Bekämpfe nicht, dass was Du hasst - rette das, was Du liebst.
Ich glaube, dass man Leute zu positivem Verhalten erziehen/bewegen kann. Wenn man regelmäßig das herausstellt, was gut läuft, dann verändert sich auch die Wahrnehmung und andere Menschen fühlen sich vielleicht inspiriert, auch etwas Gutes zu schreiben.
So lange aber der Fokus immer nur auf der “bösen”/trollenden Community liegt, ist die auch in der Wahrnehmung von allen.
Ich fühle mich jedes mal irgendwie doof, wenn es wieder heißt: “Die blöde Community war wieder scheiße.” Ich denke mir dann immer so: “Schade, vertane Chance.”
Ich finde, man darf das, was gut läuft nicht für selbstverständlich nehmen. Jeder Mensch fühlt sich gut, wenn er für sein gutes Benehmen gelobt wird. Man verhält sich automatisch anders.
Weiter oben habe ich es schon gelesen, aber ich möchte es nochmal betonen:
Wenn ich Leuten erlaube, in mein Wohnzimmer zu kacken, weil ich Angst habe, das derjendige “Zensur!” oder ähnlichen Schwachsinn schreit und dann eine Negativwelle ein schlechtes Licht auf mich werfen könnte (weil ich als neu, offen und anders gelte), dann brauche ich mich nicht zu wundern, dass es Leute gibt, die regelmäßig in mein Wohnzimmer (Chad, Kommentarbereich, etc) kacken. Die langfristige Folge: Der Gestank vertreibt immer mehr Leute oder lässt sie erst gar nicht anreisen (hiermit meine ich die unterschiedlichen Gäste, die RBTV nämlich in vielerlei Hinsicht gut tun - Abwechslung, Cross Promo). RBTV ist nämlich schon eine positive Marke, mit der man sich gerne identifiziert.
Wenn sich immer mehr “gute” Leute in der Community zurückziehen, weil es sehr laute Trolle gibt, dann nehmen diese Überhand. Ich bin nicht wirklich heikel und ich ertrage viel Müll, in dem ich ihn einfach ignoriere, aber gestern beim Kino±Jahresrückblick habe ich mich echt mal wieder unwohl im Chad gefühlt, weil es ziemlich viel getrolle und anderes gab. Ich finde es schade, dass das so ist.
Aber immer nur zu jammern, was alles nicht gut ist, bringt auch nichts. Daher habe ich mir überlegt, was ich und alle anderen tun können, die sich mehr Liebe aka. gesittetes Verhalten wünschen.
Was jeder einzelne von uns tun kann:
Werdet auch wieder aktiv. Engagiert euch im Chad. Ich merke es ganz stark im Twitch-Chad (meine bevorzugte Schnittstelle). Ein bisschen Trollerei/Stichelei ist ganz lustig, aber nur noch dumme, zerstörerische Kommentare nerven einfach nur. Diskutieren bringt mit solchen Leuten nichts. Ich ignoriere sie einfach.
Aber wenn jemand etwas Gutes schreibt und ihm mit einer Erwähnung zustimmt, dann entwickelt das eine großere Kraft als nur 1 + 1 (mein Empfinden). Ein “Hey, sehe ich auch so.” und ein passendes Emote tun niemandem weh.
Mir gefällt auch nicht alles, was über den Sender läuft, aber wenn ich merke, dass eine negative Hate-Stimmung im Chad aufkommt, dann poste ich mehr Herzchen und stelle das heraus, was mir gefällt.
Es geht darum ein Zeichen zu setzen. Am besten ist es sogar, wenn man aktiv Dinge herausstellt, die einem gut gefallen, dann kommt oft gar nicht so ein Negativ-Train auf, der sich verselbständigt.
Und von offizieller Seite von RBTV wünsche ich mir, dass bei dem Thema mehr getan wird. Ich finde es nämlich langsam auch sehr fragwürdig, dass auf der einen Seite die Community als wichtiger Pfeiler herausgestellt wird, andererseits immer wieder erwähnt wird, wie scheiße die Community doch ist. Ich wünsche mir da eine Differenzierung.
Verallgemeinerung schadet meiner Meinung nach, auch wenn es bequem ist von “der Community” zu sprechen. Durch solche Verallgemeinerungen entstehen auch Vorurteile, die dann immer wieder bestätigt werden.
Es reicht auch nicht von den Alten Zeiten zu schwärmen: “Wisst ihr noch damals? #ViewersOfLove? Da war die Community noch cool.”
Ja, weil ein Vibe erzeugt wurde, der das möglich gemacht hat. Führung übernehmen heißt Verantwortung zu übernehmen. Ja, das ist vielleicht etwas anstrengender, aber man behält auch die Oberhand und ist nicht dem Negativen ausgesetzt.
Just my 2 Cents.