Thema: StudioCanal
Film: April and the Extraordinary World von Franck Ekinci und Christian Desmares
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 103 Minuten
Wo gesehen: Amazon Prime Video (Leihe)
Dieser französisch-belgisch-kanadische Zeichentrickfilm ist dem Steampunk-Genre zuzuordnen und zeigt eine alternative Realität im Paris der 1940er Jahre. Seit Jahrzehnten verschwinden Wissenschaftler auf unerklärliche Weise, sodass die technologische Entwicklung der Menschheit auf dem Stand des Dampfantriebs stagniert. April ist die Tochter zweier Wissenschaftler und versucht die Arbeit ihrer Eltern an einem Unverwundbarkeitsserum fortzusetzen, um ihren kranken sprechenden Kater Darwin zu heilen.
Der zeitlose Look des Films kreiert mit vielen einfallsreichen Bildern eine Welt, die Potential für eine interessante Geschichte bietet. Leider wird dies nicht genutzt, da die restlichen Elemente des Films abgesehen von der Musikuntermalung nur mäßig ausfallen. Statt die Charaktere und ihre Beziehungen zu entwickeln wird viel Zeit für Exposition aufgewendet und die Handlung bedient sich vieler oft gesehenen Wendungen. Auch tonal hatte ich meine Schwierigkeiten mit dem Film, da das eher düstere Setting öfters mit Slapstick-Momenten aufgelockert wird.
Insgesamt klingt dies vielleicht negativer als gewollt, aber ich bin etwas enttäuscht, dass aus dem Setting und dem wirklich schönen Artstyle so wenig gemacht wurde.
2,5/5