Rocket Beans Community

Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#11935

Green Mile

Da ich vor Kurzem das Buch gelesen habe, wollte ich nun auch unbedingt mal den Film schauen.
Es ist ein sehr passabler Film - vor allem Michael Clarke Duncan und Sam Rockwell stachen für mich schauspielerisch heraus -, aber ich würde tatsächliche eher nochmal das Buch lesen als den Film ein zweites Mal zu schauen. Da gibt mir das Buch dann doch einfach mehr, auch wenn sich der Film sehr an das Buch hält.

7/10


#11936

Beste Szene :smiley:


#11937

Ich hab tatsächlich erst den Film gesehen und anschließend - Jahre später - das Buch gelesen und war während dem Lesen einfach begeistert, wie “perfekt” die Umsetzung als Film ist, weil wirklich so ziemlich alles aus dem Buch auch im Film mit drin ist.


#11938

“A Quiet Place”!

Ich fand den Film ziemlich cool! Es ist nicht alles logisch, und bei einer bestimmten Sache die Story betreffend konnte ich erstmal nur mit dem Kopf schütteln,
aber alles in allem hat der Film so viel auf der Habenseite das ich ihn wirklich gut fand!

Toller Auftakt, super Atmosphäre, coole Bilder, toller Sound, alle Rollen sind wirklich gut gespielt, der Spannungsaufbau funktioniert fabelhaft usw.

Ich hatte einen coolen Abend mit dem Film und werde ihn auch sicher noch öfter schauen! :slight_smile:


#11939

Collateral Beauty

Ich sag’s gleich: ich mochte den Film. Aber ich lese auch jedes Nicholas Sparks Buch mit Freude. Vielleicht bin ich also deswegen kein Maßstab… Schaut man sich die Kritiken und Reviews so an, gehöre ich auf jeden Fall zu einer Minderheit.

Ist mir aber, ehrlich gesagt, egal. Ja, er ist kitschig. Ja, er kommt oft mit dem Holzhammer daher. Und ja, der Film weiß, wann welche Knöpfe zu drücken sind. Dennoch konnte ich mich die etwas über anderthalb Stunden komplett darauf einlassen. Ein schöner Film.


#11940

Twelve Monkeys

Terry Gilliams “Twelve Monkeys” ist ein durch und durch obskurer Science-Fiction-Avantgardefilm, der einen bereits nach wenigen Minuten ist seinen Bann zieht und immer wieder mit abstrusen Szenen unterhält. Doch fangen wir mit der Handlung an.

Es geht um den inhaftierten Verbrecher James Cole (Bruce Willis), der in einer dystopischen Zukunft lebt und eines Tages von skurrilen Wissenschaftlern die Chance bekommt, in die 1990er Jahre zu reisen, um dort Informationen über den Virus zu beschaffen, der den Großteil der Weltbevölkerung ausradiert und die Verbliebenen dazu gezwungen hat, unter der Erde zu leben. Als Cole in der Vergangenheit ankommt, merkt er aber, dass ihm der Zeitsprung schlimm zugesetzt hat. Er geistert völlig perplex durch die Straßen und wird bald darauf von Polizisten aufgelesen, die ihn in eine psychiatrische Klinik stecken. Dort trifft er dann auf den mehr oder weniger durchgeknallten Jeffrey Goines (Brad Pitt), der Cole noch mehr Rätsel aufwirft.

“Twelve Monkeys” ist wirklich merkwürdig. Seien es die abrupten Setting-Wechsel, der undurchschaubare Flickenteppich, der sich Handlung nennt, die schwer einzuordnenden Hauptcharaktere, das großartige Haupt-Theme von Paul Buckmaster, das seltsam und treibend daherkommt, usw. Selbst nach über einer Stunde habe ich diesen Film nicht geblickt, fand aber alles Gezeigte unfassbar interessant. Man könnte es als die Antithese zum recht cleanen Zeitreise-Drama “Looper” sehen, bei dem Bruce Willis ebenfalls mit von der Partie ist. “Twelve Monkeys” ist definitiv deutlich weniger zugänglich, punktet aber durch die exzentrische Präsentation.

Doch auch schauspielerisch ist Terry Gilliams Werk richtig toll. Selten hat man Bruce Willis in einem Film so abgeranzt, kümmerlich und bemitleidenswert erlebt. Und dann ist da noch Brad Pitt, der allen immer wieder die Show stiehlt, sobald er im Bild ist. Alter Schwede, spielt er sich hier in den Wahnsinn! Zuckende Augen, irres Gelächter, geladene Monologe, wildes Gefuchtel - wow! Mit Madeleine Stowe als Coles Begleitung wider Willen kriegt man außerdem noch eine weibliche Rolle, die ebenfalls auf ganzer Linie überzeugt.

Hat dieser Film auch irgendwelche Macken, Ecken oder Kanten? Die Antwort ist simpel. Oh ja! Im Grunde ist dieser Film so eigenartig, markant und zäh, dass er bei weitem nicht jedem gefallen wird. Zu abstrus sind manche Szenen, zu wirr die Handlung und doch möchte ich jedem empfehlen, sich auf “Twelve Monkeys” einzulassen. Dieser Film hat eben das gewisse Etwas.

“You believe 1996 is the present, is that it?” - “No, 1996 is the past too.”

Incendies

“Polytechnique”, “Incendies”, “Prisoners”,… - Regisseur Denis Villeneuve hat es wirklich drauf, absolut furchterregende Geschichten filmisch großartig umzusetzen. “Incendies” trifft einen als Zuschauer umso heftiger, weil hier keine abstrakte Form von Tragik und Horror präsentiert wird, sondern eine ganz greifbare, reale, die irgendwo auf der Welt genau so stattfindet. Und aus diesem Grund ist dieser Film auch wichtig und wertvoll.

Inszenatorisch ist “Incendies” nicht gerade das, was man von Villeneuves neuesten Filmen gewohnt ist. Man sieht lange Kamerafahrten, viele Totalen, Regungslosigkeit und zahlreiche Impressionen von Verwüstungen und menschlichen Abgründen. Dieser Film wird allem voran von der Frau, die singt (unglaublich gut gespielt von Lubna Azabal), und ihrer Lebensgeschichte getragen. Als Zuschauer nehmen wir die Perspektive ihrer Kinder ein und erfahren dadurch mehr und mehr über ihr Schicksal. Während Mélissa Désormeaux-Poulin als ihre Tochter absolut überzeugen kann, fand ich die schauspielerische Leistung des Sohnes - Maxim Gaudette - nicht sonderlich gelungen. Nichts, was den Film groß runterzieht, aber doch erwähnenswert.

“Incendies” geht definitiv unter die Haut und sogar noch weiter. Dieser Film zeigt auf, wie viel Ungerechtigkeit und Wahnsinn es auf der Welt gibt und appelliert indirekt an den Zuschauer. Die Kinder der singenden Frau verhalten sich sehr authentisch und wirken so aus dem Leben gegriffen, dass man sich erschrocken fragt, ob und wann dieser Horror einen selbst tangieren könnte.

Unter’m Strich bleibt zu sagen, dass “Incendies” ein starker Film ist, der betäubt, berührt, wachrüttelt und erschlägt - und dabei alles andere als fiktiv wirkt.


#11941

Engel des Bösen – Die Geschichte eines Staatsfeindes (2010)
Von Michele Placido
Mit Kim Rossi Stuart, Valeria Solarino, Paz Vega, Moritz Bleibtreu

Wollte euch diesen Film etwas näher bringen, da leider nicht allzu bekannt…

Wiki:
beruht auf der Lebensgeschichte des italienischen Schwerverbrechers Renato Vallanzasca, der im Laufe seiner kriminellen Karriere zum charismatischen Playboy-Gangster avancierte. wiki Ende:

Eine sehr straight erzählte Gangster Geschichte, grossartig Gespielt von Kim Rossi Stuart.
Wenn Frauen vom Charismatischen Bösen angezogen werden wie die Motten vom Licht…

Eine gelungen Dekonstruktion Gesellschaftlicher Muster, mit den bewussten Mitteln der Erhöhung.


#11942

Your Name

Wunderschöner Stil, tolle Musik und auch die Geschichte ist interessant, da hier der übliche “Wir tauschen die Körper”-Ansatz durch einen kleinen Kniff angenehm aufgebrochen wird. Obwohl mich das Kernthema von Your Name schon betrifft und ich auch mit den Charakteren “connecten” konnte, war ich am Ende dann doch nicht so emotional involviert, wie ich es gerne gewesen wäre. Es ist aber nicht unüblich, dass solche Filme bei mir mehrere Durchläufe brauchen, bis es richtig Klick macht.
Auf jeden Fall sehenswert.

08/10 verschwundene Tagebucheinträge


Brooklyn

Hab ich eigentlich nur angefangen, weil ich Saoirse Ronan so mag und dachte so ein bisschen Coming of Age geht immer. Die Geschichte um das Verlassen des Elternhauses und die Frage, was denn nun eigentlich ein Zuhause ist und was es aus macht hat mich dann doch ziemlich mitgenommen, in einigen Momenten sogar zu Tränen gerührt, obwohl man hier nicht viel Neues erfährt. Die meisten Versatzstücke von Brooklyn sind altbekannt, wenn auch in ein eher unverbrauchtes Setting gepackt, größtenteils sehr gut gespielt und gefällig inszeniert. Nur hätte ich gerne noch mehr über Eilis’ Gedanken erfahren, für ihr Handeln fehlten mir häufiger die Beweggründe und insbesondere die Beziehung und der Konflikt um ihre Mutter kommen mir viel zu kurz. Vor allem weil ich in der Hinsicht so einige Male einen Kloß im Hals hatte. Trotzdem, kann man durchaus mal machen.

07/10 italienische Klempner


#11943

Shoplifters

Habe ich schon letzte Woche gesehen, aber hier nun ein kurzer Text dazu. Shoplifters erzählt die Story einer Familie von Kleindieben in Japan. Ich bin ohne große Erwartungen in den Film gegangen und bin doch positiv raus gekommen. Ich kann die Oscarnominierung sehr gut nachvollziehen. Ein toller Film. Aber ich fühlte mich stark an einen anderen Film erinnert:

Nämlich an Boyhood. Sowohl in Boyhood als auch in Shoplifters passiert viel, aber auch wieder nicht viel. Es wird der normale Alltag von Personen gezeigt. Nur hier halt von einer Familie, bei denen einige von ihnen auch ab und an mal Dinge wie Lebensmittel oder Angeln klauen. Es dient mehr als Charakterstudie als ein “spannender” Film. Und das soll alles andere als negativ sein. Denn die Figuren sind sehr interessant geschrieben und werden auch toll gespielt. Habe Shoplifters im Original mit Untertiteln gesehen.

Schaut euch Shoplifters an. Es ist ein sehr guter Film, der mich über seine Laufzeit hinaus sehr gut unterhalten hat.

4 von 5 Sternen.

mother!

What…the…fuck…

3 von 5 Sternen


#11944

Auch Monate, nachdem ich den Film gesehen hab, fällt mir noch nicht viel mehr als das dazu ein :smiley:


#11945

mother! ist ein absolut bizarrer Film, in dem viel passiert. Viel interpretierbares. Ich weiß auch noch nicht, was ich dazu genau denken soll. Was soll die gelbe Flüssigkeit genau sein oder darstellen? Was soll das Verhalten von Him? Was soll dieser plötzliche Wandel im letzten Drittel? Was soll irgendwas? mother! scheint diese Art von Film zu sein, die man mehrfach schauen muss. Ich mochte ihn dennoch, auch wenn ich nicht weiß, was ich davon mitnehmen soll. Wenn ich überhaupt was davon mitnehmen soll…


#11946

Ich mochte ihn auch. Aber ich finde ihn immer noch komplett abstrus.

Die gängige Interpretation ist ja, dass sie Mutter Erde und er eben Gott ist. Was dann allem schon irgendwie Sinn gibt, aber der Film ist trotzdem einfach nur bizarr.


#11947

Ist mir zu religiös… fand ihn aber gut und unterhaltsam.

Zu shoplifters:
Na endlich kam da was zu… hat aber auf sich warten lassen. :grin:


#11948

Die Interpretation habe ich auch gelesen und sie ergibt schon Sinn, aber ich glaube um einen Rewatch kommt man nicht drum rum um eben diese Interpretation zu bestätigen (oder noch was anderes zu finden).

@papier Wollte halt warten bis ich einen weiteren Film (außerhalb der Film-Themen-Challenge) gesehen habe. Aber Persona 5 und Undertale sowie das spazieren und der Super Bowl (oder zusammengefasst: Viele Dinge) haben mich vom Filmeschauen abgehalten :sweat_smile:


#11949

Persona5… :scream:
Da bekomme ich sofort wieder Angst… hab ich mir im Weihnachts-sale gekauft… mich aber nicht rangewagt, weil ich weiß, wie lange ich schon allein für persona4 golden gebraucht hab… :fearful: … und kenne die Spieldauer von persona5…

Außerdem ist die dreams-beta zuende und endlich kann ich KH3 genießen diese Woche.
In 2 Wochen werd ich dann mal tatsächlich bei RDR2 aus der 1. Ministadt (gleich zum Anfang) verschwinden, denke ich…

Ok. Genug offtopic.


#11950

138 Stunden und 19 Minuten für Persona 5 bei mir :sweat_smile:

Was Filme angeht kommen aber die Tage wieder einige kurze Texte von mir. Hab beim spazieren so eine Videothek nahe dir entdeckt und einiges eingekauft. :smirk:


#11951

Ich bin/bleib gespannt.

Name der Videothek? (Falls du noch nicht alles weggekauft hast… )


#11952

Ich habe übrigens am Wochenende Your Name gesehen.

Gott ist dieser Film toll. Kein Wunder das er momentan der erfolgreichste Anime-Film der Geschichte ist. Bei dem Film passt echt einfach alles.

10/10


#11953

Video World


#11954

Oh… die sind doch teilweise recht teuer gefühlt bei gebrauchten Filmen.
Also ich meine im Bezug darauf, durch wieviele Hände die Filme vorher gingen. :sweat_smile:

Meinst du tatsächlich den in meiner Nähe? :scream:
Da deine “Spaziergänge” ja immer weiter ausufern, scheinst du langsam in einen Bereich vorzudringen, wo du auf etwas intensiveres umsteigen könntest. Spart Zeit und ist wahrscheinlich noch effektiver. :smiley:
Raus kann man ja trotzdem noch.

Leichte calisthenics oder yoga oder so?
Bouldern… Schwimmen… Fahrrad… oder falls deine Fußgelenke stabil genug sind, Spaziergänge quer-feld-ein und durch kleine Wälder mit Höhenunterschiede auf der Strecke…
:thinking:
Sry für’s Einmischen.

:grin: :+1: