Werden Videospiele zu groß?


#242

Dann würden Spiele vermutlich viel teurer werden.
Ein Vollpreistitel kostet wie vor 10 Jahren schon 50-60 Euro.


#243

Bin hier eher stiller Mitleser, aber dieses Statement ist so in seiner Allgemeinheit einfach falsch :man_shrugging:

Bei Rockstar z.B. bekommen ziemlich viele Entwickler einen Bonus, wenn das Spiel an dem sie gearbeitet haben sich gut verkauft. Das wurde im Rahmen der ganzen “Crunchtime” Diskussion ziemlich klar erläutert.

Keine Ahnung wie das bei diversen anderen Entwicklern ist.


#244

Ich weiß jetzt nicht genau wie es bei Dice aussieht aber die Praksis scheint sehr üblich zu sein von dem was man von Entwicklern so hört. Ich habs jetzt einfach mal so übernommen. Wie es damit aussieht das die Entwickler nen Bonus für Erfolgreiche Spiele bekommen is jedenfalls bei anderen Firmen auch nicht sicher.

Meine Infos hab ich daraus btw:


#245

Und das ist dir dann genug ausrede dafür psychische Krankheiten auszubeuten?
Von wie viel teuere reden wie hier? 10? 20?
Um alles zu bekommen muss man sowieso schon für 10 € mehr die Gold Edition kaufen.


#246

Die psychisch Kranken sollten ihre Krankheit behandeln. Da bringt es nix die Schuld beim Entwickler zu suchen.
Da finde ich Kasinos etc. moralisch um einiges verwerflicher.

Der Otto normal Spieler wie ich und über 90% der Spielerschaft, ist für Lootboxen nicht empfänglich. Jeder Mensch kann nunmal mit seinem Geld machen was er will.

Wenn jemand meint, er müsste am Wochenende 100 Euro auf einer Party verballern, soll er das bitte tun. Was ich davon halte, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Geh doch mal in den Supermarkt und warte auf den nächsten Alki. Gehst du dann auch zur Verkäuferin , und versuchst den Kauf zu verhindern ?


#247

Und du findest das nicht schlecht das Publisher die Krankheiten scharmlos ausnutzen um gewinn zu machen?


#248

Doch. Kann man es ändern ? Nein!

Die ganze Menschheitsgeschichte wurde immer irgendwer von irgendwem ausgebeutet.


#249

Aber man kann es ändern. Wir auf dem Konsumer-Level indem wir die Spiele nicht mehr kaufen. Die Regierungen stehen kurz davor das alles zu ändern, aber vor Allem können die Publisher es ändern.

Lootboxen sind kein Tsunami.


#250

Nö. Ich richte meine Gaming Experience aber nicht wie du zuerst daran, inwieweit wer ausgebeutet werden kann.

Dann dürfte ich kein Bier mehr kaufen, weil der Alki um die Ecke ebenfalls besagtes Bier trinkt.


#251

Kann man schon ändern und hat man im Non-Gaming Bereich bereits mehrfach durchgeführt.
Stichwort: Gesetze und Ministerien für den Verbraucherschutz.


#252

Nenn mir ein Beispiel.


#253

Alterbeschränkung für Zigaretten, Alkohol, Casinos.
Keine Fernsehwerbung für Tabak.
Katalysatoren in Autos.
Verbote von gesundheitsschädlichen Zusatzstoffen in Nahrungsmitteln.
Jegliche Form von Umweltschutz.


#254

Ich kann dich halt auch nicht dazu zwingen. Ich finds einfach nicht gut.

Außerdem hingt der Biervergleich einfach auch sehr weil Alkohol ein großer Bestandteil unserer Kultur ist und damit normal. Dagegen kann man wirklich nicht mehr viel machen. Lootboxen sind ein neues Phenomän das ziemlich schlechten Einfluss auf Menschen haben kann und deswegen ist hierbei noch alles offen und man kann dagegen noch einiges machen.
Außerdem wird Alkohol ja nicht mit der Absicht vermakrtete Leute in Alkoholiker zu verwandeln soweit ich weiß. Viele Firmen setzten sich da auch sehr gegen ein. Außerdem darf man ja im Fernsehn nichtmal jemanden Zeigen der beim trinken ne Flasche um mehr als 90 neigt was ein Beispiel für ne Regulation ist die es schon gibt. Selbst wenn sie ein wenig fragwürdig ist.


#255

Das sind aber auch hauptsächlich Dinge die gesundheitsschädlich sind. Lootboxen sind nicht gesundheitsschädlich und basieren immernoch auf Freiwilligkeit.


#256

Casinos sind nicht “gesundheitsschädlich” und Zigaretten sind freiwillig.


#257

Was am Wort hauptsächlich hast du nicht verstanden ?

Find dich damit ab, dass es Leute gibt die eine andere Meinung haben und sich daran nicht so extrem stören wie du es dir vorstellst!


#258

FInd dich damit ab das ich mich entgegen Leuten stellen werde die Lootboxen verteidigen weil ich das wirklich schlimm finde.


#259

Dann eben:

Verbot von Werbeanrufen (Telemarketing)
Jegliche Form von Datenschutz
Limitierung des maximalen Geldbetrags, der vom Konto am Tag abgehoben werden darf
Verbot von Schleichwerbung
Verbot von Kartellen und Monopolen
Bekämpfung von Korruption


#260

Kann deine Sicht verstehen und es wäre aus Sicht der Moderation bestimmt entspannter, wenn man jeweilige Themen in den vorgesehenen Threads bespricht.
Solange allerdings Gesprächsbedarf vorhanden ist, finde ich, sollte eine Diskussion darüber so lange laufen, wie nötig.

Ist hier ja schließlich ein Forum, in dem diskutiert werden soll und kein Archiv, in dem Fakten und Meinungen passend archiviert werden. :smiley:


#261

Also ich kann @Isaak Punkte hier sehr gut verstehen und auch weniger, warum man so ein Thema verteidigt.

Das ganze System Lootboxen zielt darauf ab, dass man so viel Geld wie möglich dadurch generiert. Wie macht man das? Man schafft ein psychologisches Phänomen so umzusetzen, dass der Spieler nicht merkt, dass er manipuliert wird. Glückwunsch an diejenigen, die darauf null eingehen. Aber es gibt halt Menschen, die nicht das Glück haben und in diese Fallen tappen. Das ist das gleiche Prinzip wie in Casinos und auch der Grund, warum Glücksspiel überhaupt süchtig machen kann. Man schafft ein kleines Erfolgserlebnis, welches als Glück aufgefasst wird und Menschen “glücklich” macht. Man holt sich paar Lootboxen, in einer der ersten ist etwas sehr seltenes drin, man hat Blut geleckt, weil einen das Glück berauscht und macht weiter. Jetzt ist allerdings nur noch Mist drin. Man fühlt sich schlecht, weil man 50 Euro ausgegeben hat, aber null Gegenwert erhalten hat. Wie erhält man das Geld jetzt wieder? Man investiert noch mehr, weil irgendwann muss man ja mal Erfolg haben, vielleicht so viel Glück, dass man etwas von einem Wert hat, was die inzwischen investierten 100 Euro wieder reinholt. Reinholt in dem Sinne, dass ich etwas habe, was sich anfühlt, als wäre es das Geld wert gewesen. Hat man vielleicht auch. Was dann? Vielleicht habe ich gleich nochmal Glück und mache paar auf, damit ich direkt Gewinn habe und dann höre ich auf. So, und nun beginnt das Spiel von vorne.
Woher kennt man das? Vom Casino, Von Spielhallen. Orte, an denen genau das gleiche Praktiziert wird.

Lootboxen sind Glücksspiel also verdammt ähnlich. Jetzt wird Glücksspiel gesetzlich reglementiert. Lootboxen aber nicht? Man soll es auch nicht regeln, weil Leute sich ja selbst entscheiden können? Ja, man entscheidet sich auf dem ersten Schritt selbst. Genauso wie Alkohol, Spielhallen, etc. Aber weiß man, dass man anfällig für derartiges Suchtverhalten ist? Wohl eher nein, sonst würde man das ja nicht freiwillig machen. Ich finde das Argument, dass man das nicht regulieren sollte, weil man ja eigene Entscheidungen trifft, daher echt schwach.
Oft entsteht Suchtverhalten durch gesellschaftlichen Zwang. Man hat die falschen Freunde, die regelmäßig Heroin nehmen und irgendwann wird man überredet und nimmt es auch mal. Beim zocken ist das auch ähnlich. Man hat gerade nicht viel Zeit, die Freunde zocken viel, haben coole Sachen, man selbst nicht. Zack, investiert man eventuell mal Geld um den Anschluss nicht zu verlieren und ist drin im Teufelskreis.

Die Spieleindustrie ist sich genau diesen Dingen bewusst. Und setzt diese aktiv ein, um für sich so viel Geld wie möglich zu generieren. Die Schwäche von Menschen auszunutzen, denen die Schwäche vielleicht nicht bewusst ist, und sich deswegen im Vorfeld nicht schützen können ist daher richtig richtig schwach. Und genau aus dem Grund finde ich gut, dass es Leute gibt, die versuchen da vorzugehen, und wenn es heißt, dass man immer wieder darauf aufmerksam macht, dass Lootboxen nicht nur einfach scheiße sind, sondern auch gefährlich. Daher sollten Lootboxen entweder verboten, oder stark geregelt werden. Glücksspielautomaten gibt es auch nicht an jeder Ecke. Lootboxen aber schon.

Und um den Bogen zum ursprünglichen Thema zu spannen. Vielleicht sind nicht Spiele zu groß geworden, sondern ihre Entwickler?