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Neue Streamshow "Bullshit Detector" - Suche eure Anekdoten aus dem Berufsleben!

Nach Meme Master und Shitty Profiler nun eine Runde Bullshit Detector :face_with_monocle:

Einfache Regeln, mitmachen können alle!

Es wird demnächst einen Talk-Stream geben zum Thema „Berufe & weirde Vorschläge bei der Berufsberatung“ und Bullshit Detector ist ein Teil davon. Benötigt werden von allen, die mitmachen wollen, zwei kleine Texte.

Verfasst einen Beitrag mit zwei Anekdoten, die irgendwie mit eurem Beruf/Studium/Ausbildung zu tun haben. Ist euch mal irgendwas Unglaubliches passiert? Hat ein Kollege Mist gebaut? Irgendwelche kuriosen Kundenwünsche oder Ansagen vom Chef?

Wichtig dabei ist, dass nur eine der Anekdoten auf wahren Begebenheiten basiert, die andere ist komplett frei erfunden. In der Textlänge sollten sich beide ähneln. Reihenfolge wild gemischt, also nicht immer zuerst die true story.

Darunter in [spoiler]Spoiler-Tags, welche der beiden Stories stimmt, und gern auch noch ein paar weitere Infos dazu, falls es welche gibt[/spoiler]

Im Stream rätseln wir dann zusammen mit dem Chat, welche der beiden Anekdoten Bullshit ist! Wer uns täuschen kann, gewinnt einen fantastischen Preis :kappa:

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Story 1)

Ein Death-Metal-Fan und -Musiker ist Angestellter beim Edeka und zugleich mein direkter Vorgesetzter in meinem Aushilfsjob und für die Getränke zuständig. Er hat eine Glatze, trägt mehre Piercings und einen sehr langen Bart - seine Liebe für Metal schlägt definitiv in seinem Äußeren durch.

Nun räumte er gerade auf einer kleinen Trittleiter Alkoholflaschen ein und wird von einem Stammkunden,
Anfang 50, angesprochen.

Kunde:“Entschuldigen sie bitte junge Frau, aber könnte sie mir bitte die Flasche Metaxa von da oben runterholen?“

Mein Chef tritt gemütlich die Leiter runter und dreht sich zu ihm hin und spricht mit tiefer Stimme:
Der Herr, erstens bin ich keine junge Frau und zweitens hole ich ihnen keinen runter!“

Daraufhin lief der Kunde rot an und verließ das Geschäft, während ich mein Lachen zurückhalten musste. Es dauerte mehre Wochen bis der Kunde wiederkam.

Story 2)

Eine Frau anfang 40 kommt in die volle Bibliothek und möchte bei mir (Angestellter) ihr Online Passwort für die Bibliothekswebseite ändern.

Ich: „Sie können das übrigens auch selbst online machen… aber ich mache das auch gerne für sie jetzt schnell.“

Sie: „Ne das ist mir zu unsicher selbst … am Computer… mit all diesen Hackern und so!“

Ich: :gunnar:ohhhkaaay! Kein Problem, welches Passwort darf es denn sein? Dann trage ich das jetzt ein!“

-10-15 andere Bibliotheks-Nutzer im Raum drehen sich interessiert in ihre Richtung-

Sie:“hmmm nehmen wir HUND!“

Ich:“HUND???“

Sie:“Ja! Oder ne! Nehmen wir lieber die 3471! Die habe ich auch bei der Bank!“

Auflösung:

Tatsächlich ist Story 2) genau so passiert. Es bekamen auch mindestens 10 anderen Menschen im Raum dieses Gespräch mit und reagierten teilweise mit Augenrollen, einem Auflachen, Grunzen. Ich habe an diesem Tag ein wenig mehr meinen Glauben in die Menschheit verloren.
Story 1) ist in Teilen frei erfunden - sie ist mir nie so passiert. Aber: sie ist angeblich einem Freund von mir so umlaufen und bezog sich auf unser beider Chef. Der Kunde sei danach auch nicht rot angelaufen rausgelaufen sondern wollte weiterhin seinen Metaxa haben und hat angeblich so getan als habe er nicht gehört was gesagt wurde.

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Zwei kleine Geschichten aus der Studizeit:

1.) Praktikum bei der Flüchtlingshilfe/Rechtsberatung für Flüchtlinge. Beim Interview im Bundesasylamt meinte die Beamtin: „Ceylon [der alte Name von Sri Lanka]? Kenne ich nicht. Finde ich nicht im System - Sie lügen !!!“. Musste die Dame erst aufklären, dass es den Staat sehr wohl gibt, fast zweieinhalb so viele Einwohner wie Österreich hat etc.

2.) Praktikum in der Führerscheinbehörde, kommt ein Mann rein, der wegen „Fahren ohne gültigen Führerschein“ eine Strafe bekommen hat. Er hatte doch seinen dabei. Ding ist, er hatte noch einen alten Papierführerschein und den „zurechtgeschnitten“ (ohne Scherz), damit er besser in die Geldtasche passt.

Wirklich passiert ist Nr. 2. Der Führerschein bestand mehr oder weniger aus 3 Blättern. Nr. 1 ist einer Bekannten von mir passiert - mit einer Klientin aus Burkino Faso bei einem Termin im Sozialamt.
Und noch ein Schmankerl: Einer Beantragte einen neuen Reisepass und legte seinen grünbraunen Führerschein (ausgestellt in den 60ern) als Identitätsnachweis vor. Kollegin meinte nur, dass wir besser auch einen neuen Führerschein machen, weil ein 40+ Jahre alter Führerschein, das Foto ist halt etwas alt.

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Story 1: als ich meinen ersten Arbeitstag als Regalauffüller hatte, war ich mit einem Hubwagen unterwegs und aus Versehen einen ganzen Aufsteller mit Glühwein umgemäht, das war ganz guter erster Eindruck.

Story 2: vor Jahren bin ich mal aus einem Supermarkt rausgeschmissen worden, da ich dort geklaut habe, dort wo ich auch gearbeitet habe, gab natürlich auch eine Anzeige.

Auflösung:

Story 1 ist mir wirklich so passiert, sogar schon mehrmals.
Story 2 ist zum Teil erfunden, gab mal 2 Kollegen die geklaut haben und erwischt wurden, aber keine Ahnung was danach passiert ist.

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Anekdote 1:
Als Jugendlicher trägt Toni Werbeblättchen aus. Der Job ist eintönig und so beobachtet er beim Austragen die Leute und macht sich so seine Gedanken. Nach einigen Wochen kennt er sein Revier auswendig.
Eines Tages lässt er den Blick beim Austragen schweifen und entdeckt das gestohlene Fahrrad seines Freundes, das an einer etwas versteckten Laterne angeschlossen ist. Der Sattel war ein anderer, die Macken am Rahmen waren aber eindeutig. Handys gab es noch nicht und so rennt Toni zum Polizeirevier drei Ecken weiter und berichtet seinen Fund. Die Polizisten kommen mit und legen sich hinter Müllcontainern auf die Lauer. Nach einigen Minuten kommt tatsächlich jemand und schließt das Fahrrad auf. Toni kann beobachten, wie sie den Dieb hops nehmen und Tonis Freund hatte sein Fahrrad wieder. :beansurprised:

Anekdote 2:
Toni ist recht frisch im Beruf und zermartert sich seit zwei Wochen das Hirn, um ein Programmier-Problem zu lösen.
Der Jahreswechsel kommt und Toni fährt mit Freunden einige Tage in ein uriges Ferienhaus mit Ofen. Die Abende werden immer länger und der Alkoholkonsum steigt stetig. Einen Tag vor Silvester - Toni ist gelinde gesagt stockbesoffen - torkelt er nach einem sehr lustigen Abend um 4:30 Uhr ins Bett, schließt die Augen und weiß mit einem Mal die Lösung seines Programmierproblems. Das Dumme ist: Wenn er nun einschläft, wird er sich garantiert nicht mehr dran erinnern. Also steht Toni auf, fällt fast die Treppe runter und kritzelt die Lösung auf eine zerrissene Anfeuer-Pappe.
Zwei Wochen später betritt Toni sein Büro, begrüßt seine Kollegen und zieht ein versifftes, dreckiges und zerrissenes Stück Pappe aus dem Rucksack. Die Lösung hat geklappt, das Problem war gelöst! :beanpoggers:

Auflösung:

Die Räubergeschichte ist so nie geschehen. Einmal habe ich ein gestohlenes und komplett ausgeschlachtetes Mofa im Gebüsch gefunden und es der Polizei gemeldet, das war es aber auch schon.
Die Blitzidee nach einer durchzechten Nacht ist jedoch wahr. Aus dieser Geschichte habe ich viel gelernt und meine Lehren draus gezogen. Manchmal lohnt es sich, komplett abzuschalten und die Lösungen fliegen einem plötzlich zu. :hugs:

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Zwei Geschichten aus der Fahrschule

1- Schülerin und ich fahren Nachtfahrt, Prüftermin steht auch schon fest. Ich: „wir fahren da vorne bitte Richtung hier Ortsnamen einfügen weiter“
Sie zögert kurz, man merkt wie sie überlegt, biegt dann aber korrekt ab. Nach einer Minute Stille im Auto folgende Frage: „Du sag mal, diese komischen gelben, pfeilförmigen schilder… Sagen die einem wohl, wo man lang fahren muss?“
Habe mich 10 Sekunden lang gesammelt und dann sehr professionell geantwortet: „jep, die nennt man Wegweiser.“

2- Helikopter Eltern sind allgemein immer recht schwierig, aber eine Mutter hats mal auf die Spitze getrieben. Mein Schüler kam nach der Schule direkt zu mir zur ersten Fahrstunde. Noch während ich erkläre, wie man Sitz und Spiegel richtig einstellt, taucht sie plötzlich mit dem Auto in unserem recht engen Hof auf. Mein Schüler ist bereits peinlich berührt. Die Mutter steigt aber nicht aus, sitzt einfach nur im Auto und wartet. Also sind wir irgendwann einfach los gefahren. Sie ist dann die ganze Zeit hinterher gefahren, solange bis wir irgendwann rechts ran gefahren sind und ihr Kind ihr sehr deutlich klar gemacht hat, dass wir keinen Meter mehr weiter fahren, wenn sie weiterhin hinter uns bleibt.

Geschichte 1 stimmt. Im Prinzip ist es ja auch nicht schlimm, Dinge nicht zu wissen, aber das kam doch extrem unerwartet, zumal es ziemlich am Ende der Ausbildung war. Geschichte 2 stimmt (bisher) nicht, aber ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn es irgendwann passieren würde

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Ein paar Geschichten aus der Uni:

  1. Geschichte: Um den Teilnahmeschein für den Kurs Ernährungsmedizin zu bekommen, musste man wie so oft ein Referat halten. Da der Dozent den Ruf hatte sehr streng zu sein und Referate teils stark überarbeiten zu lassen, wenn sie ihm nicht gefallen, haben meine Kommilitoninnen und ich uns grosse Mühe gegeben, Bücher gewälzt und locker das beste Referat unseres Studiums vorbereitet. Abgeschickt und gespannt auf eine Antwort gewartet. Als die Antwort kamm, waren wir erst erleichtert. Er schrieb, es hat ihm sehr gut gefallen, er habe nur noch ein paar kleine Hinweise im Anhang für uns. Als wir den Anhang öffneten stellten wir fest, dass er fast die Hälfte unseres Referates durchgestriechen hat mit der Bemerkung irrelevant und stattdessen eine Liste mit Sachen, die wir noch hinzufügen sollen. Da haben wir uns verdutzt angesehen und gefragt, wie Referate aussehen, die er nicht „sehr gut“ findet.

  2. Geschichte: Unsere hochmoderne Uni hatte in manchen Fachbereichen die Ergebnisse von Klausuren nicht online gestellt, sondern als Liste ausgedruckt an eine Pinnwand geheftet. Als ich mal an dieser Wand vorbei ging, sah ich dass die Ergebnisse für physikalische Chemie aushingen. Ich hatte den Kurs auch besucht, aber die Klausur doch nicht geschrieben, da man nur 3 Versuche hat und ich nicht so gut mit dem Stoff mitgekommen bin. Als ich sah, dass wieder mal viele durchgefallen sind, war ich schon ein bisschen schadenfroh und dachte mir, wärt ihr mal so schlau wie ich gewesen und hättet nicht mitgeschrieben. Doch plötzlich bemerkte ich, dass einer der Matrikelnummern meine war. Ich Vollidiot hatte vergessen mich von der Klausur abzumelden. Instant Karma kann weh tuen.

Aufkösung:

Die erste Geschichte ist wahr. Die zweite frei erfunden, wobei der Aushang an der Pinnwand wirklich existierte. Das Referat lief übrigens sehr gut und er lobte uns wie gut wir auf sene Vorschläge eingegangen sind.

Zur ersten Story:

Kenn ich noch aus meiner Zeit als Studi (inzwischen mehr als ein paar Jahre her). Der Witz ist, so sollte universitäres Leben aussehen. Nicht die Erforschung des eigenen Wissens, der Wahrheit, sondern auf andere Punkte - insbesondere die angreifbar sind - eingehen und diese besser argumentieren. Die beste Arbeit nutzt nix, wenn man nur irrelevantes beweisen konnte und die Sachen, die Fragen aufwerfen, knapp beantwortet. Dass ihr eben auf seine Einwände eingegangen seid - das machte sie sehr gut.

Bei einem nicht genügend hätte die Antwort entweder „Ich kann auch aus Wikipedia zitieren“ oder eben „Ihr habt keinen meiner Einwände behandelt“ ausgesehen.

Hey, ich krieg mal Gelegenheit, über meine Zeit als Theologiestudent / Pfarrer zu schreiben.

Story 1: Es gibt bei uns die berufliche Binsenweisheit „Lieber drei Beerdigungen als eine Hochzeit“. Der Grund dafür ist einfach: Mit einer Leiche kann man wesentlich besser zusammen arbeiten als mit einer Braut. Lustiger sind Beerdigungen in der Regel auch. Mein persönliches Lowlight bei Hochzeiten war eine Frau, die sehr genaue Vorstellungen hatte, wie die Hochzeit abzulaufen hatte. Wir haben sage und schreibe 16 Telefonate geführt, in denen wir penibel und wiederholt den Ablauf besprochen haben, wer wann die Ringe reinbringt, wie der Organist welches Stück zu spielen hat, wo der Blumenschmuck arrangiert werden soll, Treffen für „Probegänge“ in der Kirche, was ich in der Predigt sagen soll (jeder Mensch ist froh, wenn er von Unbeteiligten seinen Job erklärt bekommt) und so weiter und so fort. Der 16. Anruf kam genau eine Woche vor der Hochzeit. „Ja, Herr Pfarrer, nehmen Sie mir das jetzt bitte nicht übel, aber mit dem Brautkleid, was wir uns ausgesucht haben, passe ich nicht durch die Kirche. Deswegen haben wir das jetzt mit dem Pfarrer der Nachbargemeinde abgeklärt, dass wir da heiraten.“ Nach dieser ewigen, nervigen Vorbereitung eine Woche vorher eine Absage. Weil sie mit dem Arsch nicht durch den Mittelgang passt.

Story 2: Ich hatte während meines Studiums in Rostock einen kleinen kabarettistischen Auftritt u. a. zusammen mit der Assistentin am Lehrstuhl für Systematische Theologie, die mit mir auf der Bühne stand. Anlass war damals die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Telefonseelsorge Mecklenburg-Vorpommern. Unter anderem saß da der katholische Erzbischof in voller Amtstracht in der ersten Reihe. Und anlässlich des Publikums - hauptsächlich nette, ehrenamtliche Omis um die 60, die sich Tag für Tag mit solchen Leuten rumschlagen müssen, die früher bei Domian angerufen haben - habe ich einen Strumpfhosenfetischisten gespielt. So kam ich mal dazu, mir vor einem katholischen Erzbischof unter lüsternem Stöhnen eine Nylon-Strumpfhose über den Kopf zu ziehen. An diesem Tag habe ich glaube ich alles erreicht was man im Leben so erreichen kann.

Die zweite Geschichte stimmt. Ja, wirklich. War ein netter Nachmittag in Güstrow. Der Strumpfhosenfetischist kam als Rolle auch nicht von ungefähr, weil er ständig dort anruft. Deswegen kamen besagte nette Omis nach dem Auftritt auch vermehrt auf mich zu und sagten sinngemäß: „Vielen Dank, dass Sie mir ein Gesicht für diesen Typen gegeben haben. Ich werde jetzt ganz oft an Sie denken.“ Die erste Geschichte ist mehr so ein Konglomerat aus eigenen Erlebnissen und dem, was Kolleg*innen mir so erzählen, aber so in der Form habe ich das nicht erlebt.

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Demenz ist ein A-Loch, führt manchmal aber auch zu komischen Situationen. In einen meiner Nachtdienste ging ich meinen Kontrollgang, als ich plötzlich eine Patientin um Hilfe schreien hörte. Bei ihr im Zimmer angekommen, fand ich sie halbnackt im Bad stehend, die Schutzhose hing in den Kniekehlen. Als ich sie sah und fragte, was los sei:
P:Gucken’se mal, wat ist dat denn?!
Ich: Gute Frau, das ist ein wenig Stuhlgang. Ist aber kein Problem, ich hole Ihnen eine neue Hose von uns.
Daraufhin greift die Patientin beherzt in die Hose und streckt mir ihre schmutzige Hand ins Gesicht
P: Wollen’se mich verarschen? Dat ist doch keine Kacke!
Ich: Äh, okay. Aber schmutzig ist die Hose, ich würde vorschlagen wir wechseln sie dennoch.

Noch in der Ausbildung zum Krankenpfleger bekam ich ein Gespräch zwischen Ärzten in der Onkologie mlt. Es klang ein wenig nach einem Rapport zwischen Stationsarzt und Chefarzt, welcher mit dem Stationsarzt die PatientInnen und deren Untersuchungen, Diagnosen und Therapien durchging. Zytostatikatherapien (Chemo) waren damals bereits wohl recht lukrativ, denn es ging letzten Endes um die Frage, welchen PatienInnen man noch mit einer dieser Therapien „helfen“ könne. Das Quartal war fast um, und der Chefarzt musste noch ein wenig die Behandlungszahlen hoch bekommen. Das Gespräch war ekelhaft, da es allein um die Kohle ging. Zeigte mir aber ebenso, wie verkorkst unser Gesundheitssystem mittlerweile ist.

Beide Geschichten haben einen wahren Kern, leider ist zwei jedoch genau so geschehen. Der Stationsarzt besaß leider recht wenig Rückgrat, wie mir schien. So wurde ernsthaft darüber nachgedacht, austherapierte PatientInnen, denen eine Chemo absolut nichts bringen würde noch eine anzuordnen. Zum Glück war die Stationsleitung eine sehr gute und setzte sich am Ende gegenüber dem Chefarzt durch

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I second that.

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Story 1)

Ein verregneter Frühlingsmorgen im schönen Potsdam. Der charmante und (nicht mehr ganz so) junge Student Bergy und sein bester Kumpel und Mitbewohner Julian begeben sich zum Hörsaal 006. Heute steht die lang gefürchtete Klausur im Modul „Steuern“ an. Beide haben mehr schlecht als recht gelernt, doch sind sie wild entschlossen, sich mit all den ihnen zur Verfügung stehnden Mitteln einen Weg zur erhofften Mindestnote von 4,0 zu erschleichen, welche zum Bestehen des Modules genügen würde. Als die Klausur etwa zehn Minuten alt war, ertönte ein lautes und schrilles Geräusch über den Studierenden, welches sie je aus ihrer Konzentration riss - der Feueralarm hatte sich aktiviert, mitten in der Klausur. Was tun?, fragten sich der Professor und die Tutoren. Sie entschieden sich dazu, die völlig verdatterten und teils erbosten Studierenden aus dem Hörsaal hinauszuführen, genau so wie es das Protokoll verlangte. Nachdem einige Zeit verstrichen war und klar wurde, dass es sich um einen Probealarm gehandelt hatte, wurden die Klausurteilnehmenden wieder in den Hörsaal geführt. Doch kaum fünf Minuten hatten die Studierenden weitergeschrieben, da ertönte dasselbe Geräusch erneut, WIEDER war es der Feueralarm. „Mmh ja gut…also“, sagte einer der Tutoren fassungslos, ehe die nun fast auf die Barrikaden stürmenden Studierenden abermals hinausgeführt wurden. Nachdem die Tutoren samt dem Professor, stetig um sich blickend aus Angst einer der Studierenden könnte ihnen ob der Vorkomnisse von der Seite Eine verpassen, die wütende Meute zum zweiten Mal wieder im Hörsaal abgesetzt hatten, wurde die Klausur weiter fortgeführt. Beinahe meinte man die Verantwortlichen leise Gebete sprechen zu hören, auf dass der Alarm bloß kein drittes Mal anspringen möge. Doch es kam wie es kommen musste. Diesmal dauerte es allerdings beinahe bis zum Ende der Klausur, ehe der Alarm ein drittes- und diesmal tatsächlich letztes mal losging. Ein drittes Mal wurden wir hinausgeführt, diesmal beinahe resginierend und die Tatsache akzeptierend, dass diese Klausur ja so niemals gewertet werden würde…wir irrten uns.

Story 2)

Die Sonne stand noch tief über dem Uni-Campus von Potsdam. 7:50 Uhr, genau die Uhrzeit, zu der man sich gerne in einen stickigen Hörsaal setzt, um die zehnte trockene und langweilige Buchführungs-Vorlesung zu hören. Der wissberiegige und natürlich eifrige Student Bergy stand in der Schlange für die Kaffeeausgabe. Er nahm all seine frühmorgentliche Weisheit zusammen und brachte die Worte „boa Aller, gar kein Bock jetzt“ hervor, mehr als manch anderer in der Schlange, bei dem es nur zu einem einfachen Stöhnen- oder einem Kopfschütteln über den aktuellen Unterlagen reichte. „N Großen bitte“ raunte Student Bergy dem Verkäufer entgegen, „1,80“ bekam er als Antwort. „Fast richtig, 1,90 bin ich“ versuchte Student Bergy die Situation aufzulockern, merkte dabei jedoch sofort, wie unglaublich flach sein Witz gewesen war und schob ein lässiges „ach vergisset“ hinterher. Das Geld wurde überreicht und die zweite Mitarbeiterin hinter dem Thresen begann damit den Kaffee in der Maschine zuzubereiten. Als sie die Tasse jedoch unter der Ausgabe hervorziehen wollte, klemmte diese fest. Sie hatte daneben gegriffen und eine zu große Tasse erwischt. Eifrig wurde an der Tasse herumgerüttelt, in der Hoffnung sie würde sich- und damit das Problem lösen. Trotz der Warnung der Umstehenden, zu hohe Gewalteinwirkung auf klemmende Tassen betreffend, kam es wie es kommen musste. Von einem lauten „oh shit“ der Verkäuferin begleitet, löste sich die Tasse ruckartig aus der Halterung und der gesamte Inhalt flog in Richtung Schlange. Hier bitte ich alle einmal kurz zu raten, wen der gesamte Tasseninhalt denn getroffen haben könnte. Nun ja…richtig! Die untere Hälfte des Pullovers und der gesamte Schoßbereich von Student Bergy waren nun von Kaffee durchsetzt. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass dieser eine nicht allzu niedrige Temperatur besaß, was den Schrei und das folgende Auf-und-ab Hüpfen von Student Bergy erklärte. Nach entsetzten Bekundungen der Mitarbeitenden, wie Leid ihnen das täte und einigem Gekicher innerhalb der Schlange, humpelte Student Bergy schließlich zur Toillette und begann dort angekommen damit, sich das Heißgetränk aus der Hose zu waschen. Ein weiterer Studierender, welcher gerade vom Klo kam und sich die Hände waschen wollte, kam um die Ecke und erblickte Student Bergy beim eifrigen Wischen. Beide sahen sich kurz an. Stille. „Kaffee?“, fragte der andere Studierende schließlich knapp, während er auf die Hose zeigte. „Kaffee!“, antwortete Student Bergy in einem Tonfall, welcher an Erbärmlichkeit kaum zu übertreffen war. Als der Fleck nach minutenlanger-, bis zum Tennisarm hin führender Wischerei noch immer nicht rausgegangen war, resiginierte Student Bergy. Er zog die Hose aus und merkte, dass seine Boxershorts den Unfall beinahe unbeschadet überstanden hatte. Er schaute sich selbst einen Augenblick im Spiegel an, ehe er ein „ach wat solls denn eigentlich“ in den leeren Toilettenraum hineinwinselte, sich die Hose über die Schulter warf und zur Tür hinausging…natürlich nicht in Richtung Buchführungs-Vorlesung.

Auflösung:

Wenn Sie dachten, die zweite Geschichte würde der Wahrheit entsprechen…dann muss ich Sie enttäuschen, wir haben Sie aufs Kreuz gelegt! Die erste Geschichte hat sich tatsächlich so zugetragen in einem Hörsaal des Universitätscampus in Griebnitzsee, Potsdam! Wir wünschen eine gute Nacht! Ihr Jonnathan Frakes!

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Story 1

Bevor ich meinen jetzigen Job angenommen habe hab ich Kundenbetreuung bei einem Internet-Versandhandel gemacht. Irgendwann hatten wir Bastelpacks mit 6000 Bügelperlen im Sortiment. Eines Tages rief eine wutentbrannte Mutter an und teilte uns mit, dass sie uns auf Schmerzensgeld verklagen wolle. Grund: Es seien nur 5998 Bügelperlen in der Packung gewesen. Ihr Kind weine nun und sei nicht mehr zu beruhigen.

Story 2

In der Nähe meines Wohnortes gibt es einen Kurort, der ein richtiger Promi-Hotspot ist. Dies liegt einfach daran dass keiner den Ort kennt. Für Hollywood-Stars und sonstige Schwerreiche Menschen ist das DER Ort, um mal ganz unerkannt und unbelästigt Urlaub zu machen. In einem der schicken Kurhotels war ich als Gästebetreuerin angestellt, was wirklich ein SEHR anstrengender Fulltime Job war, da ich immer auf Abruf bereit stehen musste. Manchmal bestand die Aufgabe nur darin einem schwerreichen Ölmulti morgens die Vorhänge im Zimmer aufzuziehen. Sandra Bullock und Emilia Clarke durfte ich ebenfalls betreuen, beide total nett und umgänglich.

Auflösung

Story 1 ist wahr. Das ist sogar so oft passiert, dass meine Kollegen und ich uns T-Shirts mit „Mein Kind weint!“ drauf haben drucken lassen.

Story 2 ist auch nicht frei erfunden, allerdings stammt sie nicht von mir, sondern von einer heutigen Kollegin die ich sehr um ihr Treffen mit Emilia beneide :grinning:

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Endlich kann ich meine Geschichten als Taxifahrer mal gewinnbringend einsetzen! :beanpoggers:

Story 1:

Wir machen für Kunden auch Einkaufsfahrten, die mal mehr, mal weniger Zeit und Nerven kosten. Ein Stammkunde ruft uns an, ob wir ihm bei einer Dönerbude eine Portion Dönerfleisch mit Soße holen können. Soweit nichts Ungewöhnliches, da er das schon öfter so gemacht hat und selbst die Betreiber hatten irgendwann, wenn wir als TaxifahrerInnen zu erkennen waren, schon direkt immer geahnt, weshalb wir da waren.

Kaum sitze ich mit dem Essen im Auto, ruft mich mein Chef an, der Kunde hätte gerne noch 3 Packungen Wein aus dem Lidl - den hochwertigen im Tetrapack :kappa: - und einen bestimmten Tabak von der Tankstelle. Immer gut, mich als Nicht-Trinker und Nicht-Raucher sowas einkaufen zu lassen, aber nun ja, dennoch erfolgreich alles gefunden.

Bei ihm zuhause hat er mich kurz reingebeten. Einem älteren Herren hilft man ja, wo man kann, also hab ich ihm seine Sachen reingebracht und in der Küche abgelegt. War gar nicht so leicht in diesem Altbau mit sehr niedriger Decke, wegen der ich die ganze Zeit auf meinen Kopf aufpassen musste. Von einem gewissen in der Luft liegenden Alkoholduft fange ich lieber nicht an, war man bei ihm aber gewohnt.

Bevor ich kassieren kann, fragt er, ob ich ihm eben noch ein Päckchen zur Post bringen kann. Ich sag ihm noch, dass das zeitlich aber nun knapp wird, weil die Filiale gleich schließt, aber er bittet mich, es zu versuchen. Aaalso wieder zum Taxi zurück, Chef informiert, Taxameter wieder eingeschaltet und es war, wie ich es geahnt habe: Bis ich da war, war die Filiale zu. Nun ja, er wollte es und es sind seine Kosten. Unerledigter Dinge zurück. Ich klingel. Warte. Klingel noch mal. Warte. Warte. Klingel wieder. Nichts geschieht. Ich stehe da mit einem Päckchen, was nicht mir gehört, und ohne Geld.

Im Laufe der Woche über andere Kollegen, die ihn gefahren haben, erfuhr ich dann, dass er scheinbar in den wenigen Minuten zu einem intensiven Schläfchen zwecks Ausschlafen des bereits vorhandenen Alkohols angesetzt und dann einfach die Klingel nicht mehr gehört hat. Nun ja, wer anders hat das Geld dann jedenfalls kassiert und das Päckchen kam auch noch auf der Post an.




Story 2:

In der letzten Stunde vor Feierabend schickt mich mein Chef zu einer Kundin, sie müsse dringend mit ihrem Hund zum Tierarzt. Es fing schon vor Fahrtantritt, sagen wir, interessant an: Sie mit einer blutenden Stirn, einem munteren Hund und zwei jungen Männern, die ihr wohl geholfen haben und mir erzählten, dass sie keinen Krankenwagen wollte, sondern nur zum Tierarzt möchte. Mehr konnte ich während der Fahrt auch nicht herausfinden, sie hat recht aufgedreht eigentlich nur auf Englisch mit deutlich amerikanischer Prägung mit ihrem Hund geredet.

Der Tierarzt war zum Glück nur um die Ecke, keine 10 Minuten, ich kassiere die Fahrt. Sie bittet mich, den Tierarzt, mit dem sie schon telefoniert hatte, zum Auto zu holen, aber der Stand schon vor der Praxis, als wir eintrafen - mit einer Spritze. Er gibt sie dem Hund und weist darauf hin, dass er nun schnell aus dem Auto raus sollte, das Brechmittel sollte jeden Augenblick wirken. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Erst in den nächsten Minuten sollte sich klären, was überhaupt passiert ist. Der Hund hatte scheinbar zuhause mindestens eine halbe Packung Dünger gefressen, der dringend aus seinem Körper mussten. Und sie ist scheinbar in all der Aufregung über ihren Hund gefallen, daher ihre Wunde an der Stirn.
Nachdem die Situation endlich halbwegs geklärt war, hab ich erstmal meinen Chef informiert. Ich solle mal 20 Minuten warten und das Taxameter erst wieder einschalten, falls es länger dauert. Die Kundin hatte zuvor schon gefragt, ob ich warten kann, also hab ich das gemacht.

Nun. Mein Part wurde allerdings etwas aktiver als ‚Warten‘. Der Tierarzt hatte drinnen noch zu tun und die Frau war zu schwach, den Hund zu halten, also habe ich ihn knapp 40 Minuten lang auf einer kleinen Wiese, die aber sehr steil war, gegenüber der Praxis gehalten, damit er sich nur da entleert und sich nach Möglichkeit nicht in sein Erbrochenes legt, er musste schließlich noch mal in mein Taxi. Währenddessen erklärt der Tierarzt mit griechischem Akzent einer Amerikanerin mit gebrochenem Deutsch, was die nächsten Tage mit dem Hund zu tun ist. In dem Moment konnte ich auch nur noch für den Hund hoffen, dass sein Frauchen alles verstanden hat…

Irgendwann hat der Tierarzt jedenfalls gemeint, dass der Hund nun leer sein sollte und wir fahren können. Tatsächlich ist auf der Rückfahrt nichts im Taxi vorgefallen, immerhin hatte mir der Tierarzt für den Fall noch Zeitungen gegeben, die ich im Auto auslegen konnte. Die Kundin war nicht bekannt für Trinkgeld und mir war klar: Entweder gibt es konsequent wieder nichts oder sie ist mir WIRKLICH dankbar für die Betreuung ihres Hundes. Und was soll ich sagen - sie war mir dankbar im Wert von 50€ Trinkgeld.




Auflösung:

Geschichte 1 ist zwar teilweise zusammengeschustert aus diversen Erlebnissen, die ich über die Jahre hatte, ist so aber nie passiert. Geschichte 2 dagegen ist von Anfang bis Ende exakt so vorgefallen. :smiley:

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Gestern war ja #ComingOutDay und vielleicht darf ich auch dazu zwei Geschichten droppen:

#1:

Familienfeier. Mama hatte runden Geburtstag, kurz vor der Pension. Alle waren eingeladen. Mittendrin bittet mein Schwager mal zu einer Unterredung.

Kleiner Kontext: Damals hatte weder mein älterer Bruder Kinder, wussten nicht mal dass er seit längeren mit seiner Frau zusammen ist, noch hatte ich mich geoutet.

Also redet mein Schwager darüber, wie toll meine Familie ist (ist sie). Wie offen er mit uns über uns reden kann. Aber [Bruder], lebt ja in Wien (fernab der Heimat Tirol), und - Einwurf meiner Schwester, die als Ärztin die Mama ihres Ex behandelte - also wir wollen ihm nur sagen, unsere Väter sind schwul. Wir haben nix dagegen, wenn sich mein Bruder als schwul outet. Sind ja offen.

Mein Bruder dachte nur WTF bzw. fast das Problem erkannt (war damals erst kurz mit seiner Frau beinander).

Jedenfalls eine witzige Anekdote, auf jedem weiteren Familienfest.

#2:

Klausur in der Arbeit. Also alle Mitarbeiter und Funktionäre treffen sich da und wird über die Zukunft, die Vergangenheit, was lief gut, was schlecht etc. diskutiert. Wie bei allen Klausuren - Es ist müßig. Taxler haben andere Interessen als Baufirmen, wir versuchen es unter einen Hut zu bringen. Irgendwann kam dann die Feminismus-Debatte auf und korrigierte dann der Bundeschef einen Landesfunktionär, dass die erste [großer Funktionärsaufgabe] innerhalb der Wirtschaftskammer Österreichs eigentlich an XY geht, die trans war.

:exploding_head:

Die zwar bei der Wahl noch unter dem Deadname lief, aber unter ihren richtigen Namen ihre Funktion ausübte.

:exploding_head:

Und das ganze in einer Tonart, nicht wie bisher - haha trans - sondern: Wisst ihr was diese Dame auf sich genommen hat, das zu erreichen? Wollt ihr ihre Arbeit nicht würdigen?
Vor allem: trans lifes matters.
Und so kam ich zur Politik. Und wusste, dass ich beim richtigen Arbeitgeber gelandet bin. Zwei Jahre später konnte ich mich endlich outen. Und ja: Der Namen hat sich geändert, die Person blieb die gleiche.

Auflösung:

Story 2 ist richtig. Danke an meinen damaligen Chef und seine offenen Worte. Das gab mir damals unendlich viel Kraft, mich outen zu können. Vor allem, dass ich das offen machen kann und akzeptiert werde.
Story 1 ist fast richtig - mein Schwager glaubte nur, ich (nicht mein Bruder) sei schwul. Fast richtig. Aber auch so verdammt falsch. Geschlechtsidentität ist nicht Sexualität. Da mein Bruder aber auch nie eine Freundin heim brachte, es hätte stimmen können. Umso glücklicher bin ich nun für ihn und seine Familie, dass sie einfach glücklich leben.

1.) Im Chemielabor wurde uns am 1. Tag davon erzählt, dass Glas die gefährlichste Chemikalie ist, da 90% der Verletzungen im Labor von Verbrennungen an heißem Glas oder Schnittverletzungen an zerbrochenem Glas stammen. Passend dazu sollten wir am 2. Tag 3 Glasrohre über dem Bunsenbrenner so schmelzen, dass sie einen 90° Winkel aufweisen. Selbstverständlich habe ich (um schnell durchzukommen) die 3 Glasrohre vor mich gelegt und das erste über dem Bunsenbrenner erhitzt. Noch bevor ich das Rohr biegen konnte, rief uns der Assistent zu uns, um etwas zu besprechen. Also legte ich mein (heißes) Glasrohr zu den beiden anderen (kalten) Glasrohren. Als ich weitermachen wollte wusste ich nicht mehr, welches von den 3 Rohren das heiße war. Ich dachte mir aber, dass 66% ne gute Quote wäre um mich nicht zu verbrennen und das heiße Glas bestimmt nicht mehr sooo heiß wäre. Ende vom Lied: Mehrere Brandblasen in der Handinnenfläche und ein Dozent der beherzt lachen musste, da sich wieder ein Genie fand, dass sich im 1. Praktikum an Glas verbrannte.

2.) Als Seminare der Uni wegen Corona online auf ZOOM stattfanden, entschloss ich mich dazu mich an virtuellen Hintergründen auszuprobieren. Selbstverständlich wollte ich diese mit Humor gestalten und nahm mir Memes als Vorlagen (darunter ein Leonardo Di Caprio, der im Hintergrund fasziniert auf mich zeigt, ein Keanu Reeves der die „You are breathtaking“ Pose auf mich zeigt und ein Obi Wan, der mich darauf hinweist, dass er den High Ground hat). Viele Kommiliton:innen fanden die Meme-Hintergründe sehr witzig und schrieben mich in den ZOOM-Meetings darauf an. Die meisten Dozent*innen haben die Memes nicht verstanden und reagierten auch nicht. Außer eine Dozentin, die mich im Seminar darauf hinwies, dass ich bitte - wenn ich denn unbedingt einen virtuellen Hintergrund brauche - etwas Neutrales nehmen soll, oder etwas, das thematisch passt. Da zu dieser Zeit EM war und wir ein Planspiel im Seminar simulierten, in welchem ich die Interessen Portugals simulieren sollte, machte ich mir als Hintergrundbild die Portugalflagge mit einem oberkörperfrei-jubelnden Christiano Ronaldo. Viele Kommiliton:innen fanden dies abermals lustig, die Dozentin sah dies allerdings als Provokation und drohte mir den Rausschmiss aus dem Seminar… Daraufhin habe ich die Nutzung des virtuellen Hintergrunds an den Nagel gehängt.

Auflösung:

Die 1. Geschichte ist wahr. Der Dozent zieht mich manchmal immer noch damit auf und deswegen wird den künftigen Erstsemestern auch am 2. Praktikumstag nochmal gesagt, dass heißes Glas und kaltes Glas gleich aussieht. Bei der 2. Geschichte stimmt recht viel, allerdings ist sowohl die Nutzung des Obi-Wan Memes gelogen als auch die Reaktion der Dozentin. Sie fand die Memes super und auch die Nutzung des oberkörperfreien Ronaldos. Ich versuche die Bilder mal noch als Antwort anzufügen.

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  1. In meiner Zeit als leitender Mitarbeiter in einem Kino wurde ich von Gästen einmal angemeckert, dass ich im Hochsommer, als es in der Innenstadt 45 Grad im Schatten hatte und entsprechend auch die Innenräume sehr heiß waren, nicht die Klimaanlage im Saal ausschalten wollte.

  2. Gäste im Kino haben sich extrem bei mir beschwert, weil sie für einen Film gekommen waren, der eigentlich in einem anderen Kino lief. Das ging dann tatsächlich soweit, dass die mit der Geschäftsführung sprechen und nen Anwalt einschalten wollten.

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Ich hatte wirklich mal ne Diskussion mit einem Ehepaar um die 50, denen der Saal grundsätzlich immer zu kalt war (was ja per se in Ordnung ist). Der Saal war in besagtem Hitzesommer ausverkauft bis auf den letzten Platz und die beiden meinten am Einlass zu mir, ich solle die Klimaanlage ausschalten. Also es wurde nicht freundlich gefragt ob das ginge, sondern ich wurde dazu aufgefordert.

Ich habe dann freundlich versucht den beiden zu erklären dass das nicht geht und dass, wenn ich die Klimaanlage aus lasse es so heiß im Raum wird, das gefährlich für alle Gäste werden kann bei der schlechten Luft die sich dort dann entwickeln würde.

Das war den beiden aber egal, die haben wirklich minutenlang mit mir diskutiert und mich dann soweit getrieben, dass ich denen gesagt habe, dass es noch genug andere Gäste gab die den Film gern gesehen hätten und sich über deren Karten freuen würden.

Daraufhin wurde mir dann ein „Nachspiel“ von den beiden angedroht, das es leider nie gab :beansad:

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Ich kann leider nicht jede Geschichte erzählen, da diese zu viel über meinen Wohnort oder die Firma für die ich arbeite verraten würden. Deshalb nun diese Geschichten:

  1. Ich niese sehr laut. An einem Montag morgen musste ich direkt um 8:00 Uhr morgens so laut niesen, dass der Kollege, der mir gegenüber sitzt sich so sehr erschreckt hat, dass er vom Platz aufgesprungen ist und dabei seinen kompletten Kaffee auf seinem Schreibtisch auskippte. Als ich mich bei ihm entschuldigen und beim sauber machen helfen wollte, meinte er zu mir, dass er jetzt komplett wach ist und für den Tag keinen Kaffee mehr benötigt.

  2. Um in unserer Firma Essen, Kaffee und Snacks zu bezahlen muss unser Chip, mit dem wir uns auch einstempeln mit Geld aufgeladen werden. Eines morgens wollte ich meinen Chip mit 50 Cent für Kaffee aufladen. Als ich den Chip in den Automaten gesteckt und die 50 Cent eingeworfen hatte, zeigte der Automat einen Error an. Also habe ich auf den Knopf gedrückt, der das Geld wieder auswirft und aus dem Automaten kamen insgesamt 78 Cent und ein gelber Einkaufswagenchip aus Plastik.

Auflösung:

Die erste Geschichte ist falsch. Ich niese zwar wirklich sehr laut, aber das ist bisher noch nicht passiert.