Zehn Prozent der Deutschen waschen nach dem Toilettengang nicht ihre Hände.
Aus selbem Artikel. Heißt im Umkehrschluss, dass 90% sich die Hände waschen…
Bei deinem 6% liegt der Schwerpunkt eben auf dem korrekt. Wer nicht 29 Sekunden lang einseift, die Daumen extra umrubbelt oder in jedem Finger-Schritt fährt, der fliegt schon aus dem Raster und zack, kommt die reißerische Zahl zusammen…
Ein Urteil (wie häufiger auf dem Gebiet) bei dem man sich streiten kann was Gerechtigkeit wäre.
Ein elfjahriges Mädchen überquert (mit ihrer Mutter) eine grüne Fußgängerampel (heißt sie hatte alles richtig gemacht) und wird von einem Autofahrer tödlich erfasst.
Für den Autofahrer habe die Ampel zu diesem Zeitpunkt bereit „mindestens 23 Sekunden auf Rot gestanden“, sagte der Richter. Zudem sei er mit etwa 65 Kilometern pro Stunde zu schnell gefahren. Erlaubt gewesen sei an der Stelle höchstens Tempo 50.
Der Autofahrer wurde nun zu einer Bewährungsstrafe von 9 Monaten verurteilt und erhält eine sechsmonatige Führerscheinsperre.
Das entspricht auch dem Antrag des Staatsanwalts
„Es tut mir in der Seele weh“, so der Unternehmer, der seit dem Unfall ohne Fahrerlaubnis ist. Warum er die rote Ampel missachtet habe, könne er sich nicht erklären. Er habe die Ampel vor seinem „geistigen Auge auf Grün umschalten sehen“. Deshalb habe er nicht gebremst.
Ja, wenn grün ist, kann man die Fußgänger*innen, die sich noch auf der Straße befinden, schon einfach mal überfahren. Was ist denn das bitte für eine lahme Ausrede?
Ich möchte mal ergänzen das im Artikel nicht von 6 Monaten sondern von ''weiteren" 6 Monaten gesprochen wird.
Warscheinlich gab es da schon 6 Monate und das wird dann noch mal verlängert.
Wie auch immer ist das natürlich alles viel zu gering.
Erstens mal Menschen in Deutschland generell ihren Führerschein wegzunehmen ist viel zu kompliziert und da darf man sich schon einiges leisten.
Und es wird auch nicht wirklich mal in Angriff genommen daran etwas zu ändern.
Es gab ja diese Raser = Mord Urteile mitlerweile aber es ist absolut absurd das wenn man einfach mal bei rot über die Straße fährt und jemanden dabei tötet so eine milde Strafe dabei rauskommt.
Ich kenne ja die Landsberger Allee, da wohne ich nicht so weit weg.
Bei dem Verkehr und der Menge an Ampeln hab ich keine Idee wie man so ohne Rücksicht langbrettern kann.
Fast, ich damals hat ein Richter ihm halt den Führerschein entzogen für eine gewisse Anzahl an Monaten.
So wie ich das verstehe muss er dann wenn die nächsten 6 Monate vorbei sind seinen Führerschein konplett noch mal neu beantragen, er bekommt ihn nicht einfach so wieder ausgehändigt.
Das heißt dann kommt auch noch mal diese Bearbeitungszeit dazu, in dem Artikel steht was von drei Monaten.
Wie auch immer, ist eigentlich viel zu gering.
Ich bin absolut dafür zu haben, bei vielen Delikten deutlich härtere Strafen auszusprechen. Gerade bei Gewaltdelikten und Wiederholungstätern finde ich die teilweise lächerlich gering.
Aber was einen Unfall infolge eines Blackouts angeht, finde ich eine Bewährungsstrafe angemessen. Keinem wäre geholfen, wenn so ein Fahrer zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt wird.
Die überhöhte Geschwindigkeit kommt da allerdings noch dazu - das würde für mein Empfinden dann für eine härtere Strafe sprechen. Das passiert nicht „einfach so“, dass man in der Stadt 15km/h zu schnell fährt. Genauso, wenn der Fahrer durch Handynutzung abgelenkt gewesen wäre. Oder er eine Historie von Verkehrsdelikten hätte. Dann würde der Unfall in einem anderen Kontext stehen und eine höhere Strafen angemessen sein.
15 km/h finde ich, je nach Straße natürlich, sogar noch okay. Aber so einen Blackout, dass man eine rote Ampel und einen Menschen(!) übersieht, kann man nach meinem Verständnis gar nicht haben oder aber man ist grundsätzlich nicht für den Straßenverkehr geeignet.
Auf einer Kilometer langen Landstraße kann ich verstehen das mal die Gedanken abschweifen.
Die Landsberger Allee ist voll, hat ständig Ampeln und Fahrräder neben dir.
Du hast da einfach keinen Blackout zu haben und du hast auch nicht 15 Kmh zu schnell zu fahren.
Niemals.
Nur mal um es gesagt zu haben (als jemand die in der Führerscheinbehörde ihr Praktikum machte).
Der Führerscheinentzug ist keine Strafe.
Es gibt kein Grundrecht darauf, einen Führerschein zu besitzen. Wer einen Führerschein besitzt, muss klar sein, dass mensch damit mal eine Tonne Stahl bewegt, die als Waffe benutzt werden kann. Und dass dieses Recht nicht jedem ausgestellt werden darf. Wenn wer bewiesen hat, dass er das nicht kann, ist ihm dieses Recht zu entziehen.
Leider ist es hier in Österreich und Deutschland gerade so, als hätte ich mein Grundrecht darauf (siehe da durchaus Parallelen zum Waffenfetisch in den USA).
Und eine rote Ampel überfahren passiert millionenfach pro Jahr.
Ich will den Fehler in keinster Weise kleinreden, aber es ist eine Sache von Sekundenbruchteilen, dass ein Fußgänger an der Ampel zwei Schritte nach vorne macht und dann im Weg des Fahrzeugs ist. Ist ja nicht so, als ob die Person sekundenlang auf der Straße stand. So unverständlich wie du finde ich das nicht.
Passiert aber Menschen machen Fehler. Manche öfter, manche einmal im Leben.