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Gespräche zu Nachrichten und News aus der Welt


#4127

Naja er möchte ja die von der Gesellschaft definierten regeln ändern? :thinking:

Ich bin allerdings deutlich gegen seine Ansicht.


#4128

Sicher, aber warum sollte das eine Gesellschaft zu lassen?


#4129

Ich muss deine Aussagen nicht belegen, dass hast du selbst zu tun. Wie gesagt, wissenschaftliche Argumentation ist ein Fremdwort für dich.

Diese stichhaltige Argumentation, ich bin beeindruckt :scream:

Einer deiner berühmten “Fakten”?

Der Fakt ist, dass die Mieten in Marzahn genau so steigen wie im Rest Berlins, also ja, da warst du wieder ignorant.

Hat nur wieder nichts mit der Realität zu tun :upside_down_face:

Hmm wann war nochmal der letzte große crash? Achja, ist jetzt gerade einmal knapp 10 Jahre her. Ein System, welches in regelmäßigen Abständen global kollabiert würde ich jetzt nicht gerade als stabil und funktional bezeichnen.


#4130

Nö habe ich überhaupt nicht. Ich teile deinen Kritikpunkt absolut. Nur hat der halt rein gar nichts mit der Begründung zu tun, warum man Meinungsfreiheit haben sollte. Denn auch wenn man nur die eine richtige Idee braucht, kann diese ohne Meinungsfreiheit nicht geäußert werden. Sprich man hat die Möglichkeit, dass die richtige Idee untergeht gegenüber dem Faktum, dass die richtige Idee gar nicht erst geäußert werden kann. Du argumentiert hier auch die ganze Zeit auf der falschen Ebene. Es geht und ging nicht darum, ob absolutistische Meinungsfreiheit uns vor allen Problemen retten wird. Sondern darum, warum wir Meinungsfreiheit als Prinzip an sich überhaupt in unserer Grundgesetz schreiben sollten.

Und das ist keine moralische/ethische Begründung. Egoismus (ohne ihn zu bewerten) ist keine moralische/ethische Begründung. Ich glaube du verstehst nicht so ganz, was Moral und Ethik überhaupt sind, deswegen gibt es hier diese Diskussion.

Deine Freiheit zu leben, berührt auch meine persönliche Freiheit. Die reine Existenz anderer Menschen schränkt meine Freiheit faktisch sein. Mit diesen Grundschulargumenten brauchst du hier nicht ankommen. Aber schön, dass dich mein Beispiel anscheinend so erschreckt, denn im Kern ist es nur deine Argumentation übertrieben dargestellt.

Den Punkt mit dem Nutzen für die Allgemeinheit. Der Punkt mit dem die Diskussion angefangen hat. Du erinnerst dich? Ein Regenschirm muss nicht der Allgemeinheit nutzen, weil es persönliches Eigentum ist. Selbst zehn Regenschirme oder meinetwegen auch 100. Aber bei einer Millionen, eben schon. Wir können gerne darüber diskutieren, wo man die Grenze ansetzt. Das wäre sicher eine sinnvolle Diskussion. Darüber zu diskutieren, ob man jemanden Enteignen darf, der etwas besitzt, nur um es zu besitzen, während gleichzeitig andere Menschen darauf angewiesen sind, ist für mich zumindest trivial. Natürlich darf man das, egal wie sehr die Person sich das selbst verdient hat.

Das stimmt halt nicht, weil die Geldbeträge über die wir hier reden keinen Wert mehr schaffen, sondern einfach nur irgendwo auf Konten rum liegen. Die werden nicht investiert oder auch nur ausgegeben, schlicht weil es ab einer gewissen Menge an Geld auch einfach nichts mehr zu kaufen gibt. Du kannst dir vielleicht teure Autos oder mit Gold bestreute Steaks kaufen. Aber keine Alltags- oder Verbrauchsgegenstände.
Die 100.000 die bei manchen auf dem Konto vor sich hin schläft, wäre bei einem Menschen aus der Unterschicht deutlich besser aufgehoben. Weil er sich mit dem Geld eine Fortbildung leisten könnte (sowohl finanziell als auch zeitlich, da er dann wohl für eine Zeit lang nicht mehr Arbeiten müsste), er könnte seine eigene Firma gründen und seine eigenen 100.000 verdienen. Und selbst wenn er das Geld nur für Computer, Handys oder was auch immer ausgibt, ist das Geld besser angelegt als wenn es einfach nur auf einem Konto versauert. Stichwort Geldkreislauf und so. Dass man euch Neoliberalen aber auch immer die Funktionsweisen eures eigenen Wirtschaftssystem erklären muss.


#4131

Das von dir beschriebene Phänomen des Hoardings sehe ich nicht, da insbesondere wohlhabende Menschen ihr Geld nicht auf unter der Matratze liegen haben, sondern in Geldanlagen, sodass es sehr wohl investiert ist. Selbst das Geld auf dem Girokonto steht der Volkswirtschaft, mit Abstrichen, zur Verfügung.

Wichtiger ist aber, dass diese Personen nicht das Geld selber drucken, sondern Leistungen für die Volkswirtschaft erbringen, deren Wert eben dem verdienten Geld entspricht.


#4132

Du willst mir jetzt also weiß machen, dass Geld, was in Anlagen oder auf Kontos liegt auch nur annähernd im selben Maße der Volkswirtschaft zu gute kommt, wie wenn das Geld ausgegeben werden würde? Und das jetzt wirklich nur auf den reinen Punkt des Geld ausgeben beschränkt. Fortbildung und Unternehmensgründung hast du als Faktoren ja ignoriert.


#4133

Aber um diese Definition geht es doch. Ich sehe im Jahr 2018 keine Leistung der Familie Quandt die über eine Milliarde Euro wert ist.

Welche übrigens nur zu 25% versteuert wird, weniger als viele von uns hier auf ihr Einkommen an Steuern bezahlen.


#4134

Die Leistung der Familie Quandt ist es, den Menschen, die bei BMW arbeiten die notwendigen Kapitalmittel zur Verfügung zu stellen, damit im Zusammenspiel der Faktoren Arbeit und Kapital Gewinne erwirtschaftet werden.

Durch dieses Kapital werden unter Anderem die von @Lassic thematisierten Fortbildungen für das Personal von BMW ermöglicht aber auch Forschung, Entwicklung und Fertigung.


#4135

Und jetzt erkläre mir warum die Kapitalmittel in der Hand von der Familie Quandt liegen müssen und nicht genauso von der Belegschaft verwaltet werden können :thinking:


#4136

Grundsätzlich weil Eigentum von unserer Verfassung garantiert wird und die Vorfahren der aktuellen Generation das Geld klug angelegt haben, sodass sie dieses Vermögen aufgebaut haben.


#4137

Wenn wir in einem System leben würden in dem Armut nicht weiter steigen würde und die Verteilung immer ungerechter wird, könnte ich damit leben.

Aber eine Milliarde für ein Jahr bei nur 25% Steuern ist in meinem Empfinden nicht richtig und ich hoffe wir finden ein System in dem die Reichtums Verteilung einfach besser funktioniert. Das Geld ist ja da.


#4138

Wirtschaft wächst wieder in Deutschland um 0,4 Prozent.

https://m.bild.de/politik/2019/politik/statistisches-bundesamt-deutsche-wirtschaft-waechst-um-0-4-prozent-61918288.bildMobile.html###wt_ref=android-app%3A%2F%2Fcom.google.android.googlequicksearchbox%2Fhttps%2Fwww.google.com&wt_t=1557912367222


#4139

Bundestag will firmen, die Israel boykottieren oder das Existenzrecht israles in frage stellen, finanziell nicht mehr unterstützen.


#4140

Zweiteres kann ich sogar verstehen (dass Existenzrecht eines Staates in Frage stellen, finde ich schon etwas hart), ersteres anhand der vielen Verstöße Israels gegen (von ihnen unterschriebene) Verträge, Abkommen und Völkerrecht etwas überzeugen.

Aber das ist meiner Meinung das Hauptproblem der Israel-Frage, dass viele beide Sachen vermischen und die Frage an sich kein Schwarz-/Weißdenken zulasst.


#4141

Meine Fresse! Bis du faul! Nachschön… Einen Moment…

…und hier:

“Notwehr” oder “Sozialismus”? tagesschau.de

Städte- und Gemeindebund warnt vor Folgen der Enteignungsdebatte Spiegel Online

Volksbegehren Berlin: Enteignung oder Vergesellschaftung? BR24

Ich habe dir wahllos drei Artikel der Tagespresse der ersten angezeigten Seite verlinkt, alle schön durchlesen. Ich frage dich später ab.

Ja, hatte ich schon vermutet… Mit logischer Argumentation habe ich bei dir ja nichts erreicht. Da dachte ich mir, versuch es doch mal mit dem Monokel-Emoji, damit kriegst du ihn. :roll_eyes:

Du faselst stätig von “Fakten”, ich habe nur deinen Wortlaut übernommen, um auf deine Rhetorik zu reagieren.

Dass die Mieten allgemein steigen habe ich nie bestritten oder das Gegenteil behauptet. Nochmal: Nenne mir erst dein Argument und dann kannst du mich meinetwegen Ignorant nennen, alles andere ist schlicht unlogisch.

Wenn du mir etwas sagen möchtest, zum Beispiel über deinen akademische Bildung, nur zu … Ich hab auch den Kevin nicht verurteil, nur weil er sein Studium abgebrochen hatte.

Das war nicht deine ursprüngliche Frage. Ich bin der Letzte, der den Kapitalismus als perfekt bezeichnen würde. Aber er ist deutlich DEUTLICH erfolgreicher als der Sozialismus. Ein Auto, dass nach 100tausend Kilometer in der Werkstatt repariert werden muss, ist deutlich besser als ein Auto, dass nach einem Kilometer gegen die Wand gesetzt wird.

Nein, du hast die Behauptung aufgestellt, dass der einzige Grund für die Meinungsfreiheit, dass gemeinschaftliche Finden der besten Lösung ist. Ich habe versucht, dir aufzuzeigen, dass die Annahme, die Gemeinschaft findet immer die beste Lösung nicht unbedingt zutreffen muss und daher als einzige Begründung für die Meinungsfreiheit nicht optimal funktioniert. Mein Fehler, ich hätte vermutlich gleich darauf hinweisen müssen, dass die Meinungsfreiheit mehr regelt als nur den freien Austausch von Informationen. Es bestimmt auch die Art und Weise wie ich lebe, wie ich mit anderen Menschen umgehe, wie ich handeln darf. Meinungsfreiheit ist mehr als das Recht der freien Rede. Pressefreiheit, Religionsfreiheit und Künstlerische Freiheit sind ebenso Bestandteile der Meinungsfreiheit.

Ethischer Egoismus - Quelle Wikipedia

“Ethischer Egoismus bezeichnet eine philosophische Maxime und ihre ethische Begründung, gemäß derer man sich in seinem Handeln ganz von dem leiten lassen dürfe oder solle, was nach eigener Auffassung für einen selbst am besten sei.”

Bevor du anderen fehlendes Wissen vorwirfst, mach zuerst einmal deine Hausaufgaben.

Ja, das ist Schulwissen. Warte noch ein bisschen, dann wird es bestimmt drankommen. Falls du es dann immer noch nicht verstehst, frag ruhig deinen Lehrer/Lehrerin. Die werden dir den Unterschied sicherlich erklären. Ich gebe auf, noch einfacher, kann ich es nicht darlegen.

Ich hatte schon weiteroben etwas dazu geschrieben. Lies es ruhig, vielleicht lernst du noch etwas über die Vorteile der Privatwirtschaft.

Viele Dinge nutzen der Allgemeinheit, aber das war nicht die ursprüngliche Frage. Die war: Steht der Nutzen für die Allgemeinheit über dem Eigentumsrecht? Und dazu, habe ich bisher so gut wie nichts Substantielles gelesen.

Das ist so nicht richtig. Komm darauf an, welche Betrachtungsweise du anwendest, da ich deine nicht kennen, kann ich sie natürlich auch nicht kommentieren. Aber wir können uns gern darauf einigen, dass es in Deutschland trotz großem Wohlstand immer noch Armut gibt und dass dieser Umstand verbessert werden sollte.

Das Problem mit deiner Annahme ist, dass Investoren/Unternehmer das Geld nicht horten, wie Dagobert Duck. Sie investieren es, in ihr Unternehmen, in andere Unternehme, in Immobilien. Damit erzeugen sie Wachstum/Werte. Wenn der Staat, die Belastungen der Unternehmer erhöht, können sie weniger investieren. Der Staat erhält dann zwar kurzfristig mehr Einnahmen, aber langfristig sinken die Einnahmen. Dem Wohlfahrtsstaat fehlt dann das Geld zur Bekämpfung der Armut.


#4142

Schade das die Diskussionen hier wieder auf die persönliche Ebene gezogen werden, und man sich darauf einlässt.


Spam-Thread VII - Der Thread, der überlebte
#4143

Ah, jetzt kommen wir in die Phase der Diskussion, wo du anfängst mir Sachen zu unterstellen, die ich gesagt hätte, die ich nie gesagt habe und jetzt den Rest der Diskussion nur noch damit beschäftigt bin Sachen klarzustellen. Ich mache das mal einmal mit und das nächste mal bitte einfach nochmal nachlesen, was ich konkret geschrieben habe. Ich habe nie gesagt, dass es der “einzige Grund ist”. Ich habe nie gesagt, dass die Gesellschaft “immer die besten Lösungen findet.” Ich habe das Prinzip erklärt, warum wir Meinungsfreiheit haben. Auf welchen Annahmen sie fußt und warum sie unerlässlich ist. Und das dann in den Kontrast gestellt zum Thema Eigentum, wo kein solches Prinzip meiner Meinung nach existiert.
Ich bitte dich wirklich auf das einzugehen, was ich geschrieben habe und nicht irgendwelche Nebelkerzen zu zünden, um vom eigentlichen Thema abzulenken.

Habe ich dir fehlendes Wissen vorgeworfen? Abgesehen davon hast du nicht von ethischem Egoismus gesprochen, sondern von deinem persönlichem Egoismus, da besteht schon ein gewaltiger Unterschied. Aber gut, selbst wenn wir das ignorieren bist du mir immer noch die Begründung schuldig, warum aus Egoismus automatisch unangetastetes Eigentum folgt. Stichwort egoistischer Altruismus. Und ganz zu schweigen von der Begründung, warum Egoismus ein gutes Prinzip für ein gesellschaftliches Zusammenleben wäre.

Natürlich kannst du das nicht. Du gehst ja auch von einer völlig falschen Grundprämisse aus.


#4147

Hier könnte mal was sinnvolles für die Menschheit gemacht werden… aber nein… lieber ein bisschen Kohle von der Industrie abkassieren.

Wie oft schon habe ich Menschen in meinem Umfeld erlebt, die sich irgendeinen Scheiß reinpfeifen und meinen: "Ist doch gesund, weil … ". Viele Leute haben echt keine Ahnung was diese kleine Tabelle mit den Nährwertangaben zu bedeuten hat bzw. bringen nicht alle Nährwerte miteinander in Verbindung.


#4148

Ich denke der Effekt würde sich in Grenzen halten.

Niemand in meinem Umfeld glaubt eine Pizza ist gesund. Dennoch kaufen sich viele eine.

Sehe ich äh mich wie beim Rauchen. Da glaubt auch keiner, dass es gesund ist.


#4149

Nein, denn dann würde ich mich fragen warum ich so viel Geld besitze und es auf meinen Konto ansammle anstatt Arbeitsplätze von dem Geld zu schaffen. Oder vielleicht irgendwas daraus zu bauen. Und wenn ich keine Verwendung mehr für das Alte habe, dann verkaufe ich es für neues oder schenke es der Öffentlichkeit.

Ich lebe aktuell vom dreistelligen Bereich und trotzdem mache ich im Jahr 2x Kisten voll mit Kram den ich nicht mehr brauche und spende das Zeug an Bücherbäume, Umsonstläden oder an An- und Verkäufer, damit die ihre Miete bezahlen können.

Wenn ich die Grenze von 5 Millionen Euro geknackt hätte wüsste ich gar nicht was ich mit der Menge Geld überhaupt anfangen soll. Wenn ich jeden Tag essen kann was ich will und mir alle 5-10 Jahre nen großen Fernseher samt Spielekonsolen kaufen kann, dann habe ich absolut ausgesorgt. Wenn ich dann noch mehr will, dann muss ich ernsthafte, psychische Probleme haben, die durch nicht noch mehr Einkäufe behoben werden können. Yacht fahren kann man mal machen, aber dafür brauche ich mir nicht jedes Jahr ne neue Nacht kaufen um das Loch in meinen Herzen zu füllen.

Und Fakt ist, Menschen die nach mehreren Millionen immer noch das Verlangen haben mehr haben zu wollen, sind meistens psychisch stark gestört. Die müssten nicht mehr arbeiten. Die könnten auf ner Insel sitzen und bis ans Lebensende ihre Villa anstarren, aber haben trotzdem das Gefühl dass sie mehr verdienen müssen und das ist einfach nur Fresssucht mit Geld. Mehr! Mehr! Mehr! Jetzt kurz übergeben, dann wieder mehr!