Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#10911

Die Baby-Muffler!!! <3


#10912

Ist eine spannende Sache mit Christoph Waltz. Waltz wurde international ein grosser Name mit der Rolle des Hans Landa. Und danach wurde er im Prinzip permanent gecastet um die gleiche Rolle nochmals zu wiederholen. Und “Specter” scheint der Punkt zu sein, wo er zu fest in einen “Autopiloten” gerutscht ist, sodass nicht mehr viel von seiner ursprĂŒnglichen Brillianz als Bösewicht vorhanden ist. Soviel ich weiss waren viele enttĂ€uscht von seiner Leistung in “Specter”, primĂ€r weil er doch wie das PERFEKTE Casting klingt fĂŒr diese Rolle.


#10913

Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

Hab am Samstag endlich den neuen Fantastic Beasts gesehen und bin etwas gespalten.
Erstmal das Positive: Ich habe mich wieder direkt in die Welt verliebt und mich in ihr verloren. Das World-building ist wieder mal großartig und der Film strotzt nur so vor Schauwerten - optisch wie musikalisch. Es gibt super viele neue und bekannte coole Tierwesen, es werden neue Zauber gezeigt, die die Welt wirklich bereichern und allgemein, kommt man hier als Fan des Universums voll auf seine Kosten.
Aber auch bei den Charakteren tut sich so einiges. Zuerst mal zu meinem grĂ¶ĂŸten Problem im Vorfeld. Johnny Depp als Grindelwald spielt wirklich super. Er holt nicht 100% aus der Rolle, aber seine Leistung ist durchweg solide und an den wichtigen Stellen sogar herausragend. Ebenso hat man mit Jude Law eine gute Besetzung fĂŒr Dumbledore gefunden. Es braucht zwar etwas (da er ihm optisch nur entfernt Ă€hnelt), aber er spielt den “jungen”, manipulativen und arroganten Lehrer fĂŒr Verteidigung gegen die dunklen KĂŒnsten wirklich hervorragend. Die Beziehung zwischen den Beiden umspannt den gesamten Film (ohne das sie auch nur einmal aufeinander treffen) und kommt ohne unnötigen Kitsch aus.
Das trifft aber eigentlich auf alle Beziehungen in dem Film zu. Es gibt dieses Mal nĂ€mlich eine ganze Reihe von Liebesgeschichten. Das diese funktionieren und nicht zu GZSZ verkommen, ist auf jeden Fall eine der StĂ€rken des Films. Kommen wir nun zu Newt unserem Protagonisten. Anders als in der letzten Kino+ Episode habe ich mich zu keiner Zeit an seiner ausweichenden und distanzierten Art gestört. Newt ist auf jeden Fall autistisch veranlagt oder zumindest extrem von sozialen Phobien geplagt. Nur mit Tieren kommt er klar. Er versteht sie und sie verstehen ihn. Das er in diesem Film nun zwischen die Fronten von verschiedenen Zaubereiminesterien, Grindelwald, Dumbledore und mehr gerĂ€t, wird in meinen Augen aber dennoch schlĂŒssig wenn auch ĂŒberladen erzĂ€hlt.
Und damit kommen wir zu den negativen Aspekten dieses Films. Die Story ist extrem verwinkelt und so vollgestopft, dass man schon sehr gut aufpassen muss um alles mit zu bekommen. Hier kann ich die Kritik vieler auch voll verstehen. Gerade wenn man kein Hardcore Fan ist und so tief in der Lore steckt, wird von den Dutzenden Namen, Orten und Beziehungen sicherlich ziemlich verwirrt. Es ist stellenweise schon echt krass, was dieser Film als gegeben beim Zuschauer annimmt. Nicht jeder hat die Filme zigfach gesehen oder die BĂŒcher ein Dutzend Mal gelesen. Diese Kritik trifft den Film zurecht und die muss er sich als Blockbuster auch gefallen lassen.
Andererseits feiere ich den Film auch ein wenig, dass er die Eier oder die Dreistigkeit (je nachdem) hat, so viel vom Kinobesucher zu verlangen und nicht alles runterdampft und weich kocht, damit auch der letzte alles rafft. Als Fan des Universum ziehe ich da ein StĂŒck weit meinen Spitzhut.
Kommen wir nun zum letzten Kritikpunkt, der aber ein ganz dicker ist. HĂ€tte der Film in seiner letzten Szene 2 Minuten frĂŒher aufgehört und die Credits laufen lassen, wĂ€re ich ziemlich begeistert, aber dann haut Rowling da was raus, was ein lautes “WTF!!” im Kino von mir provoziert hat. Den Zuschauer dann mit diesem Moment zu entlassen, empfand ich als Arsch frech und ich war erst mal ne ganze Weile angepisst. Eventuell wird das im nĂ€chsten Film zufriedenstellend aufgelöst, aber so hĂ€ngt man jetzt erstmal ein Jahr lang in der Luft und das hĂ€tte wirklich nicht sein mĂŒssen.
Insgesamt bleibt ein großartiger Film fĂŒr Fans mit einem guten GedĂ€chtnis, der einen aber sehr unbefriedigt zurĂŒck lĂ€sst. Alle anderen sollten vielleicht noch mal den ein oder anderen Film schauen oder ein paar der BĂŒcher lesen. Nicht Fans bekommen optisch zumindest einiges geboten, aber ob das reicht, muss jeder fĂŒr sich selbst entscheiden.

4/5


#10914

Eben dieses. Die Wizarding World entwickelt sich zu meinem drittliebsten Filmuniversum. Nach Mittelerde und a Galaxy far, far away definitv die Welt, in der ich mich auch gerne verliere :slight_smile:


#10915

Phantastische Tierwesen: Grindelwalds Verbrechen

Also der Anfang und die letzten 20-15 Minuten des Films waren ziemlich gut. Alles dazwischen fand ich ziemlich langweilig und hat sich ziemlich gezogen. Klar wurden einiges an Namen aus dem Potter-Universum in den Film verbaut und das fanden auch ganz viele Leute im Kino ganz toll (inkl. meinen Begleitern), aber das macht es fĂŒr mich nicht zu einem guten Film. Ich mag die ganzen Potter-Filme, aber mit der Tierwesen-Reihe werde ich nicht richtig warm. Johnny Depp macht es als Grindelwald aber ziemlich gut, ich bin seiner Sicht der Dinge nicht komplett angeneigt.^^

5/10

Ex-Machina

Sehr guter Film. Die Handlung hat mich ĂŒber den kompletten Film interessiert und gerade das Ende fand ich ziemlich cool. Fand den Hauptcharakter komplett nachvollziehbar und die AtmosphĂ€re war die ganze Zeit ĂŒber irgendwie bedrĂŒckend und spannend. Da ich Filme mit dem Thema eh mag, hat mich der Film auf jeden Fall komplett abgeholt.

8/10


#10916

Valerian and the City of a Thousand Planets:

Was zum Teufel war denn das? Meine GĂŒte, dieser Film ist ja mal wirklich anders schlecht!
Ich habe keine Ahnung, wo ich anfangen soll

Beim Titel? Ja, fangen wir beim Titel an. Warum “Valerian”? Valerian ist EINER der ZWEI Protagonisten. Er hat nicht mehr Einfluss auf die Story als seine Partnerin, wenn ich schĂ€tzen mĂŒsste wĂŒrde ich sogar sagen, dass wir eher weniger Zeit mit ihm verbringen
 aber das ist so ziemlich egal. Den Film nach ihm zu benennen ist in etwa so als wĂŒrde man “Star Wars Episode I: The Pantom Menace” zu “Star Wars Episode I: Qui-Gon-Jinn and the Battle for Naboo” nennen
 Völlig unsinnig!
Also gut, der Titel schonmal daneben, was weiter?
Oh ja, erste Szene
 Anscheinent gibt es eine Raumstation im Orbit der Erde, welche wie eine riesige Stadt funktioniert
 anscheinend können dort Aliens aus dem ganzen Universum leben.
Warum die Erde? Wie kommt es dazu, dass ausgerechnet die ERDE das Zentrum des internationalen Zusammenschliessend wird? Ach, und dann wird die Stadt irgendwann zu gross, und sie wird einfach mal so ins Weltsall abgeschoben
 weil sie sonst auf die Erde kracht? Das Teil hat schlussendlich etwa die grösse eines Mondes, oder noch grösser! Warum nicht einfach in eine Umlaufbahn um die Sonne stossen? Macht es nicht mehr Sinn fĂŒr ein derartiges Konstrukt, welches als Schmelzkessel des Universums gilt, einen definierten Platz im Universum zu haben, anstatt einfach frei irgendwo in der Galaxy herumzutaummeln?
Das war das INTRO, und ich war bereits völlig verloren, weil nichts wirklich Sinn macht. Dabei hĂ€tte man das Intro auch streichen können, denn “Alpha”, die “Stadt der Tausend Planeten” ist gar nicht mal so ein wichtiges Element des Filmes. Man könnte den ganzen Film auf der Erde, oder einem Planeten spielen lassen, oder irgendeiner undefinierten Raumstation, und es wĂŒrde nichts am Film Ă€ndern. Ein derartiges Intro, welches mehr Fragen aufwirft als beantwortet, in einem Film der eh schon zu lange ist und mit dieser “Stadt” kaum mehr was zu tun hat
 ehrlich, ich verstehe nicht, was das soll.

Und dann lernt man bald die beiden Protagonisten kennen. Zwei nervige, priviligierte, ĂŒberhebliche Teenager mit grosser Klappe. Aus IRGENDEINEM mir unerklĂ€rlichen Grund soll das Publikum die beiden als diese unglaublich tollen, harten Supersoldaten abkaufen. Und da die beiden Teenies sind in dieser Rolle einfach unglaubwĂŒrdig. Ok, ok, Cara Delevigne und Dane DeHaan sind natĂŒrlich schon nicht mehr ganz Teenager, sondern schon etwas Ă€lter, aber ihr verhalten und den starken Kontrast den sie zu den ansonsten eher “alt” und “erwachsen” aussehenden Menschen um sie herum stellen sorgt dafĂŒr, dass sie gut und gerne 19 Jahre als sein könnten

Ach, aber sie erzÀhlen uns am Anfang, dass sie tolle Soldaten sind und zehn Jahre MilitÀrtraining hinter sich haben, uns sonst noch Zeugs das uns glauben machen soll, dass man hier zwei erfahrene, hochrangige Soldaten sieht. Nö, sorry. Funktioniert nicht.
Und sowieso sind die ganzen Charaktere völlig platt! So platt, dass ich KEINE Ahnung habe, was fĂŒr Persönlichkeiten sie haben sollen. Kein Witz, ganz zum Schluss gibt es plötzlich einen “Konflikt” zwischen den beiden Protagonisten, weil einer der beiden AUS DEM NICHTS plötzlich sagt: “Tut mir leid, das kann ich nicht tun
 ich bin ein Soldat, ich befolge Befehle
”
ENTSCHULDIGUNG?! Wie bitte?! WĂ€hrend des ganzen Filmes machen die beiden Idioten die ganze Zeit was sie wollen, geben NIE das GefĂŒhl, dass sie speziell verantwortungsbewusst oder gehorsam gegenĂŒber AutoritĂ€ten sind
 und PLÖTZLICH, aus dem Nichts kommt sowas?! Ehrlich, dieses Ding wird so aus dĂŒnner Luft gezogen, dass man in dieser Szene die Dialogzeilen zwischen den beiden Charakteren hĂ€tte austauschen können, und es wĂŒrde genau gleich viel Sinn machen.

Und weiter: Ich habe doch oben erwĂ€hnt, dass uns der Film ERZÄHLT, dass die beiden Highschool-SchĂŒler eine ca. 20 JĂ€hrige MilitĂ€rkariere haben sollen, oder? Ja, das macht dieser Film noch verdammt viel. Er erzĂ€hlt uns Dinge.
Ehrlich, einen derart Expositionslastigen Film habe ich schon ewigs nicht mehr gesehen. Ganze Szenen existieren nur, um uns Dinge zu erzĂ€hlen, generell Zeugs, das uns egal sein kann, der Regisseur aber denkt, das gibt der Welt und dem Plot “Tiefe”. In Wirklichkeit war es aber einfach langweilig, und die Überflutung an Informationen sorgte dafĂŒr, dass ich die HĂ€lfte gar nicht richtig aufnahm, weil es mir egal war.
Und weiter geht’s
 der Plot. Och Gott, der Plot
 was kann ich dazu sagen? Der Plot ist ein völliges Chaos aus unsinnig zusammengestecken Szenen, welche zu 80% nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat, sondern einfach nur Filler ist. Kein Scherz, ein riesiger Teil in der Mitte des Filmes sind zwei Rettungsaktionen
 ja, zwei. Wir haben zwei Protagonisten, also bringen wir erst den einen in Gefahr, sodass er gerettet werden muss, und dann bringen wir die andere in Gefahr, sodass sie gerettet werden muss. Und wovor sie gerettet werden mĂŒssen und warum hat NICHTS mit dem Film zu tun
 aber hey, immerhin sieht man eine Menge unnötige, seltsame Dinge und Ideen und Szenen. Kein Zusammenhang, aber der Regisseur wollte mit seinen Spielsachen spielen, also lassen wir ihn dabei.
Ach, und wisst ihr wie sie den “Plot” danach wieder aufnehmen? Nach dem zweiten Rettungsakt latschen die Protagonisten irgendwo in der Gegend herum, und Sie fragt Ihn: “Hey, wie jetzt weiter?”
Und der Zuschauer fragt sich: Oh, stimmt
 worum ging es in diesem Film nochmal? Was genau war der Plot, was war das Ziel und die Motivation der Protagonisten?
Und Er sagt: “Ach, ja, wir mĂŒssen Da hin. Ich weiss das, weil Plotelement, welches ich seit Beginn des Filmes nicht erwĂ€hnt hat mir das gerade Telepatisch mitgeteilt hat! Den Plotelement kann das, habs bisher nur vergessen zu erwĂ€hnen
”
YEP! Der Plot ist SO schwach und unĂŒbersichtlich, dass die PROTAGONISTEN sich mitten im Film durch ein Deus-Ex-Machina Moment daran erinnern mĂŒssen, WAS der Plot ĂŒberhaupt ist!
Dazu kommt noch, dass das Dinge tonlich völlig wirr ist! Zum Teil gibt es dumme One-Liner, zu anderen Zeiten werden harte, brutalle Themen wie Genozid angeschnitten, oder in einer ganz bizarren Szene die Tatsache, dass man als Illegaler Immigrant in einem Land mit einem GefĂŒhl des IdentitĂ€tsverlust zu kĂ€mpfen hat
 Nein, kein Scheiss, DAS ist ein Element, welches von einem Charakter aufgegriffen wird
 etwa eine Zeile, nachdem sich der Charakter als “Bubbels” vorstellt. Aaaaaarg!!!

Und die Schauspieler
 oh Gott, die Schauspieler. Wie schlecht das Casting ja schon war, das habe ich ja oben schon erwĂ€hnt. Aber das grösste Problem, und warum ich schon beim Trailer dachte, dass der Film wohl MĂŒll sein wird ist
 nun, sind wir ehrlich. Der Trailer zeigt DREI Menschlichte Charaktere. ZWEI davon sind gespielt von Cara Delevigne und Rihanna
 und sorry, das ist kein gutes Zeichen. Wenn ein Film das GefĂŒhl hat, er mĂŒsse sich nicht mal die MĂŒhe machen, Schauspieler fĂŒr die weiblichen Rollen zu holen, sondern einfach junge Damen die gut in UnterwĂ€sche aussehen, dann ist bereits klar, wo die PrioritĂ€ten liegen.
Himmel, ich war ĂŒberrascht von der Tatsache, dass die beiden nicht mal wirklich eine zu grosse Schwachstelle in diesem Film sind. Ich meine, sie sind nicht brilliant, und Cara Delevigne hat einige recht schlecht gespielte Szenen, welche aber primĂ€r mit dem grausamen Skript zusammenhĂ€ngen, aber insgesamt sind sie nicht schlechter als Dane DeHaan, dessen Leistung auch auf- und ab schwankt in diesem Film.

Ehrlich gesagt, was mich fast am meisten frustriert ist dies:
Ein bizarr schwacher Plot, der 80% Filler ist, um kreative Aliens und Visual Effekte zu zeigen, eine völlig unnötige, aus dem nichts kommende Musik-Sequenz irgendwo in der Mitte, eine Menge “Wold-Building”, das sich auf unnötige Dinge konzentriert, die wichtigen Dinge aber völlig aus der Luft greift, und ein Film, welcher dem Zuschauer die ganze Zeit die Frage bringt: “WTF schaue ich mir hier gerade an
?” und tonlich derart wirr ist und versucht knackige One-Liner und harte, ungemĂŒtliche Themen zu mixen?


Das ist “The Fifth Element”!
Ja, wenn man sich den Film anschaut und “The Fifth Element” kennt, dann wird man fraglos an diesen Film erinnert. Die Parallelen sind zum Teil so stark, dass ich zwischendurch fand, dass die Art diesen Film zu kopieren schon sehr frech ist.


Und dann gehe ich nach dem Film nachschauen und sehe
 der Film stammt von Luc Besson, Regie und Drehbuch
 der Mann, der schon beim “Fifth Element” fĂŒrs Drehbuch und Regie zustĂ€ndig war.
Jep
 20 Jahre nach “The Fifth Element” kanibalisierte Besson also seinen eigenen Kult-Film, jedoch schlechter und mit weniger Charm

Ehrlich gesagt, nachdem ich das jetzt weiss
 spielt dieser Film im gleichen Universum? Ich bin ziemlich sicher, dass die einen Aliens im Intro sehr Ă€hnlich sind wie die Aliens die man zu Beginn von “Fifth Element” sieht


Ach, ist doch egal.
Die Tatsache, dass sich Besson offenbar in den letzten 20 Jahren kaum weiterentwickelt hat finde ich nicht wirklich ein gutes Zeichen. “The Fifth Element” ist bereits ein Film von fraglicher QualitĂ€t, aber immerhin mit einem gewissen Charm und halt Bruce Willis in der Hauptrolle und Garry Oldman als karrikaturhaftem Antagonisten, sowie einer extrem aufwĂ€ndigen und faszinierend bizarren Musical-Nummer in der Mitte. NICHTS in “Valerian” kommt an diese QualitĂ€ten ran, und was zurĂŒckbleibt ist ein bizarrer, zusammenhangsloser Mischmasch aus Ideen und einer Menge bunter Bilder


Fazit: Wie dieser Rant zeigt
 ich finde den Film recht doof. Und ehrlich gesagt finde ich ihn so schlecht, dass ich am liebsten Szene fĂŒr Szene durchgehen wĂŒrde und jeden Fehler einzel markieren wĂŒrde. Ich bin in erster Linie einfach nur verwirrt.


#10917

La La Land 7,5/10


#10918

Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald

Auch der zweite Teil der Fantastic-Beasts-Reihe ist unterhaltsames, stellenweise sogar zauberhaftes Popcorn-Kino, das im Großes und Ganzen aber bereits erste Abnutzungserscheinungen zeigt. Mir fehlt da immer noch eine Identifikationsfigur und es ist ein wenig schade, dass die Charakterentwicklung seit dem ersten Teil stehengeblieben ist. Mit Theseus, Leta und Queenie tue ich mir außerdem sehr schwer und finde, dass da zu viele NebenhandlungsstrĂ€nge angerissen werden.
Lichtblicke sind aber die neu eingefĂŒhrten Charaktere Grindelwald (Johnny Depp) und Dumbledore (Jude Law). Beide Schauspieler machen einen hervorragenden Job und besitzen auf der Leinwand eine eindringliche PrĂ€senz.

Ansonsten setzt “Fantastic Beasts 2” auf viele, sehr viele Effekte, die grandios aussehen können, stellenweise aber fast schon too much wirken. Gerade beim Finale hĂ€tte ich mir weniger aufgeblĂ€htes CGI gewĂŒnscht. Davon abgesehen steckt der Film aber voller Details, bei denen die Fans Freude haben werden, sie beim erneuten Ansehen genauer zu inspizieren.

Insgesamt hat mir der erste Teil ein wenig besser gefallen. Die AtmosphĂ€re war dichter, die Handlung fokussierter und die Charaktere greifbarer. In “The Crimes of Grindelwald” zerfließt das alles ein wenig und verliert sich in zahlreichen Expositionsfetzen. Mit Grindelwald, Dumbledore, Hogwarts und den magischen Tierwesen hatte ich immer noch meinen Spaß, aber alles drumherum war ĂŒberraschend holprig und generisch.

Aus dem Nichts

Ein dĂŒsteres Drama von Fatih Akin, das vor allem durch die schauspielerische Leistung von Diane Kruger glĂ€nzt. Die Geschichte fĂ€ngt zĂ€h an, gewinnt aber vor allem im Mittelteil an Spannung und emotionaler HĂ€rte. Als Zuschauer fĂŒhlt man sich schnell in die Rolle von Diane Kruger hineinversetzt und kann ihr Leid zunehmends nachfĂŒhlen. Besonders gut hat mir gefallen, dass Fatih Akin Klischee-Fallen und typischen Drama-Momenten gekonnt ausweicht und dafĂŒr auf einen nachvollziehbaren Handlungsverlauf setzt. NatĂŒrlich, hier und da zieht man als Zuschauer die Augenbrauen ein wenig hoch, wenn sich die Geschichte gewisser Mittel bedient, um Frau Kruger nicht in eine investigative Sackgasse laufen zu lassen, aber unter’m Strich verzeiht man diesem Film kleine Bequemlichkeiten. Nicht ganz so gut gefallen haben mir ĂŒbrigens die kurzen Videoclips innerhalb des Films. Sie zeigen dem Zuschauer das ehemalige Familienleben auf, um ihn fĂŒr den Verlust der Hauptprotagonistin zu sensibilisieren. Dies hĂ€tte es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht, da es in diesem Film schließlich um Schock, Wut, Trauer und isolierenden Verlust geht. Das Familienleben wird abrupt beendet und sollte daher nicht in mehreren RĂŒckblenden als emotionaler Weichmacher auftauchen.

Alles in allem aber ein starker Film, der gut inszeniert und gut geschauspielert ist. Kann man sich definitiv ansehen!


#10919

Mission Impossible Fallout

Nach den ganzen positiven Stimmen, hatte ich richtig Lust ihn mir nun anzuschauen. Das positive Feedback entpuppte sich als richtig. Mission Impossible macht Spaß, das liegt ĂŒberwiegend an den schönen Bildern und handgemachten Action Szenen. Den Toilettenkampf habe ich mir inzwischen locker 4 mal angesehen, einfach ein purer Genuss. Cruise macht das, was er kann. Action, Action, Action., einfach krass was der Mann alles kann. Cavill hat mich in der Rolle positiv ĂŒberrascht, hĂ€tte ich nicht gedacht.

Dennoch ist Fallout more of the same. Der Film bedient sich dem klassischen Mission Impossible Rezept und weicht von diesem auch kaum ab. Die Story mit all den ganzen Twist kann man leider nicht sonderlich ernst nehmen. Wer Lark ist war mir zum Beispiel sofort nach 5 Minuten klar. Einige Spielereien fande ich noch ganz gut gemacht (TĂ€uschung um an den Handycode zu kommen), irgendwann ĂŒbertreibt es der Film mMn aber einfach mit Twists und TĂ€uschungen.

Zudem blieben einige Nebencharaktere sehr blass, da wĂ€re mehr drin gewesen und da hĂ€tte ich mir auch mehr von gewĂŒnscht ( Vanessa Kirby als Alanna Mitsopolis zum Beispiel.)
Die Jagd am Ende wirkte dann fĂŒr mich ein wenig aufgesetzt, war nicht zwingend notwendig, sah zwar schön aus, aber weniger logisch und konsequent. Ist aber wohl eine generelle Krankheit von Actionfilmen, bei The Commuter Ă€hnlich, die Schlussaction hĂ€tte es nicht gebraucht.

Mission Impossible macht vieles richtig, er macht vor allem Spaß. Deshalb werde ich ihn mir in nĂ€chster Zeit noch das ein oder andere mal anschauen. Er ist jedoch kein perfekter Mission Impossible, der hĂ€tte er sein können, die Puzzleteile waren nĂ€mlich da. Leider traut er sich dort zu wenig. Vom nĂ€chsten Teil erhoffe ich mir einfach, dass er vielleicht mal etwas anderes macht und von der typischen Formel ein wenig abweicht.

3,5/5 wĂŒrde ich ihm vorerst geben, wenngleich er bei mir eher eine 3,8/5 ist. Dann mĂŒsste man vielleicht auf 4/5 aufrunden. Beim 2. mal sehen vielleicht :slight_smile:


#10920

Danke! Sehe ich sehr Àhnlich. :slight_smile:


#10921

hab letztens ANON geschaut ist ein Science-Fiction-Thriller
vor kurzem erst raus gekommen
schaut echt hĂŒbsch aus und man kann sich den mal anschauen wenn man auf das genre steht ^^


#10922

Ich habe gestern dann auch die Phantastischen Tierwesen und Grindelwalds Verbrechen angeschaut und kann in allen Punkten eigentlich @ForboJack zustimmen. Insbesondere der Look und die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Auch das wirklich nicht alles haarklein erklÀrt wird bzw. aus dem ersten Film wiedergekaut wird fand ich sehr erfrischend und sollte von viel mehr Filmen umgesetzt werden. Man aknn dem Zuschauer meiner Meinung nach mehr Auffassungsgabe zustehen als das momentan von den Filmstudios gemacht wird.

Was fĂŒr mich der grĂ¶ĂŸte Kritikpunkt ist, ist die Hauptstory. Man merkt das diese auf mehrere Filme ausgelegt wird (z.B. an dem noch schnell riengequetschten KliffhĂ€nger am Ende) wodurch sich die Story nur sehr langsam entwickelt. Es geht in diesem Film aber noch in ordnung, da man halt die Interessanten (Neben-)Charaktere und deren Entwicklung hat die mir sehr gut gefallen hat. Aber ein wenig sind Charaktere wie Newt schon verschenkt in der großen Dumbledor vs Grindelwald Story. Ich denke Newt wĂŒrde viel eher in einen Abenteuerfilm wie die indianer Jones filme passen. Die Idee kam mir gestern beim Schauen des Films und ich stelle mir das ungefĂ€hr so vor:

Newt Scamander bereist die Welt um fĂŒr sein Buch: “Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind” zu recherchieren. Dabei sprĂŒt er seltene Tierwesen auf, trifft auf seiner Reise aber auch auf zwielistige Gestalten (TierhĂ€ndler, Kriminelle, etc) die ein mĂ€chtiges/besonderes Tier ausnutzen wollen. Newt kann das nicht zulassen und versucht das Tier vor den Bösewichten zu finden und zu retten. Dabei muss er spuren finden und deuten (was er ja auch nach seiner Ankunft in Paris gemacht hat) mit Tierwesen interagieren und Gegner ĂŒberrumplen/besiegen.

So ein Film hÀtte mir viel besser gefallen, was aber nciht bedeutet das der Film so wie er jetzt ist schlecht ist. Ist nur mal so ne Idee von mir


#10923

Ich glaube das haben auch viele erwartet, als zum ersten Mal angekĂŒndigt wurde, dass das Buch zu einem Film wird. Finde es auch ein wenig schade, dass man es so stark mit der HP Backstory verknĂŒpft. HĂ€tte da auch getrennte Filme bevorzugt.


#10924

Deepwater horizon

Überraschend guter Katastrophenfilm. Coole Typen hauen einen coolen Spruch nach dem nĂ€chsten raus und man sieht das milliardenschwere Unternehmen immer an den falschen Enden sparen. Ach und irgendwie hat mich die Evakuierung irgendwie an den Untergang der Titanic erinnert. Nur ohne das Liebespaar :grinning:

6/10


#10925

Ich nehme an, du hast ihn auch gestern gesehen? :smile: FĂŒr mich fĂŒhlte sich das Ende irgendwie so abrupt an. So als mĂŒsste der Film eigentlich jetzt erst starten. Aber ist halt kein Drama, sondern Action-und Katastrophenfilm. :sweat_smile:


#10926

Airplane! (1980)
von David Zucker, Jim Abrahams & Jerry Zucker

Pretty much like other “Zucker-Abrahams-Zucker” movies: about 3 jokes per second, 50 percent stupid & bad and 50 percent stupid & hilarious. Well
that’s actually quite a lot of good ones for a single movie. So I liked it quite it bit.

7/10


#10927

Ja hatte ihn eh noch auf der Liste und da er im TV kam, dachte ich warum nicht^^ Also Drama war es auf keinen Fall. Konnten sie wahrscheinlich wegen der wahren Begebenheit so nennen.^^


#10928

Ja, das kann sehr gut sein. :wink:


#10929

Fantastic Beasts – The Crimes of Grindelwald:

Ums mal auf gut Neudeutsch zu sagen
 “What a Clusterfuck!!!”
Dies dĂŒrfte wohl einer der schlechtest strukturierten Filme sein, die ich seit langem gesehen habe
 und ich habe erst vor kurzem “Valerian and the City of a Thousand Planets” gesehen.
Wirklich faszinierend, wie sehr man einen Film derart unĂŒbersichtlich zusammenstellen und pacen kann. Und es ist auch schwierig zu sagen, wem man hierfĂŒr die Schuld geben kann. Dem Regisseur? Dem Drehbuchautor? Dem Editor? Als Drehbuchautor ist Rowling selber in den Credits, keine Ahnung
 vielleicht versteht sie einfach nicht, wo die Unterschiede zwischen BĂŒchern und DrehbĂŒchern liegen. Oder vielleicht hats jemand anders vergeigt.
Der Film hat etwa eine Million verschiede Plots, welche alle irgendwie wild durcheinander gewĂŒrfelt sind. Im ersten “Fantastic Beasts” waren es zwei Plots, welche kaum verknĂŒpft zu sein schienen, aber immerhin konnte man den einzelnen StrĂ€ngen gut folgen. In diesem Film springt man so oft hin- und her, von Location zu Location, von Charakter zu Charakter, das ich oft den Überblick verlor, wer jetzt genau wo ist, und was genau das Ziel von wem ist
 nicht zu erwĂ€hnen, dass ich zum Schluss kaum mehr zusammenkriegen konnte, wer jetzt genau was wusste.

Dazu kommt noch das bizarrste MissverstĂ€ndnis, wer jetzt genau der Protagonist der ganzen Show sein sollte. Auf dem Papier mĂŒsste es eigentlich Newt sein, oder? Aber nachdem man den Film gesehen kann kommt man nicht darum festzustellen, dass seine Rolle absolut minimal war. Ihn könnte man fast ganz aus dem Film rausschneiden und es wĂŒrde sich kaum was Ă€ndern. Und nicht, weil er zu wenige Szenen hat, der ZEITLICHE Fokus liegt durchaus auf ihm
 aber er hat einfach keinen Einfluss auf den Plot. Himmel Herrgott, zum Schluss hatten seine Haustiere mehr Einfluss auf den Plot, und ich WÜNSCHTE, dass das seine Übertreibung wĂ€re
 ist es aber wirklich nicht.
Stattdessen gehen alle Charakterentwicklungen und relevanten Plotpunkte von kleinen Nebenrollen aus. Und ich nenne sie “kleine Nebenrollen”, weil sie das sind, wenn man sich anschaut wie viel Zeit der Plot mit ihnen verbringt. Der bekloppteste Moment kommt Anfangs dritten Aktes, mit einer verwirrend schlecht geplanten Szene. Dort kriegt man nĂ€mlich einen langen Expositions-Monolog serviert, von einem Charakter, ĂŒber seine eigene Familie, und irgendwie sollte das dramatisch sein, und schockierend, weil man jetzt endlich HintergrĂŒnde erfĂ€hrt
 und alles was ich denken konnte wĂ€hrend dieser Szene war: “WER BIST DU!?! Wir haben bisher kaum Zeit mit dir verbracht, warum zum Teufel kĂŒmmert uns das!?”
Ach, und dann kommt ein ZWEITER Nebencharakter ins Geschehen, und die fĂ€ngt dann AUCH an einen Monolog ĂŒber IHREN Stammbaum zu halten, und das Ganze sind etwa 10 Minuten in welchen StammbĂ€ume und Eltern hingeworfen werden und Twists freigelegt werden ĂŒber Charaktere und Familien welche völlig Wurst sind und mit der Story soweit praktisch nichts zu tun hatten. Diese Szene wirkt als hĂ€tten zwei Charaktere (oder drei, denn das ganze knĂŒpft dann noch zur Backstory eines DRITTEN Nebencharakters
) den SchlĂŒsselpunkt ihrer Story erreicht
 welche aber in einem ganz anderen Film etabliert wurde. Als seien sie von einer anderen Geschichte durch ein Portal in diesen Film gestolpert und wollten jetzt im dritten Akt das Geschehen ĂŒbernehmen.

Ach, und ein weiterer Nebencharakter hat die bescheuertste Eskalation IHRES Plotes. Und ich versuche hier darum herum zu reden, aber es dĂŒrfte doch ein bisschen ein Spoiler sein, da man wohl herauslesen kann, um wen es sich handelt aber: Ihr ganzer Charakter drehte sich um ihre Beziehung zu jemandem und das Drama, dass die Gesellschaft gegen sie ist. Und der Antagonist der Geschichte erzĂ€hlt ihr im Prinzip, dass er AUCH gegen diese Beziehung ist. Und sie schliesst daraus
 dass sie sich ihm anschliessen sollten, weil er ihr helfen kann gegen die Vorurteile der Gesellschaft anzukommen, da er auf
 ihrer Seite ist?


Ehrlich, wenn ihr denkt was ich hier schreibe macht keinen Sinn, dann gratuliere. Ihr seid genau da wo ich vor ein Paar Stunden im Kino war. Das dĂŒrfte wohl die bekloppteste Art sein eine Charakterentwicklung abzuschliessen. Ist ein bisschen so als hĂ€tte sich Anakin zum Schluss von “Star Wars Episode III” entschieden sich Palpatin anzuschliessen, weil er ihm verspricht Padme umzubringen
 Keine Ahnung wie sowas passieren kann :dizzy_face:

Wie gesagt, der Film ist ein völliges durcheinander und wenn man sich mal hinsetzen und versuchen wĂŒrde das ganze Chaos Schritt fĂŒr Schritt zu analysieren, dann wĂŒrde man schnell merken, dass man einen Film einfach nicht so strukturieren kann.
Das Problem mit der mangelnden Übersicht im Bezug auf Locations zieht sich auch in die einzelnen Szenen. Im ganzen Film wirken viele Charaktere auf offener Strasse immer wieder extrem auffĂ€llige Magie (welche in diesem Film ĂŒbrigens absolut keine Regeln mehr zu haben scheint), und ich war permanent verwirrt, weil ich nie sicher war, ob die das jetzt in einer Zauberer-Strasse a la Winkelgasse machen, oder ob es in der Muggelwelt ist, und die Leute reagieren sollten

Wie gesagt, der Film war unnötig verwirrend. Nicht wie ein “Inception” oder so, wo Teil des Plotes damit zusammenhĂ€ngt, wie sehr man die Orientierung in einer mehrstufigen Traumwelt verlieren kann, sondern verwirrend wie
 nun, wie in einem Film, der versucht hunderte verschiedene Plots und Charaktere zu mischen ohne ein gutes GespĂŒr fĂŒr Tempo oder Struktur zu haben.

Aber gut, mochte ich den Film also wirklich nicht?
Naja, das kann ich auch nicht wirklich sagen. Es ist ein bisschen wie mit “Star Wars – The Last Jedi” (und fragt mich nicht, warum all meine Referenzen im Moment Star-Wars-basierend sind
:sweat_smile:), wo ich finde, dass ein wirklich guter Film irgendwo in diesem ĂŒberlangen, ĂŒberladenen Durcheinander DRIN steckt.
Zum einen ist die Grundidee hinter dieser Filmreihe extrem interessant. Die Geschichte von Dumbledore und Grindelwald ist etwas sehr faszinierendes, und ich weiss dass viele Fans der BĂŒcher diesen Teil der Harry-Potter-Hintergrundgeschichte gerne sehen wĂŒrden. Die Geschichte eines jĂŒngeren Dumbledores, zu einer Zeit wo er als Charakter stark geprĂ€gt wurde von Persönlichen Traumas, die Beziehung zu einem guten Freund, welcher zu einem der schlimmsten Gestalten der Zauberei-Geschichte gehört
 Coole Idee!
Auch die Idee, das ganze durch die Augen einer Drittperson zu zeigen wÀre super, wenn die Drittperson denn passt.
Und ja, die Drittperson WÜRDE passen! Newt ist fĂŒr mich einer der interessantesten Protagonisten der Neuzeit. Seine sensible, aber scheue Art und wie er sich gibt, aber kombiniert mit einer dennoch selbstsicheren Überzeugung von seiner Sicht auf die Welt, welche ihn nicht als Opfer seiner eher antisozialen Persönlichkeit rĂŒberkommen lĂ€sst, sondern wirklich wie eine Person, die mit sich selber im Reinen ist
 Da ist Substanz dran, das ist eine hervorragende Basis fĂŒr einen etwas anderen Protagonisten!
Dann kommt noch die Tatsache, dass man mit Jude Law den Perfekten Schauspieler fĂŒr den jĂŒngeren Dumbledore gefunden hat! Keine Frage, als ich ihn im Trailer gesehen hatte dachte ich bereits: “Perfekt”, und der Film hat Nichts an dieser Überzeugung geĂ€ndert. Ideales Casting!
Johnny Depp als Grindelwald ist
 nun, leider nicht so brilliant. Ich habe kein Problem mit seiner Darstellung fĂŒr sich, aber er macht einfach nichts wirklich Kreatives oder spezielles damit. Das ist keine Performance, an die man sich noch lange erinnern wird. Und sein Design ist einfach falsch. Das kann ich nicht anders sagen, er sieht einfach lĂ€cherlich aus.

Aber das Material wÀre da! Und so viele Szenen in diesem Film sind wirklich gut! Newt ist nach wie vor ein genialer Hauptcharakter, aber er hat hier einfach nichts zu tun!
Dumbledore ist hervorragend gespielt und geschrieben und seine Szenen zeigen ihn als charismatisch, gebildet und fĂ€hig. Aber auch arrogant und als jemanden, der Leute manipuliert und ihnen wichtige Informationen vorenthĂ€lt, weil er das GefĂŒhl hat, er wisse alles besser. Dazu kommen noch seine permanenten Reibereien mit allen AutoritĂ€tsfiguren, womit er offenbar nicht umgehen kann, ohne seine Überlegenheit zeigen zu mĂŒssen.
Ausserdem hat man mit Grindelwald einen Charakter, welcher als so ĂŒbermĂ€chtig dargestellt wird, dass man im Bezug auf Effekt-Spektakel so richtig vom Leder lassen kann! Ich wĂŒrde mir zwar ein bisschen mehr BodenstĂ€ndigkeit fĂŒr seine KrĂ€fte wĂŒnschen, aber wenn man den Charakter selber schon nicht so interessant umsetzen kann, wie er es sein sollte, dann kann man ihn wenigstens zu einer beĂ€ngstigenden Naturgewalt machen.

Ich mag Vieles an dem Film. Aber die Gewichtung ist einfach falsch. Die interessanten Charaktere haben kaum was zu tun obwohl sie genug Zeit und Szenen erhalten, die Nebencharaktere haben den ganzen thematischen Fokus des Plotes auf sich, obwohl man kaum Zeit mit ihnen verbringt und der Film lĂ€sst jegliches GefĂŒhl fĂŒrs saubere GeschichtenerzĂ€hlen vermissen, sodass man zum Schluss zwar eine ganze Menge gesehen hat, aber nichts so wirklich absorbieren konnte.
Ich wĂŒnschte mir wirklich, dass all die zentralen Charaktere in einer besseren Story drin wĂ€ren.

Fazit: Ein unstrukturiertes Chaos, das den Fokus immer auf den ganz falschen Aspekten hat. Hat vieles das unterhÀlt, aber auch vieles das einfach nur verwirrt.


#10930

ich zieh mir auf prime jetzt alle potter filme rein.
ich sag mal teil 1-4 ist eher fĂŒr kinder 
 und ab 5 wirds erwachsener.
war weder beim hype noch beim antihype dabei 
 find die einfach gut. ich geniesse auch diese ganze schöne fantasie in allen bereichen. aber bin jetzt nicht der mega fan.
kann man gut kucken , wenn man was harmloses kucken will.