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Emotionskasten - Welches Gefühl bewegt dich?

Okay, okay… das Wort Kasten ist vorbelastet im Zusammenhang mit Emotionen, aber es geht hier nicht um Kummer… es geht um einen Platz für Emotionen… kein “gute-Laune-Thread” und kein “Auskotzthread”… ein Bereich in einem sozialen Forum, der nicht von vornherein etwas bewertet, sondern Platz für Emotionen lässt…

Der “dating-” und der “Bohnen helfen Bohnen” -Thread beweisen, dass durchaus gefühlt geschützte Bereiche entstehen können… und dies soll einer sein… kein gut, kein böse… einfach ein Ort für Gefühle.

Und ich stieß schon häufiger darauf, dass die anderen threads manchmal nicht passten…
Ich möchte hier hier jetzt auch keinen depri-Thread oder so eröffnen, sondern einen Ort für das gesamte Spektrum an Gefühlen… aber auch ein Ort, an dem Rücksicht darauf genommen wird, dass er lesbar bleibt und nicht automatisch Gefühlsachterbahnen auslöst… notfalls sind spoiler immer praktisch.

Wer hauptsächlich zum Lesen vorbeischaut, kann ja gern mal drüber nachdenken, welches besondere gute Gefühl man zuletzt hatte und dies als Kommentar schreiben ggfs praktischerweise mit dem Erlebnis dazu…

Mich persönlich interessieren auch Menschen, die sich als nahezu emotionslos und evtl. rein objektiv bewertend empfinden… sowas wäre auch spannend.

Auf geht’s…

Bedenkt bei allem, ihr seid in diesem Thread nicht anonym.

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Nur mal das Lied reinpacken, da das gerad läuft und mich wie immer ziemlich in meinem Fühlen “unterstützt”…

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Sehr gute Idee. :slight_smile:

Ich fühle mich gerade melancholisch, ein bisschen einsam, aber nicht wirklich unglücklich.

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Berufliches scheitern, Selbstzweifel, Drang aus dieser Situation zu entfliehen und Zweifel an allen Alternativen die mir einfallen weil das Gras auf der anderen Seite immer grüner ist.

Alkoholmißbrauch. :simonhahaa:

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Ein sehr Interessanter Thread…

Emotionen sind bei mir ein ganz schwieriges Thema…
Ich bin Borderlinerin (Emotional-Labile Borderline-Persönlichkeitsstörung), leide unter verschiedenen Phobien (u. A. Soziophobie) und durchgehend, chronischen Depressionen. Da gibt es für mich fast nur extreme Emotionen, mit denen ich lebe.
Aktuell bin ich ganz entspannt (also Stabil). Es läuft ein Stream im Hintergrund und bin allgemein recht gut gelaunt. Jedoch ein falsches Wort, irgendein Thema in diesem Forum oder eine Situation die passieren könnte und ich kann komplett in Wut oder sogar tiefe Depressionen verfallen.
Insgesamt (gemessen an den letzten Tagen und Wochen) war es im Grunde wie so häufig eine Achterbahn. Hochs und Tiefs immer wieder.
Diese Woche selbst war insgesamt gesehen ein Tief… Hab mich viel in meiner Wohnung vergraben und gestern war ich nicht mal in der Lage zum Einkaufen meine Wohnung zu verlassen. Heute habe ich es geschafft, aber im Grunde mit innerlich viel Stress verbunden.
Ich hoffe so wie ich es beschreibe ist es ok und irgendwie nachvollziebar^^"

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Ich freue mich, falls hier die nächsten paar Tage ein paar gute Gefühle und Erlebnisse vorbeischauen könnten…

… aber klar, ich bin gerad hier, weil ich gerad eher traurig bin… und heute ist wieder ein besonderer Achterbahnfahrtstag… ich hatte heute mit einem Menschen geschrieben, dank dem ich dieses Jahr viele Momente der größten Freude und aber auch einige tiefster Traurigkeit erlebte… es ist eine Achterbahn und wir fahren fleißig weiter bisher… so war es auch heute… beim Schreiben während eines Parkspaziergangs spürte ich Wohlbefinden, Leichtigkeit und angenehme Wärme… was zusätzlich warm vom herbstlichen Ambiente mir mehrfach ein Lächeln ins Gesicht zauberte…

Aber jeder gute Augenblick heute und jedes liebe schriftlich gewechselte Wort mit der Person fand dennoch kein reines Glücksgefühl, denn da bohrten sich die Krallen großer Problemsilhouetten in jedes Fühlen…

… und genau dies… und genau jeder aktuelle Umstand… und das, was jetzt gerad ist oder nicht ist, sein kann oder sein wird… das ist da… es ist präsent… es erdrückt mich… und reißt mich nieder… wortloses Leiden in Unpräsenz… und endlos gefühlte Unsicherheiten… eine Prise Verzweiflung, Unbehagen und ein altbekannter Schmerz… aber ich bin nicht allein… auch der anderen Person geht es nicht gut… und ich habe größtmögliches Mitgefühl.

Wie ich damit klarkomm aktuell?
Ich hab Kopfhörer auf und höre so laut Musik, dass ich mich nicht heulen höre, wenn ich mich mal wieder kurz zusammenrolle und es schaffe kontrolliert dosiert Gefühle rauszulassen/zuzulassen…

Weshalb so offen?
Weil es wichtig ist… man darf auch schwach sein… und ich fühle oft intensiv… ich bin immer dankbar, wenn ich Gefühle habe, es gab Jahre, da hat ich sie zu tief weggeschlossen… und reinfressen ist auf Dauer nie gut.
Ich fühle. Ich habe Emotionen. Ich kann weinen… und das ist unendlich kostbar, wenn man es lange Zeit nicht konnte. :+1:

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Ich habe deinen Post gelikt. Vor allem wegen der Message, dass man Gefühle zulassen muss. Dass das gut tut. Aber auch um zu zeigen, dass ich gerne helfen würde, aber es nicht kann. Ich hoffe, aus der ganzen Situation ergibt sich irgendwann etwas Gutes. Du hast es verdient.

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Hi :slight_smile:

Höchsten Respekt für’s Teilen… Mitteilen.
Ich gehe fest davon aus, dass dir bewusst ist, was du da teilst, doch habe das Gefühl, dass ich dir unbedingt raten möchte, alles was Diagnosen betrifft eher nicht direkt zu offenbaren, da es ja weiterhin ein sehr öffentlicher Bereich ist.
Letztendlich ist es natürlich völlig frei ubd dir überlassen… bedenke bitte dennoch sensibel mit sowas umzugehen und das bedeutet auch Selbstfürsorge und Selbstschutz.
Aber wem erzähl ich das :slight_smile: … wie gesagt, ich gehe fest davon aus, dass du dir im klaren bist, was du da teilst… und eigentlich denk ich auch, dass insbesondere emotionsbezogene Diagnosen durchaus auch Interesse bei dem einen oder anderen wecken können… :thinking:


2topic:
Ich fühle mich gerade etwas erleichtert, da ich etwas Ablenkung gefunden hab… :slight_smile: … Erleichterung ist gerad nützlich… mein Wecker, der auf 4:20uhr gestellt ist, flüstert mir jetzt schon heimlich die Befürchtung zu, dass morgen kein fitter Tag wird. :grimacing:

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Ich danke dir.
Ich habe nichts verdient.
Es passiert, was passiert… und entweder man wirkt aktiv darauf ein oder man lässt es passieren… entweder man ist vorbereitet oder überrascht… ich habe gefühlt Fähigkeiten über Jahre aufgebaut, die die Resilenz sehr festigten/erhöhten… aber manches bleibt wohl für immer :grimacing: … und wenn ich mir bei was emotionsmäßig sehr sehr sicher bin und Vertrauen gefasst hab, dann bin ich lieber dumm in den Augen vieler Menschen, statt aufzugeben.
Ich danke dir für deine Worte.
Mir kann bei dem was so los ist, höchstwahrscheinlich niemand helfen. :neutral_face: … aber hey… life happens… und ich kann warten… auch wenn manches weh tut, kann ich warten.

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Im Grunde gebe ich dir recht. Es ist nicht immer ratsam, solche Dinge öffentlich zu schreiben. Jedoch gibt es Momente, in denen ich das Gefühl habe, dass es raus muss.
Zudem sind das jetzt nicht sonderlich schlimme Informationen, bei denen ich lieber schweigen sollte.
Es gibt viele Punkte, bei denen ich schweige und die werde ich logischerweise auch nicht öffentlich in ein Forum posten.
Über all die Dinge, die ich hier öffentlich schreibe, kann ich auch so (mittlerweile) offen sprechen, keine Sorge.
Alles gut :slight_smile:

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Okay. Wollte nur sicher gehen… kenn dich ja nicht und weiß nicht, wie es bzgl. Achtsamkeit usw. ausschaut… außerdem bist du noch neu, da hätte es sein können, dass du dir das vielleicht doch noch überlegen möchtest :grimacing:

Ich persönlich find es ja gut, wenn man sowas auch mal teilt, da es nicht mehr so extrem belastet an Vorurteilen zu sein scheint, wie noch früher und man generell etwas mehr Platz in der Öffentlichkeit und auch ein Bewusstsein für die “Existenz” von Depression und co geschaffen hat … :slight_smile:

Ich hoffe, das klingt jetzt nicht blöd, mein Kopf ist etwas durch heut :confused::+1:

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Alles gut. :slight_smile:

Hab zig Therapien hinter mir und schon mit zig Therapeuten und Psychiatern gesprochen…^^"
Seit der letzten Therapie bin ich auch mit einem Psychologen (der in der Klinik jedoch selbst Patient war, kein Therapeut) gut befreundet und habe auch durch ihn ein wenig gelernt, offener mit meiner Krankheit umgehen zu dürfen.
Aber ich passe schon auf was ich sage und wem ich etwas erzähle :slight_smile:

Edit: gelöscht… aus Gründen… ich will nicht dass der Emotionskasten als Kummerkasten für sowas herhalten muss :beansad:

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Mein Herz ist mein Arschloch. Es kackt in mich, auf mich, an mich… :poop:
… aber naja, es gehört halt zu mir, kann man nichts machen. :man_shrugging:
Es ist schon länger kein Feind mehr, aber war auch nie um Freundschaft bemüht. :confused::+1:

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Gerade wieder alles am Anzweifeln, alles ist doof, Beruf doof, Aussehen doof, Gesundheit doof … seufz

"…but nothing is quite forever,
especially staying together.

Love is a shield to hide behind,
love is a field to grow inside,
and when I sometimes close my eyes
my mind starts spinning round."

Ursprünglich von camouflage und natürlich vielen bekannt… ich mag’s jedoch unelektronischer, außerdem mag ich letzte Instanz :slight_smile:

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Wach werden, Konfrontation, traurig sein, Angst kriegen, Ablenkung, traurig sein… was für’n Tagesstart… :man_shrugging:

Zeit für Musik… dann Frühdienst… dann irgendwas… hm :confused: … ich hoffe, das geht heut weg. :cry::+1:

… aber hey… heute kann ich mal das Lied posten im passenden Monat zum Titel :+1:

Edit:
Ach warum nicht noch eins dazu… :man_shrugging:

"Sie küssen nicht
Sie lieben nicht
Sie schweigen…

allein - zu zweit
allein verlassen…"

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Wow! Ich bin wirklich grade sehr verblüfft! Leider ist das, was vorgefallen ist ein bisschen Spoiler, wenn man das Spiel “Life is Strange” noch nicht gespielt hat…daher für alle die es interessiert, hier der Auslöser (der Rest darf nach dem Spoiler gern weiterlesen, auch wenn der Beitrag dann bestimmt weniger klar erscheint):

In besagtem Spiel spielt man ja eine 18-jährige Fotografie-Studentin, die die Gabe hat Zeit zurück zu spulen und so bestimmte Aktionen ungeschehen zu machen bzw. zu verändern.
In der dritten Episode springt man dann mehrere Jahre zurück und hat die Aufgabe bzw. die Möglichkeit (?) den (noch nicht) verstorbenen Vater von Chloe (einer Freundin von uns/Max) daran zu hindern in das Auto zu steigen mit dem er den tödlichen Unfall haben wird.
Ich weiß nicht, ob es möglich ist den Vater einfach fahren zu lassen und somit nichts an der Geschichte zu verändern, da ich den Weg gewählt habe, den Vater aufzuhalten (mit dem Bus los zu schicken).
Allerdings hab ich, wie gesagt den Vater somit “am Leben gehalten”.
Es stellt sich dann raus, nachdem man wieder in die Gegenwart springt, dass das Leben meines Hauptcharackters völlig anders ist und Chloe in dieser alternativen Realität stark gelähmt im Rollstuhl sitzt!

Und an dieser Stelle hat mich auf einmal ein Gefühl von tiefer Schuld getroffen! Ich wusste sofort, schon als die Entscheidung gefallen war, dass dies irgendwie nicht richtig ist!
Ich fühlte, obwohl es nur ein Videospiel ist, eine tiefe Schuld und auch den tiefen Ehrfurcht vor dem Leben!
Wer bin ich, dass ich mir in solch einer Situation erlaube, den Verlauf von vielen Lebensgeschichten so dramatisch zu ändern, ohne zu wissen, was genau passieren wird?

Vor allem aber: Ich habe sofort gemerkt, dass selbst, wenn das Leben vorher nicht so toll war…mit der neuen Realität ist die Alte für immer weg…und all das was man erlebt hat ist (sowohl gutes als auch schlechtes) ist einfach weg!

Als hätte man sein eigenes Leben beendet und wäre in ein fremdes neu hinein geschlüpft! Die eigene Identität, die man sich bis dahin aufgebaut hat (und möge sie noch so eigen und “problematisch” sein) ist WEG! :thinking:

Mich hat glaube ich noch nie ein Videospiel so stark zum Nachdenken angeregt wie dieses in dieser Episode! Bin auch gespannt was da noch so alles kommt!

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Viel “Freude” noch mit dem Spiel… geht definitiv gut und spannend weiter. :zipper_mouth_face:

Und ja: Zeitreisen sind 'ne schlechte Idee, es sei denn, man stochert nur in parallelen Universen herum und kann zum eigenen easy zurück :innocent: :smiling_imp:

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