Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#10851

Barry Lyndon

Wow. Einfach Wow. Endlich den Film, der das Motto “Every Frame a Painting” geprägt hat, gesehen. Das Aufsparen für die heimische Leinwand hat sich gelohnt. Die Cinematographie ist der Wahnsinn und die Musik untermalt die Stimmung hervorragend.
Ich hatte immer Respekt vor der Laufzeit, aber die Reise des Redmond Barry Lyndon ist erstaunlich gut erzählt und angemessen gepaced. Ich habe jeden Moment genossen und ich denke, dass dieser nicht nur mein Lieblings Kubrick, sondern sogar einer meiner Favorites of All Time wird.


#10852

Der film hat ja auch irgendwie Matrix “vor-inspiriert” bzw. ist im Matrix-hype ja dann ein wenig untergegangen, wie mir scheint.
Aber völlig zu unrecht, da der film einfach klasse ist. Von mir würde er sogar ne 9/10 bekommen, allein schon wegen der Atmo und der Stadt. Die Modelle, das “Terra-formen”. Einfach großartig gemacht :smiley:

Gut.
der 19Elfer das Magazin entnehm, die Kammer leer’ und sie wieder wegpack
:ugly:


#10853

The League of Extraordinary Gentlemen:
Oder
The Avengers – The One that didn’t work:

Ehrlich, ich finde es ganz erstaunlich, wie ähnlich dieser Film dem ersten Avengers-Film ist. Ich meine, der Anfang ist sehr “Captain America – The First Avenger”, und dannach wird es effektiv zum Avengers-Film, wenn die Truppe sich zusammenschliesst, sich auf ein riesiges Fortbewegungsgerät begeben, inklusive einem Hulk, dessen Charakter-Dilema darin besteht seine agressive Seite unter Kontrolle haben zu müssen…
Und trotzdem: Wenn den ersten “Avengers”-Film etwas ausmacht, dann die Tatsache, dass er trotz des schwierigen Materiales so gut funktioniert. Und was man dem “League”-Film vorwerfen muss ist, dass er trotz der hervorragenden Steilvorlage die er hatte einfach nicht funktioniert.
Denn eine Steilvorlage hatte er! Mir gefällt das Konzept all dieser literarischen Figuren, die zusammengezogen werden zu einer “Liga” und zusammen kämpfen. Mir gefällt ein Grossteil des Castings wirklich gut. Ich finde ihre Fähigkeiten spannend, und das Finale ist (auf dem Papier zumindest) verdammt gelungen! Es ist nämlich in verschiedene kleine Konflikte unterteilt, jeder mit einer anderen Dynamik. Z.B. der Hulk-Charakter bekämpft ein anderes Riesenmonster, was zu einer CGI-Schlacht führt in denen ganze Mauern eingerissen werden. Sean Conneries Charakter bekämpft einen Antagonisten in einem drecking, gut gelungenen Zweikampf zwischen zwei erfahrenen Antagonisten. Der Vampircharakter duelliert sich mit einem anderen unverwundbaren Charakter in einem Fechtduell, und so weiter… Das Ganze ist theoretisch wirklich gelungen und sollte wirklich gut funktionieren!
Leider ist der Film zu dem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu retten. Denn der Plot ist absolute Grütze und erlaubt es zu keinem Zeitpunkt involviert zu werden.
“The Avengers” hat auch nicht den brilliantesten Plot, aber das liegt mehr daran, dass er sehr einfach gehalten ist und völlig geradelinig ist. “The League” hat einen Plot der von einem unverständlich doofen Set-Piece zum anderen hinkt und einfach null Sinn macht. Primär weil der Antagonist und sein Plan absurd sind. In der Mitte gibt der Antagonist unseren Helden im wahrsten Sinne des Wortes eine Aufnahme, welche ihnen seinen ganzen Plan erzählt, bevor er sie im Prinzip vernichten will… und es gibt NULL Grund, warum er ihnen diese Nachricht hinterlässt. Wirklich, keine. Es ist nichtmal wie bei einem James Bond Bösewicht, der noch lange einen Monolog hält, bevor er Bond umbringt, weil er ihm gerade gegenüber steht, der Bösewicht in “League” hat sich die Mühe gemacht, ihnen eine Aufzeichnung zukommen zu lassen, in welcher er es ihnen präsentiert!
Der Film ist einfach voller kleiner und grosser Fehler und Dummheiten, sodass man einfach nie richtig eintauchen kann. Viele der Charaktere bleiben auch zu platt und der Film ist visuell einfach langweilig. Alles ist grau in grau in braun…
Der Film würde sich anbieten coole und interessante Locations zu zeigen, aber leider macht er davon keinen Gebrauch. Oft scheint es so als habe man absichtlich versucht das Setting unglaubwürdig und ohne Persönlichkeit zu machen. Eine Actionszene in der Mitte des Filmes spielt in Venedig… und die Stadt wirkt sie eine leere, leblose, langweilige Kulisse im Hintergrund. Keine Menschen, kein Leben, kein Charm, nichts. Diese Szene könnte genausogut in einem Steinbruch oder so stattfinden, wenn man bedenkt wie lahm die Kulisse umgesetzt ist.
Wie gesagt, der Film hatte Potential und es gibt einiges was man mögen könnte, aber alles in allem ist es ein sehr dröger, langweilig umgesetzter und halbgarer Film.

Fazit: Muss man nicht gesehen haben. Erstaunt mich nicht, dass aus diesem Franchise nie was geworden ist.


#10854

Es gab mal einen reddit Post bei r/movies, wo jemand mögliche weitere Universes wie das MCU thematisiert. Er selbst schlägt League of Extraordinary Gentlemen vor und liefert sogar einen Releasetable dazu :smiley: Finde leider den reddit post dazu gerade nicht :frowning:


#10855

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind?

Nicht so gut wie der dritte Harry Potter, aber trotzdem ein super schöner Film mit einem Super Cast und für mich einen der besten Gags aller Harry Potter Film sind in dem Film. Für mich ist Kowalski der besten Charakter des Film super gespielt, super Synpatisch und einfach zum Liebhaben. Die Tierwesen sind auch cool, am liebsten mochte ich den Nifler und den Donnervogel.

Eddie Redmayne als Newt ist auch super Synpatisch. Der restliche cast ist auch super. Ich freue mich auf den neuen Teil und ich hoffe er wird ein guter Film.


#10856

Ja es gibt echt einige Filme, die danach kamen, die ähnliche inhaltliche oder visuelle Ideen verfolgt haben und vielleicht sogar davon inspiriert wurden: z.B. The Adjustment Bureau oder Inception. Und andersrum ist Dark City selbst wohl von Filmen des deutschen Expressionismus und des Film Noir (der wiederum von ersterem inspiriert wurde) inspiriert.


#10857

Mag den Film auch sehr… aber eine Inspirationsquelle habt ihr noch vergessen Momo :slight_smile:


Eines Tages wird diese Idylle jedoch durch das Auftauchen der „grauen Herren“ zerstört, die die Menschen zum Zeitsparen überreden wollen. Bald sind auch Momos Freunde von dieser Idee begeistert und haben keine Zeit mehr für Muße und Freizeit, weil sie nun wie besessen arbeiten. Nur Momo durchschaut das falsche Spiel der „grauen Herren“ und wird dadurch zu einer großen Gefahr für deren Plan, den Menschen die Zeit zu stehlen. Da ihre Freunde ihr nicht mehr zuhören, macht sich Momo auf den Weg zu Meister Hora, dem Wächter der Zeit. Dort hofft sie Hilfe zu finden. Doch die Zeitdiebe bleiben Momo heimlich auf der Spur …

#10858

:grinning: Ich erinner mich sogar den als Kind mal gesehen zu haben, aber dass der inhaltlich so cool gemacht war wusste ich gar nicht mehr.


#10859

The King of Comedy (1982)
von Martin Scorsese

Ein Möchtegern-Comedian , der sich oftmals in seine eigene kleine Fantasiewelt zurückzieht, in der er ein großer Comedystar ist, trifft eines Tages auf einen tatsächlichen großen Comedystar—gespielt von Jerry Lewis—, der ihm sagt, dass er ihm helfen will, groß rauszukommen. Was eigentlich mehr als Floskel gemeint war, führt bei ihm zu noch größeren Illusionen, als er versucht wieder mit dem Star Kontakt aufzunehmen, um bei ihm einen Auftritt in seiner Show zu bekommen…

Ich wusste eigentlich nur noch, dass ich den Film beim ersten mal anschauen zwar sehr gut fand, ich ihn damals aber mehr als reine Comedy erwartet hatte. Es ist aber mehr ein zugleich sehr tragisches als auch komisches Drama rund um einen Charakter mit ernsten Problemen—übrigens super gespielt von Robert DeNiro, der hier auch mal wieder sein großes Talent für Comedy unter Beweis stellen kann. Ich fand diesmal auch sein Verhalten gegenüber einem verrückten Fan des Stars besonders interessant, denn es spiegelt in vielen Punkten dieses “Von-oben-herab”-Verhalten wider, dass ihm—zumindest seiner Wahrnehmung nach—“von oben” entgegengebracht wird.

Hat mir unter den leicht veränderten Vorzeichen nochmal ein Stück besser gefallen und ist auf jeden Fall ein super Film, vielleicht sogar ein bisschen unterschätzt in Martin Scorseses Filmographie.

8/10


#10860

Aufbruch zum Mond

War eigentlich ganz gut. Technisch echt klasse, von der ab und zu angesprochenen Wackelkamera hab ich nicht viel mitbekommen bzw. hat sie da, wo sie mir aufgefallen ist, einfach gepasst (in den diversen Cockpits z.B.).
Ryan Gosling hat mich sehr überrascht. Er hat andere Emotionen gezeigt, als seine üblichen drei Zustände: stoische Wut, grenzdebiles Grinsen, nichts. :sweat_smile: Und ich hab es ihm auch abgenommen. Die Trauer, die Getriebenheit, die Verdrängung. Keine Ahnung, wie die Person Armstrong tatsächlich war. Wenn es sich um so eine ruhige, in sich gekehrte und nüchterne Type gehandelt hat, hat Gosling das einerseits gut umgesetzt oder die Vorlage kam ihm und seinen Fähigkeiten einfach entgegen.

Wo wir schon bei der Person Armstrong sind: Hier fuhr der Film für mich etwas zu zweigleisig. Für ein Biopic hätte ich gerne mehr von Neil gesehen, mehr von seinem Charakter erfahren, ihn einfach noch stärker im Fokus gehabt.
Für einen Film über die Mondlandung hätte es mir wiederum noch stärker technik- und projektfokussiert sein können. In meinem Kopf ist die Mondlandung aus heutiger Sicht irgendwie larifari, einfach, weil durch die Erfolge in der Raumfahrt der letzten Zeit, vor allem durch SpaceX, das alles so einfach anmutet. Was da aber wirklich dahinter steckte, wie aufwändig das alles war, und zwar gerade wegen der “altbackenen” Technik, das hat mich doch stark beeindruckt. Auch davon hätte ich gern mehr gesehen.
Die Apollo-Missionen kennt man ja ein bisschen, aber die vorbereitenden Programme wie Gemini waren mir neu/unbekannt/wieder entfallen. Allein dieses Find-and-dock-Manöver. :+1:

Im Endeffekt hätte ich also gerne zwei Filme zu der Thematik gehabt: Einen mit noch stärkerem Fokus auf der Person Neil Armstrong und einen mit einem noch stärkerem Fokus auf dem ganzen Raumfahrtprogramm und der Technik. “Halbgar” würde ich “Aufbruch zum Mond” nun nicht nennen wollen, aber ein bisschen unbefriedigt hat er mich dann doch aus dem Kino entlassen.


Direkt im Anschluss lief dann:

Mandy

Was für ein Tripp. :grin:
Mir ging es fast wie Eddy. Ich hab in der ersten Hälfte mehrmals überlegt, ob ich nicht aus dem Saal gehen sollte. Das war schon sehr anstrengend. Aber irgendwie hat er hier und da doch den ein oder anderen Brocken hingeworfen, der einem wieder etwas Appetit gemacht und man weiter drauf rumgekaut hat.
Irgendwann hat der Film dann auch tatsächlich “Fahrt aufgenommen” und ich hatte eine seltsam entrückte Art von Spaß. Beste Szene: das Kettensägengefecht bzw. der Anfang davon. :smile:

Direkt während und nach dem Film war ich reichlich enttäuscht, obwohl ich eigentlich nichts erwartet hatte. Jedenfalls war ich alles andere als begeistert. Aber jetzt, mit ein-zwei Tagen Abstand muss ich sagen: Irgendwas hat der Film. Ich werde ihn mir wahrscheinlich kein zweites Mal ansehen und man kann ihn auch nur einem eingeschränkten Personenkreis empfehlen. Und auch wenn einiges an der Inszenierung sehr gewollt und pseudo-künstlerisch wirkte - vieles war gut gemacht und einiges hatte Potential.

Wer auf lange Einstellungen, ein langsames Tempo, Farbspielereien und das Abhandensein einer auch nur im Ansatz anspruchsvollen Geschichte steht: have fun! Oder nen guten Tripp. :grin:


#10861

Ich war ein bischen stutzig, als ich was von Cockpits und Ryan Gosling gelesen hab. Hab nämlich gedacht, du meinst diesen alten Stummfilm. :laughing:


:new_moon_with_face:

#10862

:nun: :grin:


#10863

The Outlaw King (Netflix)

Die Geschichte ist weltbekannt. Robert the Bruce, später Robert I. König der Schotten, lässt die Rebellion nach dem Tot von Wallace durch die Engländer wieder aufleben. Am Ende des Films sieht man die Schlacht von Bannockburn, welche Robert zum Nationalhelden machte.

Die Ausstattung des Films ist sehr sehr gut, ebenso die Schlachten/Kämpfe. Immer wieder sieht man die atemberaubende Schönheit Schottlands.

Wer kein Blut und Gedärme sehen kann, der sollte sich den Film eher nicht anschauen :smiley:

Am Ende eine solide 8/10


#10864

Okja 5/10
Wichtiges Thema, aber leider fand ich die Story nicht gut und auch zu sprunghaft.

The night comes for us 7/10
Man kriegt genau das, was man erwartet. 2 Stunden Gemetzel vom Allerfeinsten.


#10865

Oha!
Nun bin ich doch etwas interessiert an dem Film. Der Fakt, dass Gosling die Hauptrolle spielt, hatte eigentlich schon dazu geführt, dass ich ihn nicht sehen wollte. :thinking:


#10866

Battle Royale

Da ich ahnte, was mich erwartet, war er für mich okay… naja, außer Schnitt, Flashbacks, charakter"aufbau", Anzahl der Protagonisten… und vieles, was ich nicht nachvollziehen konnte… :sweat_smile:

Nen Kumpel guckte mit… er meinte hinterher, dass der Film der schlechteste sei, den er seit sehr langer Zeit geguckt habe.
Seltsamerweise haben wir ns aber während des Films viel über das Szenario vom Film unterhalten… Hat doch auch irgendwie etwas Gutes, wenn man durch nen Film zum drüber reden angeregt wird. :thinking:


#10867

Fand den filmisch auch nicht so dolle, wie leider vieles aus Japan, aber die Grundidee ist interessant und er lädt zum philosophieren ein. Falls dich das Setting ein bisschen gepackt hat, kann ich dir die Bücher “Todesmarsch” und “Menschenjagd” von Stephen King empfehlen. Die sind vom Aufbau her ähnlich, sind aber mMn noch viel tiefgreifender.


#10868

Danke für die Empfehlungen.
Puh. Muss ich mal gucken.
Bücher vermeide ich in letzter Zeit… da ich die Dinger quasi ab Lesestart binge… Außerdem ist mein Mangastapel noch sehr hoch.

Aber danke. Kommt auf nen Notizzettel… zu gefühlten anderen 300 Filmen, Büchern usw…


#10869

Die sind beide auch nicht allzu lang :donnie: Alternativ kannste dir ja den Audible-Gratismonat gönnen und dir schon mal eins per Hörbuch reinziehen.


#10870

Hab den ziemlich gut in Erinnerung, auch wenn er natürlich speziell ist und man sicher Bock auf das überspitzte Schauspiel der Japaner haben muss. Auf jeden Fall fand ich ihn zigfach besser als Panem oder all diese anderen Teenie-Schmonzetten, die das Thema in den letzten Jahren aufgegriffen haben.