Rocket Beans Community

Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#12500

Also hat dir doch gefallen, sehr schön. Der Zweite ist wohl nicht ganz so zugänglich, aber schau ruhig mal rein.
Hast du ihn auf deutsch oder englisch gesehen? Es ist einer der Filme, die ich in deutscher Synchro als Kind bestimmt unzählige Male gesehen habe, deshalb kann ich ihn einfach nicht mehr auf englisch sehen, da sich granatenstarke Dinge wie Super Hoschi, Sokratte oder Hanibal ist der Vater von Fußball vom Herrscher über die Sülznasen oder dem Nashorn so ins Gedächtnis gebrannt haben.


#12501

Auf Englisch.


#12502

Welche Szene meinten sie denn? Kann mich nicht erinnern, dass es eine derb fiese Szene gibt in dem Film :sweat_smile:

Mochte den Film nicht sonderlich, weis aber nicht warum.
Ist so ein typisches Teil, wo ich den Film bewundere dafür was er macht, und ich ihn eigentlich gut finden müsste… aber ich hasste ihn während dem Schauen. Fand ihn unglaublich nervig und langweilig… Ist für mich das Perfekte Beispiel eines Filmes, der mir halt zeigt, das ein Film mir nicht unbedingt gefällt, nur weil er für mich auf dem Papier theoretisch funktioniert…


#12503

Die Szene mit dem Zahn und der Zange. Viel Blut und viel Geschrei. War mir von der Darstellung aber nicht explizit genug.


#12504

Captain Marvel

Joa, Marvel halt. Wurde unterhalten, wird auf lange Sicht nicht im Gedächtnis bleiben. Brie Larson war mir ziemlich sympatisch, Samuel L. Jacksons Verjüngung ist mir zu keiner Sekunde negativ aufgefallen (außer, dass er sich manchmal wie ein alter Opa bewegt :grin:) - mir ist erst nach ner halben Stunde wieder eingefallen, dass da nachgeholfen wurde -, der Look war gut, das CGI auch - mit ganz wenigen “unrealistische Physik”-Momenten - und insgesamt viel besser als in Black Panther oder teilweise auch Infinity War.

Die 90er-Keule wurde manchmal etwas zu hart geschwungen, dafür fand ich die Katze herrlich. :smiley: Wobei ich die letzte Szene nach dem Abspann nicht kapiere bzw. sie eigentlich so nicht logisch ist, oder? :thinking:

Insgesamt ein ok’er bis guter Film der nicht viel besser und wenig schlechter macht, als der Rest der Reihe.


#12505

Der zweite Teil ist auch cool, alleine wegen dem Tod. Aber der erste gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen, sowohl auf deutsch als auch englisch. “Be excellent to eachother” ist auch ein tolles Lebensmotto. :sunglasses:
Die Hoffnung auf einen dritten Teil ist weiterhin nicht begraben.


#12506

Ich galub da hab ich was für dich! :wink:


#12507

Free Solo

Der Dokumentations Oscar Gewinner 2019 über einen Free Solo Kletterer(ohne Sicherung).

Alter was ein kranker Typ. Obwohl krank nicht mal das richtige Wort ist.
Einfach unfassbar. Die letzten 15 min saß ich mit offenen Mund vor der Glotze und konnte nicht fassen was ich da gerade sehe.
Einfach nur Wahnsinn.

Selten hat mich eine Doku so begeistert und gleichzeitig so abgeschreckt :joy:

4,5/5 bei Letterboxd


#12508

Captain Marvel

Hat mich gut unterhalten. Gefällt mir wesentlich besser als Black Panther, welcher letztes Jahr vor den Avengers Film gequetscht wurde.
Brie Larson hat die Protagonistin gut verkörpert.

7,5/10


#12509

Us

Edit:
So hab mal meine Gedanken etwas geordnet und dazu etwas mehr ausformuliert:

Ich glaube, kaum ein Film hat sich 2017 mehr in das Gedächtnis gebrannt wie Get Out, mit dem Jordan Peele sogleich zum gefeierten Regiedeübtanten avancierte. Zahlreiche Essays, Besprechungen und dergleichen zeigen, wie vielschichtig der an der Oberfläche doch eigentlich ganz eingängige Horrorfilm ist und wie viel Raum für Interpretationen er doch für den begeisterten Analysten bietet.
Der Horrorfilm mit seinem kritischen Blick auf Rassismus machte Jordan Peele damit zu einem der interessantesten und spannendsten Filmemacher der letzten Jahre.
Weswegen die Erwartungen an seinen Folgefilm Us/Wir entsprechend hoch waren.
Und meiner Meinung nach konnten die durchaus erfüllt werden.

Interessant ist hierbei das Get Out und Us doch auch ein paar Gemeinsamkeiten hat.

So wie auch direkt am Anfang: Wir sehen, wie einer Figur etwas geschieht. Was jedoch genau passiert, wissen wir nicht. Dann beginnt die eigentliche Handlung, in der wir mit einem Auto in ein vermeintliches Idyll, hier in das Urlaubsdomizil in Santa Cruz, fahren, welches sich zunehmend in ein Schreckensszenario verwandelt, aus dem es auszubrechen gilt. Beiden Filmen ist ähnlich, dass die Unheimlichkeit der Szenerie wie ein feiner Nebel um die Protagonisten herumwabert und sich mit fortschreitender Handlung immer weiter entwickelt, bis sie dann im entscheidenden Moment herausbricht. Diese Stimmung wird enorm durch die Bild- und Musikinszenierung getragen. Unheimlich, verspielt, detailverliebt und wunderschön, saugen sie einen ein und schicken den Zuschauer auf eine Entdeckungsreise im Reich der Symbolik. In jedem Bild, in jeder Einstellung gibt es Etwas zu erkennen, welches einem auf dem ersten, zweiten vielleicht auch auf dem 10. Blick noch nicht ersichtlich sein wird.
Das macht diese Art der Filme so spannend, so einladend zum erneuten Schauen, zum Recherchieren, Interpretieren und Diskutieren. Und Jordan Peele hat mit Us erneut bewiesen, wie gut er diese Art beherrscht.
Anders als Get Out jedoch, ist eine deutlich kommunizierte gesellschaftskritische Botschaft nicht sofort zu erschließen. Man hat hier nicht das böse Andere, das klar zu definieren ist und dem man entkommen möchte. So ist der Feind/das Böse in diesem Film eben nicht extern, sondern in uns selbst zu finden. Das eigene Ich als unser größter Feind. Repräsentiert wird der introspektivische Feind hier von den Doppelgängern, die sich von ihrem anderen Ich, ihrem Schatten (Erinnerungen an Peter Pan werden wach) trennen und es ersetzen wollen. Ein Kampf der eigenen inneren Zerissenheit sozusagen..
Wie sich nun eine sozio-politische Kritik darin wiederfindet, ist Sache der Interpretation. Stoff dafür liefert der Film allemal mit seiner Symbolsprache und all seinen Referenzen auf Film und Literatur und vermutlich wird sich da nicht nur eine Deutungsebene finden lassen (geselschafftlicher Zustand der USA, Klassendynamiken, Religion, Traumabewältigung etc.).
Weswegen es auch frustrierend ist, dass der Film zwar auf vielen Ebenen den Spielraum für Interpretationen gibt, dennoch dann beim eigentlichen Mythos recht deutlich erklärt, wo man sich doch mehr Offenheit gewünscht hätte.
Auch tonal ist der Film so manches Mal ein Auf und Ab. So arbeitet Peele getreu seiner Wurzeln mit recht viel Humor und Situationskomik, die oft sehr geschickt und der Szenerie angemessen sind, aber so manches Mal auch unfreiwillig unpassend wirken. Ich mag zwar den Genremix von Horror und Comedy, allerdings verliert der Horroraspekt in einigen Situationen dadurch auch leider seine Wirkung. Wobei ich hier positiv hervorheben möchte, dass auf den Einsatz von Jumpscares verzichtet wurde (und wenn doch, ist es mir nicht wirklich aufegfallen).
Hervorheben muss man auch den Cast, der wirklich gute Arbeit leistet. Gerade Madison Curry, die die junge Adelaide mimt, leistet wirklich gute Arbeit in ihrem Spiel zwischen Unschuld und diabolischer Creepiness. Der große Star des Films ist aber eindeutig Lupita Nyong’o (erwachsene Adelaide/Red), die im Spiel mit einer großen Banbreite an Emotionen zu brillieren weiß. Und als unheimliches anderes Ich mit Namen Red wird sie wohl noch lange im Gedächtnis bleiben.
Auch wenn nicht Alles funktioniert, so manche Stolpler vorhanden sind, gefiel mir der Film in seiner Gesamtheit doch sehr gut und ich werde mir den definitiv noch mehrere Male anschauen, da ich glaube, dass ein solcher Film mit mehrmaligen Schauen wachsen wird. Jordan Peele hat es geschafft, dass ich mich immer wieder dabei erwischte, wie ich versuche, Szene für Szene nach Details und Elementen abzusuchen, die mir beim Deuten des großen Ganzen helfen könnten. Weswegen ich umso gespannter darauf schaue, mit was er als nächstes um die Ecke kommen wird.


#12510

Ich bin schon gespannt


#12511

Schneeflöckchen 7/10

Das hat Spaß gemacht!
Ohne Kino+ hätte ich diesen Film sicher völlig übersehen.


#12512

habe jetzt gerade “Coherence” gesehen

war okay.


#12513

Was ich persönlich überhaupt nicht schlimm fand. Ist ja nicht so, als müsste jetzt jeder Film von Jordan Peele eine gesellschaftlich-politische Message bereithalten. :slight_smile:

Meine Kritik zu “Us” kommt morgen. Bin heute zu müde. Kurz gefasst: gut, aber für sehr gut fehlt noch eine Schippe.


#12514

War meinerseits auch gar nicht negativ gemeint :wink:


#12515

Wenn man den Film dann eimmal gesehen hat. Die Worte vom Regisseur aufsaugen und nochmal sehen. :grin: Toller Film.

https://www.yahoo.com/entertainment/a-super-spoilery-interview-with-the-director-of-94160809847.html


#12516

Us
Vorhin gesehen und muss erstmal sagen, dass mir der Film gut gefallen hat. Fand ihn sogar besser als Get Out. Bin sogar jetzt schon auf Peeles nächsten Film gespannt!

Ansonsten kann ich nur wiederholen, was Tino Hahn in der letzten Kino+ Folge an den Film kritisiert hat. Zusätzlich muss ich über das Ende sprechen…

(Spoiler)

Die Idee, das Lupita Nyong’os Charakter damals mit der Doppelgängerin vertauscht wurde, war einer der ersten Theorien die mir am Anfang in den Kopf geschossen ist (Simpsons did it!). Fand ich ansich nicht schlimm, war sogar gespannt in wie weit sie das erklären. Während des Films rückte die Theorie für mich immer weiter zurück in den Hintergrund, da durch Dialoge und andere Details es immer unwarscheinlicher schien (dazu später). Und dann am Ende… BÄMM! Sie wurden doch vertauscht! Sie grinnst böse in die Kamera. ENDE.

… WHAT!? :wtf:

Ja, Red konnte im Gegensatz zu den anderen Doppelgängern reden. Da hätte man schon stutzig sein können. Aber bei Lupitas Charakter? Ich hatte nie auch nur eine Sekunde daran gedacht, das mit ihr irgendwas nicht stimmt. Ich müsste dafür den Film nochmal gucken, ob man da irgendwelche Details dazu sehen kann. Einige Dinge machen für mich einfach keinen Sinn mehr, da Lupitas Charakter nie im Leben sich so verhalten hätte, wäre sie nicht die echte gewesen. Z.B: Wieso hatte Sie das Trauma vom Spiegelkabinett, wenn sie die “böse” Doppelgängerin ist? Wieso hatte Sie so viel Angst davor Jason am Strand zu verlieren, wenn es der anderen passiert ist? So viele Fragen…

Bestimmt habe ich einfach ein sehr wichtiges bzw. einige wichtige Details verpasst, mit dem sich dass begründen lässt, deswegen, schreibt sie mir gerne als Antwort!

Bis dahin beschreibe ich die letzten paar Minuten mit diesem Meme :sunglasses:


#12517

The Nice Guys

Nachdem Tino eben in Kino+ den “Once Upon a Time in Hollywood…” Trailer häufiger mit “The Nice Guys” verglichen hat, musste ich mir den nochmal anschauen.
Buddy-Cop(oder hier Privatdetektiv)-Filme kann Shane Black einfach, dass weiß der Actionfan schon seit den 80ern. Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt gut, hervorheben möchte ich noch die junge Angourie Rice, die hier groß aufspielt-

Es bleibt eine sehr actionreiche Actionkomödie, die wie Boogie Nights aussieht und Lethal Weapon ausstrahlt. Sehr kurzweilig, kann man gerne mal machen.


#12518

Naja, ich brauche den jetzt eigentlich nicht nochmal gucken, ich weiß jetzt, das der Filme eine mega vertraktete Geschichte hat, Dialoge vom Anfang auch am Ende noch Sinn machen, das mir wahrscheinlich Details entgangen sind, dies das aber das Konzept des Film ist jetzt weitesgehend klar. vielleicht in vielen Jahren nochmal aber danke für den Artikel.


#12519

The Sisters Brothers. Lied hierzulande ja leider nur kurz. Netter Western - hat so seine Momente.
Allerdings hat er mich nur mittendrin so richtig begeistert. Ansonsten lief er halt so vor sich hin.
5 von 10