Wenn man sagt dass der Deutschunterricht ab der 5. Klasse überflüssig ist kann man das für jedes andere Fach genauso sagen.
Mathe: Warum brauche ich Algebra wenn ich später Maler werde?
Geschichte: Was interessiert mich welcher Krieg im antiken Rom wann und warum stattgefunden hat?
Erdkunde: Was interessiert mich die Einwohnerzahl von Kenia?
Kunst: Was interessiert mich welcher Künstler irgendein berühmtes Gemälde gemalt hat?
Musik: Wozu muss ich Noten lesen können wenn ich nie im Leben ein Instrument anfassen werde?
usw usf
Wenn man ab der 5. Klasse nur noch Sachen lehren will die man später auch noch braucht müsste man da halt schon wissen was das einzelne Kind später mal machen will und dann für jeden einen speziellen Lehrplan zusammenstellen. Das geht natürlich nicht. Außerdem ist die Schule ja unter anderem auch dafür da jedem alle möglichen Richtungen zu zeigen damit man später möglichst genau weiß wo die eigenen Stärken liegen und was einem Spaß machen wird. Wie gut das funktioniert ist natürlich eine andere Frage.
Habe ich das gesagt?
Aber in Deutsch sind viele Dinge einfach überflüssig. Man muss eben unterscheiden: Was muss ein Kind wissen und was muss ein Kind wissen. dass sich dafür interessiert.
Die Schule muss viel stärker auf Charakterbildung eingehen. Kinder sind neugierig, die fragen nach, wenn sie etwas interessiert. Solange man das bewahrt und sie ein wenig in die richtige Richtung lenkt, wird aus jedem Kind ein einigermaßen anständiger Erwachsener.
Mathe ist ein Talentfach und sollte nicht benotet werden. Zudem ist es viel effektiver, wenn das jeder für sich lernt. Wenn man was nicht verstanden hat, gibt es dafür dann einen Nachhilfeunterricht (einzeln!).
Geschichte ist wichtig, aber muss interessanter verpackt werden. Zudem gibt es auch viele Kinder, die sich schon von sich aus sehr dafür interessieren.
Kunst und Musik sind Talentfächer und sollten nicht benotet werden. Zudem sollten sie freiwillig sein.
Es geht nicht darum, einem Kind einen festen Weg vorzuschreiben oder es in irgendwelche vorgefertigten Bahnen zu pressen. Man muss den Kindern aber genügend Freiheiten lassen, sich selbst fortzubilden. Man muss ihre Neugier bewahren und nutzen. Dabei kann man sie immer noch ein kleines bisschen an die Hand nehmen und führen, aber wenn du sie hinsetzt und ihnen sagst „Setz dich hin, halt die Klappe und sie still!“ erreichst du damit nur, dass sie nicht mehr nachfragen.
Das Thema macht mich unglaublich emotional, weil unser Bildungssystem so morbide, alt und kaputt ist. Es müssten dringend Änderungen passieren, aber die werden nicht kommen, weil einem alle erzählen, dass es nicht anders geht. Dabei wird schon überall auf der Welt bewiesen, dass es auch anders geht. Und wenn ich mir vorstelle, dass meine hypothetischen Kinder in so einem Bildungssystem aufwachsen sollen, wird mir schlecht.
Ich finde ja in der Schule fehlt das Schulfach Star Trek. So als Gegenentwurf zu ‘Geschichte’.
Nach dem Motto: So sollten wirs machen, dann klappts auch mit den Nachbarn.
Sowas in der Art hatten wir in Form unserer Physik-Lehrerin die ein riesen Startrek Fan war und immer mal wieder an Hand einer Folge erklärt hat warum das - zum jetzigen Zeitpunkt - nicht funktioniert und was entdeckt werden müsste, damit es doch funktionieren kann, ihre Einschätzung ob es mal real wird etc. Fand ich super, auch wenn mich der restliche Physikunterricht dennoch kaum interessiert hat
Sowas ist für mich eher eine Art eines guten Unterrichtsstils, weil man auf diese Art Schüler besser motivieren kann, im Unterricht mehr mitzumachen, als Seiten aus dem Buch vorzulesen.
Mein Geschichtslehrer konnte das super. Der hat Geschichte immer so präsentiert, das man sich als Schüler in die Zeit zurückversetzen musste, um selbst zu begreifen, warum die Entscheidungen getroffen wurden, die bis heute noch Auswirkungen haben. Das war sehr oft echt ziemlich spannend und interessant.
#- Menschen, die am Thema eines Threads vorbeilabern, obwohl es einen passenderen Thread für ihr gelaber gibt, der sich bestimmt über eure erfahrungen aus der schulzeit freuen würde (!), diese „menschen“ essen bestimmt auch babys und wählen die afd! fuuu!
George R. R. Martin ist noch nichtmal im Ansatz ein guter Autor. Er tötet hauptsächlich deshalb dauernd Charaktere weil er sich nach 3 Kapiteln nicht mehr erinnern kann was er mit ihnen vor hat.Ihn auf eine Stufe mit Tolkien zu setzen ist als wenn man Daniel Küblböck(Martin) mit Freddie Mercury(Tolkien) vergleicht