Und er kennt seine Familie sicher besser als wir das Angristtal.
Ich finde es immer befremdlich, wenn ihm ständig alles abgesprochen und hinterfragt wird, obwohl es nun mal sein Alltag ist.
Es kann nicht sein, was nicht sein darf…
„Wir müssen nichts so machen, wie wirs kennen, nur weil wirs kennen, wie wirs kennen.“
Es gab mal einen Artikel, mich deucht im Spiegel.
„Papa von muttis gnaden“ oder so ähnlich.
Ich habe ähnliches tatsächlich selbst und auch im (erweiterten und nahen familiären) Umfeld auch so erlebt.
Dem mann wird schlicht und ergreifend abgesprochen, dass sein (anderer, aber keineswegs schädlicher) umgang mit dem eigenen kind nicht falsch sei.
Für die mutter ist nur ihr umgang mit dem kind der richtige.
Gerade nach der geburt finde ich das auch total verständlich, als mann steht man ja doch erstmal „nur“ neben diesem alltäglichen wunder der geburt und versucht, der frau das leben zu erleichtern und kann meist nur mental unterstützen, bzw versuchen, die alltäglichen hürden möglichst aufzuteilen. Dennoch spricht glaub ich niemand in der ersten zeit der mutter ab, am besten einzuschätzen, was der wurm jetzt wohl am ehesten braucht/ will und wie damit umgegangen werden soll.
Meine erlebnisse haben sich dann leider nur so dargestellt, dass sich diese haltung irgendwie verfestigt hat.
Mann bleibt erstmal im hintergrund und wird zum befehlsempfänger.
Und da, wenn er sich später einbringen will, er sowieso für vieles kritisiert wird, bleibt eine gewisse lust an eigenen erziehungsimpulsen dann auch eher aus. Wird ja sowieso erstickt.
Und um der beziehung willen, wird halt auch nicht wegen jedem wort gefochten, die männer in meinem bekanntenkreis, von denen ich spreche, fügen sich dann halt und ziehen sich eher zurück.
Hat nichts mit dem kind spielzeug/hobby zu tun, aber eine erziehung beider seiten auf augenhöhe, ist das halt auch nicht. Also, imho, als kinderloser zuhör-onkel in vielen solcher fälle.
Ich betone nochmals: wir müssen natürlich NICHT darüber diskutieren, dass das nicht in allen eltern-konstellationen der fall ist.
Meinetwegen kann man auch mit konjunktiven werfen, wenn man mag.
Letzteres ändert nur nix am status quo derer, von denen chauvi-angrist (
) oder auch ich jetzt sicherlich sprechen, bzw gegen die hier so sturm gelaufen wird.
Und hinsichtlich des eltern-daseins lässt sich weder von mangelnder liebe zum kind oder sostwas sprechen, das ist alles vorbildlich.
Ist schon sehr vertrackt, das mit der erziehung.
Es geht hier keineswegs um irgendeine schuldfrage, etwaige schnappatmungsreflexe müssen also nicht ausgeführt werden.
Ich möchte nur verdeutlichen, dass solche gefühlten anachronismen auch in regionen auftreten, die über schnelles internet aus der dose verfügen und das www nicht noch vom storch gebracht wird.
Und wo man sich auch nach sonnenuntergang noch draußen bewegt, ohne vom wolf vom trekker gerissen zu werden.
Es bleibt wohl spannend, mit diesen kindern und dem drumherum.
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Satz des Tages, danke
Das du über sowas lachen kannst 
Das ist doch eure häufigste Todesursache.
RIP Heinrich
An alle, die schriftliche kommunizieren, besonders in Dating Apps:
Der Kanal ist spitze! Das Beste, was ich je zum Thema „Mentale Gesundheit“ auf Youtube gefunden habe.
Aber spricht das nicht letztlich für eine Bequemlichkeit der jeweilige Väter?
Weiß ich nicht.
Wenn man konfliktvermeidung als bequemlichkeit sehen will, kann das gut sein.
Ich sehe es eher als abwägungssache, ob sowas schlimmstenfalls einen fortwährenden streit wert ist.
Wie erwähnt ist das ja auch kein erziehungsideologischer grabenkampf, generell ist man erzieherisch ja auf einer linie.
Bei dir klingt das so, als ob man in einen epischen kampf ziehen müsste, nur weil der vater gerne mit dem zwerg einen hotdog essen möchte, mutti aber lieber eine kohlrabi-woche will.
Ich rede von solchen szenarien, nicht von den großen weggabelungen des lebens. Aber das werden dann halt mehr und mehr solcher kleinen sachen, bei denen dem vater entscheidungshoheit weiterhin abgesprochen wird.
Wenn das als bequemlichkeit auszulegen ist, okay.
Sehe ich persönlich anders.
Frei nach dem motto „bist doch selbst schuld, musst du halt mal den mund aufmachen und einen streit riskieren“
Aber gut, beim erziehungs-/ kinder-thema kann man sich ja immer vortrefflich zwiespalten😅
Bei Abwägungssachen gibt es aber immer auch eine andere Seite. Wenn man vom schlimmsten Fall ausgeht, muss man eben auch fragen, ob einem der Burgfrieden im schlimmsten Fall wert ist, dass man fürs eigene Kind auf ewig ein Fremder bleibt.
Sollte das gelöschte schon wer gelesen haben: sorry.
Nach kurzem überlegen hab ich meine hand lieber wieder aus dem wespennest gezogen.
Also: no hard feelings, aber die grabenkämpfe mag ich im wohlfühlforum doch nicht führen.
Mir ist das zu viel „entweder oder“ gedacht. Es gibt die Paare, wo die Frau die Hoheit auf die Kindererziehung hat. Doch würde ich da nicht einen Grund für die Situation sehen sondern mehrere. Müttern wird oft eine natürliche Expertise für Kindern zugesprochen und nicht wenige glauben das blind. Väter werden dann oft als der Kumpeltyp und Beschützer der Kinder inszeniert.
Wenn wir diesen Mustern einfach glauben, landen wir halt schnell in diesem Gebilde.
Es ist im Grunde aber an beiden Elternteilen genau das nicht zu tun. Wenn der eine seine Rolle zu sehr einnimmt, muss der andere etwas die Bremse treten und wenn der eine Raum gibt, dann muss der andere diesen auch füllen wollen.
Für mich sollten sich Eltern im klaren sein wie sie ihr Kind erziehen möchten. Dies dann gemeinsam tun, doch auch regelmäßig ihre Erziehung hinterfragen und auch miteinander Platz für falsche Entscheidungen und Verbesserungen bieten.
Wollt ihr nicht langsam mal in diesen Thread weiter ziehen? Hat hier ja nicht mehr viel mit Dating zu tun
lul, ich hab ehrlicherweise gedacht, wir sind dort.
Ja, das wäre angebracht.
Stimmt, wie läufts bei dir eigentlich, habt ihr euch jetzt noch mal getrfoffen?
Bisher nicht. Stehen aber immernoch täglich in Kontakt.
Das ist voll gut, oft ist das schon ein Problem, dass die Kommunikation einbricht. Ihr habt eine richtige schöne Grundlage.
Ich hoff, es geht sich bald ein abermaliges Treffen für beide aus.
Ist schon mal mehr als die letzten 30 Jahre aber gefühlt stagniert es da grade auf dem Smalltalk Level.
Danke hoffe ich auch.
Ich finde, gerade, wenn man mit dem alltäglichen klarkommt, ist das gut. In einer Beziehung hast du auch nicht jeden Tag was spannendes neues, lol