützen.

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Diese GaaS bieten in der Grundversion doch immer grottigen Content und sind meistens darauf ausgelegt, dass man sein halbes Leben darin verbringt. Deswegen meide ich das ganze Genre.

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Korrekt. Bei Destiny war mir das noch neu, da bin ich noch drauf reingefallen. Inzwischen bin ich schlauer. Wenn ich ein Spiel kaufe dann ein fertiges. Ansonsten Kauf ich’s eben nicht. Würden das mehr Leute so handhaben würde der Dreck auch gar nicht funktionieren. Leider kaufen die Leute trotzdem fleißig.

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Bei DLC’s kommt es finde ich immer drauf an. Manche finde ich durchaus in Ordnung. Andere sind klar Abzocke.