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Fußball Sammelthread

Ja und wie viele andere Beispiele gibt es?

viele weitere, aber das reicht nicht weil?

Mit „andere“ beispiele meinte ich nicht „weitere“ sondern „gegenteilige“

Eine 100 % Erfolgs und Zufriedenheitsquote wird man nie erreichen, weil man es mit Menschen zu tun hat die unterschiedlich reagieren. Das weiß man im Vorhinein nicht.

Dennoch hab ich das Gefühl, dass Bayern überdurchschnittlich fair mit ihren Spielern umgeht, wenn diese auch fair zu Bayern sind. Und ihnen auch im Falle einer Verletzung oder Karriereende nicht die Türe vor der Nase zuhaut.

das teile ich nicht. solche fälle gibt es mehr oder weniger in jedem verein in europa, auch bei größeren. solche fälle wie bernat hingegen hat man bei anderen vereinen eher selten.

Hast du auch bei Barcelona wie mit Ronaldinho oder Ibrahimovic

ähm nein, das war jeweils eine ganz andere dimension. streitigkeiten zwischen sportlicher führung und spielern sind völlig normal, den spieler völlig realitätsfern abzuwerten bishin zur beleidigungen hingegen nicht.

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Ja die Diskussion wird zu nichts führen. Ich bin raus! :wave:

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Ob das wohl auch Atletico macht, wenn Griezmann vorgestellt wird :beanjoy:

Ist zwar nicht direkt Bundesliga aber ab kommende Saison 2. Bundesliga :smiley:

Hab gestern länger mit meinem Dad über Fanfinanzierungen gesprochen. Als Hintergrund: Der KSC hat gerade rund 2,5 Mio € von Fans eingesammelt um neuen Trainingsgelände zu bauen. Das ist quasi eine Teilfinanzierung von dem Part den der KSC beim Stadion Neubau stemmen muss (Trainingsanlagen). Mein Dad hält wenig von so Fanfinanzierungen, da er ja auch zurecht anmerkt, dass man Spielern jährlich 6 stellige Beträge zahlt und dann nicht genug Geld hat so etwas selbst zu finanzieren. Ich meine, dass es gerade für kleine Vereine immer schwerer wird: Geringe TV Einnahmen (gerade die letzten Jahre in Liga 3) und trotzdem steigen Kosten für Spieler jährlich. Das klassische Beispiel für: Don’t hate the Player, hate the game. Ohne die Stadt hätte sich hier auch niemand ein neues Stadion (90 Millionen €) leisten können.

Was meint ihr dazu?

Der HSV hat auch kürzlich eine Neuauflage der Fananleihe gemacht und ich finde diese Variante gut. Wenn ich die Wahl hätte zwischen Fananleihe oder Investor, dann doch lieber ersteres.

Grundsätzlich hat dein Vater auch auch recht, problematisch sind die Gehälter.

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Interessantes Thema, zumal es gerade Bestandteil meiner Bachelorarbeit ist.

In erster Linie greifen die Vereine auf solche Anleihen zurück, wenn die Kreditoptionen bei den Banken erschöpft sind, so wurde es ja zuletzt auch wieder beim HSV praktiziert, wie es mein Vorredner schon angesprochen hat.

Tendenziell habe ich auch nichts gegen solche Anleihen, sie sind eine solide Option für die Kapitalbeschaffung. Den Investoren (Käufer der Anleihen, in der Regel Fans) sollten sich dem Risiko bewusst sein und das sollte auch vom Verein so kommuniziert werden. Das Risiko-Rendite Verhältnis ist bei solchen Anleihen nicht gegeben und wirtschaftlich macht der Kauf einer solchen Anleihe wenig Sinn. Es ist vielmehr die emotionale Komponente, die die hier zum Tragen kommt und entscheidend ist. Fans geben dem Verein etwas zurück und wenn das Geld eben in etwas langfrisitiges, wie eben ein Stadion oder ein Trainingsgelände, und nicht in Spieler oder Gehälter, investiert wird, dann finde ich das Konzept ok.

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Kann ich nachvollziehen, aber Sie es mal so: würden Sie Ihren Spielern diese Beträge nicht zahlen, würden diese auch nicht beim KSC spielen und dann ginge es sportlich bergab.
Sie zahlen diese Gehälter ja unter anderem auch, weil es marktüblich ist und sie mithalten wollen. Stell dir vor, wie es dem Verein gehen würde, wenn die Verantwortlichen sagen würden: So, wir brauchen neue Trainingsplätze ab jetzt bekommt kein Spieler mehr als 3000 euro im Monat…

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Bei uns gibt es aktuell diese Aktion:

Hat auch bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und wohl (soweit ich es bei der Mitgliederversammlung verstanden habe) auch dafür gesorgt, dass der BVB auf uns aufmerksam wurde und uns mit einem Freundschaftsspiel helfen möchte.


Ich finde das gerade für kleine Vereine sehr gut. Bei Cottbus kommt natürlich die unvorteilhafte Lage hinzu. Sponsoren zu finden, fällt dem Verein mit den Jahren immer schwerer, natürlich zum Teil auch, weil man in den letzten Jahren sportlich viel verloren hat (vor 10 Jahren noch Bundesliga, jetzt das zweite Mal in 4 Jahren in die Regionalliga abgestiegen), und zu einem weiteren Teil sicher auch durch den schlechten (und absolut verdienten) Ruf des Vereins (zu großen Teilen rechte Fanszene). Ein Nachwuchsleistungszentrum wie unseres finanziert sich dann natürlich auch nur schwer, die eigentlich notwendigen Renovierungsarbeiten am Stadion müssen seit Jahren warten, weil einfach das Geld fehlt. Und am Ende ist dann trotzdem kaum Geld für die Profi-Abteilung da.

Ich persönlich wäre auf jeden Fall bereit, häufiger durch solche Aktionen zu helfen, wenn es dem Verein ermöglicht, Schulden abzubauen, die Nachwuchsarbeit auf diesem Niveau zu halten usw. Im Idealfall könnte man vielleicht sogar irgendwann auf einen so potenten aber eben auch machtgierigen Hauptsponsor wie die Sparkasse Spree-Neiße und Herrn Lepsch verzichten.

Finde die Idee ganz gut. War schon sie 2001 nicht mehr im Stadion der Freundschaft (in der Saison war ich 34 Spiele und Cottbus ist von mir mit Abstand das am weitesten entfernte gewesen), aber die Stimmung fand ich damals ganz gut. Ok, das war noch mit Miriuta, Piplica und Konsorten auf dem Platz und die Buli war neu.
Grundsätzlich finde ich es aber gut, wenn auch Vereine, die vielleicht nicht ganz der “Norm” entsprechen auch in den ersten beiden Spielklassen ein Wörtchen mitreden können und bedauere einen Blick auf die Tabellen von vor 20 Jahren in diesen Ligen und heute.
Vielleicht war die dritte Liga mit all ihren Auflagen und Lizenzen nicht die beste Idee und man hätte das alte Regionalligasystem beibehalten sollen.

ich find das ehrlich gesagt ziemlich blödsinnig, meinen Verein zusätzlich zu ner Mitgliedschaft & Stadioneintritten / Trikotkäufen auch noch mit einer Anleihe zu unterstützen.

Vielleicht identifiziere ich mich auch nicht genug mit meinem Verein, aber wenn gefühlt (ist natürlich nicht so, gerade bei einem 3. Ligisten) der Kader + Funktionäre des Vereins die Summe fast alleine stemmen könnten, sehe ich nicht ein mich da als Fan zu beteiligen.

Würde der SVW sowas machen, fände ich das auch schön bescheuert. Am Ende hätten sie sich mal wieder verkalkuliert / schlecht gewirtschaftet und dann soll ich als Fan das ausbaden?

Ich weiß, man bekommt da irgend ne Festverzinsung zurück (wie hoch steht aber nicht im Artikel), aber kann mir nicht wirklich vorstellen, dass sich das als Fan lohnt.

Festzins sind 6% wobei 4% in Geld ausgezahlt wird und 2% in Gutscheinen für den Fan-Shop.

Aber ich glaube deshalb macht man das auch nicht. Sonder halt wirklich um den Verein zu unterstützen.

Man merkt einfach, wie es gerade die kleineren Vereine immer schwerer haben. In der 1. Liga und gerade bei den oberen Plätzen wird im Verhältnis so viel mehr Geld ausgezahlt, dass die kleine Vereine da nicht mehr hinterher kommen.

Wie @vincentvega schreibt: Die Verein müssen eben die marktüblichen Gehälter zahlen sonst kommen keine guten Spieler mehr und es wird noch schwerer sich im Profifußball zu halten.

Wir haben euer Gespräch mal in den passenderen Thread geschoben, mit Bohndesliga hat das ja nun nicht so viel zu tun :wink:

Bei mir im ort hat der lokale skiclub gemeinsam mit dem skiliftbetreiber 40 mio eingesammelt um die 60 jahre alten skilifte zu erneuern. Als gegenwert erhält man 7 jahre lang eine skilift saisonkarte. man kauft quasi 5 jahre saisonkarte vorab und erhält 7 jahre dafür + einen neuen skilift. Wenn man so und so vor hat jedes jahr ski zu fahren eine gute aktion. Dadurch, dass die skipisten so und so in betrieb sind „kostet“ es den skiliftbetreiber auch „nichts“ eine saisonkarte „gratis“ zu vergeben.

Könnte man ja auf fußball mit den stadionsaisonkarten übertragen.

Sotwas finde ich gut.

„Nur“ 2,5 mio zu spenden ohne „direkten“ gegenwert um denen ihr trainingszentrum zu finanzieren find ich nicht so pralle

Ich sehe das auch irgendwie mit gemischten Gefühlen. Klar ist man als Fan gerne bereit seinen Verein zu unterstützen, andererseits ist Fussball heut zu Tage sowieso ein Hobby für das man allein fürs teilnehmen ordentlich Geld hin blättern darf (ob es nun [legal] schauen ist oder ins Stadion gehen). Den Vereinen geht es in Finanzfragen aber auch nich besser weil die Personalkosten halt astronomisch sind heut zu tage.Das ist immer ein Gleichgewicht aus Faszination und Finanzwahnsinn.
Als Einzelaktion find ich es dennoch gut, damit Vereine mit großer Fanbase nicht komplett in die finanzielle Bedeutungslosigkeit ab rutschen. Gerade gezielt für langfristige Projekte wie Neubauten hat das ja auch (indirekt) einen Mehrwert für dir Fans. Ich seh nur die Gefahr dass sich so etwas dauerhaft etabliert, aber davon sind wir hoffentlich noch weit genug entfernt, denke ich, und Vereine nutzen solche Fansponsoring Kampagnen bisher nur als letztes Mittel. Wiederholtes Geld schnorren würde sich aber auch bei der Zahlbereitschaft der Fans nieder schlagen. Daher mein Fazit: kann ein Verein schon machen, muss man aber nicht zwingend unterstützen.

Und als dank für seine Aussagen nach dem Halbfinale bekommt Messi eben die Rote Karte. Absolut lächerlich :joy:

https://streamja.com/vv1b