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Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?

Anima (auf Netflix)

Eher ein langes Musikvideo (ca. 15 Minuten) welches mehrere Songs aus Thom Yorks neuem und gleichnamigen Album begleitet. Oder begleiten die Songs das Video? Da bin ich mir noch nicht sicher.

Auf jeden Fall interessant und spannend, besonders für Radiohead-Fans. Es geht ums Tagträumen, Lieben und Fallen. Ein Video, dass abgesehen von den sehr kargen Lyrics ohne Sprache auskommt und viel Interpretationsspielraum lässt.

Ich kann und will den Film daher (noch) gar nicht bewerten. Aber man könnte ihn ja vielleicht bei Kino+ anreißen, falls Zeit dafür ist. Fände ich super spannend (@LeSchroeck)

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Steht unter den einzelnen Videos
alle 4 Filme sind noch bis 30.9 verfügbar
Da hast du also noch etwas Zeit^^

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Kann nur zustimmen.

Eighth Grade

Absolute Perle. Sehr authentisch und trifft immer die richtigen Töne, hat genau die richtige Länge und ist damit komplett rund. Die Hauptdarstellerin ist DER Knüller. Wenn man dann noch ein Sucker für Coming-of-Age ist - wie ich -, kann man mit dem Film nur alles richtig machen. In letzter Zeit kamen viele gute Filme aus der Richtung. Ich erinnere nur mal an “The Diary of a Teenage Girl”.

In den USA gab es um “Eighth Grade” etwas Aufruhr über das Rating, weil er wegen “Language” (fünfmal “Fuck”) ein R-Rating hat, obwohl der Film für Jugendliche durchaus pädagogisches Potenzial hat.

Daniel Schröckert hat ja auf Letterboxd geschrieben, dass der eigentlich ins Pflichtprogramm an Schulen gehört. Und da hat er Recht!

4 1/2 Sterne von 5 bekommt der von mir.

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Yesterday (2019)

05/10

Viele gute Gags kamen ihm Trailer, genauso wie die Geschichte im Trailer komplet zu sehen war. Daher hab ich mich einwenig eben in der Sneak bei dem Film gelangweilt.
Weitere Fragen oder komische Dinge, die mir beim Film kamen:

  • Jedesmal wenn die beiden Hauptcharaktere über ihre Gefühle oder allgemein ernste Gespräche führen kommt ein goofy-hafter Mensch hinzu und zerstört die Stmmung.
  • Wenn die weibliche Hauptrolle 20 Jahre vergeblich darauf wartet, dass er erkennt, dass sie ihn liebt, warum gesteht sie ihm nicht einfach ihre Liebe selber? Aus meiner Sicht ist die weibliche Hauptrolle schuld, dass die Beziehung nicht zuerst nicht hinhaut. Im Film ist sie aber die unschuldige
  • Warum gibt Ed Sheeren freiwillig einem anderen Musiker bei einem Wemblay Konzert Zeit um eigene Lieder zu spielen?
  • Warum wird Yellow Submarine nicht als Lied auch vorgetragen?

Erin Brockovich (auf Netflix)

Nach der Kino+Empfehlung hab ich mir den gleich auf die Liste gepackt und gerade fertig geguckt. Der Film ist wirklich toll. Julia Roberts spielt ihre Rolle fantastisch. Spitzzüngig, laut, ehrlich, offen, stark. Das Zusammenspiel mit Albert Finney (Ed Masry) ist überragend und harmoniert in jeder Sekunde des Films.
Das funktioniert auch wegen des Drehbuchs so gut. Die Dialoge sind gut geschrieben, wirken echt und natürlich und sind genau auf die jeweiligen Charaktere zugeschnitten. Besonders Julia Roberts laute und direkte Art in der sonst eher kühlen Anwaltsumgebung kommt da besonders gut zur Geltung.

Der Film hat wirklich viel Spaß gemacht, danke für die Empfehlung!

That’s all you got lady. Two wrong feet and fucking ugly shoes…

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Cabal - Die Brut der Nacht auf Amazon Prime

Um es kurz zu machen…was für ein krasser Film.
Bis auf die Unlogik der Polizei hat mir der Film gut gefallen.

@LeSchroeck, ich habe mal gelesen (falls ich mich nicht irre), dass du ein Fan von diesem Film bist. Wie sehr unterscheiden sich die Schnittfassungen? Die Laufzeit bei Prime war 1Std 36Min, was ja dann dem Cabal-Cut entspricht oder?

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Ponyo

Ponyo Ponyo Ponyo Fischlein aus dem Meer ♫ Was soll ich sagen? Ich hab mich ein wenig in diesen Film verliebt. Sei es die wilde Protagonistin Ponyo, der putzige Sosuke, die verrückte Lisa oder der mysteriöse Fujimoto. Die Figuren und ihre Persönlichkeiten erobern einfach dein Herz.
Gute Liebesgeschichten sind selten und welche unter Kindern noch viel mehr. Ghibli schafft das das aber mit einer unglaublichen Leichtigkeit. Der Film gehört wie schon Totoro zu den Filmen, die sich auch die ganz Kleinen anschauen können. Die Handlung rund um einen kleinen Jungen und ein magisches Fischmädchen schafft es dennoch auch die ganz Großen zu begeistern. Klar man wird wenig überrascht und die letzten 15 Minuten halten sicherlich in Sachen Spannung keinen hohen Ansprüchen statt, aber das ist dann auch längst egal und man sitzt einfach nur mit einem breiten Lächeln vor dem Fernseher.
Das dies so spielend gut funktioniert, liegt vor allem an der Detailverliebtheit, wie sie nur ein Hayao Miyazaki hin bekommt. Die Unterwasserwelt ist wunderschön und auch sonst ist alles ein einziges wohliges Farbenmeer. Allgemein spürt man die ungeheure Freude Ponyos in jeder Animation und jedem Gesichtsausdruck. Gespickt mir allerlei prähistorischen und mythischen Figuren, gibt es immer was zu sehen, ohne aber eine Reizüberflutung auszulösen.
Dieser Film erreicht zwar nicht die Wucht einer Nausicaä, die Epic von Prinzessin Mononoke oder die Magie einer Chihiro, aber dafür ist er einfach ein verdammt schöner Film.

4/5

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Nope, das ist die Kinofassung. Es gibt noch den Directors Cut mit 121 Minuten und der Cabal Cut hat irgendwas zwischen 134 und 145 Minuten auf der Uhr.

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Valerien - Stadt der 1000 Planeten (auf Amazon)

Statt “1000 Planeten” gibts 1000% CGI, übertriebene Farben, eine generische Story und belanglose Charaktere. Besonders Sergeant Laureline ist leider so unfassbar nervig und dumm, dass sie mir immer wieder zu sehr in “arme Frau muss gerettet werden”-Klischees hineinrutscht, obwohl sie eigentlich was auf dem Kasten haben müsste. Und Valerian wechselt mir am Ende zu zu inkonsequent den Charakter. Erst “Ich hau meinem Vorgesetzten eine rein und scheiß darauf was er sagt.” zu “Ich bin nur Soldat und möchte meinen Auftrag beenden.”

Na ja, am Ende ist der Film nicht super schlecht, aber eben auch nicht gut. Vielleicht mal was für einen verregneten Sonntag, wenn man keinen besseren Weltraumfilm gucken möchte.

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Selbst dann würde ich ein 156. mal Star Wars vorziehen :smiley:

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Jules und Jim (auf Netflix)

Der dritte Film von Truffaut, den ich gesehen habe und wieder bin ich ein wenig überwältigt von der Leichtigkeit, mit der er dramatische Konstellationen inszeniert. Und trotz dieser Leichtigkeit ist immer klar, dass in den Figuren viel Schmerz und Bitterkeit steckt.

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Kann mich in beidem irren, aber war es nicht so, dass die Autorin von “Erdsee” nicht sonderlich angetan war vom Anime und dass Hayao der Meinung war, sein Sohn wäre noch nicht so weit, um so einen Film zu machen?

Hab den Erdsee-Anime leider noch nicht sehen können.


They shall not grow old

Beeindruckend und beängstigend. Technisch wurde da wirklich viel Arbeit reingesteckt, wobei ich nicht weiß, ob der Ton (also nicht die Erzählungen der Veteranen, sondern die “Hintergrundgeräusche”) auch original ist oder nachträglich produziert und eingespielt wurde. :thinking:


The Dead don’t die

Ja, war quatsch und sinnlos, aber ich hab mich amüsiert. :grin: Gab ein paar nette Anspielungen, mal mehr mal weniger offensichtlich. Und Tilda Swinton ist einfach wieder großartig. :smiley:

gestern abend mit nem kumpel noch einmal


auf ner großen Leinwand gesehen.
und es hat sich wieder mal bewahrheitet, er mag die filme, auf die ich nicht steh. und ich feier filme, die ihm nicht taugen :ugly:

Über die Musik muss man nicht viele Worte verlieren, das passt einfach alles super. Durch die Bank weg tolle lieder, und zu den meisten kann man auch gut das Tanzbein schwingen :smiley:

und ich finde der Film hat sich verbessert :smiley:

Beim ersten schauen hat sich der film minimal “gezogen”. Aber jetzt hätte ich schwören können, es ist erst ne stunde vergangen, dabei gings dann sogar schon aufs ende zu :ugly:

Skurrile, (ausdrucks-)starke und vor allem authentische Charaktere die eben aufeinandertreffen. Der Film baut ganz grob auf historischen Ereignissen auf, vermischt die aber dann ganz frei um was völlig anderes zu erzählen.
So ähnlich wie Stephen King seine Bücher beschreibt: Zuerst werden die Charaktere angeschaut, und dann zusammen in eine Situation geworfen und nun schaut man, wie die Charaktere sich daraus befreien und handeln.

Jon Hamm als “Staubsaugervertreter” hat mir nochmals sehr sehr gut gefallen. Als FBI-Agent kam mir sogar der Wortwitz in den Sinn: Er ruft J. Edgar Hoover an arbeitet ja für ihn. Und “Hoover” ist ja auch ne Bezeichnung für einen Staubsauger. Da macht sein Job als “Staubsaugervertreter” als FBI Agent gleich viel mehr Sinn :smiley:

Jeff Bridges spielt hervorragend den Father Flynn mit seiner Vergangenheit.

Cynthia Erivo spielt ihre Rolle auch stark, genau wie Chris Hemsworth als “Billy Lee”.

Wer aber bei diesem Durschschauen bei mir vor allem im Zentrum stand war Lewis Pullman aka “Miles Miller”, der von einer Shitshow in die nächste rutscht und nur sein bestes gibt, aber doch nicht gegen die Übermacht an Gangstern und bösen Zufällen ankommt. Das hat etwas wie von “Fargo”, bei dem eben normale Bürger in Verstrickungen mit Mafiosi geraten und einfach nicht Stand halten können. Nur ist hier eben Miles Miller kein “Standard-bürger” sondern hat, wie alle im Film, eine krasse Vergangenheit, die man als zuschauer erst spät zu sehen bekommt.

Insgesamt ist der Film wie eine gelungene Mischung aus skurrilen Charakteren der Coen-Brüder, der Erzählweise von Tarantino, und eben noch ner eigenen Prise Persönlichkeit vom Regisseur, die sich aber nicht so ganz einfach einordnen lässt. Denn wenn man auf seine Filme schaut sieht man sofort: Recht variable Filme.

Die letzten Filme von Drew Goddard waren Der Marsianer, World War Z, Cabin in the Woods und Cloverfield.

Der Mann hats drauf seinen Stil zu variieren, finde ich cool :smiley:

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& mit Fanbrille kann man ihm erst recht noch weniger abgewinnen, weil eben vieles “original storymäßig” zurechtgestutzt, aus dem kontext gerissen und zu Frankenstein’s Monster-film-leiche zusammengenäht wurde :ugly:

Wobei er nur bei Cabin in the Woods Regie geführt hat.

Mag El Royal auch :slight_smile:

Fand den Film besser als Episode 7+8. Optisch fand ich ihn schön und der Rest ist halt Popcorn Kino.

Ich fand die Hauptdarsteller katastrophal bei Valerian.

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echt?
damn, dann hab ich mich verlesen.
Machts aber nur noch spektakulärer: von Cabin in the Woods hin zu El Royale :ugly:

Ich fand ihn optisch eher so

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Eight Grade (auf Amazon ausleihbar)

Bei mega gehypten Filmen mach ich mir immer etwas Sorgen, ob er den Vorschusslorbeeren gerecht wird. Aber Dieser Film macht alles richtig. Vom Drehbuch bis zum Lichtsetting ist hier alles on point. Eight Grade hat es geschafft, eine authentische Coming of Age-Geschichte in der Social Media-Generation zu erzählen. Und dabei wird Social Media nie verteufelt, was dabei schnell passieren kann. Es ist eher ein natürlicher Teil dieser Welt, die Kritik eher subtil. Besonders “schön” auch, dass die meisten “Konflikte” nicht über SM stattfinden, dass also ein Teilaspekt bleibt, aber nie der Wichtigste. Denn der Film verliert nie seinen Fokus. Und der liegt auf der 13-jährigen Kayla. Und das so präzise, dass man sich in jeder Minute des Films in sie hineinversetzen kann.

Das liegt auch an dem fantasischen Drehbuch und vor allem an dem grandiosen Schauspiel von Elsie Fisher. Die Dialoge wirken echt, die Schüchternheit und Unsicherheit lässt sich richtig greifen. Die Gespräche zwischen Kayla und ihrem Vater sind absolute Highlights. Jedes einzelne. Auch ihre YouTube-Videos sind so gut in Szene gesetzt und führen dadurch gut durch die Handlung. Schön auch, dass viele starke oder besonders unangenehme Szenen fast ganz ohne Worte auskommen, so wie die erste Schulsequenz oder die Szene am Pool.

Auch das Lichtsetting ist teilweise großartig. Besonders hervorzuheben ist die Szene im Auto. Man kann nur ihr Gesicht erkennen, der gesamte Körper des Typens liegt im Schatten, man kann nur Umrisse erkennen, was die unangenehme und auch bedrohliche Situation noch verstärkt. Ich war froh, dass die ganze Sache noch glimpflich ausgeht, da stand ich richtig unter Spannung.

Sehr angenehm fand ich auch, dass das keine Zero to Hero-Geschichte wurde, dass sie sich nicht an den “bösen” Instamädels rächt, dass es keine Lovestory gibt… am Ende geht es nur darum, die 8. Klasse zu überstehen und genau das zeigt der Film. Kayla ist am Anfang ein schüchternes Mädchen mit wenig Selbstvetrauen und am Ende ein schüchternes Mädchen mit etwas mehr Selbstvertrauen. Und das ist gut so! Diese leichte Charakterentwicklung wirkt natürlich und rundet die Story gut ab.

Auch Josh Hamilton als Vater ist fantasisch. Die Gespräche, die Unsicherheit wie man mit einem 13-jährigen Mädchen als Vater umgehen soll, dass peinliche Verhalten, das Väter manchmal so an den Tag legen - das alles bringt er authentisch über die Bühne. Ich habe teilweise schallend gelacht. Und auch die ein oder andere Träne verdrückt.

Eight Grade hat die perfekte Balance zwischen Humor, ernsten Themen, Unwohlsein und Freude gefunden. Das Drehbuch ist top, die Schauspieler sind top, die Handlung ist top, Kamera, Licht und Co. sind top. Wirklich schade, dass er hier nicht im Kino gelaufen ist.

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