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Fabian Döhlas Tweet


#323

Da du das jetzt ja schon so oft in diesem Thread angemerkt hast, möchte ich hier auch noch mal kurz was zum Begriff “Rassismus” sagen.
Du zitierst hier immer wieder die Definition die von google angezeigt wird, die scheinbar auf Wiki oder so basiert.
Damit kritisierst du, dass manche Sachen als rassistisch bezeichnet werden, obwohl sie gar nicht gegen eine Rasse im biologisch definierten Sinne richten. Polen, IS-Terorristen und Muslime sind für dich keine Rassen.
Der letzte Punkt mag ja sein, aber es ist meiner Meinung nach falsch zu behaupten, dass das jetzt die eine und einzig wahre Definition von Rassismus ist. humanrights.ch
sagt zum Beispiel:

Es gibt keine allgemein akzeptierte Definition von Rassismus. Viele Kontroversen über die Bedeutung des Wortes «Rassismus» erklären sich daraus, dass eine enge und eine weite Bedeutung des Ausdrucks parallel genutzt werden.

Genauso gibt es auch für den Begriff “Rasse” unterschiedliche Definitionen, was auch daran liegt, dass der Begriff über lange Zeit von Pseudowissenschaftlern definiert wurden. Meiner Meinung nach ist man heutzutage nicht nur “Rassist” wenn man daran glaubt, dass es biologisch unterschiedliche Rassen beim Menschen gibt.
Ich erinnere mich auch an eine Geschichte wo ein schweizer (oder österreichischer) Polizist nicht wegen einer “rassistischen” Beleidigung verurteilt werden konnte, weil er “Scheiß Ausländer” gesagt hat - und Ausländer nunmal keine Rasse sind. Juristisch vielleicht korrekt, entspricht jedoch meines Glaubens nach nicht dem Sinne des Gesetzes.
Ja, vielleicht sollte man den Tweet (wenn man das so sieht) eher als Kultur-Rassismus bezeichnen, wenn man genau sein will.
Aber dieses “Ja, das ist gar kein Rassismus, weil gar nicht von Rassen geredet wird” geht genau so an der Sache vorbei und klingt für mich auch ein bisschen nach “Ja, so schlimm ist es dann doch gar nicht”, auch wenn du das vielleicht gar nicht sagen willst.

Ich sehe gerade, dass das gerade schon gepostet wurde, lasse ich aber trotzdem mal stehen.

Edit: Und du kannst ja auch bei deiner bevorzugten Definition bleiben, aber wenn dir das dann unmöglich macht, an der Diskussion teilzunehmen, weil du es einfach nicht ertragen oder verstehen kannst, wenn jemand eine andere Definition benutzt, dann ist das halt so.


#324

Ich habs mindestens 2 mal hier erklärt, kannst ja meine Beiträge durchschauen :gunnar:


#325

Na du bist ja auch jemand der Leute aufweist richtige Einheimische zu bezeichnen weil sie Polen schrieben, obwohl es die Mehrzahl so gesehen ist und sich halt leicht vertippen kann :man_shrugging:t2: (Das hast zB nicht erklärt)
Wenn das nen Witz über Autodiebe ist, ist es trotzdem ne Beleidigung das Polen als Garage für geklaute Autos benutzt wird^^


#326

Eigentlich wollte ich nur mit meinem Fragepost darauf hinweisen, dass ein “HIER HAST DU WAS FALSCH VERWENDET, DANKE” dem Schreiber des Beitrags nichts bringt. :stuck_out_tongue:

Die Erklärungen kamen danach ja. :slight_smile: Von Hate würde ich jedoch trotzdem nicht sprechen, weil ich oder @ipsilonz dich nicht gehatet haben. Einfach nur Infos nachgeliefert und nachgefragt haben.


#327

Ok, hier kommen “Internet-ausdrücke” rein - “No Hate” wird verwendet als “Ich will nicht streiten” oder “Ich meine es nicht böse” :sweat_smile:


#328

Alles klar :smiley: Bei Hate muss ich erstmal an anderes denken.


#329

War ja nicht sein erster dämlicher Tweet über die “Feinde” seiner großer Borussia.

Verleumdung, Rassismus. Mal sehen was es beim nächsten Mal wird.


#330

Wie viele Hundert Beiträge diskutieren wir hier jetzt eigentlich noch über einen grenzwertigen Tweet, der schon gelöscht wurde? Er hat wohl eingesehen, dass man das so nicht stehen lassen kann, es war das erste Mal, dass mir Döhla in irgendeiner Art und Weise negativ auffällt und einmal kann man das doch wohl verzeihen, vor allem wenn es im Zusammenhang mit einer Fussball-Rivalität gepostet wurde.

Falls er sowas nochmal bringt, kann man gerne ein Fass aufmachen.
So halte ich das aber für übertrieben.


#331

Ich will nicht, dass ein und dasselbe Wort für Hass gegen Rassen, Geschlechter, Religionen und dergleichen verwendet wird - denn dann wird’s einfach verwässert, Leute getriggert und Shitstorms erschaffen, obwohl es niemals so gemeint war.

Ich hab oft genug gesagt, dass ich den Tweet weder lustig noch gut finde - es ging “nur” darum, die Rivalisierende Mannschaft niederzumachen. Alles andere wurde von Leuten hineininterpretiert.


#332

Passiert hier doch fast täglich dass solche Sprüche kommen. Dazu kommen meine Vorfahren zum Teil auch aus Polen (und anderen Osteuropäischen Ländern).

Es kommt immerbauf den Kontext drauf an. Döhla wollte (so vermute ich, da er mir immer eher als Gegner von Rassismus aufgefallen ist und er für eine Polnische Firma arbeitet) einfach einem Konkurrierenden Fussball Klub eins reinwürgen.

Ich mag politisch unkorrekten Humor, würde jetzt aber nicht Personen die ich nicht kenne Privat solche Witze erzählen. Online geht das nicht so leicht, da muss der Empfänger entscheiden, will ich Personen folgen die nicht meinen Humor oder meine Interessen teilen.


#333

Okay, sorry. :sweat:
Ich sehe das auch so, dass man in Diskussionen und besonders bei der wissenschaftlichen Aufarbeitung präzise mit seinen Begriffen sein sollte.
Für mich geht es bei dem oben genannten Tweet aber eben auch nicht Geschlecht oder Religion, sondern darum, dass die Leute aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Aussehen mit bestimmten (negativen) Merkmalen versehen werden:
Es sind Menschen die in Polen geboren wurden? -> Müssen Autodiebe sein, weil sind ja alle Polen so.
Es sind Menschen mit dunklerer Hautfarbe (“südländische Herkunft”) und Bart? -> Muss IS-Terrorist sein, weil Moslems haben ja alle son Bart und die sind ja wiederum alle Terroristen.

Das ist für mich (Kultur)-Rassismus. Er kennt die Leute nicht, schreibt ihnen aber Aufgrund ihres Namens, ihres Aussehens, ihrer Herkunft irgendwas zu. Das er hier nicht Slaven statt Polen sagt ist dabei für die Definition aus meiner Sicht nicht so wichtig, weil heute auch eh viel weniger Menschen dem klassischen “Bio-Rassismus” anhängen, sondern eben viel mehr dem verkappten Kulturrassismus/Kulturpluralismus.

Ich hoffe das ist verständlich und wenn du anderer Meinung bist, schreib bitte noch mal genauer, warum du eine solche, nicht nur auf dem biologischen Konzept der Rasse (welches ja Schwachsinn ist) basierende Definition von Rassismus so ablehnst.

E: Und wie Döhla das wirklich gemeint hat - keine Ahnung. Vielleicht ist er ja krasser Anti-Rassist und es ist nur ein Witz. Das dieser Witz (rassistische) Stereotype anspricht (und damit reproduziert) ist nun wirklich nicht “hineininterpretiert”, sondern völlig offen. Würde es nur um das runtermachen gehen, hätte er auch schreiben können “Die sind doof/hässlich/können nicht Fussball spielen”.


#334

Aber Witze funktionieren fast nur mit Stereotypen. Kennt ihr das Video von switch reloaded, wo ein Terrorist (damals vermutlich Osama) zu dragosta tin tei (oder wie das Lied heißt) abgeht? Das war lustig! Ganze standups funktionieren NUR durch Stereotypen.


#335

Die Frage ist, ob ein Witz sowas tatsächlich nötig haben sollte oder nicht und Unterhaltung nur so funktioniert.


#336

Nicht nur so, aber auch.


#337

In den Posts selbst steht ausdrücklich nur oder fast nur, dass sie also grundlegend darauf bauen.


#338

Manche Standups basieren fast nur darauf. Nicht generell basieren Standups fast nur darauf.


#339

Okay, das ist jetzt aber eine ganz andere Sache, das worüber wir beide vorher geschrieben haben… Und auch hier, sehe ich das wohl ein bisschen anders, finde es aber schwer zu sagen, weil die Sache etwas komplizierter ist. Denn was ein “Witz” ist, ist wohl nochmal deutlich schwerer zu Definieren als Rassismus.
Und das ist jetzt vielleicht kleinkariert, aber dein Video ist für mich ein Beispiel, das zwar auf Stereotypen basiert, aber nicht unbedingt auf rassistischen. Der Witz daran ist, dass Bin Laden Führer einer ultra-konservativen, den Westen hassenden Terrororganisation ist und dann zu westlichem Kommerz-Pop abgeht. Der Witz funktioniert so, weil aufgrund des Outfits und des Kontext deutlich wird, dass hier islamistische Terorristen gemeint sind - und es werden diese lächerlich gemacht, indem sie als doppelmoralisch dargestellt werden.
Es wäre hingegen rassistisch, wenn es einfach nur ein Mensch mit Bart wäre, der Scheinefleisch ist und das soll dann witzig sein weil “Schau mal der verlogene Moslem”.


#340

Dort steht wortwörtlich das “ganze standups funktionieren NUR durch Stereotypen”. Und bei den Witzen sind es “fast nur”, was aber schon eine ganze Menge impliziert.

Und ob es nun alle sind oder nicht, es nicht der Punkt, da impliziert wird, dass alleine Witze “fast nur” stereotypen bedienen. Dementsprechend gibt es sicher einige, die darauf nicht angewiesen sind, aber die aussage ist: Witze und Standups brauchen durchaus Stereoptypen, weil es anscheinend ein meist genutztes Element ist, damit die Witze funktionieren. Ich hinterfrage, ob man dieses Element tatsächlich benötigt.


#341

@Stryke89 hat mitunter (wie ich auch) probleme mit der Formulierung. Bin mir aber sehr sicher dass er es so meinte. :slight_smile:


#342

Was genau wie meinte?

Wie gesagt, ich hinterfrage, ob man Stereotypen bedienen muss, damit Witze funktionieren. Ich bin der Meinung, dass die Unterhaltung auch ohne funktioniert.