Welchen Film habt ihr als letztes gesehen? II

ein Fest für die Augen! geniales Zeug.

Videospiel-Macher sollten sich von soetwas inspirieren lassen!

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The Molly Maguires - Verflucht bis zum jüngsten Tag (1970)
Regie: Martin Ritt
mit Sean Connery, Richard Harris, Samantha Eggar, Frank Finlay, Art Lund, Anthony Zerbe

Inhalt:
Der Film beruht zum Teil auf historischen Begebenheiten.

1876 Pennsylvania: Eine irische Geheimorganisation kämpft für bessere Arbeitsbedingungen und dabei ist ihnen jedes Mittel recht. Die Polizei konnte bisher keine Zeichen setzen und so wollen sie den Detektiv James McParlan (Richard Harris) bei den Kumpel einschleußen. Er findet bald Anschluss bei Jack Kehoe (Sean Connery) und seiner Truppe. Bald wird er in „The Molly Maguires“ aufgenommen, hilft ihnen sogar dabei ihre Aktionen durchzuführen. Bald muss sich McParlan entscheiden. Verrät er die Organisation oder steht er zu seinen neugewonnenen Freunden.

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The Molly Maguires ist kein leichter Film von Martin Ritt, viele werden ihn als langsam empfinden aber er lebt von den Schauspielern und regt zum nachdenken an.
In kräftigen Bildern, die vom Kontrast der frühindustriellen Kleinstadt und der sie umgebenden majestätischen Natur leben, erzählt Ritt vom sich nicht für alle gleichermaßen auszahlenden Fortschritt, von der Fortsetzung der Sklaverei mit den Mitteln des Kapitals.
Es gibt keine Gewinner, sondern nur Verlierer und selbst die Liebe bleibt auf der Strecke. Es ist fast wie in so manchen Western, ein Fremder kommt in die Stadt und als er sie wieder verlässt ist nichts mehr so wie es mal war.

Neben der guten Kameraarbeit von Altmeister James Wong Howe, bekommt der Film einen bedeutenden Schub durch seine Schauspieler. Sean Connery macht eine bewundernswerte Arbeit als der ruhiger und wortkarge Kehoe, wird aber von Richard Harris großer Leistung als McParlan an die Wand gespielt aber auch Samantha Eggar zeigt eine ihrer besten Leistungen in ihrer Karriere.

Auch bei diesem Film möchte ich nicht den schönen Soundtrack unerwähnt lassen vom großen Henry Mancini.

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Happy Death Day 2U:
Nachdem ich den ersten Teil richtig genial finde habe ich mich sehr darüber gefreut, als ich hörte, dass es einen zweiten geben würde.
Leider bin ich jetzt doch etwas enttäuscht.
Erstmal das Positive:
Jessica Rothe ist wieder genauso gut wie im ersten Teil. Ist einfach eine wirklich gute Schauspielerin, mit guter, schauspielerischen Reichweite.
Des weiteren ist der Film doch recht kurzweilig und hat viele gute, individuelle Szenen, welche Spass machen… halt wieder, primär getragen von Jessica Roth.
Aber verglichen mit dem ersten Film hat dieser Teil null Struktur und zusammenhängende Story. Und das obwohl die Story in diesem Teil so viel komplizierter ist und sehr viel mehr Zeit und Platz in Anspruch nimmt als im ersten Teil. Darum ist der Film wirklich viel mehr eine unzusammenhängende Ansammlung an Szenen, als wirklich eine gut durchdachte, schlüssige und engmaschige Geschichte wie im ersten Teil.
Ausserdem weiss er auch überhaupt nicht mehr, zu welchem Genre er gehören will. Der erste Film ist ganz klar eine Slasher-Komödie. Das ist das Zentrum. Dieser Film ist… eine Slasher-SciFi-Teenie-Liebesgeschichte-Drama-Komödie…? Keine Ahnung.
Und da dem Film ein wirklicher Ton fehlt, fehlt ihm auch ein bisschen eine Identität.
Dieser Teil hätte durchaus schlechter sein können, aber anstatt mir nochmals einen guten Film wie beim ersten Teil zu geben, gab er mir eher eine Geschichte, welche mich die Qualitäten des ersten Teiles besser zu schätzen wissen lässt…

Fazit: Jessica Rothe ist super, und der Film hat durchaus gelungene Einzelszenen. Aber das Skript hat keinesfalls mehr die Qualitäten aus dem ersten Teil.

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Jessica Rothe war für mich auch der absolute Lichtblick der beiden Filme. Wirklich toll gespielt und auch einfach eine wahnsinnig unterhaltsame und gut geschriebene Rolle.
Bei der Einschätzung der Teile stimme ich dir auch zu. Teil 1 machte einfach wahnsinnig Spaß und war echt richtig schöne frische Luft im Genre. Teil 2 hat irgendwie seine Identität etwas verloren, da er einfach zu viel wollte. Mehr ist halt nicht immer besser.

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Into the Blue

Ich war mir nicht sicher, ob ich den schon mal gesehen hatte. Mitten drin wurde mir klar: Ja, habe ich. Aber ziemlich zurecht fast alles wieder vergessen, denn irgendwie ist da eine Story, aber so richtig interessiert sich wohl auch niemand für. Immerhin hat der Film ein hübsches Urlaubsinsel-Flair und mit Paul Walker, Jessica Alba und Josh Brolin eine sehr charismatische Besetzung und stammt aus einer Zeit, in der man die Kamera noch ungestraft voll auf das Hinterteil der Protagonistinnen halten konnte. Gut finde ich, dass Jessica Alba am Ende nicht das übliche Mann-rettet-Frau-Szenario bekommt, sondern sie darf sich, SPOILER, selbst aus der Gefangenschaft hacken und stechen. Überhaupt ist das Finale überraschend blutig und schmerzhaft geraten und lässt den eigenartigen „Warum hast du das gemacht? Es ist deine Schuld! Nein, es ist meine Schuld!“-Mittelteil vergessen.

Kann man durchaus mal machen.

5/10

A Score to Settle (2019)
Dass Nicolas Cage inzwischen nur noch DtV-Ramsch macht ist an sich kein Geheimniss. Sehe ihn aber mittlerweile immer noch lieber als Bruce Willis, denn im Gegensatz zu Willis arbeitet Cage wenigstens noch für sein Geld. „A Score to Settle“, wo Cage nach 19-jähriger Gefangenschaft aus dem Knast raus kommt und mit seinen einstigen Gangster-Buddys, die ihn über’s Ohr gehauen haben, abrechnen will, ist dabei immerhin noch ein solider Thriller, der aber bis auf einen IMO schon überraschenden Plot-Twist nicht allzu viel zu bieten hat. Kann man sich aber schon ansehen. Da gab es von Cage schon übleres.
5/10

Voces - Die Stimmen (8/10)
(Netflix)

erfindet das rad nicht neu ist allerdings gut gemacht und nicht langweilig.
für fans vom genre schauer-grusel-horror sicherlich einen blick wert…

Deepwater Horizon 7/10

2x rewatch (wenn man zu faul ist, die DVD/Blu-Ray rauszusuchen), einmal was neues:

The Grand Budapest Hotel (Prime)

Wes Anderson Filme sind in der Regel sehr schön, aber auch sehr speziell und beim „Grand Budapest“ haben wir eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte, wenn wir ein Mädchen sehen, dass unter der Büste eines Schriftstellers ein Buch liest, in dem ein alter Autor erzählt, wie er als junger Mann den alten Besitzer des „Grand Budapest“ getroffen hat und der wiederum dem Autoren von seiner Jugend in eben dem Hotel erzählt. Wobei ich jetzt nicht aufgepasst habe, ob wirklich jeder andere Zeitrahmen auch einen anderen Frame hatte (beim jungen Zero ist es 4:3 und beim alten Zero war das glaube ich Widescreen). Anyway, ich finde es auch interessant, wie Anderson hier die Kulissen und die Miniaturen einsetzt. Er hatte ha vorher schon mit „Der fantastische Mr. Fox“ einen Stop-Motion Film mit Miniaturen eingesetzt, hier kommen ja auch welche zum Einsatz und irgendwie führt der sehr artifizielle Look des Films dazu, dass es fast so wirkt, als liesse er geschrumpfte Schauspieler durch Miniaturen laufen. Und wenn Anderson sich und die Schauspieler tatsächlich schrumpfen lassen könnte, würde er wohl fantastische Filme aus dem Miniatur Wunderland abliefern. Daher bin ich auch sehr gespannt auf „The French Dispatch“ und müsste dringen mal „Isle of Dogs“ nachholen. Und unter uns, was hat Anderson gemacht, dass er immer diese Masse an hochkarätigen Schauspielern zusammenbekommt?

Oldboy (Prime)

Der steht auch im Regal, aber eh… habe ich auch bestimmt schon 10 Jahre nicht mehr rausgenommen. Und eigentlich nur noch die ikonische Szene von dem Kampf im Flur im Kopf, daher hatte ich garnicht mehr auf dem Schirm, dass das eigentlich ein Drama ist. So kann man sich das doch ganz gut wieder in Erinnerung bringen. Schon seltsam, was bei manchen Sachen tatsächlich im Gedächtnis hängen bleibt.

Und was frisches mit

Mosul (Netflix)

Auch wenn hier die Russos nachgeholfen haben, ist es doch interessant einmal so eine Art von Film aus einem anderen Blickwinkel zu sehen, als nur den US-Hurra-Patriotismus. Und im Gegensatz zu den Amifilmen ist das auch eher ernüchternd bis deprimierend. Denn wie sagt eine Figur im Film? Die Amis müssen die Stadt nicht wieder aufbauen.

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The Taxi Driver dank dem Projekt K

Den Film muss ich nun erstmal verdauen. Es geht um die koreanischen Aufstände 1980 in Gwanju und wie der Reporter Jürgen Hinzpeter diese dokumentiert und letztendlich auch der Welt gezeigt hat.
Der Film hat auch seine leichten und lustigen Momente, damit danach dann die folgenden Szenen nur noch mehr Gewicht bekommen, man aber auch ab und an durchatmen kann.
Kann ich wirklich nur empfehlen. Besonders weil mir dieser Part Geschichte nicht sonderlich bekannt war.

9/10

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Tenet 1/10

Dazu muss man aber auch sagen, dass ich EXTREM dumm bin und den Film dementsprechend null gepeilt habe.

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Tenet war meiner Meinung nach auch der Film von Christopher Nolan, der am schwierigsten nachzuvollziehen ist. Zum Ende hin konnte ich dem Film auch nicht mehr ganz folgen, aber ich fand die Thematik trotzdem durchgehend spannend.

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Ist wirklich ein Film, der schwer zu verstehen ist, hat da nichts mit „dumm“ zu tun.
Wobei ich eine 1/10 dann doch etwas krass finde :sweat_smile: Hat dir nicht mal das Spektakel das er mit der Vorwärts-Rückwärts-Idee kreiert gefallen? Denn das fand ich auf jeden Fall extrem gelungen, alleine von der Umsetzung, egal ob ich jetzt allem immer 100% folgen konnte.

:man_shrugging:t2:
Er macht künstlerische Filme, welche existieren um eine Geschichte mit gut geschriebenen Charakteren zu erzählen…
Ich glaube in dem ganzen Industrie-Einheitsbrei wollen gute Schauspieler einfach auch mal gerne etwas machen, das sie aus Überzeugung und nicht primär für die Brieftasche machen.
Sehe ich ein bisschen als den Grund, warum viele eigenartige oder teils eher kleine Projekte immer mal wieder grössere Namen anziehen.

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Downsizing

Eigentlich eine gute Idee, aus der man meiner Meinung nach richtig viel hätte manchen können. Es beginnt auch durchaus vielversprechend wie ich finde und man baut noch einen interessanten (wenn auch in irgendeiner Art erwartbaren) Twist ein.
Was mich sehr stört ist, dass die Außenwelt so gar keine Rolle zu spielen scheint und man einfach in der „kleinen“ Welt ist, in der halt alles so aussieht und abläuft wie in der normalen Welt. Nicht mal für einen Witz hat man irgendwie was mit der Größe gemacht, auch wenn man das vieleicht bei der Unterschrift vorhatte, ich musste über die ganze Spielzeit nicht schmunzeln.

Außerdem versucht man mir hier zu sehr die bedrohliche Umweltsituation zu dramatisieren ohne wirklich tiefergehend darauf einzugehen.

Außerdem ist neben Matt Damon eigentlich keine Figur wirklich relevant, auch wenn man es mit Hong Chau versucht, aber auch hier war die Keule zu groß. Die Rollen von Christoph Waltz und Udo Kier und Jason Sudeikis sind so belanglos und austauschbar, sie bringen die Geschichte einfach kaum voran. Einzig Rolf Lassgard als Erfinder des Downsizing hat etwas Substanz und ist ein glaubhafter Charakter.

Nach den ersten 20 Minuten hatte ich mir noch viel versprochen, danach wird der Film leider ziemlich schwach. Am Ende hat er nicht einmal eine richtige Botschaft, obwohl er wohl irgendeine beabsichtigt.

1.5/5

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Assassins Creed
bei Netflix

Meine Frau und Ich wollten ein Film Schauen und dachten uns

"Assassins Creed… Warum nicht*

Am ende waren wir nur noch bei „Warum“
Es ist wie ein Autounfall, nur das dieser Tot langweilig ist.

Es heist zwar immer „Show dont tell“

Aber was man sieht ist völlig belanglos, also musst du was erzählen. Die Story ist so als würde man Teil 2 + Spinoff durch den Mixer jagen und das was übrig bleibt ist Pervers Langweilig. Mal abgesehen das ich durch den ganzen Rauch meist nichts gesehen habe. Fans kotzen im strahl was den Apfel angeht und Neueinsteiger verstehen gar nichts.

Was den Animus angeht. Da waren die Drehbuch Autoren extrem faul als sie sich diese Vorrichtung ausgedacht haben. Gute Autoren hätten mit den Regisseur das auch mit den Tisch hinbekommen.

Ich geb keine Empfehlung, es ist kein Super Mario schlechter Film, es ist einfach gar nichts.

Nun, klar. Objektiv könnte ich 3 oder 4 Punkte für Bühnenbilder, Kostüme, Choreographien und dergleichen geben. Aber ich habe wirklich zu keinem Zeitpunkt einen Zugang zu diesem Werk bekommen und von daher war es für mich persönlich das schlimmstmögliche Schau-Erlebnis. Ich konnte mit all dem, was mir da geboten wurde, rein gar nix anfangen. Also, der Film hat mich nicht irgendwann verloren. Bei mir war einfach von Anfang bis Ende zweieinhalb Stunden lang durchgängig ein Fragezeichen im Kopf.

Mal wieder „Boston“.

Starker Film!

Stand by Me:
Wollte mal wieder etwas Filmklassiker-Hausaufgaben machen und einen Film nachholen, von dem ich schon tausendmal gehört habe aber nie dazu gekommen bin.
„Stand by Me“ ist einer dieser Filme, den ich immer als Referenz sehe, lese oder höre wenn es um sogenannte „Coming of Age“-Filme geht. Irgendwie scheint dieser Film DER Film zu sein, an dem sich alle Filme messen müssen, welche eine Gruppe Kinder im Zentrum haben, welche an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen.
Und es wird relativ schnell klar, warum. Dieser Film scheint eine komprimierte Ansammlung all der Elemente zu sein, die man inzwischen hundert Mal in dieser Art Film gesehen hat. Zum Beispiel das Reise und die Schlüsselszenen entlang Zugschienen oder die „philosophischen“ Momente auf einem Schrottplatz sind Dinge, welche wirklich absolute Genrekonventionen geworden sind.
Der Film hat sich aber wirklich extrem gut gehalten. Die Charaktere sind einfach sehr stark geschrieben und die 80 Minuten die man mit ihnen verbringt und in der Gegend rumreist vergehen wie im Flug. Die Schauspieler machen alle durchaus eine gute Arbeit (hätte keinen der Schauspieler wiedererkannt, wenn ich nicht zum Schluss auf die Credits geachtet hätte) und das ist wirklich sehr selten für Kinder in dem Alter!
Ich habe es auf jeden Fall nicht bereut dass ich diesen Film endlich mal nachgeholt habe.

Fazit: Klassiker der sehr gut gealtert ist!

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Mir ist ja auch klar, dass Anderson immer viel mit denselben Leuten zusammenarbeitet, aber beim Gucken der Filme ist es auch für mich immer wieder erstaunlich, wer da alles durch die Kulissen läuft. :smiley:

A Beautiful Day / You were never really here

Den hatte ich damals im Kino gesehen und bei Letterboxd sehr gut bewertet, konnte mich aber an absolut gar nichts mehr erinnern. Das ist einerseits echt seltsam, denn der ist wirklich richtig gut. Sehr ruhig und reduziert, sehr gewaltsam und sehr bedrückend, aber auch sehr präzise in seinen Bildern und seiner Message. Andererseits ist es aber auch nachvollziehbar, denn das trifft genau die Aussage des englischen Filmtitels.

Hammer.

8,5/10

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