Okay, wie reagierst du drauf, wenn das Kind einen Schub bekommt und einfach 10 Minuten lang schreit? Schickst es zum Rektor?
Ist natürlich eine (vermutlich durchaus auch vertretbare) Sichtweise, „Sonderpädagogik“ quasi abzuschaffen, weil man alle „gleich“ mit denselben „normalen“ Pädagogischen Mitteln behandeln sollte. Mir kommt diese Ansicht allerdings nicht sehr Praktikabel vor
Das ist eben ein Trugschluss, nur weil Kinder mit besonderen Bedürfnissen in den Regelkassen sitzen, heißt das nicht, dass man nicht Sonderpädagogik einsetzt. Die Lehrkraft muss halt dementsprechend geschult sein, aber eine räumliche Trennung von “normalen” Kindern ist nicht notwendig
Ja. Für mich! Ich hab doch genügend andere Beispiele genannt und auch begründet warum. Wenn du das nicht verstehst oder nicht lesen willst ist das ok, aber so machts keinen Sinn.
Du findest es also völlig in Ordnung, dass Leute wegen Fächern wie Kunst/Musik ihren Wunschstudiengang nicht studieren können? Oder sogar durchs Abi fallen? Das ist Rosinenpickerei? Ich weiß ja nicht.
Erinnert mich an eine Geschichte von einem Bekannten, der ein Top Abi hatte und nun den Ma in Psychologie fertig hat, O-Ton: „Es gab bisher keine Prüfung in meiner gesamten Schul- und Unilaufbahn, wo auswendiglernen nicht vollkommen genügt hätte.“
Interessanterweise ist er nicht in der Lage, Quellenrecheche zu betrieben oder Texte zu hinterfragen. Ich würde es mir dementsprechend wünschen, wenn Schulen weniger auf „auswendiglern“ Sachen bestehen und es mehr darum geht, Soft Skills zu erlernen und auf das tatsächliche Verstehen. Ich finde es nämlich wirklich erschreckend, wie gut man in der Schule ist, wenn man Auswendiglernen kann.
Würdest du das gleiche sagen, wenn es sich um Naturwissenschaften oder um Sprachen handeln würde? Allgemeine Hochschulreife baut darauf, unterschiedliche Bereiche abzudecken, für alles andere gibt es spezifische Gymnasien. Ich hätte am Ende auch lieber einige Fächer nicht haben wollen, weil es den Schnitt dermaßen zerschossen hat, aber das Prinzip der allg. Hochschulreife finde ich verständlich.
Darf ich fragen, wie viel Erfahrung du mit behinderten Kindern hast? Ich habe früher sehr oft auf Kinder die schwerer behindert waren aufgepasst und viele brauchten eine 1 zu 1 Betreuung, wenn es nur darum ging beim Spielen aufzupassen.
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese in einen Unterricht integriert werden können, wenn nicht radikal etwas verändert wird und selbst dann fällt es mir noch schwer vorzustellen, dass es gelingen könnte.
Das Problem ust ja nicht die Sonderpädagogik per se sondern die Exklusion von Kindern, die sonderpädagogische Mittel benötigen, durch z.B eigene Schulen/Klassen für eben diese. Dadurch wird nur die Diskrepanz zwischen den Kindern unnötig erhöht und Berührungsängste entstehen auf beiden Seiten, insbesondere der der “normalen”.
Ich habe schon einige Kinder mit Behinderung erlebt, sollte es regelm. solche Reaktionen haben, da war es nicht beschulbar.
Um gang mit behinderten kann man nicht pauschalisieren, häufig gibt es Trigger mit dem sich die Person wieder beruhigt. Aber ja ich würde es melden und aus der Klasse schicken, wie bei anderen Kindern die ständig stören auch der Fall wäre.
Wo habe ich das gesagt? Natürlich brauchen Kinder mit geistiger Behindern weiter sonderpädagogische und oder psychologische Begleitung. In der regel hab sie die neben der Schule am Nachmittag.
Aber schön das wir wieder nur bei geistigen Störungen sind und die große Zahl an rein Körperbehinderten Schülern die auch einfach in den Sonderpädagogik einsortiert werden, fällt hinten runter.
Die sind dann auch nicht beschulbar und würden nie in eine ‚normale‘ Schule kommen.
Es geht bei der Inklusion nicht darum alle Person durch das Schulsystem zu schleusen, sondern die mitzunehmen die es theoretische Schaffen würden. Bei Person mit schweren Mehrfachbesteuerungen ist das fast nie der Fall.
Dann musst du halt ein Fachabitur machen und fertig!
Gibt es für Jura nicht? Weiß ich! Dann musst du halt da durch!
Und wenn du dein Abi nicht schaffen solltest wegen Fächern die du mit lernen nicht verkacken musst, dann liegt das eher an dir und nicht am Abitur!
Du willst es ja auch nicht verstehen das es niemanden was bringt mit ner 1,0 Zugeschissen zu werden weil alle fröhlich nur ihre besten Fächer benotet bekommen. Mein Beispiel zu deinem Beispiel Medizin!
Sorg doch einfach Mal dafür daß es in deinen nicht starken Fächern auch ne gute Note gibt. Ja dafür muss man halt was tun.
Das kannst du auf jedes einzelne Fach runterbrechen. Es gibt bspw. Leute, die können sich geschichtliche Zusammenhänge merken wie ein Wiki, haben aber große Schwierigkeiten mit Englisch. Genauso wie es Leute gibt, die gut Laufen können, aber mit Zahlen nicht klarkommen. Während es den Typen gibt, der überall spielend leicht Matheaufgaben rechnet, aber keinen Text verfassen kann. Das waren jetzt nur ein paar Beispiele von mir aus dem Jahrgang damals. Das jeder Mensch andere Grundtalente hat, ist jetzt nichts neues und dafür kann die Allg. Hochschulreife erstmal nichts. Wichtiger ist da, wie der Lehrer benotet.
Ok Respekt, ich kann da ja auch nur als ungelernter aber mit praktischer Erfahrung sprechen und die Vorstellung fällt mir einfach schwer. Gerade wenn ich mir den Durchschnitt der Lehrer anschaue.
Wir haben hier um mein Beispiel herum diskutiert, da ging es halt um ein Schüler mit psychisch auffälligem Verhalten
Der Rollstuhlfahrer den wir hatten, war ganz normal in den Unterricht integriert und hatte halt seinen Zivi dabei den Tag über. Das hat auch den Unterricht 0 belastet. Ich würde mich aber auch mal so weit aus dem Fenster lehnen, dass Menschen die „nur“ körperlich eingeschränkt sich, keine besondere psychologische Betreuung bzw. Sonderpädagogik brauchen. Natürlich sollten Lehrer sich bewusst sein, dass es da bestimmte Einschränkungen gibt, aber die empfinde ich als wesentlich weniger „störend“ auf aufwendig zu betreuen als geistige / psychische Krankheiten
Ja, und wenn das jeder „normale“ Lehrer leisten können soll, finde ich das halt schwierig. Es gibt dieses Spezialisierung ja nicht umsonst.
Einen besonderen Fall allerdings als außerschulischer Betreuer meinerseits war ein geistig behinderter Junge mit Fluchtgeschichte und PDBS. War hart aber ich denk, dass ichs ganz gut gemacht hab.