Gendern in Schrift und Wort

Nochmal eine große Umfrage zum Thema Gendern, diesmal vom MDR. Sehr ähnliche Ergebnisse wie bei anderen Umfragen, zum Beispiel vom ZDF Politikbarometer.

MDRfragt: Deutliche Mehrheit lehnt Gendersprache ab

Die Debatte um die gendergerechte Sprache hält der größte Teil der Befragungsteilnehmerinnen und -teilnehmer für unwichtig und lehnt das Gendern in sämtlichen Kontexten ab, beispielsweise in den Medien oder der Werbung. Zwar stehen Frauen und die jüngere Generation der Gendersprache etwas offener gegenüber, aber auch bei diesen Gruppen überwiegt die Ablehnung. Das zeigt eine aktuelle Befragung von MDRfragt, an der sich fast 26.000 Menschen aus Mitteldeutschland beteiligt haben.

  • 86% halten gendersensible Sprache für unwichtig (82% bei den Frauen)
  • die höchste Zustimmung bei den 16-29-Jährigen mit 38%
  • mit Abstand die meisten bevorzugen das generische Maskulinum beim Lesen und Hören. 20% bevorzugen die Partizip-Variante („Studierende“). Kaum jemand will Varianten wie Stern, Doppelpunkt oder Pause lesen/hören
  • drei Viertel lehnen die Gendersprache in den Medien ab, 80% im Privatumfeld, ungefähr 70% im beruflichen Umfeld und bei staatlichen Stellen
  • für drei Viertel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer spielt das Gendern im eigenen Sprachgebrauch so gut wie keine Rolle. Rund 10% nutzen häufig geschlechtersensible Formulierungen,
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