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Film-Themen-Challenge

Es war halt immer einer der Wohlfühlthreads des Forums. Selbst als ich weniger mitgespielt habe, habe ich hier immer gerne gelesen und geschrieben. Wahrscheinlich weil es so wenig kompetitiv war und der “schlimmste” Streit der Zeitpunkt der Review war :smiley:
Keine nervigen Regeldiskussionen. Wer glaubt, dass der Film zur Challenge passt, schaut ihn halt. Hauptsache es kommt ne witzige Review raus.

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Thema #150: Tops und Flops
Film 1 - Top (Liste von @Kazegoroshi): Pirates of the Caribbean - The Curse of the Black Pearl von Gore Verbinski
Erscheinungsjahr: 2003
Laufzeit: 144 Minuten
Wo gesehen: DVD

Ein Piratenfilm, der alle Zutaten hat, die ein Piratenfilm braucht.

Seeschlachten - Check
Piraten (duh) - Check
Säbelrasseln, Papageien, Fechtszenen - Check
Einen Schatz - Check
Humor - Check
Die Karibik - Check
Einen Kapitän - und was für ein Check

Fluch der Karibik ist nach wie vor Top Notch. Ich spare mir mal eine Zusammenfassung der Handlung, da diesen Film (zumindest hier in der Gruppe) wohl jeder gesehen haben sollte. Teil 1 ist immer noch ein absoluter Swashbuckler (um mal im Jargon zu bleiben) unter den Piratenfilmen. Er paart den klassischen Piratenfilm mit einer Prise Horror und einem großartig aufspielenden Johnny Depp (in vielleicht seinem letzten guten Film seitdem?).
Hab ihn jahrelang nicht mehr gesehen und wurde von der ersten bis zur letzten Minute komplett unterhalten.
Dazu kommt einer der eingängisten und ikonischsten Scores aus der Feder von Klaus Badelt und Hans Zimmer.

Toll - 4/5 Buddeln voll Rum

Film 2 - Flop (Liste von @boodee): Geld oder Leben von Jean-Pierre Mocky
Erscheinungsjahr: 1966
Laufzeit: 87 Minuten
Wo gesehen: Amazon Prime

Der gute @boodee hat mich ja gewarnt diesen Film nicht zu schauen. Ich habe mir aber gedacht - come on, es geht um Tops und Flops und da guckste mal nen Film, der schön zerrissen wurde. Vielleicht ist er ja gar nicht so schlimm. Immerhin hat er mit Heinz Rühmann und Fernandel zwei der größten Komiker ihrer jeweiligen Länder zur damaligen Zeit. Also nun wirklich. So schlecht kann er nicht sein?

Spoiler: Doch. Er kann.

Eine simple Story wird hier auf knapp 90 Minuten mit den immer gleichen Gags gestreckt, die nicht einmal gut gespielt sind. Schnitttechnik aus der Hölle gepaart mit lustlos vorgetragenen Dialogen lassen aus diesem kurzweilig gedachten Komikfeuerwerk ein wie Kaugummi anmutendes Trauerspiel werden. Ich hatte echt zwischendurch Mitleid mit Heinz Rühmann (den ich liebe), der hier einen klischeetriefenden deutschen Buchhalter spielt, der sich immer an die Vorschriften zu halten versucht. Natürlich.
Da greif ich doch lieber zu den fantastischen Rühmann-Klassikern als zu diesem Schund.

Wie der Kollege schon warnte: Finger weg!

Ich gebe noch 1/5 Sternen aus Mitleid mit Heinz Rühmann

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Thema: Tops und Flops der Teilnehmer
Film 1 aus der Tipliste von @Leelo: Uncut Gems
Regie: Benny und Josh Safdie
Jahr: 2019
Laufzeit: 130 Minuten
gesehen auf: Netflix

Hab den ja eigentlich seit Veröffentlichung auf der Watchlist, kam nur nie wirklich dazu. Deshalb war dies Mal eine gute Gelegenheit ihn nachzuholen.

Ich mochte schon Good Time von den Safdie-Brüdern, also konnte ich mir durchaus vorstellen, dass auch ihr neuer Film sehenswert ist. Ich kenne Sandler ja auch aus anderen Rollen, in denen er nicht nur blödelt - und auch das kann er. Hinzu kommen durchaus gut besetzte Nebenrollen um Judd Hirsch, Idina Menzel, Lakeith Stanfield und Julia Fox, die eine interessante Neuentdeckung ist. Dazu Kevin Garnett als durchaus glaubwürdiger NBA-Star, der scharf auf den Opal ist, schön das er da mitmacht, hatte ja eigentlich mit einigen Aktionen abseits des Platzes einiges an Kredit verspielt.

Irgendwo zwischen Gagngsterstory, Kriminalgeschichte und Drama tingelt Uncut Gems in und her. Sandler manövriert sich in der Rolle des zwielichtigen Besitzers eines Schmuckladens von einer brenzligen Situation in die Nächste, sodass nicht nur sein Kartenhaus zusammenzufallen droht, sondern auch seine ganze Welt drumherum.

Der Film setzt immer wieder einen drauf und der Zuschauer erkennt immer mehr wie sehr das Fass droht überzulaufen. Trotz der vielen Nebenschauplätze aber nie wirklich hektisch oder zu oberflächlich. Die Figuren haben alle ihren Platz und ihre Berechtigung. Von den Sadie-Brüdern werden wir noch viel erwarten können.

4/5

Der Flopfilm folgt im Laufe der Woche, habe mir schon was ausgesucht.

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Thema #150: Einen in der Challenge top-bewerteten Filme einer anderen Teilnehmerin (hier: @Kazegoroshi)

Pirates of the Carribbean: The Curse of the Black Pearl (2003)
von Gore Verbinski

Ich kann mich Drake4849 nur anschließen, der weiß damals wie heute einfach top zu unterhalten, hat nen interessantes Setting und auch das von Gore-Verbinski-Filmen gewohnt tolle Production Design spielt für mich hier eine große Rolle.

8/10

Thema #150: Einen in der Challenge am schlechtesten bewerteten Filme eines anderen Teilnehmers (hier: @boodee)

Plan 9 from Outer Space (1959)
von Edward D. Wood Jr.

Einerseits kommt der Film natürlich über die “so schlecht, dass es schon wieder gut ist”-Schiene. Besonders die Kostüme und Dialoge wissen in diesem Bereich zu “überzeugen”. Er kombiniert das aber mit auch mit einem gewissen schwer zu beziffernden Charme, einer für mich eigentlich immer interessanten Grundstory (Außerirdische besuchen die Erde) und einer kurzen Lauflänge, die so einer Art von Film eigentlich immer zu gute kommt. Insgesamt wurde ich also echt gut unterhalten.

7/10

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Thema: Tops und Flops der Teilnehmer
Film 1 - Top (Liste von @Morissa): He Never Died von Jason Krawczyk
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 99 Minuten
Wo gesehen: Netflix

Jack lebt in selbstgewählter Einsamkeit und beschränkt den Kontakt mit anderen aufs Nötigste. Dies ändert sich, als er ins Fadenkreuz einer Gangsterbande gerät sowie plötzlich seine erwachsene Tochter bei ihm auftaucht, von der er nichts wusste, Im Laufe des Films erfährt man mehr über Jacks mysteriöse Vergangenheit sowie gewisse übernatürliche Elemente.

Oh weh, ich fürchte ich muss @Morissa wieder sehr enttäuschen. Den Anfang fand ich noch vielversprechend; mir gefiel Henry Rollins in seiner Rolle als Jack sowie der damit verbundene trockene Humor und die Interaktionen mit seiner Tochter. Doch ab so ca. 30 Minuten habe ich mich nur noch sehr gelangweilt.

Das liegt unter anderem daran, dass für meinen Geschmack zu wenig aus dem potentiell interessanten Protagonisten und der Tragik seiner Figur gemacht, aber dabei viel Zeit mit Nebencharakteren verbracht wird, die uninteressant und wenig charakterisiert bleiben. Auch ist die Handlung sehr einfach gestrickt und trotzdem konfus in den Aktionen und Motivation der Charaktere, besonders des Antagonisten.

Dass die Sets eher bilig aussehen und einige Actionszenen ausgespart werden, liegt wohl am niedrigen Budget, aber auch die gezeigte Action war mir verbunden mit den Goreeffekten zu repetitiv und hat schnell den Reiz verloren. Auch das Sounddesign ist mir eher negativ aufgefallen, das können ein paar gute Songs nicht retten.

Tut mir leid, aber mein anfängliches Wohlwollen ist schnell in Langeweile und Verärgerung umgeschwungen und so kann ich nur 1,5/5 geben.

Film 2 - Flop (Liste von @MoeMorrison): Jack and Jill von Dennis Dugan
Erscheinungsjahr: 2011
Laufzeit: 91 Minuten
Wo gesehen: Netflix

Ich wusste ja von Anfang, dass der Humor nichts für mich sein wird und habe dementsprechend das Schlimmste erwartet. Die erste Szene am Esstisch fand ich als Satire einer wohlhabenden Familie, die zum Feiertag einen Obdachlosen zu sich einlädt, noch überraschend unterhaltsam. Doch dann stellte sich schnell das Befürchtete ein: enorme Fremdschämmomente der negativen Art, nervige Running Gags (z.B. der Mexikaner) und ärgerliche Furzwitze. Außerdem wird das ganze noch in eine pseudo-emotionale Handlung mit Botschaft gepresst. Dazu kommt ein Al Pacino, dessen Szenen für mich zwischen “ist das peinlich, warum tut der sich das an?” und “irgendwie hat er so viel Spaß dabei, sich selbst zu parodieren, dass es unterhaltsam ist” schwankten. Seine letzte Szene, in der er den Dunkaccino-Spot kommentiert, kann man auch als Kommentar auf den ganzen Film sehen, ist das eindeutige Highlight.

Die letztendliche Bewertung fällt mir noch schwer: Der Film ist wirklich schlecht, aber hat mich nicht ganz so sehr geärgert wie Norbit, und ich verspüre nicht den persönlichen Hass, den es eigentlich für eine 0,5/5 braucht. Somit vergebe ich erstmal eine 0,5-1/5.

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Ich hab die Bewertung gestern schon bei letterboxd gesehen und mich in den Schlaf geweint :smiley:

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Ich habe dafür genau das bekommen, womit ich gerechnet habe, bei meinem Film :upside_down_face:

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Ich fürchte, auch ich werde ein wenig Unverständnis ernten. Nun gut. :smile:

Thema #150: Tops & Flops
Film 1 - Top (Liste von @UnclePhil): Die Nacht des Jägers von Charles Laughton
Erscheinungsjahr: 1955
Laufzeit: 92 Minuten
Wo gesehen: Amazon (Leihe)

Robert Mitchum spielt einen wahnsinnigen Serienmörder, der seine Taten als seinen gottgegebenen Auftrag ansieht. Für einen Autodiebstahl inhaftiert erfährt er von einem zur Todesstrafe verurteilten Mithäftling (mir schleierhaft, warum Death Row und Stippvisite zusammengelegt werden, aber egal), dass sein erbeutetes Geld wohl bei seiner Familie versteckt ist. So macht er sich auf, die nicht trauernde Witwe zu ehelichen, vom Dorf gefeiert zu werden und die Kinder zu bedrohen, ihm das Versteck zu verraten.

Wirklich schön fand ich die musikalische Untermalung, die surrealen Elemente der Bild-/Bühnengestaltung, das “noirige Schattenspiel” und eigentlich auch die Figur des fehlgeleiteten Wanderpredigers mit tätowierten Händen. Allerdings wirkte das Schauspiel aller Darsteller unheimlich hölzern auf mich und die dramaturgischen Entwicklungen und Handlungen aller Figuren irgendwie einfach unnötig doof. :sweat_smile: Klar, der Punkt des Films ist es, dass das blinde Vertrauen in den “Mann Gottes” und die moralische Ergebenheit gegenüber dem “Wort Gottes” das Unheil heraufbeschwört, aber meh.

Zu allem Überfluss war mir dann beim “großen Finale”, dem Lynchmob leider nicht wirklich klar, wer da nun eigentlich gejagt wird. :smile: Der Prediger, weil er “erwiesenermaßen” (dem Richter genügt eine Nichtantwort des Jungen als eindeutiger Beweis) ein Serienmörder ist, oder die “Familie”, weil sie den “geliebten Prediger” ans Messer geliefert hat? Sie fliehen schließlich scheinbar vor dem Mob. Das hat mich sehr verwirrt. Aber ey, ich lieg zur Zeit auch krank rum und bin vielleicht nicht zu 100% aufnahmefähig. :ugly:

Leider nur 3/5, sorry. :smile:


Film 2 - Flop (Liste von @schucki96): Mother’s Day von Charles Kaufman
Erscheinungsjahr: 1980
Laufzeit: 90 Minuten
Wo gesehen: YouTube

Troma, Rape and Revenge, klingt doch super. :slight_smile:
Drei junge Frauen treffen sich zu ihrem jährlichen Campingtrip, der sie diesmal in ein abgelegenes Wäldchen führt. Leider haust in der Nähe auch eine degenerierte Hinterwäldlerfamilie, deren liebster Zeitvertreib darin besteht, Menschen zu entführen, zu quälen und zu töten. Man kann sich denken, welches “Geschenk” die beiden Söhne ihrer Mutter bereiten.

Im Gegensatz zur BPjM empfinde ich die Gewaltdarstellungen als nicht sonderlich hart, die Inszenierung aber doch recht spannend und die Handlungen der entführten Frauen nicht allzu doof, sondern recht nachvollziehbar.
Recht unterhaltsam, nach einer coolen Eröffnung kommt mir das ganze aber ein wenig zu langsam in Fahrt und das Gore-Level ist recht überschaubar.

2/5

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Aber ich kann dir zumindest insofern zustimmen, dass ich das was du zum Ende ansprichst glaub ich auch verwirrend inszeniert fand.

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Downvote!!!

Erstmal gute Besserung @boodee

Thema: Tops und Flops der Teilnehmer
Film 1: Top (Liste von @UnclePhil): Frances Ha von Noah Baumbach
Erscheinungsjahr: 2012
Laufzeit: 83 Minuten
Wo gesehen: Sky

Handlung: Greta Gerwig struggelt bisschen durchs Leben.

Fand den Film okay, hat mich jetzt aber nicht weggeblasen oder so.

Man kriegt was man erwarten kann bei der Kombi Baumbach und Gerwig. Der Film fühlt sich recht realistisch an und läuft auch ganz flüssig weg. Man hat einfach das Gefühl Greta Gerwig verfilmt immer so ein bisschen, wie sie sich in ihrem realen Leben gefühlt hat.

Was mir außerdem gefällt ist der Comedyaspekt. Weiß gar nicht woran das liegt, aber in solchen Filmen gibt es immer ein, zwei Szenen die ich köstlich finde. So auch hier die Geldautomatenszene, mit allem Drumherum.

Greta Gerwig spielt ihre Sache super, die anderen sind mir jetzt aber nicht groß positiv aufgefallen.

Nicht so toll fand ich harte Déjà-vu-Erlebnisse. Kennt ihr Lola Versus? Der Film kam im gleichen Jahr raus, auch mit Frau Gerwig, und ist meiner Meinung nach so ziemlich 1 zu 1 derselbe Film, ohne ein paar technische Spielereien.

Dazu lässt sich auch sagen, dass es mir ziemlich egal ist ob ein Film in Farbe ist oder nicht. Aber warum der hier schwarzweiß gedreht wurde erschließt sich mir nicht so richtig. Wie @UnclePhil haben mir aber die Szenen bei der Greta parallel gefilmt wird und so die die New Yorker Straßen zur Musik entlang rennt sehr gut gefallen.

Ich denke, es gibt schon auch eine ganz bestimmt Zielgruppe für diese Filme (wobei gerade Frances sicher mehr Leute anspricht als Lola, da dort auch zusätzlich mit vielen filmischen Elementen gespielt wird).
Ich bin da vielleicht zu sehr inhaltlich interessiert und vor allem zu wenig New Yorker It-Girl. Einige Szenen in dem Film waren für mich doch recht befremdlich und ich konnte mich nicht sosehr dort hineinversetzen wie z.B. in Lady Bird. Auch finde ich, von Frances selber abgesehen, ist der Film eine zu große Ansammlung von klischeeüberladenen Menschen. Genau das fand ich in Lady Bird auch viel besser gelöst. Da hätten mir 20 Minuten länger (der Film ist ja wirklich super kurz) nur mit Fokus auf Frances Charakter noch besser gefallen.

Zweites Déjà-vu gabs übrigens komplett mit Oh Boy, der sogar 2 Jahre davor abgedreht wurde (bevor es wieder heißt Deutsches Kino kann nur kopieren).

Fand den Film trotzdem okay und empfehlenswert.

6 von 10 quirlige Moves

Film 2: Flop (Liste von @MoeMorrison): Jack und Jill von Dennis Dugan
Erscheinungsjahr: 2011
Laufzeit: 91 Minuten
Wo gesehen: Sky

Eigentlich wollte ich ja American Gangster schauen, wenn der schon bei Flops steht, den hab ich nämlich als sehr gut in Erinnerung. Aber irgendwie ist das ja nicht die Idee hinter Tops und Flops und ich hab bis jetzt hier nur Filme geschaut, die ich noch nicht gesehen hatte. Also wurde es auch Jack und Jill… naja Menschen machen viele Fehler im Leben.

(Mein) Exkurs zu Filmkritik (weil es ja so gern diskutiert wird):

Elegante Kameraarbeit.

Adam Sandler ist doch nicht schuld, wenn man seine großartige Ironie nicht versteht. Schauspielerische Meisterleistung.

Ein Film der Extraklasse.

Dies sind keine ironischen Meinungen, sondern nur ein paar Ansammlungen von seriösen Filmkritikern, zu angeblich objektiven Kriterien des Meisterwerks Jack und Jill. Klar Jack und Jill wurde auch viel zerrissen und steht z.B. ja auch auf Letterboxd katastrophal. Aber gerade Kinogänger damals waren wohl auch voll des Lobes. 80 Millionen hat das Teil gekostet (wtf, sollte wohl eher einen Exkurs zur Absurdität von Geld und Menschheit schreiben, wie konnte der Film soviel kosten?). Aber… 150 Millionen hat er eingespielt! Die Diskrepanzen um diesen Film sind eben enorm. Es gibt einfach keine objektiven Filmkriterien. Überhaupt keine.

Filmkritik ist gut dafür um ökonomisch und vom Zeitmanagement sich die Filme raus zu suchen (wenn es eben notwendig ist), wo man den Menschen in der Meinung vertraut.

Filmdiskurs sollte erst entstehen, wenn jeder den Film gesehen hat. Und dann ist es eben spannend und toll alle Meinungen, der verschiedensten Art zu lesen, egal ob der Mensch Roger Ebert oder pingu937 heißt.

Zum Film:
@schucki96 hat ja schon alles gesagt und viel fällt mir zu dem Film echt nicht ein. Aber ich mag ja sogar so Sandlerfilme wie Wutprobe, Punch-Drunk-Love oder sogar noch Klick. Aber das Teil hier…
Nach paar Minuten hab ich gedacht: Oh Gott. Nach paar Minuten mehr: Wenn man sich auf Jill eingestellt hat (so unfassbar nervig), dann könnte es halt nur eine kackunlustige Komödie werden. Dann ging es sogar eine Zeit lang, nur um dann wirklich in dem Film die letzten 10 Minuten auch noch ernsthaft zu versuchen Kitsch aufzutragen. Wie kommt man auf die Idee in so einem Film was Ernsthaftes einbauen zu wollen?

Unverschämt ärgerlich war außerdem, dass gefühlt jeder Witz der sich nicht um Fäkalien gedreht hat, entweder ein Judenwitz war oder dann mit einem Lateinamerikanerwitz abgewechselt wurde.

Naja die Szene von Pacino am Ende und wie er als Don Quijote gegen Ventilatoren kämpft reichen mir als Schmunzler (glaube der hatte sogar wirklich bisschen Bock lol) für eine

2 von 10 Pffffffffffffffffffffurzgeräusche

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Tops und Flops der Teilnehmer

Top
Film: The House that Jack built von @boodee
Regie: Lars von Trier
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 153 Minuten
Wo gesehen: Prime

Ein überraschend gut zu schauender Thriller von Lars von Trier. Man lernt Jack kennen der mit einem Mann spricht und in Episoden aus seinem Leben erzählt, als Serienmörder.
Von Trier schafft es gekonnt den Charakter eines Serienkillers zu erzählen, man fragt sich zu beginn zwar schnell wie komische doch seine Opfer erzählt sind. Aber man begreift dann auch, Jack erzählt ja hier seine Geschichte und damit stellt er die Opfer da wie sie für ihn waren und nicht in wahrheit.
Am ende wird der Film dann mystisch/philosophisch/religiös, was Jack und den ganzen Film eine interessante Ebene gibt.

4/5 würde denn Film empfehlen wenn jemand noch nie ein Lars von Trier gesehen hat.

Flop
Film: Mamma Mia von @schucki96
Regie: Phyllida Lloyd
Erscheinungsjahr: 2008
Laufzeit: 108 Minuten
Wo gesehen: Prime

Nun. Ich bau mal eine Metahper zu diesem Film
Man ist in einer dieser coolen Eisdielen, wo es Eis-Shakes gibt und sieht diesen auf der Tafel.

Zusammenfassung

Er sieht schon echt lecker aus, was soll da falsch laufen, also bestellt man ihn.
Wenn er dann kommt gibt es meist die erste ernüchtern, naja ganz wie auf dem Bild sieht er nicht aus, aber immer noch lecker.
Dann beginnt man zu essen und es ist echt nicht einfach, zuviel Sahne, zu süß, alles tropft - was hat man getan.
Aber dann schmeckt er auch und man trifft auf eine Eiskugel die richtig lecker ist und man denkt sich, war doch eine gut Idee.
Nur nach der hälfte kommt das tief, es wird alles immer mehr, zu viel, wie viel Zucker kann man noch ertragen.
Irgend hat man es dann geschafft, der Becher ist leer, man leckt die letzen Reste der wirklich guten Soße vom Rand und schwört sich, nie wieder.
Nur man weiß, man wieder so ein Eisbecher bestellen, nicht diesen, aber eine anderen.

Und ja so ist Mamma Mia, ein Zuckerschock der zuviel ist, mit ein paar Perlen und am ende ist man froh das es vorbei ist. Man verdrängt die Frage wie Meryl Streep die zu junge Mutter von Amanda Seyfried Anfang 20 sein kann, wer fand das Pierce Brosnan singen kann und wurde mal wieder bestätigt das nur ABBA ABBA singen kann. Aber der zweite Teil wird wohl auch mal geschaut, wenn man denn Zuckerschock vom ersten vergessen hat.

2,5/5

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Tops und Flops der Teilnehmer

Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich beide Filme von @boodee gewählt hatte :simonhahaa: Vielleicht schaffe ich ja noch einen anderen von einem anderen Teilnehmer :ugly:

Top
Film: Climax von @boodee
Regie: Gaspar Noé
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 97 Minuten
Wo gesehen: Netflix

Die Party einer großteils franzöischen Tanztruppe geht deutlich schief, als sie merken, dass jemand ihre Sangria mit LSD versetzt hat.

Das war er also nun, mein erster Noé. Und hm. Ja, ich weiß ja nicht, aber ich glaube, ich habe nach allem, was ich vorher gehört habe, viel zu viel erwartet.
Die Tanzszenen am Anfang sind der Hammer. Die hätte ich mir noch stundenlang ansehen können. Aber wenn dann die Drogenparty beginnt, herrscht nur noch Langeweile. Die dünne Handlung ist so unglaublich vorhersehbar - mich kann ja nichts schocken, wenn ich es schon mit Ansage kommen sehe. Und vor allem - wirklich schockierend war da ja nichts? War eher langweilig und ich hätte, wie gesagt, lieber dem Tanz noch länger zugesehen - der war nämlich wirklich - top.

3/5

Flop
Film: Plan 9 From Outer Space von @boodee
Regie: Edward D. Wood
Erscheinungsjahr: 1959
Laufzeit: 79 Minuten
Wo gesehen: DVD

Äh. Handlung. Es werden UFOs gesichtet. Eine Frau ist gestorben, ihr Mann stirbt auch. Sie werden von den Außerirdischen wiederbelebt. Die Außerirdischen haben Angst, dass die Menschen das Universum zerstören. Oder so.

Ich hoffe ja immer, dass schlechte Filme doch gar nicht so schlecht sind, wie alle sagen. Oder vielleicht, dass sie unterhaltsam sind (so wie The Room zum Beispiel).
Bei Plan 9 werden alle diese Hoffnungen enttäuscht. Eine Verkettung seltsamer Szenen, um Filmmaterial mit dem bereits verstorbenen Bela Lugosi in eine Handlung einbinden zu können. Sein Double, dass ihm, trotz Umhang vor dem Gesicht, einfach überhaupt nicht ähnlich sieht. Ein Flugzeug-Cockpit aus Pappe, das bei Game Two sicher viel besser ausgesehen hätte. Schauspielerisch ist das auch nicht überzeugend. Also ja - ein klarer … Flop.

1/5

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Es ist Freitag! :partying_face: Und an der Reihe ist… ein neuer Thread.

Auf eine neue Runde. :slight_smile:

Noch offene Beiträge für das aktuelle Tops&Flops-Thema gehören natürlich weiterhin in diesen Thread hier. Ab Montag wird er dann mit einem Schloss zur Ruhe gebettet. :slight_smile:

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Er hat aber doch noch keine 10.000 Beiträge. :beanfeels:

Thema 150! Die Tops und Flops der Film-Themen-Challege

Top
Film: Marriage Story von @cule0809
Regie: Noah Baumbach
Erscheinungsjahr: 2019
Laufzeit: 137 Minuten
Wo gesehen: Netflix

Der Broadway Regisseur Charlie und die Schauspielerin Nicole lassen sich scheiden. Beide haben einen Sohn, Henry, bei dem friedlich geklärt werden soll, wie es mit dem Sorgerecht weitergehen wird. Doch hier kristallisieren sich erst all die Probleme, die die beiden haben.

Also sowohl Adam Driver als auch Scarlett Johansson hätten eigentlich schon irgendwo Oscars für ihre Leistungen verdient. Heilige Scheiße, war das gut. Auch Noah Baumbach gefällt mir immer mehr und mehr, nachdem ich schon überraschend stark angetan war von The Meyerowitz Stories (New and Selected). Klar wird hier ein böses Verfahren gezeigt, eine Scheidung ist nie toll und der mögliche Rechtsstreit dahinter noch weniger, doch hier wird er irgendwie anders dargestellt. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Halt, positiver.

Beide Personen leiden stark unter dem, was da passiert. Auch wird klar, warum die beiden nicht mehr zusammen passen und es wird auch sehr giftig. Aber dennoch versuchen sie irgendwie füreinander da zu sein und sich nicht gegenseitig zu zerfleischen. Und dieser menschliche Prozess wird toll dargestellt.

Ich weiß aber nicht, ob die eine Szene gegen Ende in der Bar mit Charlie und dem Klavier so unbedingt notwendig war. Die kam irgendwie aus dem Nichts. Dennoch ein sehr starker Film.

4 von 5

Flop
Film: Ferris macht blau von @Leelo
Regie: John Hughes
Erscheinungsjahr: 1986
Laufzeit: 103 Minuten
Wo gesehen: Netflix

Ferris Bueller kann alles im Leben und nimmt nichts ernst. Dazu gehört auch die Schule. Also spielt er eine Krankheit vor um Zuhause bleiben zu können. Das klappt natürlich. Doch damit nicht genug, will er mit seinem besten Freund Cameron und seiner Freundin Sloane den Tag genießen. Und das in Chicago. Doch der Rektor Rooney merkt, dass da was faul ist mit Ferris und seiner “Krankheit”.

Oh Junge, dieser Film ist für mich polarisierend.

Ferris macht blau ist ein Klassiker und ich sehe auch warum. Es gibt einige Dinge, die mir sehr gut gefallen haben. Am meisten möchte ich Cameron als Figur, da er für mich eine komplette Entwicklung durchgeht und auch die realitätsnahste Person ist. Auch möchte ich all die Orte, an denen die Story sich abspielt und die Dinge, die da passieren. Zudem konnte ich mit vielen Witzen was anfangen.

Auf der anderen Seite fand ich Ferris ziemlich unspannend, Sloane hat irgendwie gar nichts beigetragen und Jeanie als Figur hat mich fast sogar aufgeregt. Ihre Handlungen ergeben so gar keinen Sinn und dann diese Wende durch und die Annäherung zu Charlie Sheens Junkie…was für ein Mist.

Alles in allem fand ich den Film an sich aber eher langweilig. Er ließ mich ziemlich kalt. Was schade ist denn wie schon erwähnt gibt es gute Aspekte und auch welche, die alles andere als das sind. So bleibt mir eigentlich nur die Mitte.

2.5 von 5

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Thema: Tops und Flops aus den 150 Themen
Film: Mamma Mia! Flop von @schucki96
Regie: Phyllida Loyd
Jahr: 2008
Laufzeit: 108 Minuten
gesehen auf: amazon prime

Es ist zwar alles recht belanglos und erwartbar, aber irgendwie hat der Film mir nicht so schlecht gefallen. Ein großer Faktor ist natürlich der Cast, bei dem sich zahlreiche A-Lister die Klinke in die Hand geben. Singen können sie zwar nicht alle, aber an sich war das immer erfrischend inszeniert und nicht so kitschig wie erwartet. Es spielt auf einer Sonnenscheininsel in Griechenland und alle sind irgendwie viel zu gut gelaunt und es scheint niemandem etwas auszumachen, dass Meryl Streeps Figur damals quasi dreigleisig gefahren ist.
Alles vielleicht ein wenig aufgesetzt, aber der Cast schien Spaß bei der Arbeit zu haben und der Funke sprang durchaus auf mich über.

3/5

Mein Top hab ich ja schon gesehen:

Mein letzter Beitrag in diesem Thread :beanfeels::beanfeels::beanfeels: Es war eine tolle Zeit, hoffe im neuen Thread wird es ähnlich.

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Und so zerbröselt der Keks nun mal.
Hat Spaß gemacht, auch wenn ich in letzter Zeit eher nur stiller Mitleser bin.

Auf zu neuen Ufern :beanjoy:

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Dem kann ich mich nur anschließen. :herz:

Damit sich allerdings in Zukunft niemand verirrt, schließe ich hiermit, wie angekündigt, den mit Abstand… :teamgregor: besten Thread des Forums.

Hier geht es weiter: