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Welchen Film habt ihr als letztes gesehen?


#12620

Redford spielt wunderbar.
Sissy Spacek ebenso.
Klasse Cast insgesamt noch mit Casey Affleck, Danny Glover und Tom Waits (:herz:).
Mich hat aber vor allem Casey Affleck als Detektiv überrascht.
Ein Charakter mit so einer Art hätte ich beim besten willen nicht erwartet. Hab überhaupt nicht damit gerechnet, dass sein Charakter erstens am Anfang “so” ist, und hätte auch nicht gedacht, dass er sich in solch eine bestimmte Richtung entwickelt.

Danny Glover spielt fast “sich selbst” bzw. seine bekannte Rolle aus den “Lethal Weapon”-filmen weiter, könnte man sagen, denn er hinterfragt, wieviel er in seinem Alter noch kann und ob manche Ziele nicht etwas zu hoch gegriffen sind.

Aber Redford als Tucker… :ok_hand:
Meine Güte.
Machen wir’s kurz:

TL;DR:
Der Film geht weniger in die Heist-richtung und nimmt sich weitaus mehr Zeit für die Charaktere, als um zu zeigen wie die Überfälle selbst stattfinden.
Und das hat mich überrascht. Aber auch sehr, sehr abgeholt.
Es wird weniger das gezeigt, was passiert, sondern mehr, wie es passiert und vor allem, wie die Beziehungen zwischen den Menschen verändert.
Klare Schauempfehlung, ein schöner Film :slight_smile:


#12621

Heute gab es 2 Kurzfilme


und

nicht zum erstenmal;)

#12622

Fist of Jesus fand ich echt unterhaltsam.
Und die “kampf-choreos” waren hier und da garnichtmal so schlecht wie ich erwartet, da merkt man, dass schon ein bisschen herzblut dahintergesteckt hat. Klar, bisschen simpel “plump” aber echt lustig.


#12623

Ja, mich hat besonders der Tiefgang der Story beeindruckt. Jesus und Judas als sidekick. Wunderbar auch wie sie Lazarus insezeniert wurde:)
Beide Daume hoch;)
P.S.: So Long, and Thanks for All the Fish


#12624

Body Double - Der Tod kommt zweimal (1984)

Regie: Brian De Palma
Craig Wasson, Melanie Griffith, Gregg Henry, Deborah Shelton, Dennis Franz

Inhalt:
Jake kann nicht glauben, was er da durch sein Telekop im benachbarten Haus beobachtet: Eine junge Frau wird auf die widerlichste Art und Weise abgeschlachtet. Doch anstatt die Polizei zu alarmieren, macht sich der nur selten gebuchte Darsteller selbst auf die Suche nach den Mördern - und trifft dabei die Porno-Aktrice Holly. Und diese scheint mehr über die Hintergründe des Mordes zu wissen, als sie ahnt…

Mit einem tollen Soundtrack von Pino Donaggio. 80er Jahre at its best.

Frankie goes to Hollywood ist auch auf dem Soundtrack mit dabei.

Fazit:
Wie so oft bei den früheren De Palma-Thrillern schafft der Film, das man regelrecht in die Geschichte reingezogen wird.
Hauptinspiration für “Der Tod kommt zweimal” war der Moment, als De Palma für die Anfangssequenz von “Dressed to Kill” ein Double für Angie Dickinson verwenden musste. Aus dieser Ausgangslage mixt De Palma gängige Hitchcock-Themen, besonders erinnert der Film an “Das Fenster zum Hof” und “Vertigo”.

De Palma inszeniert den Film ungemein visuell, der Plot an sich ist schon ordentlich konstruiert und es gilt das Motto “Style over Substance”.
De Palma hat hier einfach Spaß, spielt mit seinen Lieblingsthemen und Markenzeichen, ganz besonders Voyeurismus, aber auch sexuelles Verlangen, Nacktheit, irren Plot-Twists, Überraschungen, Humor, Theatralik und groteske Mordszenen.
Sehr gelungen die ruhige ca. 20 minütige Sequenz, die fast ganz ohne Sprache auskommt und eine heimliche Verfolgung bis an den Strand zeigt.

Insgesamt ist es ein großartiger Film und bei mir ganz weit oben auf meiner Liste von Brian De Palma Filmen.


#12625

Im Netz der Versuchung
image

Sehr merkwürdiger Film der mir bis zum großen Twist ganz gut gefallen hat. Mir hat diese total überzeichnete Versions eines Liebes-Thriller (?) irgendwie gefallen. Es hat fast schon was von einer Parodie. Nach dem großen Twist verliert der Film für mich aber komplett seinen Reiz und dümpelt für mich nur noch vor sich hin.
Ich hätte glaube ich keinen Twist gebraucht und hätte keine Erklärung für die absurden Ereignisse gebraucht. Trotzdem irgendwie sehenswert und in Teilen unterhaltsam.

Hat sich nach einer Mischung aus Shutter Island und The Room angefühlt.


#12626

The Highwaymen

Erzählt die (wahre) Geschichte 2 ehemaliger Texas Ranger die sich an die Fersen von Bonnie und Clyde heften.

Es ist ein recht ruhiger ereignisloser Film aber ich fand ihn dennoch nicht schlecht. Die Protagonisten sind sympathisch und man hat wirklich den Eindruck sich im Amerika der 30er Jahre zu befinden.

Nach dem Trailer hatte ich allerdings mit etwas mehr Humor und guter Laune gerechnet.


#12627

Habe ebenfalls, wie so viele hier, gestern Abend US mit Freunden gesehen. Ich finde es immer wieder amüsant, wie Leute auf einen “Horror”-Film reagieren, der mit Qualität und nicht mit Jumpscares versucht zu überzeugen. Während ich also gut unterhalten war, hielt sich die Begeisterung bei den anderen in Grenzen.

Und für wahr, auch wenn dem letzten Drittel langsam die Luft ausgeht, so kann besonders der Mittelteil den Spannungsbogen konstant aufrecht erhalten. Der tolle Sound wirkt an manchen Stellen Wunder. Nach Get Out zeigt Jordan Peele eindrucksvoll, dass der Erfolg kein Zufall war. Zwar fand ich US nicht ganz so gut wie Get Out, aber er ist dennoch ein sehenswerter Film!


#12628

The Highwaymen

Wurde von vielen Kritikern ja schon ordentlich abgestraft - kann mich da nur bedingt anschließen. Fand ihn doch durchgehend unterhaltsam, die zwei Stunden sind mir jetzt auch nicht unbedingt als zuuu lang vorgekommen. Da gibt es viele schlimmere Beispiele!
Woody Harrelson und Kevin Costner fand ich echt TOP! Woody ist und bleibt einfach einer meiner Lieblingsschauspieler und spielt hier den etwas gebrechlichen Texas-Ranger ganz hervorragend.

Generell finde ich es für uns Konsumenten schon echt LUXUS, welchen Weg Netflix gerade geht. Vor zwei Wochen Affleck, Isaac und Co., jetzt Harrelson und Costner, nächste Woche dann Brie Larson. Die fahren ganz schön auf!

Meine ausführliche Meinung zu The Highwaymen gibt es übrigens HIER


#12629

Der Pate

Ansich sollte der Filma ja jedem, zumindest im groben, bekannt sein. Ich Persönlich habe, warum auch immer, gestern diesen Film zum allererstenmal Komplett geschaut.
Kann nur eine Empfehlung an alle aussprechen, die diesen Film, so wie ich, noch nicht gesehen haben: Macht es einfach.

Davor

The Highwayman

kann mich da echt nur meinen Vorrednern anschließen. Durchaus Kurzweilig gemacht, gute Bilder und gute Schauspieler.


#12630

Paths of Glory (1957)
von Stanley Kubrick

Im ersten Weltkrieg auf Seiten der Franzosen: Eine Militäroperation führt zu einem Militärtribunal…

Überraschenderweise gar nicht so sehr traditioneller Kriegsfilm, wie ich dachte, sondern geht fast schon in die Richtung von Filmen wie A Few Good Men und beschäftigt sich inhaltlich hauptsächlich mit der Umsetzung von und moralischen Fragen rund um Befehlsketten. Ich finde, man merkt hier auch neben der Wahl der Titel auch in den Charakteren und ihren Dialogen schon viel von der beißenden Ironie mit der Kubrick auch in Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb Entscheidungsträgern sowohl der Lächerlichkeit preisgibt als auch zugleich in einem ernsteren Ton die potentiellen Gefahren ihrer Entscheidungen aufzeigt.

Auch Kirk Douglas fand ich hier unglaublich stark, oftmals unerwartet subtil gespielt—jeder Blick in den Gesprächen mit seinen Vorgesetzten vermittelt ein unglaubliches Verantwortungsbewusstsein für das Leben seiner Männer—, für mich vielleicht sogar die bisher beste Performance in einem Kubrick-Film.

Ich mochte auch sehr die letzte Szene des Films (keine Sorge: keine Spoiler, die Szene findet in gewisser Weise unabhängig von der Hauptstory statt), die eine Sache fertigt bringt, die mir in Filmen oft super gefällt (zuletzt zum Teil in der Küchenbodenszene von You Were Never Really Here): nämlich in einer Szene sowohl die hässliche Fratze des Menschseins, die wir ironischerweise "unmenschlich" nennen, mit den positiven sogenannten menschlichen Seiten des Menschseins zu verbinden. Ein starker Schlusspunkt für die Geschichte des Films!

Insgesamt eine sehr gut inszenierte, interessante, auf kleinem Raum erzählte, aber doch sehr universelle Militär- bzw. Kriegsgeschichte.

8/10


#12631

Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel

Es war herrlich diesen Film wieder zu sehen.
Soweit ich mich erinnern kann, war es damals der erste “Erwachsenenfilm”, den mir meine Eltern gezeigt haben. Dutzende Szenen und Zitate haben sich in mein Hirn gebrannt.


#12632

two men enter one man leaves

:beangasm:


#12633

Who runs Bartertown?!


#12634

Im Netz der Versuchung (2019)

Die Grundidee der Story ist gut und der Twist sehr mutig. Leider ist die Umsetzung unterdurchschnittlich und es fügt sich alles nicht so richtig zusammen. Schade drum…


#12635

Star Wars The Last Jedi mit dem RBTV-Audioflick

Es war wahrlich ein Genuss Eddie, Schroeck, Florentin und Stefan dabei zuzuhören. Einfach herrlich. Mein Kumpel und ich haben nebenher auch drüber diskutiert und oft fanden wir unsere Meinung auch bei den Vieren wieder. Sehr schön, dass Eddie am Ende sogar sagen kann, dass der Film durch den Audioflick etwas gewonnen hat. Für mich hat der Film viele gute, allerdings auch einige sehr schlechte Momente. Es bleibt bei einem ich mag den Film, aber wie Eddie sagt: okay (bis gut) ist für einen Star Wars kein gutes Urteil. Ansonten möchte ich mit folgendem Spruch abschließen: #EmotionDurchObjekt :smiley:


#12636

Hab mir letzte Woche das Remake zu “Friedhof der Kuscheltiere” angesehen und naja war nicht allzu begeistert.

[…]
Dennis Widmayer und Kevin Kolsch machten sich an das Remake zu “Friedhof der Kuscheltiere” Eine nicht gerade leichte Aufgabe, überzeugt das Original vor allem durch seine ausgesprochen dichte Atmosphäre und mysteriöse Stimmung. Zwei Aspekte, die man nicht ohne den Einsatz von Blut und Schweiß wiederauferstehen lassen kann, achja und natürlich mit Hilfe des berühmten Indianerfriedhofs.
[…]
Mehr bleibt nicht zu sagen, denn wer sich eher zum Mainstreampublikum im Genre Horror zählt, wird definitiv seinen Spaß haben und nach 100 Minuten den ganzen Quatsch schnell wieder vergessen haben. Genrefans bleiben dann verstört und eingekauert auf ihren Sitzen und singen leise: “I don’t want to be buried in THIS pet sematary”.


#12637

Ach du bist der Autor davon :smiley: Witzig!
Hab dem Nulli dafür schon gratuliert, wie gut ich den Beitrag von seinem Kollegen finde und dass ich mich sehr amüsiert hab beim Lesen :grin:


#12638

Haha sehr schön :smiley: freut mich, wenn die Artikel doch so gut ankommen :smiley:


#12639

Pan’s Labyrinth

Ein Märchen, dass uns in die Welt der Ofelia entführt die zwischen den Konflikten in Spanien im zweiten Weltkrieg nicht nur um ihren Bruder kämpft, sondern sich auch gegenüber Pan, einem uralten Geschöpf aus alter Zeit beweisen muss um in ein verborgenes Königreich vorzustoßen. Zwischen Elfen, Fabelwesen und verschiedenen Monstern terrorisiert sie dennoch ihr Stiefvater, der sich als grausamer Hauptmann einen Namen gemacht hat und nicht dafür bekannt ist, Gefangene zu machen.

Guillermo del Toro zeigt uns in seinem Klassiker, wie man eine grausame Geschichte aus der Sicht eines jungen Mädchens erzählt, ohne dabei den Bezug zur Realität zu verlieren. Alle Figuren sind vielschichtig, tragen nicht nur ihre Tragik sondern auch das Drama und die Konflikte problemlos bis zum Ende des Films, gerade die junge Ivana Baquero macht hier einen ziemlich guten Job. Besonders loben muss ich die Inszenierung von Oberbösewichten Vidal. Er ist nicht nur ein grausamer Kommandant und zutiefst selbstsüchtig, sondern man ist so nah an ihm dran, dass man mit ihm seine Motivation abkauft und ihn nicht nur als böse Weiche in der ganzen Geschichte sieht, sondern als geerdeten Charakter, den man durchaus ernst zunehmen hat. Die Gewalt, die er verübt und die im Film verübt wird, wirkt nicht dadurch, dass es besonders brutal ist, sondern dadurch, dass man so nah an den Charakteren dran ist und jeden Tod umso schmerzhafter macht. Aus dem Mix dieses Konstruktes, der märchenhaften verträumten und verspielten Musik, den handgemachten Effekten bis hin zu den schaurigen Monstern aus Ofelias Welt macht ihn mühelos zu einem Meisterwerk, der seinesgleichen sucht. Und meiner Meinung nach war Shape of Water ganz nah dran, ebenfalls eins zu werden.

Meiner Meinung nach der beste Film von del Toro und mit seiner Inszenierung auch einer der unschuldigsten Filme trotz der Brutalität. Ein Meisterwerk, einen Film den man unbedingt zu sehen hat.

5 von 5
Gesehen auf Amazon Prime auf Deutsch